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Uta Heil: Die Feindesliebe der christlichen Soldaten in der Spätantike

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Die Christen haben in apologetischen Texten stets auf die überlegene christliche Moral hinwiesen, um sowohl das Ungefährliche als auch das Attraktive des Christentums zu belegen. Dennoch spielt hier die Bergpredigt und ihr Gebot der Feindesliebe nur eine begrenzte Rolle und führte nicht dazu, dass Soldaten die Aufnahme in christliche Gemeinden verweigert wurde.

Erst zu Beginn des 5. Jahrhunderts wird überraschenderweise von nichtchristlicher Seite kritisch hinterfragt, dass Christen gute Soldaten sein könnten, da sie das Gebot der Feindesliebe zu befolgen hätten – was Augustinus jedoch entschieden zurückweist. Seine Ausführungen finden sich in einem Brief an Marcellinus, der später zu der Gruppe von Texten gehört, die seine Ansicht über einen „gerechten Krieg“ zusammenfasst.

Augustinus hat seine Vorstellungen von einem gerechten Krieg bekanntlich nicht in einer grundsätzlichen Streitschrift entwickelt, sondern verschiedene Gedanken dazu in diversen Texten eingeflochten. Im Zentrum stehen dabei neben Abschnitten aus seinem großen Werk De civitate Dei mehrere Schriften von Augustinus gegen die Manichäer. Relevant sind jedoch auch Passagen aus diesem Brief an Marcellinus, der in diesem Vortrag im Mittelpunkt stehen soll.