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Der Historikertag findet in den Repräsentationsräumen im Uni-Center der JKU statt. ...  mehr zu Tagungsort (Titel)


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Rudolf Höfer: Das Kirchenbeitragsgesetz der NS-Zeit: Auswirkungen und Alternativmodelle

Die Finanzierung der Kirchen und Religionsgemeinschaften ist im Zuge der zahlreichen politischen und gesellschaftlichen Veränderungen der letzten Jahrzehnte in vielen europäischen Ländern in Diskussion geraten und neu strukturiert worden. In Österreich besteht das 1939 nach der NS-Okkupation oktroyierte Beitragsgesetz seit einem Dreivierteljahrhundert fast unverändert fort. Die Entwicklungen in dieser Zeitspanne verweisen je länger je mehr auf Schwächen dieses Finanzierungssystems. Eine ihrer Folgen ist eine der höchsten Kirchenaustrittsraten Europas. Bisherige Versuche, das Beitragssystem zu verändern, sind gescheitert. Eine letzte Initiative der Bischofskonferenz für dessen Adaptierungen liegt dreiunddreißig Jahre zurück.

Jüngere wissenschaftliche Untersuchungen weisen auf die maßgeblichen Leistungen der Kirchen für die Gesamtgesellschaft hin. Dazu gehören primär das konfessionelle Schulwesen, seelsorgliche Einrichtungen, zahlreiche karitative Einrichtungen und Initiativen, insbesondere ein ausgedehnter Sektor des Spitalswesens. Bedeutend ist auch ihre Rolle in Fragen des Erhalts und der Sicherung von Kulturgütern. Um diese Leistungen nachhaltig zu sichern, bedarf es verstärkter Bemühungen um eine solide und solidarische Finanzierung. Neben der historischen Analyse will das Kurzreferat daher auch alternative bzw. in anderen Ländern umgesetzte Finanzierungmodelle aufzeigen und ihre Vor- und Nachteile abzuwägen versuchen