Page Areas:



Current Submenu:

Additional Information:
 

Position Indication:

Content

Ernst Langthaler: Schlachtfelder. Alltägliches Wirtschaften in der nationalsozialistischen Agrargesellschaft 1938–1945

Sorry, this page is currently not available in English. Below you will find the contents in German.

Die 2015 publizierte Monographie Schlachtfelder. Alltägliches Wirtschaften in der nationalsozialistischen Agrargesellschaft 1938–1945 beleuchtet am Reichsgau Niederdonau alltägliche Kräftefelder zwischen Nationalsozialismus und Agrargesellschaft, in denen ländliche Akteure untereinander und mit NS-Funktionsträgern um Ressourcen rangen: Grundbesitz, Arbeitskraft, Betriebskapital, Agrarwissen und Agrargüter. Auf breiter Quellengrundlage werden mittels Kombination qualitativer und quantitativer Methoden systematische Vergleiche zwischen ausgewählten Betrieben, Orten und Regionen angestellt, um überregional gültige Erkenntnisse zu gewinnen. Das nationalsozialistische Entwicklungsprojekt des völkischen Produktivismus – die Schaffung eines „rassisch“ und wirtschaftlich leistungsfähigen „Bauerntums“ – entfaltete ambivalente Wirkungen: In technischer Hinsicht vermochte nur eine privilegierte Minderheit der Landwirtschaftsbetriebe ihre Leistung zu steigern; der Mehrheit mangelte es an nötigen Arbeitskräften und Betriebsmitteln. Hingegen wurden in institutioneller Hinsicht – von der staatlichen Marktordnung bis zu den betrieblichen Wirtschaftsstilen – die Weichen der Agrarentwicklung in Richtung einer ‚alternativen Moderne‘ jenseits von Liberalismus und Kommunismus gestellt.