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Georg Weissenböck: Agrarwissenschaft im Nationalsozialismus. Dissertationen an der Wiener Hochschule für Bodenkultur 1938–1945

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Die bisher noch nicht historisch bearbeiteten Dissertationen an der Hochschule für Bodenkultur in Wien erlauben Einblicke in die agrarwissenschaftliche Forschung zur Zeit des Nationalsozialismus. Neben der Frage nach thematischen Schwerpunkten stehen vor allem die – mehr oder weniger von der NS-Ideologie beeinflussten – Motive und Ziele der Autorinnen und Autoren im Mittelpunkt der Arbeit. Das bearbeitete Material besteht aus den im Untersuchungszeitraum fertiggestellten agrarwissenschaftlichen Dissertationen sowie dem damit verbundenen Schriftverkehr. Mittels qualitativer Inhaltsanalyse wurden die Dissertationen mit Variablen versehen. Diese wurden quantitativ mittels Hauptkomponentenanalyse ausgewertet. Anschließend wurden von diesen Ergebnissen ausgehend Einzelfallanalysen durchgeführt. Die Themen der Dissertationen sind breit gefächert, wobei sich als Hauptschwerpunkte Wirtschaft und Agrarraum herausstellen. Die Motive verteilen sich auf die Schwerpunkte Forschung, Produktion und Gesellschaftspolitik. Im zeitlichen Verlauf zeigt sich eine Zunahme politisch-ideologischer bei gleichzeitigem Rückgang scheinbar ‚unpolitisch‘-wissenschaftlicher Motive. In den Einzelfallanalysen lassen sich vielfach teils indirekte, teils direkte Bezüge zur NS-Ideologie nachzeichnen.