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Neue Forschungen zur Agrargesellschaft im Nationalsozialismus

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Vorsitz: Gabriella Hauch

16.9.2015, 13.00–15.30

SZ 3

Ernst Langthaler

Schlachtfelder. Alltägliches Wirtschaften in der nationalsozialistischen Agrargesellschaft 1938–1945

Ulrich Schwarz

Macht vor Ort. Eine mikrohistorische Studie zur Verwaltungspraxis der Kreisbauernschaft Neunkirchen

Gerhard Siegl

Bergbauern im Nationalsozialismus – Ergebnisse und Desiderata

Georg Weissenböck

Agrarwissenschaft im Nationalsozialismus. Dissertationen an der Wiener Hochschule für Bodenkultur 1938–1945

 

Die historische Forschung zu Agrarpolitik, Landwirtschaft und ländlicher Gesellschaft im Nationalsozialismus hat, nach einem Aufschwung in den 1990er Jahren und einem Abflauen in den 2000er Jahren, erneut an Interesse gewonnen. Für das Gebiet der „Ostmark“ sind in den letzten Jahren Regionalstudien entstanden, die neuen theoretischen, methodischen oder thematischen Perspektiven folgen. Vier dieser Forschungen werden im Panel zur Diskussion gestellt: eine Habilitationsschrift zum Reichsgau Niederdonau (Ernst Langthaler), zwei Dissertationen zu einem Landkreis im Reichsgau Niederdonau (Ulrich Schwarz) und zum österreichischen Bergland (Gerhard Siegl) sowie eine Diplomarbeit zum Universitätsstandort Wien (Georg Weissenböck). Die vier Arbeiten erweitern und vertiefen den bislang ungenügenden Forschungsstand zur österreichischen Agrargesellschaft im Nationalsozialismus und korrigieren in manchen Punkten als gültig erachtete Auffassungen, etwa über das Verhältnis von Nationalsozialismus und Moderne. Diese auf die „Ostmark“ als Provinz des nationalsozialistischen Staates fokussierten Forschungen vermögen auch der wirtschafts- und sozialhistorischen Forschung zum „Altreich“ neue Impulse zu verleihen.