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Andreas Kranebitter: Von Städten, Staaten und Planeten. Die statistische Vermessung des sozialen Raumes der „Häftlingsgesellschaft“

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Psychologische und soziologische Arbeiten der KZ-Forschung haben die Konzentrationslager meist unter dem Begriff „Häftlingsgesellschaft“ gefasst, der begrifflich und konzeptionell auf die Gesamtheit der Häftlinge fokussiert. Die Sterblichkeit der Inhaftierten wurde meist als individuelle Anpassung oder Ergebnis gelungener oder misslungener sozialer Interaktion angesehen, damit aber weitgehend unabhängig vom Zwangsrahmen und Interaktionen mit der SS bzw. den Wachmannschaften diskutiert. Statistische Analysen der Sterblichkeit verweisen demgegenüber nachdrücklich auf die Bedeutung von individuelle wie kollektiv unkontrollierbaren Faktoren wie der Dauer und Zeit der Inhaftierung, und drängen somit dazu, über Termini und Theorien zur „Häftlingsgesellschaft“ aus anderer Perspektive nachzudenken.