Liebe Studierende!
Der erste Studienabschnitt dient dem Erwerb von juristischem Grundwissen, im zweiten Studienabschnitt können Sie sich spezialisieren. Ich möchte Ihnen daher den Studienschwerpunkt Legal Gender Studies vorstellen, der in seiner Konzeption in Österreich einmalig ist. Geschlechterdemokratie, Antidiskriminierung und gesellschaftliche Vielfalt sind zukunftsweisende juristische Forschungsfelder. Wir haben dazu ein praxisorientiertes, interdisziplinäres Studienprogramm entwickelt, das Ihnen sowohl national als auch international breite Berufschancen eröffnet. Ich würde mich freuen, wenn ich Sie als Studierende dieses Schwerpunktes im zweiten Abschnitt begrüßen kann!
Univ.-Prof.in Dr.in Silvia Ulrich
Koordinatorin des Studienschwerpunktes
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Studienschwerpunkt Legal Gender Studies - 2. StA
Der Schwerpunkt umfasst 15 Lehrveranstaltungen (27 ECTS), die sich auf zwei Semester verteilen und in der Regel geblockt stattfinden. Ein Einstieg ist grundsätzlich immer möglich, es wird aber empfohlen, dem hier dargestellten Aufbau zu folgen.
Die Ausrichtung des Studienschwerpunktes ist interdisziplinär und fächerübergreifend: Die Lehrveranstaltungen werden von Fachvortagenden aus den Bereichen Legal Gender Studies, Antidiskriminierungsrecht, Diversity, Familienrecht, Strafrecht, Arbeitsrecht, Internationales Recht und Rechtsgeschichte gestaltet.
Der Studienschwerpunkt ist für MMJus-Studierende zur Gänze multimedial aufbereitet. Ein eigener Medienkoffer ist nicht erforderlich, die notwendige Literatur wird von den Vortragenden in den jeweiligen Lehrveranstaltungen bekannt gegeben.
Selbstverständlich besteht auch die Möglichkeit, einzelne Lehrveranstaltungen des Studienschwerpunktes als freie Wahlfächer zu belegen.
Inhalt des Studienschwerpunktes sind Gleichheit und Gleichbehandlung als grundlegende Elemente der österreichischen Rechtsordnung ebenso wie die Themen Menschenrechte und Minderheitenschutz. Recht nicht als abstrakte Größe, sondern als konkrete Lebensgestaltung fassend, wird im Studienschwerpunkt "Legal Gender Studies, Antidiskriminierung und Diversity" bei der Analyse von Rechtsfragen besonderer Wert auf die Einbeziehung sozial- und wirtschaftswissenschaftlicher Erkenntnisse gelegt.
Ziel des Studienschwerpunktes ist es, durch fächerübergreifendes und interdisziplinäres Arbeiten, insbesondere durch die Analyse von Diskriminierungszusammenhängen und -ursachen auf die konkrete juristischeBerufspraxis vorzubereiten. Das erworbene Wissen soll die AbsolventInnen für die Arbeit in rechtsberatenden Berufen, Interessenvertretungen, öffentlichen Einrichtungen oder als Gleichstellungs- oder Diversity-Beauftragte/r in Organisationen und Unternehmen qualifizieren.
Der Ablauf des Studienschwerpunktes ist so konzipiert, dass – aufbauend auf die allgemeine und interdisziplinäre Auseinandersetzung mit aktuellen Fragen zum Geschlechterverhältnis im Wintersemester – im Sommersemester eine Untersuchung der konkreten Rechtspraxis folgt. Die relevanten Lehrveranstaltungen werden daher nur einmal pro Studienjahr angeboten. Der Schwerpunkt kann somit entweder durchgehend in einem Studienjahr absolviert werden oder begleitend zu den Fachinhaltendes 2. Abschnittes über mehrere Semester.
Detaillierte Informationen zu den einzelnen Lehrveranstaltungen finden Sie unter den Menüpunkten Wintersemester und Sommersemester.


