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Bd. 53: Wascher, Das Übereinkommen des Europarats zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt (2013)

Das Übereinkommen des Europarats zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt


Kristina Wascher (2013)

Mit der Konstruktion des Zwei-Geschlechter-Modells im 18. Jahrhundert wurden Frauen in den privaten Bereich verwiesen, wodurch ihnen die Mitgestaltung von Gesetzen auf nationaler wie völkerrechtlicher Ebene verwehrt und der Grundstein für die Nichtberücksichtigung ihrer Bedürfnisse in der patriarchalisch geprägten Welt gelegt wurde.

So zielte der Schutz von Menschenrechten lange nur auf Menschenrechtsverletzungen im öffentlichen Raum ab und ignorierte den Umstand, dass Frauen in großer Zahl Opfer von häuslicher Gewalt werden. Zwar gab es im Lauf des 20. Jahrhunderts unterschiedliche Bemühungen, Frauenrechte in den menschen-rechtlichen Kontext aufzunehmen, wobei das wohl wichtigste Dokument die UN-Konvention zur Beseitigung jeder Form von Diskriminierung der Frau (CEDAW) ist. Dennoch hat sich die Problematik von Gewalt gegen Frauen nicht signifikant verändert und so wurde als nächster Schritt das Übereinkommen des Europarats zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt ausgearbeitet.

Die Beantwortung der Frage, wie sich diese Konvention in den völkerrechtlichen Diskurs hinsichtlich Gewalt gegen Frauen einordnen lässt und ob sie trotz der geschlechterneutralen Formulierung eine sinnvolle Ergänzung zur CEDAW sein kann, ist ebenso Gegenstand des vorliegenden Bandes wie die Vorstellung der wichtigsten materiell-rechtlichen und verfahrensrechtlichen Bestimmungen unter Berücksichtigung des Umsetzungsstandes in Österreich.

194 Seiten, ISBN 978-3-99033-275-7