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Sydow, J./Schüßler, E./Müller-Seitz, G. (2016): Managing Interorganizational Relations: Debates and Cases. Houndsmills: Palgrave Macmillan.

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Garment Supply Chain Governance Project

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DFG Research Unit: Organized Creativity

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Campusplan

Campusplan mit Kopfgebäude

Sie finden uns im Hochschulfondsgebäude 2. Stock (Sekretariat HF 215) ...  mehr zu Campusplan (Titel)


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Inhalt:

Lehre

In Kooperation mit dem Institut für Innovationsmanagement (IFI) bieten wir das Schwerpunktfach "Organisation und Innovation" an, welches sich mit drei Kernthemen der Unternehmensführung beschäftigt: Organisieren im Spannungsfeld von Ordnung und Freiheit, Innovieren zwischen den Polen „neu“ und „wertvoll“, sowie Legitimieren an der Schnittstelle von Wirtschaft und Gesellschaft.

Organisation: Stabilität versus Flexibilität
Die Macht des Organisierens führte Adam Smith der (Fach-)Welt bereits 1776 vor Augen. Anhand seines mittlerweile legendären Beispiels der Stecknadelproduktion zeigte er, wie sich durch den Einsatz moderner Arbeitsteilung die Produktivität der Stecknadelherstellung vertausendfachen ließ. Wohlstand – bis dahin ein Null-Summen-Spiel, in dem eigene Zuwächse aus der gewaltsamen Aneignung der Güter Anderer stammten – wurde nun zu einer Frage der Rationalität: Seine Grundlage ist die Fähigkeit, immer effizienter zu organisieren, um mit gleichbleibendem Mitteleinsatz immer höhere Erträge zu erwirtschaften. Organisationstheorie und -praxis arbeiten seither an Organisationsformen, das heißt an Arbeitsabläufen und Organisationsstrukturen, die einen optimalen Rahmen für das Erbringen und Tauschen von Wirtschaftsleistung bieten, wobei dieser organisationale Rahmen – darin liegt unter anderem die Kunst des Organisierens – sowohl stabil, als auch flexibel sein muss: stabil, damit er Orientierung bietet und Effizienz ermöglicht; flexibel, damit er die mitunter notwendigen situativen Anpassungen zulässt.

Innovation: geplanter Vorstoß in unbekanntes Terrain?
Gegen Ende des 20. Jahrhunderts verschieben gesättigte Märkte und globale Arbeitsteilung neuerlich die Grundlage des Wohlstands: Innovation – die Fähigkeit, etwas zu schaffen, das neu (ergo wenig bekannt) und gleichzeitig (bekanntermaßen) wertvoll bzw. nützlich ist – rückt in den technologisch und ökonomisch hochentwickelten Gesellschaften ins Zentrum der wirtschaftlichen Entwicklung. Effizienz verliert als alleinige Grundlage der Wertschöpfung an Bedeutung; neben sie tritt Kreativität als zunehmend wichtige Quelle des Wohlstands: innovative Leistungen schaffen temporäre Quasi-Monopole, verändern die Spielregeln ganzer Branchen, lassen Konsument_innen erkennen, was sie wollen aber nicht hätten benennen können und ermöglichen lukrative Gewinne.

Legitimität: Wirtschaft ist Gesellschaft
Wirtschaft ist Teil der Gesellschaft und daher massiv vom institutionellen Umfeld abhängig: Schlüsselinstitutionen wie Markt, Staat, Familie, Profession oder Religion prägen in je unterschiedlicher Weise die Werte, Vorstellungen und Praktiken der Menschen. Um Legitimität, Reputation und Status zu erlangen, müssen Manager_innen mit verschiedenen „institutionellen Logiken“ umgehen und sie für sich nutzbar machen können. Neben der soziologischen Dimension gewinnt auch die geographische an Bedeutung: Die wirtschaftliche Landschaft wird zerklüfteter, d.h. der Abstand zwischen gebildeten, prosperierenden Regionen und jenen mit niedrigem Bildungs- und Lohnniveau wächst (und ist etwa innerhalb der USA bereits so groß wie zwischen Industrie- und Entwicklungsländern). Im Fach „Organisation und Innovation“ wird das Zusammenspiel von Wirtschaft und Gesellschaft in beide Richtungen thematisiert: Gesellschaft als Rahmen für wirtschaftliches Agieren und Wirtschaft als ursächlich bzw. verantwortlich für gesellschaftlicher Zustände und Entwicklungen (z.B. Corporate Social Responsibility, Soziale Innovation, Nachhaltigkeit etc.).

Ausgewählte Schlüsselthemen, die durch das Institut für Organisation angeboten werden:

  • Organisations- und Führungspsychologie
  • Führungstheorien
  • Archetypische Organisationsformen
  • Interorganisationale Netzwerke und regionale Cluster
  • Organisationaler und institutioneller Wandel
  • Crowd-basierte Organisations- und Geschäftsmodelle
  • Kreative Personen und kreative Prozesse in Organisationen