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Schmidthuber, L./Hilgers, D./Gegenhuber, T./Etzelstorfer, St. (2017): The emergence of local open government: Determinants of citizen participation in online service reporting

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Theuvsen, L./Andeßner, R./Gmür, M./Greiling, D. (Hrsg.) (2017), Nonprofit-Organisationen und Nachhaltigkeit, SpringerGabler, Wiesbaden.

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Beck, R., Fischer, D., Hilgers,. D. et al (2017), Digitale Transformation der Verwaltung, hrsg. v. Bertelsmann Stiftung, Gütersloh.

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Schmidthuber, L./Hilgers, D./Gegenhuber, T. (2017): Shedding Light on Participation in Open Government Arenas: Determinants of Platform Activity of Web and App Users, in: Proceedings of the 50th Hawaii International Conference on System Sciences

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Schmidthuber, L./Hilgers, D.(2017): Browse or Brush? An Exploration of Citizen-Government Interaction in the Municipal Realm, in: Proceedings of the 50th Hawaii International Conference on System Sciences

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Schmidthuber, L./Hilgers, D.(2017): Unleashing Innovation beyond Organizational Boundaries: Exploring Citizensourcing Projects, in: International Journal of Public Administration

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Inhalt:

Nonprofit Finance

Dabei geht es im Bereich der Finanzierung und des Finanzmanagements in Nonprofit-Organisationen nicht nur darum, die Mobilisierung finanzieller und geldwerter Mittel in einzelnen Ressourcenquellen zu optimieren, sondern im Sinne eines konzeptionellen Finanzmanagements den Fokus insbesondere auch auf Vernetzungen und mögliche Interaktionen zwischen den einzelnen Ressourcengebern zu legen.

In diesem Zusammenhang ist das Thema Leistungs- und wirkungsorientierte Steuerung mittels Kontrakte anzuführen. Die Dezentralisierung der Verantwortung im Rahmen des New-Public Management (NPM) führt zu Schnittstellen zwischen den unterschiedlichen Einheiten und Ebenen im politisch-administrativen System. An diesen Übergängen bedarf es einer speziellen Koordination, damit unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Kreisläufe und Rationalitäten ein gezielter Informationsfluss in beide Richtungen gewährleistet ist. Der Leistungskontrakt, wird in der NPM-Diskussion als jenes ergebnisorientierte Steuerungsinstrument dargestellt, welches, in seiner Funktion als Verbindungsglied, diesen Anforderungen gerecht werden soll. Werden nun die Kreisläufe des politisch-administrativen Systems um die spezifischen Kreisläufe der Nonprofit-Organisation (NPO) erweitert, wie dies bei einer Fremdvergabe des Leistungsvollzugs der Fall sein kann, so ergibt sich nicht nur zwischen der Politik und der Verwaltung die Notwendigkeit zur „Übersetzung“, sondern auch an der Systemgrenze Verwaltung-NPO sowie an NPO-internen Schnittstellen.
Durch den Abschluss von Leistungsvereinbarungen zwischen den unterschiedlichen Ebenen und Organisationen ist es nun unabdingbar, in den Verhandlungen den inhaltlichen Kern eines jeden Leistungsvertrags – die WIRKUNG – nicht aus den Augen zu verlieren. Wirkung wird in diesem Zusammenhang als eine systemübergreifende Zieldimension verstanden, welche damit auch als Basis für die Schnittstelle mit Nonprofit-Organisationen dienen könnte. Diese weisen ausgehend von ihrer Missionsorientierung, ähnlich wie die Politik, einen starken Wirkungsbezug auf. Aus diesem Grund ist eine Auseinandersetzung mit der Rolle der Wirkungsziele im Zuge der Gestaltung einer Kontraktbeziehung höchst interessant. Es gilt zu klären, welche Voraussetzungen für eine wirkungsorientierte Kontraktgestaltung erforderlich sind, auf welchem Wege Wirkungsziele in den Kontrakten manifestiert werden und wie deren Beachtung die organisationsübergreifenden Kontraktbeziehungen beeinflussen könnte. Die Kontraktbeziehung als wirkungsorientiertes Kontraktsystem (WKS) verstanden, welches in seiner netzwerkartigen Zusammenarbeitsform sehr stark durch das korporatistische Wohlfahrtsstaatsverständnis in Österreich geprägt ist. Innerhalb des WKS ermöglicht das mehrdimensionale Wirkungskonzept die Anpassung der Wirkungsziele auf spezifische Wirkungsobjekte, wodurch eine systemübergreifende Diskussion der Wirkungsziele wesentlich unterstützt wird.

Ein weiterer Schwerpunkt im Bereich Nonprofit Finance liegt bei den nachhaltigen Finanzanlagen von Nonprofit-Organisationen. Die Ende 2007 beginnende weltweite Wirtschaftskrise und die daraus resultierende Verunsicherung gegenüber dem Bankensektor führten dazu, dass der Nischenbereich der ethischen und nachhaltigen Kapitalanlagen hohe Wachstumsraten in profit-orientierten Unternehmen verzeichnen konnte. Die Veranlagung in ethisch begründete Finanzprodukte verfolgt neben den klassischen Anlagezielen Rentabilität, Liquidität und Sicherheit einen „Zusatznutzen“. Gegenwärtig noch bei vielen Bankinstituten als Nischenprodukt verwaltet, besitzt diese Form der Geldveranlagung ein hohes Potential. Im Rahmen des Forschungsfeldes wurde analysiert, welche Bedeutung ethische und nachhaltige Geldanlagen für (ausgewählte) Subbereiche des Dritten Sektors haben. Sowohl aus Gründen der Glaubwürdigkeit als auch als Verpflichtung gegenüber den Finanzgebern erscheint (vor allem für spendensammelnde) NPO eine Notwendigkeit erkennbar, zukünftig vermehrt auf die ethische Veranlagung der Gelder zu achten.