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Artikel in Journal for Labour Market Research

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Bacher, J., Koblbauer, Ch., Leitgöb, H., Tamesberger, D. (2017). Small differences matter: how regional distinctions in educational and labour market policy account for heterogeneity in NEET rates. Journal for Labour Market Research 51:4, DOI 10.1186/s12651-017-0232-6. ...  mehr zu Artikel in Journal for Labour Market Research (Titel)

Marie Jahoda: Lebensgeschichtliche Protokolle der arbeitenden Klassen 1850-1930 Dissertation 1932

hrsg. von Johann Bacher, Waltraud Kannonier-Finster, Meinrad Ziegler. Mit einem Porträt über die Autorin von Christian Fleck, Innsbruck: Studienverlag 2017

Den Kern des Buchs bildet die bisher unveröffentlichte Dissertation von Marie Jahoda, die sie noch vor dem Ständestaat bei Karl Bühler abschließen konnte. Die Dissertation ist eine einzigartige Dokumentation und Analyse von Lebensgeschichten der arbeitenden Klassen in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. ...  mehr zu Marie Jahoda: Lebensgeschichtliche Protokolle der arbeitenden Klassen 1850-1930 Dissertation 1932 (Titel)

Puma Symposium, 13.10.2017

Puma Symposium

Am 13.10.2017 findet an der JKU ein Symposium zum Thema „"Stichprobenverfahren und Repräsentativität - zufällige und nichtzufällige Auswahltechniken zur Datenerhebung in den Sozialwissenschaften" statt, das sich mit der Repräsentativität von Umfragen beschäftigt. Den Hintergrund des Symposiums bilden die abnehmenden Ausschöpfungsquoten von Umfragen und die sich daraus ergebende Fragen, inwiefern die Umfragen noch repräsentativ sind und was getan werden kann, um die Ausschöpfung zu erhöhen. Den Eröffnungsvortrag wird Prof. Ulrich Kohler (Universität Potsdam) halten. ...  mehr zu Puma Symposium, 13.10.2017 (Titel)

Lehrbuch Migrationssoziologie

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Neuerscheinung: Aigner, Petra (2017) Migrationssoziologie. Eine Einführung. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften. ...  mehr zu Lehrbuch Migrationssoziologie (Titel)

SWS-Rundschau Nr. 1/2017

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Aigner, Petra: Ein „Mapping“ ethnischer Ökonomien in Österreich In: SWS-Rundschau Nr. 1/2017, Wien: Sozialwissenschaftliche Studiengesellschaft, S. 6 - 31. ...  mehr zu SWS-Rundschau Nr. 1/2017 (Titel)

Artikel in Health Communication 2016

Neuerscheinung

Gerich, J., Moosbrugger, R. (2016). Subjective Estimation of Health Literacy — What Is Measured by the HLS-EU Scale and How Is It Linked to Empowerment? Health Communication, DOI: 10.1080/10410236.2016.1255846 ...  mehr zu Artikel in Health Communication 2016 (Titel)

Neuerscheinung Buchbeitrag

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Gerich, J. (2016). Challenge und Hindrance Appraisal psychischer Arbeitsbelastungen als Indikatoren des betrieblichen Gesundheitsmanagements. In: Pfannstiel, M.A., Mehlich, H. (Hrsg.): Betriebliches Gesundheitsmanagement. Konzepte, Maßnahmen, Evaluation. Wiesbaden: Gabler, 137-150. ...  mehr zu Neuerscheinung Buchbeitrag (Titel)


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Inhalt:

Sozialer Survey Österreich 2016

Beschreibung: Social Change in Austria. Behavioural and value change over the past three decades

Projekt Nr.: GZ BMWFW-3.020 / 0015-WF / V / 4c / 2015
gefördert durch das bmwfw - Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft - der Bundesrepublik Österreich

Inhaltsverzeichnis / Table of Content


1. Zur Studie


1.1 Leitfragen des sozialen Survey Österreich


1.2 Theoretische und methodische Verankerung des Projekts


2. Abstract (English)


3. Literatur / References


4. Informationsmaterialien / Information material


5. Kontakt / Contact


Am Forschungsprojekt beteiligte Forscherinnen und Forscher:

Univ.-Prof. Dr. Johann Bacher (Leitung, Universität Linz)
Univ.-Prof. Dr. Max Haller (Universität Graz)
a.Univ.-Prof. Dr. Franz Höllinger (Universität Graz)
Univ.-Prof. Dr. Roland Verwiebe (Universität Wien)
Ass.-Prof. Dr. Alfred Grausgruber (Universität Linz)
Dr. Martina Beham-Rabanser (Universität Linz)
Univ.-Prof. Dr. Johanna Muckenhuber (Universität Graz)
Mag. Dimitri Prandner (Universität Linz)

Zur Studie

(An English language version of this text can be found at the bottom of this page)

Wie in den anderen westlichen Demokratien hat sich auch in Österreich in den letzten dreißig Jahren ein deutlicher und zum Teil widersprüchlicher sozialer Wandel auf mehreren Ebenen vollzogen.

Sozialstrukturell hervorzuheben ist beispielsweise die Zunahme der ausländischen Wohnbevölkerung, der Anstieg der Frauenerwerbstätigkeit und damit zusammenhängend von Teilzeitbeschäftigungen sowie die Abnahme der Bevölkerung unter 15 Jahren einerseits und der Anstieg der älteren Wohnbevölkerung andererseits.

Als Folge der Bildungsexpansion stieg das formale Bildungsniveau der österreichischen Wohnbevölkerung deutlich an, im internationalen Vergleich erzielen österreichische SchülerInnen aber nur durchschnittliche Leistungen (z.B. Bruneforth/Weber/Bacher 2012). Bildungsungleichheiten bestehen nach wie vor nach der sozialen Herkunft und abgeschwächt nach dem Migrationshintergrund (ebenda), während Mädchen in der Zwischenzeit bei den formalen Bildungsabschlüssen die Burschen überholt haben (Mau/Verwiebe 2010), ohne dass sich dies in einer Reduktion von Benachteiligungen in der Berufslaufbahn und in der Entlohnung niedergeschlagen hätte (Böheim u.a. 2011).

Wirtschaftlich prosperierte Österreich in diesem Zeitraum und profitierte sowohl von der Ostöffnung als auch vom EU-Beitritt stark (Breuss 2006). Später als in anderen westlichen Staaten kam es zu Deregulierungen und Privatisierungen (Obinger/Tálos 2010). Die Finanzkrise im Jahr 2008 wurde im Vergleich zu anderen EU-Staaten gut bewältigt (OECD 2009), allerdings wird im Widerspruch dazu von unterschiedlichen Stakeholdern diskutiert, ob Österreich nicht Gefahr läuft, diese gute Position zu verlieren.

Innenpolitisch ging die Dominanz der beiden Großparteien SPÖ und ÖVP verloren (Plasser/Ulram 2008; Pelinka/Rosenberger 2007). Mit dem Erstarken der FPÖ wurden fremdenfeindliche Einstellungen gestärkt und gefördert (Pelinka/Rosenberger 2007). Gleichzeitig kam es aber – um eine weitere widersprüchliche Entwicklung aufzuzeigen – auch zu einer Aufarbeitung der NS Geschichte und des bis in die 1980er Jahre dominanten Mythos, dass Österreich das erste Opfer der NS-Expansionspolitik gewesen sei (z.B. Pelinka/Rosenberger 2007).

Besonders auffallend sind die Verfünffachung der Teilzeitbeschäftigung seit 1985, die Verdreifachung der Zahl der ausländischen Bevölkerung und des BIP (zu laufenden Preisen). Mehr als verdoppelt haben sich die Zahl der Geschiedenen, die Zahl der Personen mit höherer Bildung insgesamt und jene der Frauen. Der Stimmanteil der FPÖ bei den Nationalratswahlen hat sich nach einem Einbruch 2003, der auf die vorausgehende Regierungsbeteiligung zurückzuführen ist, verdoppelt, während sich die Stimmanteile von SPÖ und ÖVP beinahe halbiert haben. Das sind sehr deutliche und markante Wandlungen, die – wie oben angedeutet – zum Teil mit Widersprüchen verbunden waren und sind.

Leitfragen des sozialen Survey Österreich

Die Studie knüpft an die skizzierten Entwicklungen an und untersucht Änderungen auf der Ebene der Wohnbevölkerung.
Folgenden Fragestellungen wird dabei nachgegangen:

Haben sich in dem genannten Zeitraum die Wertorientierungen, Einstellungen und Verhaltensweisen der österreichischen Wohnbevölkerung verändert? Ist Familie beispielsweise weniger oder mehr wichtig geworden? Haben sich Familienbild und Einstellungen zur Erwerbsarbeit den Entwicklungen angepasst oder dominiert nach wie vor ein traditionelles Familienbild? Welche Anforderungen werden an den Beruf und in der Freizeit gestellt?

Besteht ein Zusammenhang zwischen Veränderungen in den einzelnen Lebensbereichen oder entwickeln sich die Lebensbereiche unabhängig voneinander? Gehen, beispielsweise, Änderungen in den Familienorientierungen mit Einstellungs- und Verhaltensänderungen im politischen oder ökonomischen Bereich einher?

Welche Zusammenhänge bestehen zwischen individuellen Einstellungs- und Verhaltensänderungen und den dargestellten Entwicklungen der Sozialstruktur, der Wirtschaft und der Politik? Lassen sich in der Bevölkerung entsprechend den widersprüchlichen sozialstrukturellen, wirtschaftlichen und politischen Entwicklungen Konfliktlinien beobachten und wie äußern sich diese?

Welche Faktoren können die Änderungen erklären? Wie stark ist der Einfluss der Sozialisation und der aktuellen Lebensumstände?

Theoretische und methodische Verankerung des Projekts

Theoretisch wird auf unterschiedliche Ansätze des sozialen Wandels zurückgegriffen. Explizit empirisch geprüft werden soll die derzeit intensiv diskutierte Wertetheorie von Schwartz (1992, 2006, 2007). Eine Schwäche dieser Theorie ist, dass sie nur sehr allgemein
Faktoren benennt, die einen Einfluss auf die Entstehung von Wertorientierungen haben. Genannt werden Sozialisationserfahrungen und aktuelle Lebensumstände. Diese beeinflussenden Faktoren sollen in dem Projekt konkretisiert werden. Untersucht wird, welchen Einfluss Sozialisationsinstanzen (Großeltern, Eltern, Freunde, Schule) und aktuelle Lebensumstände auf Wertorientierungen, Einstellungen und Verhalten ausüben. Sollte beispielsweise ein starker Einfluss der Eltern oder sogar der Großeltern gegeben sein, so ist nur ein sehr schwacher Wandel zu erwarten, der sich im Wesentlichen durch unterschiedliche Geburtenraten erklärt. Würde dagegen ein starker Einfluss der Sozialisationsinstanz Schule vorliegen, so müsste als Folge der Zunahme des Bildungsniveaus ein Anstieg von toleranteren und liberaleren Einstellungen und Verhaltensweisen beobachtet werden können. Sollten schließlich die aktuellen Lebensumstände dominant wirken, so dürfte nur ein geringer Einfluss der Sozialisationsinstanzen und eine starke Abhängigkeit von der konkreten Lebensverhältnissen, also z.B. dem Einkommen oder dem Erwerbsstatus, statistisch auftreten.

Methodisch wird zur Beantwortung der Forschungsfragen der Soziale Survey Österreichs
repliziert. Der Soziale Survey Österreichs wurde in den Jahren 1986 (Haller/Holm 1987), 1994 (Haller et al. 1996) und 2003 (Schulz/Haller/Grausgruber 2005) durchgeführt und ist die einzige Datenquelle, die eine langfristige Analyse von Wandlungstendenzen auf
Seiten der Wohnbevölkerung hinsichtlich Wertorientierungen, Einstellungen und Verhaltensweisen ermöglicht. Kein anderes internationales Surveyprogramm, an dem Österreich teilnimmt, deckt diesen langen Zeitraum ab.

Zusätzlich sind – wie in den vorausgehenden Sozialen Surveys – Fragenprogramme von zwei ISSPErhebungen
inkludiert, sodass Vergleiche mit europäischen und außereuropäischen Ländern möglich sind. Darüber hinaus wird eine Zusatzstichprobe der beiden großen ImmigrantInnengruppen, der ZuwandererInnen aus der Türkei und dem ehemaligen Jugoslawien befragt.

Ein weiterer innovativer Charakter der Studie ergibt sich dadurch, dass der Einfluss der Großeltern auf Werte, Einstellungen und Verhaltensweise der Enkelkinder analysiert werden soll. Betrachtet werden somit 3-Generationen-Zusammenhänge.

Abstract (English)

This project presents a longitudinal and comparative research programme that aims to analyse social change in the key areas of social life in Austria. The project will draw upon a representative and comprehensive database, which involves the current survey to be completed in 2016, and combining the results of this new survey with the previous surveys of 1986, 1993 and 2003.

The research programme has the following objectives:

• To identify change, on the level of values and attitudes as well as behaviour, in social areas, such as work, family, and social and political participation.

• To analyse the impacts, on the areas mentioned above, of structural and political changes and of economic development.

• To study interdependencies between the different life domains.

• To test and refine theories of value orientations via the specification and measurement of factors influencing them.

• To take up the question of migration and integration as an important new social issue.

• To provide basic information for social policy and social welfare planning.

It should be emphasised that this is the only research programme in Austria that has been designed on a long-term basis, and presents basic data and analyses on the complex Topic of social change, applying advanced empirical methodology to explain and model social
change.

Additionally the project innovates in the following regards:

• It continues an Austrian research tradition that has allowed the identification of country-specific developments over the past 30 years. No other research project is available in Austria that analyses research from this period in a sophisticated way using multivariate data analysis.

• It promotes co-operation among social scientists from different Austrian universities on the one hand, and between junior and senior researchers on the other. In addition cooperation with international experts on the topic will integrate the project within large-scale
cross-national survey programmes.

• The survey will include two modules of the International Social Survey Programme. Thus, it allows cross-national co-operation to continue with a number of recognised scientists and research institutions from various European and Non-European countries.

• The project will address important theoretical questions that are still unsolved.

Literatur / References

Böheim R., Himpele K., Mahringer H., Zulehner Chr., 2011: The distribution of the gender pay gap in Austria: Evidence from matched employer-employee data and tax records. Linz: Arbeitspapier, verfügbar unter: http://www.econ.jku.at/papers/2011/wp1103.pdf

Breuss F., 2006: Ostöffnung, EU-Mitgliedschaft, Euro-Teilnahme und EU-Erweiterung. WirtschaftlicheAuswirkungen auf Österreich, WIFO Working Papers 270, Vienna: WIFO.

Bruneforth M., Weber Chr., Bacher J., 2012: Chancengleichheit und garantiertes Bildungsminimum in Österreich. In: Herzog-Punzenberger B. (Hg.): Nationaler Bildungsbericht Österreich 2012. Band 2. Graz: Leykam, 189-228.

Haller M., Holm K. (Hg.) 1987: Werthaltungen und Lebensformen in Österreich. München: Oldenburg Verlag/Wien: Verlag für Geschichte.

Haller M., Holm K., Müller K.M., Schulz W., Cyba. E. (Hg.) 1996: Österreich im Wandel. Werte, Lebensformen und Lebensqualität 1986 bis 1993. Wien: Verlag für Geschichte und Politik/München: Oldenburg Verlag.

Mau S., Verwiebe R., 2010: European Societies Mapping Structure and Change. Bristol: Policy Press.

Obinger H., Tálos, E., 2010: Janus-Faced Developments in a Prototypical Bismarckian Welfare State: Welfare Reforms in Austria since the 1970s. In: Palier, B. (ed.): A Long Goodbye to Bismarck? The Politics of Welfare Reform in Continental Europe. Amsterdam: University Press, 101-120.

OECD 2009: Economic Survey of Austria, 2009. http://www.oecd.org/eco/surveys/43038042.pdf

Pelinka A., Rosenberger S., 2007: Österreichische Politik. 3., aktualisierte Auflage. Wien: Facultas.

Plasser F., Ulram P., 2008: Electoral Change in Austria. In: Bischof G., Plasser F. (eds.): The Changing Austrian Voter. New Brunswick NJ: Transaction Publishers, 54-78.

Schulz W., Haller M., Grausgruber A. (Hg.) 2005: Österreich zur Jahrhundertwende. Gesellschaftliche Werthaltungen und Lebensqualität 1986-2004. Wiesbaden: VS Verlag.

Schwartz S.H., 1992: Universals in the content and structure of values: theoretical advances and empirical tests in 20 countries. Advances in Experimental Social Psychology, 25: 1- 65.

Schwartz S.H., 2006: A Theory of Cultural Value Orientations: Explication and Applications. Comparative Sociology, 5 (2-3): 137-182.

Schwartz S.H., 2007: Value orientations: measurement, antecedents and consequences across nations. In: Jowell R., Roberts C., Fitzgerald R., Eva G., Measuring Attitudes Cross Nationally. Lessons from the European Social Survey. Sage: London, 169-203.

Informationsmaterial / Information material

application/pdfInformation Sheet (179KB, Information Sheet for the Social Survey Austria 2016)

Kontakt / Contact

Für Rückfragen zum Sozialen Survey Österreich 2016 steht Ihnen Herr Mag. Dimitri Prandner unter Dimitri.Prandner(/\t)jku.at gerne zur Verfügung.

If you have any questions concerning the Social Survey Austria 2016, please feel free to contact Dimitri Prandner via Dimitri.Prandner(/\t)jku.at.