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NEUERSCHEINING Dario Azzellini

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Azzellini offers an account of the Bolivarian Revolution from below. While authors on Venezuela commonly concentrate on former president Hugo Chávez and government politics, this book shows ... ...  mehr zu NEUERSCHEINING Dario Azzellini (Titel)

NEUERSCHEINUNG Andreas Hunger

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Wir sind drauf und dran unsere Erde zu verderben. Ich befürchte, dass wir in den nächsten 10 bis 20 Jahren darüber entscheiden, ob die Menschheit in einer mit Naturwundern überquellenden Welt weiterleben darf oder ... ...  mehr zu NEUERSCHEINUNG Andreas Hunger (Titel)

NEUERSCHEINUNG Julia Theresa Eder

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Schwerpunktredaktion: Julia T. Eder
AutorInnen sind u.a. D. Azzellini und J. Hofmann
Diese Ausgabe des Journals für Entwicklungspolitik (JEP) setzt sich mit der Arbeit von Gewerkschaften und deren Auswirkungen in einzelnen Ländern der Welt auseinander. Ausgewählt wurden nicht nur Länder des globalen Südens, sondern ... ...  mehr zu NEUERSCHEINUNG Julia Theresa Eder (Titel)

NEUERSCHEINUNG Karin Fischer

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K.Fischer, J.Jäger, L.Schmidt (Hrsg.)
Rohstoffe sind knapp und umkämpft. Ihre Verfügbarkeit prägt Entwicklungsprozesse und Lebensweisen in Nord und Süd. Auseinandersetzungen um den Zugriff auf Rohstoffe und die Verteilung der Einnahmen aus ihrem Verkauf bilden ein zentrales Element für ... ...  mehr zu NEUERSCHEINUNG Karin Fischer (Titel)

NEUERSCHEINUNG Karin Fischer

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K. Fischer, G. Hauck, M. Boatca (Hrsg.) Handbuch Entwicklungsforschung Reihe: Springer NachschlageWissen
Das Handbuch bildet die Bandbreite und den aktuellen Stand der sozialwissenschaftlichen Entwicklungsforschung ab. Es liefert einen umfassenden Blick auf die Vielfalt der vertretenen Paradigmen, Forschungsfelder und Methoden. ...  mehr zu NEUERSCHEINUNG Karin Fischer (Titel)

NEUERSCHEINUNG Andreas Hunger

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Es gilt also, den 'originären' Aspekt der Subsistenz wieder umfassend zu betonen. Subsistenz soll dabei nicht als nostalgischer oder idyllischer paradiesischer Zustand erscheinen oder als Armutskonzept interpretiert werden, sondern: Sie ist eine Kulturleistung! Eine Kulturleistung, die ... ...  mehr zu NEUERSCHEINUNG Andreas Hunger (Titel)

NEUERSCHEINUNG Dario Azzellini

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Con la presente obra, el autor estudia el proceso de transformación social en Venezuela entre 1999 y 2009. Se propone un análisis sobre la extensión de la participación popular en el Estado y en la sociedad, ubicando la mirada hacia las tensiones y contradicciones....


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Inhalt:

Forschungsfelder

TRANSFORMATIONSFORSCHUNG
Die Transformationsforschung beschäftigt sich mit Veränderungen, die die sozioökonomische, politische oder kulturelle Ordnung von Gesellschaften betreffen. Dabei interessiert uns, welche Rolle Institutionen und verschiedene Akteure wie z.B. wirtschaftliche Eliten oder soziale Bewegungen in Transformationsprozessen spielen. Der regionale Schwerpunkt unserer Forschung ist Lateinamerika.

Staatliche Transformation in Lateinamerika
Seit der Machtübernahme von Mitte-Links-Regierungen Ende der 1990er Jahre haben sich einige lateinamerikanische Staaten teils massiv verändert. Im Rahmen einer Arbeitsgruppe des Consejo Latinoamericano de Ciencias Sociales (Clacso) untersuchen wir diese staatlichen Transformationen im Hinblick auf drei Aspekte: 1) dem Fortbestehen neoliberaler Paradigmen, die mit autoritären Tendenzen einhergehen; 2) der stärker intervenierenden Rolle des Staates, die mit dem Begriff des „Neodesarrollismus“ bezeichnet wird und 3) dem Umbau staatlicher Institutionen und Apparate, die im Zusammenhang „plurinationaler Staatlichkeit“ und verfassungsgebenden Versammlungen als Dekolonisierung des Staates verstanden werden.
Grupo de Trabajo 19, El Estado en América Latina: www.clacso.org.ar/area_academica/2c2.php

Darüber hinaus beschäftigen wir uns mit der Frage, wie sich das Verhältnis zwischen Staat und sozialen Bewegungen im Rahmen von Transformationsprozessen gestaltet: Enstehen in ihrer Interaktion neue Formen der Institutionalität? Wenn ja, auf welche Schwierigkeiten stoßen sie?

Neoliberale Transformation in Lateinamerika
In Folge der Militärinterventionen und Schuldenkrise sind viele Länder und Gesellschaften Lateinamerikas seit Anfang der 1980er Jahre neoliberalen Strukturanpassungen unterworfen worden. Wir untersuchen die Rolle, die Ideen und wirtschaftliche und politische Machteliten in diesem Prozess gespielt haben. Wir erforschen, auf welche Weise neoliberale Politik und Lehrmeinungen im lokalen Kontext verankert wurden und fortwirken, aber auch welchen Widerstand sie erfahren.

Im Rahmen einer Forschergruppe beschäftigen wir uns mit den Aktivitäten neoliberaler Intellektueller. Wir erforschen ihre „Denknetze“ und Strategien, die Politik zu beeinflussen. Im Zentrum stehen dabei transkontinentale Think Tank-Netzwerke.
Think Tank Network Research: www.thinktanknetworkresearch.net/

BEWEGUNGSFORSCHUNG
Seit mindestens zwei Jahrzehnten treten weltweit zahlreiche soziale Bewegungen in Erscheinung. Sie wenden sich in Protesten und Aufständen gegen die „neoliberale Globalisierung“ und eine Politik, die die Kosten und die Folgen der „Vielfachkrise“ ungleich verteilt. Gemeinsam ist diesen Bewegungen die Ablehnung repräsentativer Politik und die Suche nach direktdemokratischen Entscheidungs- und Organisationsformen.

Wir untersuchen diese neuen Bewegungen hinsichtlich ihrer Organisationsformen, Strategien, Programmatik sowie ihrer Ziele. Wir betrachten gegenwärtige Protestwellen und Akteure in einer längerfristigen Perspektive und verknüpfen sie mit den Traditionslinien sozialer Bewegungen im modernen Weltsystem.

Neben der konkreten Erforschung von Bewegungen geht es uns um die Weiterentwicklung von theoretischen Ansätzen. Wir greifen die Kontroversen in der Bewegungsforschung auf und bringen Erkenntnisse ein, die auf der Untersuchung aktueller Bewegungen in Lateinamerika und transnationaler Netzwerke beruhen.

GLOBALISIERUNG, REGIONALISIERUNG und NEUER REGIONALISMUS in LATEINAMERIKA
Globalisierung war schon in den vergangenen Dekaden mit Regionalisierung verknüpft. Regionale Integration kann allerdings ganz unterschiedlichen Zielen dienen. Staatengruppen können gemeinsam auf aktive Weltmarktintegration und Freihandel setzen oder eine binnenmarktorientierte Entwicklungsstrategie und regionale Kooperation anstreben.

Im Kontext der globalen Güterkettenforschung untersuchen wir die ungleiche Integration von Entwicklungs- und Schwellenländern in die globale Geographie der Wertschöpfung. Wir untersuchen, welche Folgen die Einbindung von Produktionsstandorten in eine überregionale Arbeitsteilung für Menschen und Regionen hat und prüfen, inwieweit sich neue Muster wirtschaftlicher Integration entwickeln.

Regionale Integrationsprozesse analysieren wir auch in ihrer politischen Ausgestaltung und geopolitischen Bedeutung. Mit den Mitte-Links-Regierungen im lateinamerikanisch-karibischen Raum hat sich seit 1998 ein neuer Regionalismus etabliert. Gemeinsam ist den – vorwiegend von Brasilien und Venezuela vorangetriebenen – Integrationsprojekten, dass sie auf die Wiedererlangung und Stärkung eigenständiger Handlungs- und Lenkungsmacht setzen.

UNGLEICHHEIT und UNGLEICHE ENTWICKLUNG in GLOBALER PERSPEKTIVE
Die materiellen Lebenschancen der Menschen sind zum weitaus größten Teil durch den geografischen Ort auf der Landkarte bestimmt, an dem sie geboren wurden und aufgewachsen sind. Ungleichheit in Gestalt von Zentren und Peripherien zeigt sich nicht nur zwischen dem „globalen Norden“ und dem „globalen Süden“, zwischen Weltregionen, sondern auch innerhalb der Europäischen Union.

In unserer Forschung verknüpfen wir die räumliche und die soziale Dimension von Ungleichheit. Wir analysieren globale Warenketten, um sichtbar zu machen, wer wo Gewinne aneignet. Wir untersuchen globale Dynamiken infolge des Aufstiegs der „Schwellenländer“ (BRICS) und innergesellschaftliche Ungleichheiten in diesen Ländern. Unsere Analysen fragen immer nach einer Politik, die Ungleichheit mindert.

Um ungleiche Entwicklungen zu deuten, ziehen wir raumsensible kritische Theorien heran, die sich mit der Herausbildung von Zentren und Peripherien im historischen Kapitalismus und aktuell beschäftigen.
Combating Inequality Research Project: www.global-labour-university.org/298.html

ARBEITSFORSCHUNG
Arbeiterkontrolle, solidarische Ökonomie und Formen der Mit- und Selbstverwaltung des Eigentums an Produktionsmitteln werden aus historischer und aktueller Perspektive untersucht. Dazu gehören sowohl Betriebe unter Arbeiterkontrolle in Europa und Lateinamerika, wie auch Arbeiterräte in unterschiedlichen historischen Umbruchprozessen, wie etwa im Rahmen von demokratischen und antikolonialen Kämpfen in Afrika, Asien, Europa und Lateinamerika, in sozialistischen Revolutionen oder in realsozialistischen Staaten.
Documentation and theoretical essays on past and current experiences of workers’ control: www.workerscontrol.net

KRIEGS- und KONFLIKTFORSCHUNG

Militarisierung und Militarismus
Die Begriffe Militarisierung und Militarismus verweisen auf eine politische Rationalität, die auf der gewaltförmigen Regulierung gesellschaftlicher Konflikte beruht. Ihr zugrunde liegt eine Vorstellung von Gesellschaft als natürlichem Organismus und die Verwendung von Freund-Feind-Schemata, die auf die Vernichtung des Gegners abstellt. Der Einzug militaristischer Denkformen in Politik und Gesellschaft hat damit nicht nur Auswirkungen auf die staatlichen Institutionen im engeren Sinne. Sie untergräbt auch die Möglichkeit, politische Konflikte demokratisch zu verhandeln. Schwerpunkt der Abteilung sind Militarisierungsprozesse in Lateinamerika, vor allem in Mexiko und Kolumbien.

Privatisierung militärischer Dienstleistungen
Kriegführung hat sich in den vergangenen Jahrzehnten rasant verändert. Auffällig ist die zunehmende Übertragung militärischer Dienstleistungen an Privatunternehmen. Der globale Markt für militärische Dienstleistungen ist enorm. Die USA stehen mit etwa 50% aller Aufträge weltweit an der Spitze. Angestellte von Privatunternehmen bedienen viele der hochentwickelten US-Waffensysteme, sie laufen Patrouille, stellen Leibwachen und bewachen Gebäude und Infrastruktur, bedienen Radaranlagen und vieles mehr. Wie untersuchen die militärischen, rechtlichen und demokratiepolitischen Aspekte dieser Veränderung.