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Inhalt:

Laboratory Regulations

In allen ZONA Laborräumen gelten die folgenden Verhaltensregeln:
1. Das Aufbewahren und Verzehren von Lebensmitteln in den Laborräumen ist ausnahmslos untersagt.
2. In den ZONA Laborräumen besteht absolutes Rauchverbot!
3. Verunreinigungen und Ablagerungen am Arbeitsplatz, die zu Gefahren führen können, müssen unverzüglich beseitigt werden, d.h. jeder muss seinen Arbeitsplatz unfallsicher und sauber verlassen. Fluchtwege dürfen nicht verstellt werden.
4. Bei Fehlfunktionen ist der/die für die Geräte oder Gerätegruppen zuständige Ver¬ant¬wortliche umgehend zu informieren. Die Zuständigkeit für Betriebssicherheit, Funktion und Sauberkeit der Geräte wird in Teilbereichen des Instituts an jene Personen delegiert, die mit den jeweiligen Geräten, Räumen oder Raumgruppen befasst sind.
5. Für jedes Großgerät und für jeden Meßplatz liegt ein Benutzerbuch auf, in dem die Verwendung zu Beginn der Arbeiten durch Eintragung festzuhalten ist (Datum, Name).
6. Vor der Einführung neuer Chemikalien, d.h. bereits vor der Antragstellung neuer Projekte, ist der Institutsvorstand davon zu informieren. Falls durch die Verwendung neuer Chemikalien die geltenden Sicherheits¬bestimmungen verletzt werden, müssen vor ihrer Einführung die erforderlichen Maßnahmen getroffen werden, damit die Sicherheit der Mitarbeiter gewähr¬leistet bleibt.
7. Die Eingangstüren der Labors sind versperrt zu halten.
8. Mängel an sicherheitstechnischen Einrichtungen und gefahrbringende Zustände in Laboratorien sind unverzüglich zu beseitigen. Gehört das nicht zu den Arbeitsaufgaben der Mitarbeiter oder verfügen sie nicht über die notwendige Sachkunde, haben sie die Mängel umgehend der/dem dafür Verantwortlichen / dem Institutsvorstand zu melden.

Strahlenschutz:
1) Der Aufenthalt in Räumen mit der Aufschrift "Achtung Strahlung" ist möglichst kurz zu halten.
2) Personen, die in Räumen mit der Aufschrift "Achtung Strahlung" tätig sind, sind vom Strahlenschutzbeauftragten (dzt. Dr. Julian Stangl -Halbleiterphysik) nachweislich über die Gefahren zu belehren, die der Aufenthalt in diesen Räumen mit sich bringt. Diese Personen sind verpflichtet, die durch den Strahlenschutzbeauftragten bekannt gegebenen Verhaltensmaßregeln einzuhalten (vgl. §29 des Strahlenschutzgesetztes, BGBI. Nr. 227/1969) und während ihres Aufenthaltes in diesen Räumen ein Dosimeter am Körper zu tragen (vgl. §24 Strahlenschutzverordnung BGBI. Nr. 47/1972).
3) Während des Betriebes einer Anlage muss stets eine Person anwesend sein, die nachweislich hinreichende Kenntnisse im Strahlenschutz besitzt und mit dessen Wahrnehmung betraut ist.

Aufdampfanlagen und Öfen:
 Bei Aufdampfanlagen, die mit einer Glasglocke verschlossen sind, ist der dazu¬gehörige Implosionsschutz ohne Ausnahme zu verwenden.
 Bei geöffneter Aufdampfanlage sind gegebenenfalls eine Gesichtmaske und Handschuhe zu tragen.
 In den Wärmeschränken dürfen keine explosionsgefährlichen Stoffe geheizt oder abgestellt werden.
 Bei Abschmelzen und Abschrecken von Ampullen ist eine Schutzbrille bzw. Gesichtsmaske zu tragen.
Laser
 Das Arbeiten mit Lasern und auch das Arbeiten in gekennzeichneten Laserschutzbereichen ist erst nach einer entsprechenden Schulung durch den Laserschutzbeauftragten (dzt. Dr. David Stifter) erlaubt. Dabei ist insbesondere auch auf die Sicherheit dritter und bei hohen Laserleistungen auch auf die gegebene Brandgefahr zu achten.
 Für das Vorhandensein entsprechender persönlicher Schutzausrüstungen (Laser¬schutzbrillen) ist die/der Betreuer/in verantwortlich, für das Einrichten des Laser¬schutz¬bereiches die/der Geräteverantwortliche.
 Die Funktion der Warnleuchten für Laserbetrieb ist sicherzustellen.
 Hinweise in den Eingangsbereichen der Labors sind strikt Folge zu leisten. Bei Leuchten der Warnlampen ist der Zugang in die Laborräume ausschließlich für geschultes Personal und unter Verwendung der passenden Schutzausrüstung erlaubt.
 Elementare Regeln wie das Vermeiden von unnötigen Reflexionen oder das direkte Blicken in den Laserstrahl sind unbedingt zu beachten.
 Das Labor ist so abzusichern, so dass es für laborfremde Personen ersichtlich ist, welche Gefahr vorhanden ist. Sonstige Personen, die sich im selben Labor aufhalten, dürfen durch die Arbeiten mit dem Laser nicht gefährdet werden.
Röntgenanlagen
 Die Verwendung der Röntgenanlagen ist ausschließlich nach einer Einschulung durch den Strahlenschutzbeauftragten (dzt. Dr. Julian Stangl -Halbleiterphysik) und einer Einweisung durch die/den Geräte¬ver¬ant¬wort¬liche/n gestattet. Außerdem müssen Personen, die regelmäßig mit Röntgenanlagen arbeiten, während der Arbeiten im Labor ein persönliches Dosimeter tragen.
 Der Zutritt in die Röntgenlabors ist nur für berechtigte Personen gestattet. Eine Warnlampe an der Eingangstür zeigt an, wenn eine Röntgenanlage in Betrieb ist.
 Bei jeder Röntgenanlage liegt ein Betriebsbuch auf. Alle Arbeiten an den Anlagen müssen bei Beginn der Arbeiten in diese Betriebsbücher eingetragen werden.
 Jede Störung einer Röntgenanlage ist ehest möglich der/dem Strahlenschutzbeauftragten und der/dem Geräteverantwortlichen zu melden, sowie in den Betriebsbüchern der Anlagen zu vermerken.
 Alle Röntgenanlagen sind mit Schutzgehäusen versehen, sodass im normalen Betrieb im Labor keine erhöhte Strahlung auftritt. Ist z.B. zu Justagezwecken ein Betrieb bei geöffnetem Schutzgehäuse erforderlich, ist dafür Sorge zu tragen, dass sich nur die unmittelbar mit den jeweiligen Arbeiten beschäftigten Personen im Labor aufhalten und niemand das Labor betreten kann. Die Arbeiten sind zügig durchzuführen, und vorhandene Schutzeinrichtungen (mobile Bleiglasplatten) so zu verwenden, dass die Streustrahlung minimiert wird. Es ist darauf zu achten, nicht in den direkten oder gebeugten Röntgenstrahl zu greifen. Ist es nötig, die Arbeiten zu unterbrechen, ist sicherzustellen, dass der Strahlenschutzverschluß („shutter“) der Röntgenquelle ge¬schlos¬sen und gegen versehentliches Öffnen gesichert ist.
 Maßnamen bei Strom oder Kühlwasserausfällen: Bei einem Stromausfall schalten sich normalerweise alle Anlagen ab. Sollte sich eine Anlage bei einem sehr kurzen Ausfall nicht abgeschaltet haben, muss das manuell erfolgen oder das Kühlaggregat wieder eingeschaltet werden. Ansonsten besteht die Gefahr einer Überhitzung und dadurch eines Schadens der Anlage.
 Wenn der Hauskühlkreislauf ausfällt oder abgeschaltet werden muss, werden die Röntgenanlagen nicht automatisch mit abgeschaltet. In diesem Fall läuft das Kühlaggregat noch weiter, kann aber keine Wärme mehr abführen. Daher müssen die Röntgenanlagen manuell abgeschaltet werden, sofern Abschaltung bzw. Ausfall des Hauskühlkreislaufs mehr als einige Minuten dauern.
Geräte mit Mikrowellen
 Bei Anlagen mit Mikrowellen (ESR, NMR, ODMR,…) können hohe Leistungen auftreten, die bei Annäherung ausgekoppelt und absorbiert werden können. So kann etwa bei der visuellen Inspektion eines Mikrowellenresonators das Auge erhöhte Leistung abbekommen (Pulsleistungen im kW-Bereich), die zu Erblindung führen können.
Elektrische Installationen
 Alle hochspannungsführenden Teile müssen durch entsprechende Verbauten geschützt sein. Aufbau- und Reparaturarbeiten dürfen nur von fachlich versiertem Personal durchgeführt werden. Bei jeglicher Arbeit an hochspannungsführenden Teilen muss das Gerät vom Netz getrennt sein. Insbesondere ist zu beachten, dass in den Kondensatoren bei Hochspannungsteilen Ladungen gespeichert sind, die auch nach Abschalten des Gerätes und nach Trennen vom Netz für einen längeren Zeitraum (Minuten bis Stunden) Spannungsspitzen abgeben können. Die Kondensatoren sind vor Reparatur- oder Servicearbeiten durch Kurzschließen zu entladen.
 Elektrische Installationen sind regelmäßig auf Isolationsmängel zu überprüfen. und bei der Feststellung von Fehlfunktionen ist die/der dafür Verantwortliche unverzüglich zu informieren.
 Jede Sicherheitswerkbank (Flowbox) muss mit einem Hauptschalter eingeschaltet werden, damit Wasser, Stickstoff, Steckdosen und Abfluss von Entsorgungsbecken funktionieren. Nach Beenden der Arbeiten ist die Schiebeschürze zu schließen und die Sicherheitswerkbank wieder auszuschalten (die Schiebeschürzen sind langsam und nicht ruckartig zu bewegen, da sich sonst die Führungsseile immer wieder aus ihren Führungsrollen aushängen).
Hohe Magnetfelder
 Die normal- und supraleitenden Magnete bei diversen Messapparturen erzeugen hohe Streufelder, die besonders für Personen mit Herzschrittmacher eine unmittelbare Gesundheits¬gefährdung darstellen.
 Lose magnetische Metallgegenstände werden durch das Magnetfeld angezogen und können eine hohe Geschwindigkeit erreichen, wodurch Personen verletzt oder Geräte beschädigt werden können. Auch schwere Gegenstände wie Bürosessel oder ungesicherte Gasflaschen können angezogen werden.
 Mechanische Uhren können durch Magnetisierung dauerhaft beeinträchtigt und Magnetkarten (Bankomat-, Kreditkarten) gelöscht werden.
Kühlmittel
 Die allgemeinen Regeln im Umgang mit verflüssigten Gasen werden Diplomanden und Doktoranden durch den für sie verantwortlichen Betreuer bei Beginn der Diplomarbeit und Dissertation mitgeteilt.
 Bei Manipulationen mit verflüssigten Gasen sind die Vorsichtsmaßregeln (Schutz der Hände, Schutz der Augen, etc.) unbedingt zu beachten.
 Beim Transport von flüssigem Stickstoff und flüssigem Helium im Aufzug ist das Mitfahren untersagt.
Chemikalien
 Sämtliche Chemikalien, die im Chemielabor verwendet werden, müssen mit dem Namen der verantwortlichen Person, Chemikalienname (Strukturformel) und Datum gekennzeichnet sein. Bei Beschaffung der Chemikalien müssen die entsprechenden Sicherheitsdatenblätter besorgt und in den dafür vorgesehenen gemeinsamen Ordner eingefügt werden. Die Chemikalien sind in den Kästen zu verwahren. Vor dem Öffnen der Chemikalien müssen die Sicherheitsdatenblätter gelesen und auch verstanden werden.
 Vor dem Beginn von Arbeiten mit nicht vertrauten Materialien müssen Erkundigungen bezüglich der möglichen Toxizität und anderer Sicherheitsrisiken durchgeführt werden (z.B. Toxikologie, W.Wirth, C.H. Klogshuber; Handbuch der gefährlichen Güter, Springer Verlag, in der Chemiebibliothek des TNF-Turms vorhanden).
 Alle Behälter, auch Spritzflaschen, in denen Chemikalien aufbewahrt werden, müssen aus geeigneten Werkstoffen bestehen und nach ihrem Inhalt gekennzeichnet sein.
 Arbeiten mit Stoffen geringer Toxizität (Aceton, Isopropanol, Ethanol, Hexan, usw.) hat in den Abzügen zu erfolgen. Für Arbeiten mit Stoffen signifikanter Toxizität (wie z.B. chlorierte Lösungsmittel und Nanomaterialien) sind in den Chemieräumen besondere zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen zu treffen. Diese umfassen entweder a) Erhöhen der Strömungsgeschwindigkeit in den Abzügen, oder b) Absichern des Chemielabors vor dem Zutritt dritter und Tragen von geeigneten Atemschutzmasken. Beides darf erst nach Rücksprache mit dem Chemie-Giftbeauftragten (dzt. Dr. Oliver Staller) erfolgen. Stoffe mit hoher Toxizität (wie z. B. Brom) und radioaktive Stoffe dürfen im ZONA nur nach Rücksprache mit dem Institutsleiter verwendet werden.
 Säuren oder und Laugen (insbesondere bromhältige Lösungen) dürfen unter keinen Umständen außerhalb des Chemieraumes verwendet werden.
 Beim Verdünnen von Säuren ist immer die Säure, unter ständigem Rühren, in das Wasser zu gießen  niemals umgekehrt! (Spritzgefahr!)
 Natronlauge und flusssäurehaltige Ätzmittel dürfen nicht in Glasbehältern verwendet werden! Beim Arbeiten mit Flusssäure ist immer eine Antiflusssäure Lösung bereitzuhalten.
 Elementares Brom reagiert stark mit fast allen organischen Substanzen. Bromhältige Lösungsmittel und Ätzmittel wie Br2-Methanol sollen daher nicht in Plastikgefäßen angesetzt und verwendet werden!
 Dämpfe von chlorierten Kohlenwasserstoffen, wie Trichlorethylen, sind gefährlich, da sie unter Umständen Leberschäden verursachen können und auch karzinogen sind. Derartige Lösungsmittel daher nur unter dem Abzug verwenden (siehe oben: signifikante Toxizität).
 Schwermetalle wie Pb oder Cd sind vor allem in Form von Salzen hoch-toxisch. Vor allem zeigen sie auch akkumulierende Wirkung und sind deshalb auch in kleinsten Mengen sehr problematisch. Hier ist besondere Vorsicht geboten. Arsen ist zwar in elementarer Form mindergiftig, auch in Form von GaAs. Arsen als Arsenoxid ist jedoch giftig, Arsen-Wasserstoff (AsH3) ist hochtoxisch.
 Entsprechend der Verordnung über die Gesundheitsüberwachung am Arbeitsplatz (VGÜ) dürfen Arbeitnehmer/innen mit regelmäßigen Tätigkeiten mit Schwermetallen und anderen toxischen Chemikalien [siehe VGÜ §2.(1)] nur beschäftigt werden, wenn vor Aufnahme der Tätigkeit Eignungsuntersuchungen durchgeführt wurden und bei Fortdauer der Tätigkeit in regelmäßigen Zeitabständen Folgeuntersuchungen durchgeführt werden. Außerdem ist eine Meldung bei/m der Arbeitmediziner/in der Johannes Kepler Universität erforderlich.
 Beim Schleifen und Polieren (Chemieraum in der Halbleiterphysik) bestehen besondere Gefahren durch das Einatmen von giftigen Schleifstäuben. Auch hier ist gegebenenfalls eine Atemschutzmaske zu tragen.
 Bei den Digestoren sind Augenspülflaschen angebracht. Im Fall einer Verätzung im Augenbereich mit Säuren oder Laugen sind diese Augenspülflaschen unverzüglich zu verwenden. Vor Beginn der Arbeit ist die Prüfung der Funktionsweise aller Sicherheitseinrichtungen obligat.
 In den Labors gibt es abgesaugte Sicherheitskästen für a) brennbare Lösungsmittel und b) toxische Chemikalien. In den unter den Chemiearbeitsflächen angebrachten Schränken befinden sich Aufbewahrungsfächer für c) Säuren und d) starke Oxidationsmittel. Sämtliche Materialien sind in den dafür gewidmeten Plätzen aufzubewahren. Stoffe in fest verschlossenen Gefäßen dürfen auch im Kühlschrank gelagert werden.
 Ungebrauchte Reste von Reagenzien, egal ob es sich um Säuren, Laugen oder Lösungsmittel handelt, dürfen nicht in das Originalgefäß zurückgeleert werden (Gefahr der Verunreinigung!).
 Pipetten dürfen nicht in Originalgefäße eingetaucht werden, sondern es wird aus Bechergläsern pipettiert. Das Ansaugen von Flüssigkeiten mittels Pipetten mit dem Mund ist zu unterlassen.
 Zerbrochene oder angeschlagene Glasgeräte und -geschirr müssen entsorgt werden.
 Es ist strikt untersagt Chemikalien, Ätzlösungen oder andere Mischungen von Lösungsmitteln im Abzug zur Aufbewahrung stehen zu lassen. Falls spezielle Lösungen wie z. B. verschiedene Ätzen mehrmals verwendet werden, ist dafür zu sorgen, dass die Chemikalien in geeigneten, verschlossenen, etikettierten (Datum, Zusammensetzung und Name des Anwenders) Gefäßen aufbewahrt werden. Ungenügend gekennzeichnete Chemikalienbehälter werden von den für die Chemie Verantwortlichen ohne weitere Rückmeldung entfernt.
 Bei sämtlichen Arbeiten in den Chemieräumen sind passende persönliche Schutzausrüstungen (immer: für die Anwendung passende Handschuhe (Latex-, Nitril- oder säurebeständig) Arbeitsmäntel, Schutzbrillen und festes Schuhwerk, bei Bedarf: Atemmasken, säurefeste Schürzen etc.) zu tragen. Für das Vorhandensein der persönlichen Schutzausrüstung ist die/der Betreuer/in verantwortlich.
 Bei der Herstellung von Ätzlösungen aus Säuren oder Basen und / oder beim Erhitzen derselben sind unbedingt Schutzbrille und Handschuhe (ggf. säurefeste Schürze) zu tragen. Die Flaschen mit Säuren und Basen nie mit bloßen Händen angreifen – Verätzungsgefahr, da an den Flaschen meistens Reste der Chemikalien haften bleiben.
 Unmittelbar nach dem Hantieren mit Chemikalien bzw. Präparationsarbeiten sollte man sorgfältig die Hände waschen.
Entsorgung von Chemikalien
 Die Entsorgung der Chemikalien wird getrennt nach nichtchlorierten (Aceton, Methanol, Ethanol, Isopropanol, Toluol, Hexan, Ölsäure) und chlorierten Lösungsmitteln (Chlorbenzol, Chloroform, Trichlorethylen, Tetrachlormethan, Tetrachlorethylen), anorganischen Säuren (Schwefelsäure, Salzsäure, Salpetersäure, Phosphorsäure), organischen Säuren (Zitronensäure, Essigsäure, Eisessig), Basen (Natriumhydroxid, Kaliumhydroxid, Ammoniak, Calziumhydroxid, Lithiumhydroxid), und Flusssäure durchgeführt. Alle weiteren Lösungen (insbesondere Piranha, Bromwasserstoff oder Oxidationsmittel enthaltende Lösungen, usw.) sind getrennt zu sammeln und dürfen nicht vermischt werden. Diese zusätzlichen Entsorgungsbehälter sind hinsichtlich Inhalt und Namen der/des Verantwortlichen zu beschriften. Die Entsorgung wird von der/dem dafür Verantwortlichen getrennt veranlasst. Sämtliche Abfälle werden in den entlüfteten Regalen unter den Abzügen gesammelt. Für sämtliche Abfallbehälter gibt es Listen, in die einzutragen ist, wer in etwa wie viel dazu gegeben hat.
 Diese Entsorgungskanister/Entsorgungsbehälter sind unter allen Umständen zu benutzen. Jede Verunreinigung mit einer Lösung, welche für den betreffenden Entsorgungsbehälter nicht vorgesehen ist, ist unverzüglich zu melden.
 Entleerte Behälter, die Gefahrenstoffe, insbesondere brennbare Flüssigkeiten enthielten, sind vor ihrer Entsorgung oder anderweitiger Verwendung ausreichend zu reinigen.
Umgang mit Gasen in einzelnen Flaschen
 Transport einzelner Gasflaschen über kurze Entfernungen: Bevor eine Gasflasche an der Schutzkappe angehoben wird, ist durch kurzes Ziehen zu prüfen, ob diese fest sitzt. Große Gasflaschen sind auf dem Flaschenfuß zu rollen  eine Hand führt die Flasche an der Schutzkappe, die andere Hand treibt die Flasche am Flaschenmantel. Außerdem stehen für den Transport Flaschenwägen zur Verfügung in denen die Flaschen vorm Verrutschen gesichert werden müssen. Kleine Gasflaschen, die keine Schutzkappe haben, sind so zu tragen, dass sie nicht herunterfallen können und dass sich das Flaschenventil nicht unabsichtlich öffnen kann. Transport in einem Tragebehälter wird empfohlen.
 Lagern einzelner Gasflaschen: Für die Lagerung der Gasflaschen stehen abgesaugte Sicherheitsschränke zur Verfügung, in denen die Gasflaschen aufbewahrt und benutzt werden können. In den Schränken müssen die Flaschen gegen Umfallen gesichert werden. Außerdem müssen brennbare und brandfördernde Gase in unterschiedlichen Sicherheitskästen aufbewahrt werden. Außerhalb dieser Kästen dürfen Gasflaschen nur kurzzeitig verwendet, aber nicht gelagert werden.
 In/Außerbetriebnahme: Gasflaschen sind an der Gebrauchsstelle gegen Umfallen zu sichern. Die Schutzkappe und, soweit vorhanden, die Ventilverschlussmutter sind abzuschrauben. Die Schutzkappe soll von Hand abgeschraubt werden, wobei sie nicht schräg laufen darf, damit sich das Flaschenventil nicht versehentlich öffnet. Statt der Schutzkappe kann ein Schutzkorb vorhanden sein, der als ständiger Ventilschutz dient und nicht abzunehmen ist. Das kurzzeitige Öffnen des Flaschenventils zur „Druckkontrolle“ ist unnötig und sollte unterbleiben. Die Entnahmeeinrichtung, z.B. Druckminderer, Adapter oder Hochdruckschlauch, muss für den Betriebsdruck der Flasche geeignet sein (z.B. 300 bar). Das Flaschenventil soll von Hand, ohne Zuhilfenahme von Werkzeug, geöffnet werden. Am Druckminderer ist der gewünschte Arbeitsdruck einzustellen und das Ausgangsventil zu öffnen. Die Verbindung Flaschenventil/ Druckminderer ist auf Dichtheit zu prüfen. Bei Arbeitspausen und zum Arbeitsende ist das Flaschenventil zu schließen, um unkontrollierten Gasaustritt zu verhindern. Gasflaschen sollen nur soweit entleert werden, dass noch ein geringer Restdruck in der Flasche bleibt, um das Eindringen von Fremdstoffen in die Flasche zu verhindern. Wenn die Gasflasche bis auf den Restdruck entleert ist, muss man erst das Flaschenventil schließen und dann die Entnahmeeinrichtung abschrauben. Die Verschlussmutter und die Schutzkappe sind wieder aufzuschrauben. Damit ist die Flasche bereit für den Rücktransport zum Gaslieferanten.
 Für Sauerstoff dürfen nur Manometer verwendet werden, die blau gekennzeichnet sind und die Aufschrift „Öl- und fettfrei halten“ tragen
 Ausführliche Sicherheitshinweise in Bezug auf den Umgang mit Gasen sind unter http://www.lindegas.de/international/web/lg/de/likelgde30.nsf/docbyalias/safety_info zu finden. Flaschen in Bündeln werden nur außerhalb des Hauses verwendet und werden nur von speziell geschultem Personal an und abtransportiert als auch an und abgeschlossen.
 
Verhalten in Notfällen
Verhalten im Gefahrenfall
 Personenschutz geht vor Sachschutz
 Ruhe bewahren und unüberlegtes Handeln vermeiden
 Gefährdete Personen warnen, ggf. unverzüglich beim Verlassen der Räume helfen bzw. zum Verlassen der Räume auffordern
 Erste Hilfe Maßnahmen leisten
 Hilfe anfordern (Feuerwehr 0-122, Polizei 0-133, Rettung 0-144, Euroruf 0-112)
 Jeder Unfall ist ausnahmslos dem Institutsleiter zu melden.
Meldung an den Hausdienst: Tel. 8231
 Feuerwehr: Tel. 8122
 Polizei: Tel. 8133
 Rettung: Tel. 8144
 Vergiftungszentrale: Tel. 01/4064343
A) Im Brandfall
 Alarmieren: - Sofort Brandmelder betätigen
                   - Feuerwehr verständigen (Tel. 8122)
                   - Fragen: Wo es brennt? Was brennt? Verletzte! Retten:
                   - Gebäude über die Fluchtwege (Notausgänge) verlassen
                   - Gefährdete Personen warnen
                   - Aufzüge nicht benutzen
                   - Brandschutz- und Raumabschlusstüren schließen
 Löschen: - Brandbekämpfung mit geeigneten Löscheinrichtungen aufnehmen!
             - Feuerwehr beim Gebäudeeingang erwarten und einweisen
             - Besondere Gefahren bekannt geben!
B) Bei Unfällen
Bei Unfällen ist sofort erste Hilfe zu leisten (auf Selbstschutz achten) und die Rettung zu verständigen.
Vergiftungen
Bei Verdacht auf Vergiftung muss in jedem Fall ein Arzt konsultiert werden.
Giftige Dämpfe:
- Nach Einatmen den Verunglückten sofort an die frische Luft bringen
- Bei Atemstillstand künstliche Beatmung durchführen (auf Selbstschutz achten)
- Den Arzt anrufen oder aufsuchen
- Bei Bewusstlosigkeit Lagerung und Transport des Verunglückten in stabiler Seitenlage.
Verätzungen durch Säuren und Laugen
- Verunreinigte Kleidung sofort entfernen
- Betroffene Hautstellen mehrere Minuten unter fließendem Wasser abspülen (Körperduschen)
- Verätzte Stellen möglichst steril abdecken
- Nach Augenkontakt sofort bei weit geöffnetem Lidspalt mehrere Minuten unter fließendem Wasser oder mit Augenspülflaschen gründlich ausspülen
- Sofort Augenarzt zuziehen.
Alarmsignale und Alarmpläne
Im Notfall zu verständigende Personen bei Störungen Notfällen dieser Geräte/ in diesen Räumen
       Tel.Nr
DW Jeol TEM Jeol-REM FIBREM Implantor SAES XPS
Erika Bradt 8841 x x x x x x
Ing. Klaus Haselgrübler 8658 x x
DI Christine Hasenfuß 9667 x x
DI Günter Hesser 9865 x x
Dr. Kurt Hingerl 9662 x x x x x x
Dr. David Stifter n.n. x x
Dr. Martin Arndt 9622 x x

Nützliche Informationen
Säuren
Säuren sind ätzende Flüssigkeiten und führen bei Hautkontakt zu Juckreiz, Rötungen und offenen Wunden. Die Augen sind schon durch verdünnte Säuren gefährdet.
Salzsäure, Salpetersäure, Oleum (Schwefelsäure mit 20-65% Schwefeltrioxid rauchend, rauchende Schwefelsäure) und organische Säuren bilden stechend riechende Gase und Dämpfe. Alle Säuredämpfe sind schwerer als Luft. Beschwerden treten oft erst nach Stunden auf. Deshalb ist immer, auch wenn noch keine Symptome bemerkbar sind, ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen.
Oxidierende Säuren greifen Metalle wie Eisen, Zink und Aluminium unter Bildung von Wasserstoff an. Dabei ist mit starker Wärmeentwicklung zu rechnen (Gefahr einer Knallgasexplosion!). Säuredämpfe sind gesundheitsschädigend, deshalb nur unter dem Abzug arbeiten.
Beim Verdünnen von Säuren ist immer die Säure, unter ständigem Rühren, in das Wasser zu gießen – niemals umgekehrt!
Verdünnte Salpetersäure reagiert mit Kupfer, Messing und Bronze unter Freisetzung von nitrosen Gasen.
Schwefelsäure reagiert heftig mit organischen Materialien wie Papier, Holz, Textilien, usw.. Bei Kontakt mit leicht entzündlichen Lösungsmitteln besteht Brandgefahr.
Königswasser: Mischung aus Salz- und Salpetersäure, Flasche nie dicht verschließen, da sonst im Glas ein Überdruck entsteht!
Flusssäure: keine Verwendung von flusssäurehältigen Ätzmitteln in Glasbehältern! Bei Kontakt mit Metallen kann sich Wasserstoff bilden. Die gebrauchte Flusssäure auf keinen Fall in Entsorgungsbehälter für Säure einfüllen, sondern in extra beschriftete Behälter, die sich in jedem Abzug befinden. Besondere Gefahr: Flusssäure wird durch die Haut aufgenommen ohne einen offensichtliche, starke Verätzung herbeizuführen. Im Inneren des Körpers kann aber das Stoffwechselsystem so stark durcheinandergebracht werden, dass es zu Kreislaufbeschwerden und bis zum Herzstillstand führen kann. Bei Arbeiten mit Flusssäure ist immer eine Antiflusssäure-Lösung bereitzuhalten!
Brom: Besondere Vorsicht ist beim Arbeiten mit bromhältigen Lösungsmitteln, wie Br2-Methanol oder HBr, geboten. Elementares Brom reagiert stark mit fast allen organischen Substanzen. Bromhältige Lösungs- und Ätzmittel wie Br2-Methanol sollen daher nicht in Plastikgefäßen angesetzt und verwendet werden!
Laugen
Laugen sind ätzende Stoffe (Feststoffe und Lösungen), welche die Haut glitschig und seifig machen und in weiterer Folge zu Verätzungen mit offenen Wunden führen. Die Ätzwirkung nimmt mit Konzentration, Temperatur und Einwirkungsdauer von Laugen zu. Laugen greifen Wolle, Leder und Polyester an, weshalb eine persönliche Schutzausrüstung besonders wichtig ist. Beim Auflösen von Laugen in Wasser können lokale Überhitzungen die Flüssigkeit zum Spritzen bringen, wodurch für die Augen erhöhte Verätzungsgefahr besteht (Schutzbrille tragen!). Laugen und Säuren reagieren sehr heftig miteinander.

Gefährliche Arbeitsstoffe – Sicherer Umgang
Stoffe sind als gefährlich anzusehen, wenn durch ihre Einwirkung das Leben bzw. Gesundheit von Menschen, Tieren und Pflanzen beeinträchtigt wird oder durch sie besondere Unfallgefahren, wie z. B. Brände oder Explosionen ausgelöst werden. Die nationale Liste gefährlicher Arbeitsstoffe, die mit der entsprechenden EG-Liste identisch ist, umfasst derzeit ca. 3000 Stoffe. Sie wird laufend ergänzt.
Für ca. 1000 Stoffe sind Grenzwerte der Arbeitsplatzkonzentration, z.B. MAK-Werte festgelegt worden. 40 Arbeitsstoffe gelten als krebserzeugend, z.B. Asbest. Von den 55 Berufskrankheiten, die in der Berufskrankheiten-Verordnung genannt sind, werden 37 auf gefährliche Arbeitsstoffe zurückgeführt.
Hieraus kann abgeschätzt werden, dass den Sicherheitsmaßnahmen beim Umgang mit gefährlichen Arbeitsstoffen große Bedeutung zukommt. Die wichtigste rechtliche Grundlage für den Umgang mit gefährlichen Arbeitsstoffen ist die „Gefahrstoffverordnung“.
Gefährliche Arbeitsstoffe sind Stoffe oder Zubereitungen mit einer oder mehreren der nachfolgenden Eigenschaften: sehr giftig – giftig – mindergiftig – ätzend – reizend – umweltgefährlich – explosionsgefährlich – brandfördernd – hochentzündlich – leicht entzündlich – krebserzeugend – fruchtschädigend – erbgutverändernd – auf andere Weise für den Menschen gefährlich.
Diese gefährlichen Eigenschaften werden wie folgt beschrieben:
Sehr giftig und giftig sind Stoffe und Zubereitungen, die nach Einatmen, Verschlucken oder Aufnahme durch die Haut Gesundheitsschäden erheblichen Ausmaßes oder den Tod verursachen können.
Gesundheitsschädlich sind Stoffe und Zubereitungen, die nach Einatmen, Verschlucken oder Aufnahme durch die Haut Gesundheitsschäden geringeren Ausmaßes verursachen können.
Ätzend sind Stoffe und Zubereitungen, die bei Berühren mit lebendem Gewebe dessen Zerstörung verursachen können.
Reizend sind Stoffe und Zubereitungen, die, ohne unmittelbar zerstörend zu wirken, nach einmaliger oder wiederholter Berührung mit der Haut oder den Schleimhäuten sofort oder später deren Entzündung verursachen können.
Umweltgefährlich sind Stoffe und Zubereitungen, wenn Sie selbst oder ihre Umwandlungsprodukte geeignet sind, die Beschaffenheit des Naturhaushaltes, von Wasser, Boden oder Luft, Klima, Tieren, Pflanzen oder Mikroorganismen derart zu Verändern, dass dadurch sofort oder später Gefahren für die Umwelt herbeigeführt werden können.
Explosionsgefährliche Stoffe und Zubereitungen können unter bestimmten, im Sprengstoffgesetz festgelegten Bedingungen zur Explosion gebracht werden. Je nach der erzielbaren Wirkung und dem Verwendungszweck kennt das Sprengstoffgesetz verschiedene Untergruppen.
Brandfördernde Stoffe und Zubereitungen können durch Kontakt mit brennbaren Stoffen diese entzünden bzw. Auch bestehende Brände ganz erheblich fördern und das Löschen erschweren.
Zu den hochentzündlichen Stoffen und Zubereitungen gehören Flüssigkeiten, die einen Flammpunkt unter 0°C und einen Siedepunkt von höchstens 35°C haben.
Zu den leicht entzündlichen Stoffen und Zubereitungen gehören:
- selbstentzündliche Stoffe, z.B. gelber Phosphor
- feste Stoffe wie Zelluloid, die durch eine kurzfristige einwirkende Zündquelle (z.B. Streichholz) leicht entzündlich werden können
- Flüssigkeiten, deren Flammpunkte unter 21°C liegen, z.B. Benzin oder Aceton
- entzündbare Gase wie Wasserstoff und Propan
- alle die Stoffe, die bei Berührung mit Wasser ein entzündbares Gas entwickeln, z.B. Natrium oder Ca-Karbid (CaC2)
Entzündliche Stoffe und Zubereitungen nennt man die Flüssigkeiten, deren Flammpunkte zwischen 21°C und 55°C liegen.
Krebserzeugend sind Stoffe und Zubereitungen, die durch Einatmen, Verschlucken oder Hautresorption (Eindringen der Stoffe in die Blutbahn durch die Haut) beim Menschen Krebs verursachen oder die Krebshäufigkeit erhöhen können.
Fruchtschädigend sind Stoffe und Zubereitungen, die durch Einatmen, Verschlucken oder Hautresorption die menschliche Leibesfrucht (Embryo) schädigen können.
Erbgutverändernd sind Stoffe und Zubereitungen, die durch Einatmen, Verschlucken oder Hautresorption erbgutverändernd wirken können.
Auf sonstige Weise für den Menschen gefährlich sind die Stoffe und Zubereitungen, die durch Einatmen, Verschlucken, oder Hautresorption auf sonstige Weise für den Menschen gefährlich werden können.