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Platz für Vielfalt in der Exzellenz.
 

Tagung an der JKU am 16. November 2017

Bewusstsein und „Platz für Vielfalt in der Exzellenz“ zu schaffen, war das Hauptziel der gleichnamigen Tagung am 16. November 2017 an der Johannes Kepler Universität: Eine Vielzahl an Gästen aus den unterschiedlichsten Branchen und gesellschaftlichen Bereichen folgten der Einladung von VRin für Personal, Diversity und IT, Mag.a Brigitte Hütter, MSc. und des Teams der Abteilung Gender & Diversity Management.

Auf Vielfalt wurde bereits bei der Zusammenstellung des Programms Wert gelegt: Nach der offiziellen Eröffnung der Veranstaltung durch Vizerektorin Hütter beleuchteten renommierte Expertinnen und Experten aus Österreich, Deutschland und Großbritannien das Thema aus den unterschiedlichsten Blickwinkeln: Wie bereichernd Vielfalt in der Universitätspolitik im 21. Jhd. sein kann, vermittelte die Gender und Diversity-Expertin Dr.in Margit Waid, Leiterin der Abteilung Gender & Diversity Management der JKU, in ihrem spannenden Vortrag. Interessante Einblicke in ihre Forschungsarbeit über Erfahrungen mit Identitätskonstruktionen von Black an Minority Ethnic students in UK higher education gab Deborah Husbands, Doctoral Researcher und Senior Lecturer an der University of Westminster. Antworten auf die Frage „Was haben Männlichkeitskonzepte mit Gleichstellung und beides mit Diversität zu tun?“ lieferte die Soziologin und Männerforscherin Mag.a Elli Scambor in ihrem kurzweiligen Input. Dr.in Armgard von Reden, Gastprofessorin für Gender und Diversity an der Leibniz Universiät Hannover beleuchtete die Frage, wie Diversity by Design in alle Geschäftsprozesse eingebaut werden kann.

In der anschließenden Talkrunden wurden durch die Teilnahme von Walburg Pribyl IBM (Diversity & Inclusion focal point IBM Österreich) und Mag. Tarek El-Dabbagh auch Erfahrungen mit Diversity aus der Unternehmenspraxis eingebracht.
Beeindruckend diskutierte die Soziologin und Leiterin des Fachgebiets für Kommunikations- und Medienforschung sowie Geschlechtersoziologie an der TU Berlin, Prof.in Dr.in Christiane Funken, anhand von konkreten Beispielen die Lage von Frauen und Männern in der sich wandelnden Wissenschaft. Gewohnt spannend und pointiert war der Elite- und Organisationssoziologe Prof.i.R Dr. Michael Hartmann in seinen Ausführungen zu Elite, Exzellenz und Chancengleichheit.
Angeregte Diskussionen zu Ungleichheiten in der wissenschaftlichen Karriere und in der Förderung von Universitäten gab es dann in der zweiten Talkrunde, an der neben Prof. Hartmann und Prof.in Funken auch Priv.Doz.in Dr.in Barbara Bach-Hönig, Vertretungsprofessorin Abteilung Theoretische Soziologie und Sozialanalysen am Institut für Soziologie an der JKU.

Highlights waren neben den spannenden Vorträgen und Talkrunden auch zwei interaktive Programmpunkte. Einerseits sorgte die Improshow der Zebras, bei der auch das Publikum die SchauspielerInnen mit Wortmeldungen herausfordern durfte, für viele Lacher. Andererseits wurde das Tagungsthema abschließend noch vom Debattierklub Wien in einer sehr spannenden Diversity-Debatte aufgegriffen. Moderiert wurde die Veranstaltung von Mag.a Sandra Nuspl, MBA.
Bei all der Vielfalt war man sich in einem einig: „Platz für Vielfalt in der Exzellenz“!