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Familieneinfluss, Overconfidence und ESG (Environmental, Social and Governance)-Engagement - Evidenz aus Befragungsdaten.

Dieses Forschungsprojekt untersucht die Auswirkungen von Familieneinfluss und Overconfidence auf das unternehmerische Engagement im Bereich ESG (Environmental, Social and Governance) mit Hilfe von Befragungsdaten. Dabei zeigt sich für eine Stichprobe primär mittlerer und nicht börsenotierter Unternehmen aus Polen, dass Familienunternehmen eine vergleichsweise geringe ESG-Performance aufweisen. Dies gilt als Indiz dafür, dass Eigentümerfamilien ESG-Aktivitäten, die ihre Kontrolle über das Unternehmen und damit ihren Socioemotional Wealth gefährden können, skeptisch gegenüberstehen. Darüber hinaus wirkt sich Overconfidence bei Managern von Familienunternehmen positiv auf die ESG-Performance aus. Dieser Befund deutet wiederum darauf hin, dass der Kontrollerhaltswunsch der Eigentümerfamilien durch Manager, die von Overconfidence (oder Narzissmus) betroffen sind, abgeschwächt wird. Solche Manager wollen nicht nur ihr eigenes Image, sondern auch die Reputation des Unternehmens durch die Wahrnehmung gesellschaftlicher Verantwortung stärken.

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