Research in the Area of Educational Research.

The Working Fields of Educational Governance, School
Research & School Development

  • Conduct research to evaluate the effects of new management and controlling instruments in the school system, applying conditions and implementation processes in schools and as part of the school system development and with (also internationally comparative) governance analyses of the Austrian school system.
  • Apply mixed method, quantitative and qualitative methodological models.
  • The practical approach is reflected in various courses and designed to disseminate research findings in courses with relevant stakeholders, through direct feedback of research findings at individual schools, in regular contact with the media and in close cooperation with the PH Upper Austria.
  • In the area of teaching, the working field and university courses regularly include all areas of educational sciences.

 

The Working Area of Lesson Development, Teaching &
Learning Research & Teacher Education

  • Focuses on (a) competence modeling and measuring students' business skills and aptitude at VET schools and colleges as well as assessing educators' and students professional expertise (particularly in the area of accounting); (b) Analyzing subject-specific and interdisciplinary (particularly motivational and social) skills development for BMHS students; (c) the effects of contextual conditions (e.g. educator expertise, classroom environment, heterogeneity, or the classes' performance level) on school learning.
  • The use of modern, methodological, quantitative, analytical procedures (e.g., multi-level structural equation models to capture context effects or social network analyses to capture student relationships). However, qualitative methods (e.g., Thinking Aloud studies to explore thinking processes in solving textbook tasks) are also used.
  • Real-world practice consists of providing research finding feedback to schools (e.g. COOL-LandesARGE or HTL:impuls), to ministries (e.g. evaluating Handelsschule NEU) as well as at real-world experience symposia (e.g. WiPäd congress).
  • In education, this area flows into the exercises "Einführung in die Didaktik" and "Pädagogik" as well as the lecture "Person-Schule-Gesellschaft".

The Working Field of Educational Psychology

is divided into two main areas:

  • Developmental psychology is incorporated into the curriculum by introducing exercises in the field of developmental psychology. Research pertains to (a) developmental processes as conditions for later successes or failures at a school, (b) effects of school autonomy on student development (academic achievements), and (c) differential development processes, particularly in regards to educational and organizational leadership positions (research of school administration). Methodological processes include primarily quantitatively oriented and experimental methods as well as qualitative discourse analysis.
  • Educational Psychology is incorporated into the curriculum by introducing exercises in the field of educational psychology and focusing on "learning" from a psychological viewpoint. Research in this field focuses on changes in scholastic learning brought about by implementation, the effects of educational standards, and competence orientation. In regards to methodology, a mixed-method approach is preferred.

The Working Field of Education & Society

Text available in German only.

  • befasst sich in der Forschung mit Wechselwirkungen zwischen Bildungssystemen und gesellschaftlichen Systemen (wie insbesondere Wirtschaft und Politik); mit gesellschaftlichen Ursachen und Wirkungen von Bildungsungleichheit; mit Ursachen und Wirkungen größerer Bildungsreformen (u.a. Bologna-Prozess / EHEA, PISA und Neue Steuerung); mit kollektiven Lern-, Strukturations- und Machtbildungsprozessen und mit verschiedenen Formen der Bildungs-Governance. Genaueres siehe unten bei den Themen für Qualifikationsarbeiten.
  • Die Perspektive des Arbeitsbereichs wurzelt grundsätzlich in sozialwissenschaftlicher Orientierung und in (gesellschafts-)kritischen Forschungsansätzen und Theorien. Sie legt wert auf Theorieentwicklung durch Vergleich, wechselseitige Kritik und (soweit möglich) Integration bestehender Theorien und empirischer Befunde. Theorien gelten als Instrumente der Aufklärung (des Verständlichmachens, des Erklärenkönnens) und der Kritik (des begründet Beurteilen-Könnens) rätselhafter, un- oder wenig erklärlicher empirisch-praktischer Verhältnisse, aus deren Analyse sie hervorgehen. Empirische Forschung findet hier vorwiegend mit qualitativen Methoden statt, mit Schwerpunkt auf Verfahren der Datenanalyse und Theoriebildung.
  • Praxisorientierung besteht in Rückmeldungen von Forschungsergebnissen, Beratungen und Workshops für Akteure aus Schulen, Jugendeinrichtungen etc.
  • In der Lehre vertritt der Arbeitsbereich Diplom- / Masterseminare, bildungswissenschaftliche Schwerpunktseminare, Seminare zu Bildungssystem und Gesellschaft, sozialwissenschaftlichen und qualitativen Forschungsmethoden sowie zur Didaktik der Erwachsenenbildung, außerdem Vorlesungen und Seminare zur Demokratiebildung und zur Bildungsforschung.
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    Mögliche Themen am Arbeitsbereich für Master-, Diplom- und Doktorarbeiten

     

    A. Themenbereich: Lernprozesse

    (1) Analyse offenen Unterrichts. – Was sind Kennzeichen des offenen Unterrichts heute (verbreitete Grundauffassungen, Methoden, aktuelle Entwicklungen)? Welche (v.a. reformpädagogischen) Ideen und Konzepte prägen ihn? (Evtl. wie hat er sich historisch entwickelt?) Wie weit ist offener Unterricht verbreitet, und in welchen Schulformen? Wie sind seine Wirkungen – negativ wie positiv, intentional wie transintentional? Wie ist sein Zusammenhang mit gesellschaftlichen Milieus (u.a. in den von ihnen gegründeten Privatschulen, u.a. mit esoterischen Strömungen); welche Akteure fördern ihn, welche lehnen ihn ab? – Die Arbeit soll kritisch sein, benötigt also Autor*innen, die ergebnisoffen an die Analyse herangehen.

    (2) Lernprozesse als Technologie?– Die Auffassung von Lernprozessen, die hinter Leistungsvergleichstests, Standardisierungs- und Kompetenzorientierung steht, soll hier rekonstruiert werden. Wie es aussieht, hat sie ihre Wurzeln im Behaviorismus und im Taylorismus, und ist der Auffassung, dass Lernprozesse im Prinzip bei allen Kindern gleich ablaufen, über feststehende Stufen und Phasen, kleinschrittig und mit sofortigem Feedback versehen – nahezu automatisch, sodass auch auf Lehrkräfte und peers verzichtet werden kann. Diese vorläufige Analyse soll weiterentwickelt werden; nötig wären (a) Rückschlüsse aus zentralen Veröffentlichungen zu Leistungsvergleichstests, Standardisierung usw., (b) Rückschlüsse aus der standardbasiertem, test- und kompetenzorientiertem Unterricht, (c) die Analyse theoretischer / ideologischer Grundlagen und (d) Expert*inneninterviews.

    (3) Analyse selbstgesteuerten Lernens. – Was sind Kennzeichen selbstgesteuerten Lernens heute (verbreitete Grundauffassungen, Methoden, aktuelle Entwicklungen)? Welche theoretischen Ideen und Konzepte sowie ideologischen Vorstellungen prägen das Verständnis von selbstgesteuertem Lernen? (Evtl. wie hat es sich historisch entwickelt?)? Was besagen Studien über die Wirkungen selbstgesteuerten Lernens – negativ wie positiv, intentional wie transintentional? – Die Arbeit soll kritisch sein, benötigt also Autor*innen, die ergebnisoffen an die Analyse herangehen.

    (4) Das Soziale am Lernen (= Soziale Faktoren institutioneller (schulischer oder universitärer) Lernprozesse). – In der Lehramtsausbildung werden vornehmlich psychologische Lerntheorien vermittelt, die Personen tendenziell wie isolierte Einzelne betrachten und Lernprozesse wie kontextlose kognitive Abläufe. Dabei weiß man aus verschiedenen Forschungsrichtungen, dass die Lern- und Bildungsprozesse eines individuellen Menschen zu überwiegenden Teilen beeinflusst und geprägt werden durch soziale Faktoren – durch Gesellschaften, Institutionen und Organisationen, Schichten und Milieus, Nachbarschaft und Familie sowie peers und Beziehungen am Arbeitsplatz. – Aufgabe dieser Arbeit ist es, diese sozialen Faktoren, die auf individuelle Bildungsprozesse in Bildungsinstitutionen (Schulen oder Hochschulen), einwirken zusammenzutragen, zu ordnen und in einer strukturierten Übersicht zusammenhängend darzustellen. Ziel ist es, eine sozialwissenschaftlich fundierte Lern- oder Bildungstheorie zu entwickeln, die die vorherrschenden psychologischen Perspektiven ergänzt und überwindet.

     

    B. Themenbereich: Veränderungsprozesse in Bildungssystemen

    (5) Bildung und Big Data. – Die Sammlung riesiger Datenmengen via Online-Tools und Apps, welche dann mittels Algorithmen ausgewertet und dann eingesetzt werden, um Kund/innen zu bestimmten Verhaltensweisen zu „nudgen“, hält auch in Bildungssystemen Einzug. Akteure aus Wirtschaft und Wissenschaft versprechen sich davon eine verbesserte individualisierte Unterstützung schulischer und studentischer Lernprozesse – und, ohne es laut zu sagen, Profit für die herstellenden Unternehmen. Die Verheißung lautet, Lernprozesse mittels big data besser beschreiben und Bildungsorganisationen besser steuern zu können als mit herkömmlichen sozial- oder bildungswissenschaftlichen Verfahren. Andererseits eröffnen jene Praktiken höchst problematische Möglichkeiten der Verhaltenssteuerung und der sozialen Kontrolle, die auf Verführung, Zustimmung und „sanfter Führung“ der Betroffenen beruhen, nicht auf Zwang oder Gewalt. – Gewünscht ist eine kritische Untersuchung, die u.a. klärt, welche Akteure mit welchen Interessen die Ausweitung des Einsatzes digitalisierter Bildungspraktiken durchsetzen wollen und welche Akteure sich dem gegenüber skeptisch verhalten oder Widerstand leisten; welche Argumente für und welche gegen die big data-Digitalisierung ins Feld geführt werden und wie sie zu beurteilen sind. – Schwerpunktsetzungen (learning analytics, educational process mining / data mining, digitaler Kapitalismus und Bildung) sind sinnvoll.

    (6a) Veränderung von institutionellen Lern- und Bildungsprozessen durch distance learning: Schule. Hier sind verschiedene konkrete Ausgestaltungen möglich; die Arbeit sollte jedenfalls eine ausgeprägte qualitativ-empirische Komponente haben.

    (6b) Veränderung von institutionellen Lern- und Bildungsprozessen durch distance learning: Universität. Diese Arbeit soll eine Zusammenschau der wissenschaftlichen Befunde zu Veränderungen der Hochschullehre und des Studierens im Zuge der Corona-Krise erstellen. Dabei wird es wichtig sein, interessengetriebene Propagandaschriften über die Verheißungen der Digitalisierung von ernstzunehmenden wissenschaftlichen Befunden zu trennen (und beide getrennt zu diskutieren). Zusätzlich sollen empirische Leitfadengespräche mit Studierenden und / oder Beobachtungen von Online-Lehre durchgeführt werden. Ziel ist es, vertiefende Einsichten in die wirklichen Veränderungen zu bekommen, wie die Menschen sie erleben, und damit über oberflächliche Schnellumfragen mit sozial erwünschten Antworten hinaus zu gelangen.

    (7) Außergewöhnliche Prozesse der Schul- und Hochschul(system)entwicklung. – Diese Arbeit soll außergewöhnliche Prozesse der Veränderung von Schulen (bzw. Schulsystemen) oder Hochschulen (bzw. Hochschulsystemen) ausfindig machen und zwei bis drei verschiedene solcher außergewöhnlichen Prozesse rekonstruieren. Unter extremen bzw. außergewöhnlichen Prozessen sind dabei solche zu verstehen, in denen (a) Akteure behaupten, außergewöhnliche Erfolge erzielt zu haben, oder (b) relativ plötzlich umfassende (und zuvor für unwahrscheinlich oder unmöglich gehaltene) Veränderungen eingetreten sind, oder (c) Entwicklungen spektakulär gescheitert sind oder (d) außergewöhnliche gesellschaftliche Bedingungen vorlagen, die erhebliche Veränderungen in Schul- oder Hochschulsystemen bewirkt bzw. erzwungen) haben. Es kann sich dabei sowohl um historische als auch um aktuelle Veränderungsprozesse handeln. – Die Arbeit wird im theoretischen Teil einen Überblick über bisherige Erkenntnisse zu radikalem (krassem) sozialem Wandel erstellen, und in der empirischen Rekonstruktion der konkreten Veränderungsprozesse im Wesentlichen mit Dokumentenanalysen und Expert*inneninterviews vorgehen.

     

    C. Themenbereich: Governance und Steuerung

    (8) „Praktische Governance“ im Bildungssystem – Schulen und Universitäten versuchen, sich in der Auseinandersetzung mit Politik und Gesellschaft zu behaupten (und nicht geschlossen zu werden). Sie haben dabei zu tun mit konkurrierenden (und kooperierenden) Schulen / Universitäten, mit sozialen Institutionen, Vereinen und Verbänden, mit der Schulverwaltung (Bildungsdirektion), mit Eltern, Gewerkschaften, Bildungs- bzw. Hochschulpolitik auf europäischer, Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene usw. Die Formen der Auseinandersetzung sind komplex – und daher werden sie selten untersucht. Kennen Sie eine Schule oder Hochschule ziemlich gut? Kennen Sie sich in deren jüngerer Geschichte und in ihren gegenwärtigen Aktivitäten zur Selbsterhaltung bzw. -entwicklung aus? Haben Sie eine Auseinandersetzung miterlebt, in der eine Schule / Hochschule in ihrer Existenz bedroht war oder einen erheblichen Wandel durchlaufen hat bzw. durchläuft? Dann ist diese Arbeit etwas für Sie, die Kernaufgabe besteht darin, diesen Auseinandersetzungs- bzw. Veränderungsprozess analytisch zu rekonstruieren (und damit zur Theorieentwicklung über „reale“ Governanceprozesse im Bildungswesen beizutragen).

    (9) Politiklernen: Wie wirkt sich die Evidenzbasierung im Bildungswesen aus? – Durch „Evidenzbasierung“ soll die Bildungspolitik lernen, bessere Entscheidungen zur Gestaltung des Bildungswesens zu treffen. Hier kommt es darauf an zu rekonstruieren, wie dieser Lernprozess laufen soll. (a) Was sind die theoretischen und ideologischen Grundlagen der Evidenzbasierung? (b) Wie hat sich die Vorstellung von Evidenzbasierung historisch entwickelt? (c) In welchen Formen wird Evidenzbasierung heute in den Bildungssystemen umgesetzt? (d) Welche Wirkungen zeitigt Evidenzbasierung, empirisch gesehen, bzw. welche Wirkungen lassen sich rekonstruieren?

    (10) Steuerung des Bildungssystems durch Finanzierung. – In der Forschung zur Governance von Bildungssystemen wird dem altbewährten und enorm wirkungsvollen Steuerungsinstrument der Finanzierung recht wenig Aufmerksamkeit zugemessen. Aufgabe dieser Arbeit ist es, einen systematischen Überblick über verschiedene Finanzierungsformen, -strategien und -mechanismen im Bildungssystem zu erstellen, inklusive der Programme, Verpflichtungen, Incentives usw., die mit ihnen verbunden sind, und die Auswirkungen dieser Finanzierungsformen zu analysieren. Schwerpunktsetzungen sind möglich und sinnvoll.

    (11) Bildung in den Medien. Wie findet Bildung (und Erziehung) im medial vermittelten öffentlichen Diskurs statt? Welche Themen gelten als wichtig und dringlich, welche werden nicht angesprochen? Welche typischen Argumente, Vorstellungsbilder und Wertmaßstäbe finden sich, und welche Konsequenz hat es, wenn so (und nicht anders) über Bildung und Erziehung gesprochen und geschrieben, gepostet und gesendet wird? Welche Akteure melden sich zu Wort, welche eher nicht, und auf welchen Interessen basieren ihre Äußerungen? Welche Wirkungen haben diese Diskurse auf die Gestaltung von Bildungssystemen? – Ungefähr um diese Fragen soll sich diese Arbeit drehen. Sinnvoll ist eine Begrenzung auf einen (zu wählenden) bestimmten Aspekte von Bildung, auf einen bestimmten Typ von Medien und / oder auf einen bestimmten Diskurs. – (10a) Kritik populärer Schulkritik. Regelmäßig erscheinen Bücher, die in populärer Weise den heutigen Zustand der Schule bzw. des Schulsystems einer Kritik unterziehen. Während sie dabei einerseits interessante Denkanstöße geben und Forschungsperspektiven eröffnen könnten, sind sie andererseits selbst oft mit unreflektierten Klischees vollgesogen. Aufgabe dieser Diplomarbeit soll es sein, erstens in vergleichender Analyse populärer schulkritischer Bücher deren wesentliche Aussagen und Topoi herauszuarbeiten, um sie anschließend zweitens auf Basis des einschlägigen wissenschaftlichen Forschungsstandes einer Kritik zu unterziehen, die herausarbeitet, welche Impulse in der Bildungsforschung aufzunehmen wären und welche Annahmen und Behauptungen zurückgewiesen oder modifiziert werden müssen.

     

    D. Themenbereich: Der Arbeitsalltag in Bildungssystemen – Produktion von Personen, Reproduktion von Ungleichheit

    (12) Der heimliche Lehrplan revisited: Welche Verhaltensmuster werden heute in Schulen und Universitäten vermittelt? – In Schulen und Universitäten gibt es nicht nur die offiziellen Lehrpläne und Curricula. Junge Menschen werden in diesen Bildungsinstitutionen auch, was ihre Persönlichkeit angeht, tiefgreifend geformt und geprägt, eben: auf bestimmte Persönlichkeitseigenschaften (Verhaltensweisen, Denkmuster, Erwartungshaltungen, Wertsysteme) hin erzogen und gebildet. Allerdings geschieht dies vielfach auf implizite, unterschwellige Weise, durch Tätigkeiten, deren Wirkungen auf die sich bildenden Persönlichkeitsstrukturen weder den Schüler*innen noch den Lehrpersonen voll bewusst sind. Das (heute zu Unrecht veraltete) Forschungskonzept des „heimlichen Lehrplans“ hatte diese informellen Bildungsprozesse analysiert. Aufgabe der Arbeiten, die sich mit diesem Themenkomplex befassen, ist es, zu analysieren, wie der heimliche Lehrplan an Schulen und Universitäten heute aussieht, d.h. welche unterschwelligen und oft unbewussten Lehren Schüler*innen bzw. Studierende daraus ziehen, wie die Institutionen mit ihnen umgehen: Welche ungeschriebenen „goldenen Regeln“ muss man befolgen, um „durchzukommen“, um als erfolgreich zu gelten, um „vorwärts zu kommen“, um nicht das Gesicht zu verlieren usw.? Insbesondere interessieren dabei solche „goldenen Regeln“, die demokratischen Prinzipien und damit einem Teil des Lehrauftrags der Schulen (und der Universitäten) widersprechen. – Arbeiten zu diesem Thema werden zu gleichen Teilen theoretisch und empirisch sein.

    (13) Ungleichheitsreproduktion im Arbeitsalltag der Bildungsinstitutionen. Alle Akteure, Eltern, Schüler*innen, Lehrkräfte, Akteure aus Schulverwaltung, Schulpolitik, Lehrer*innenbildung, Bildungsforschung usw. (Analoges gilt für Akteure im Hochschulsystem) haben ihre Finger mit drin: Sie tragen, unabhängig von ihren persönlichen Wünschen und Absichten, dazu bei, in und mit den Bildungsinstitutionen die soziale Ungleichheit zu reproduzieren. Ansonsten wäre nicht zu erklären, warum sich das Phänomen der Bildungsungleichheit – also der systematisch ungleichen Bildungserfolge der Kinder verschiedener Bevölkerungsgruppen unabhängig von ihrer Leistung – (gerade auch in Österreich) so hartnäckig reproduziert und regelmäßig in statistischen Befunden nachgewiesen wird. Aufgabe der Arbeiten zu diesem Themenbereich ist es, aus der wissenschaftlichen Literatur konkrete praktische Beispiele herauszufiltern, in denen (a) im schulischen Unterricht bzw. in der Hochschullehre und / oder (b) durch andere Formen informeller, aber praktischer institutioneller Diskriminierung Schüler*innen bzw. Studierende unterschiedlicher sozialer Herkunft systematisch unterschiedlich behandelt werden. Diese Praxisfälle sind zu analysieren und zu theoretisieren; ergänzend sollte eine kleine empirische Studie durchgeführt werden.

    (14) Leistung in Bildungssystemen. Arbeiten zu diesem Thema sollen kritisch analysieren, wie „Leistung“ in Schule und/oder Hochschule konstruiert, attribuiert, beurteilt und gemessen wird. Wichtige Aspekte sind hier u.a. das gesellschaftliche Leistungsprinzip (die Vorstellung einer Meritokratie) und sein Zusammenhang mit Demokratie, soziokulturell geprägte Leistungsbegriffe und alternative Konzepte zur Beurteilung von Lern- und Entwicklungsprozessen, paradigmatische wissenschaftliche Vorstellungen von Leistungsbeurteilung und -messung, Praktiken der sozialen Leistungskonstruktion und -attribution im Alltag schulischen Unterrichts bzw. der Hochschullehre sowie intentionale und vor allem transintentionale Wirkungen jener Praktiken. Konkrete Forschungsfragestellungen zu diesem Themenkreis werden individuell entwickelt.

    (15) Wie funktionieren Lehrer*innenkollegien? Über die Strukturen, Funktionsweisen und Kommunikationspraktiken in und von Lehrerkollegien ist in der Bildungsforschung erstaunlich wenig bekannt. In der Aus- und Fortbildung von Lehrer/innen fehlt dieser Aspekt folgerichtig, was zur Folge hat, dass junge Lehrkräfte nach abgeschlossenem Studium genau jenen Verhaltensweisen und -strukturen des Kollegiums ausgeliefert sind und sie erst langsam und aus der Teilnehmerperspektive kennenlernen, ohne bereits im Vorwege sinnvolle Strategien entwickelt zu haben, wie man sich mit Kollegien auseinandersetzt und sich in ihnen „zurechtfindet“. Deshalb sollen hier empirische Studien über die tatsächliche Praxis von Lehrerkollegien – also nicht: normative Konzepte wie es sein solle, projektbegleitende Programme über gewollte Lehrerkooperation oder andere Wunschvorstellungen und Sonntagsreden – systematisch zusammengestellt, vergleichend analysiert und in ein theoretisches Modell des Lehrerkollegiums als sozialem System überführt werden. Eine eigene kleine empirische Studie sollte integriert werden. 

    (16) Die Bildung der Privilegierten und/ oder die Rolle der informellen Bildung in der Bildungsungleichheit. Es gibt Bevölkerungsgruppen, die von der sozialen und von der Bildungsungleichheit profitieren. Das liegt nicht zuletzt daran, dass Bildung eben nicht bloß innerhalb, sondern ganz wesentlich außerhalb der Bildungsinstitutionen abläuft: in Familie und Verwandtschaft, in der Wohngegend mit ihren Nachbarschaften, ihren kulturellen, sozialen und wirtschaftlichen Einrichtungen, sowie über berufliche Erfahrungen, Mobilität und Netzwerke der Eltern. 15a. Diese Sphäre der informellen Bildung soll mittels Literaturanalyse und einer kleinen empirischen Studie erforscht werden. Eventuell auch in einer vorwiegend empirischen Arbeit, wenn ein vergleich zwischen der informellen Bildung in privilegierten bzw. disprivilegierten Milieus geleistet wird. 15b. Die informelle Bildung der privilegierten Bevölkerungsgruppen soll mittels Literaturanalyse und einer kleinen empirischen Studie erforscht werden.

The Working Field of Education, Migration & Diversity

  • focuses on migration and multilingualism as part of the Austrian educational system (mainly in the areas of primary and secondary education), teacher education studies, and structural issues such as discrimination, segregation, selection and educational inequality. Research questions are answered against a backdrop of international comparative analyses. The basis includes interdisciplinary understanding, which, in addition to educational sciences in sociology and cultural anthropology, uses political science as a reference science.

  • In regards to methodology, mixed-methods are used depending on the quantitative and qualitative empirical methods to address questions (ideally these are crossed), as well as hermeneutic procedures. In taking a philosophy of science viewpoint, a socio-critical approach is used. This thematizes power and order processes to create an intersectional understanding.

  • The practical section consists of feedback provided to educators, continual education events for teachers/educators and school leaders.

  • In teaching, the working field area is represented in various formats such offering a proseminar titled "Gender, Diversity and Inclusion (Gender, Diversität und Inklusion: Vielfalt (in) der Schule)", a proseminar titled "Coping with heterogeneity: individualisation, diagnosis, supporting and coaching learning processes (Umgang mit Heterogenität: Individualisierung, Diagnose, Förderung, Lernprozessbegleitung)", a course titled "Education: Gender, Diversity and Inclusion  (Pädagogik: Gender, Diversity und Inklusion)" and a lecture series titled "Learning and development under challenging conditions (Lernen und Entwicklung im Kontext von Diversität und Intersektionalität)".

Current Research Projects

Cool and Corona - Do students from open learning environments perceive advantages in distance learning during Corona-related school closures?

CovER - Covid-19 Eduation Research - Germany Austria Switzerland http://www.bildungsmanagement.net/CovER/

 

Project participants: Christoph Helm, Sonja Lenz

 

Project description:

The Corona pandemic led, among other things, to an exceptional situation due to the school closures, which confronted both teachers and students with new and largely unpredictable challenges. The first systematic overview of the state of research on teaching and learning processes in distance education by Helm, Huber & Loisinger (2021) in Germany, Austria and Switzerland shows that many surveys exist that examine the school situation during the Corona-related school closures. However, little research has been done which kind of learning environments, used before Corona, (positively) influence student learning during distance education in times of Covid-19.

In the present project, we are investigating the effect of the open learning format "Cooperative Open Learning" (Cool) on student learning during the Corona-related school lockdowns. Cool represents a pedagogical school development project that focuses on student independence, student responsibility and student cooperation in lower and upper secondary schools. Central principles of Cool are based on the Dalton Plan education according to Helen Parkhurst. There are now almost 50 certified Cool schools in Austria. To answer our research question, we rely on the theoretical model on Corona-related distance education proposed by Helm et al. (2021). This model is mainly based on the supply-use model of Helmke (2003) and describes features of distance education and learning that are assumed to be particularly relevant for the learning process of students during school lockdown (e.g., parental support, technical equipment, independence and learning motivation of students, quality of distance education). We also refer to theoretical models of self-directed learning (Boekaerts et al. 2005).

Education and Corona - Parent Survey

We are currently experiencing a social crisis triggered by the Corona pandemic with far-reaching effects on almost all areas of society. This situation, which is new for everyone, quickly led to new kinds of challenges, many open questions and, depending on the group of actors, different information needs. With the aim of at least partially satisfying these information needs, many surveys have already been conducted in the DACH countries. Among them the School Barometer (www.Schul-Barometer.net), an online survey including more than 25,000 students, parents and teachers (see Huber & Helm, 2020 for first findings).

A first systematic overview of the state of research on teaching and learning during Corona-related distance learning (Helm, Huber & Loisinger, 2021) makes clear on the one hand that central aspects of teaching and learning during Corona-related school closures, such as characteristics of distance learning and characteristics of home resources, are already the subject of many surveys for learning. On the other hand, it also shows that we still know very little to nothing about the situation of educationally disadvantaged students (with a migration background, from different ethnicities, from educationally deprived backgrounds) during Corona, as these are particularly difficult to capture with online surveys.

By answering the following research questions, we aim to fill a key research gap in the state of knowledge about the situation of educationally disadvantaged students during Corona.

 1. To what extent were students from low socioeconomic families particularly disadvantaged during the school closures?
 2. Is there evidence of a scissors effect? That is, did the disadvantage of socioeconomically worse-off students grow as a result of the school closures?
 3. How does Austria compare to Germany on these questions?

To answer these research questions, the parent survey already conducted for Germany by Wößmann et al. (2020) at ifo Munich is partially replicated for Austria. This enables a comparison between Austria and Germany with regard to the research questions posed. Furthermore, the parent survey focuses even more on the group of educationally disadvantaged students* in order to capture their learning processes (motivation, learning effort, competencies), their home resources (technical equipment, parental and sibling support) for learning in distance education, and the quality of instruction they perceive (clarity of learning tasks, relationship with the teacher) during school closure.

For this purpose, experience, scientific knowledge and networks from the www.Schul-Barometer.net (Huber & Helm, 2020) are used.

 

Project participants:

Christoph Helm, Sonja Lenz, Alexandra Postlbauer

Validation of the DiWi-Pass

Project sponsor: Verein Frauenarbeit Steyr (Steyr Women's Foundation), www.frauenstiftung.at

 

Project participants: Univ.-Prof. Dr. Christoph Helm, Dr. Cornelia Große

 

Duration: 1.10.2020 until 31.12.2021

 

Project description:

The initiative "DiWi-Pass - digitally expand, record and determine digital knowledge by means of an individual competence profile" pursues the goal of making basic digital competencies measurable and certifying them with a certificate. The project is embedded in considerations with respect to the central importance of digital competencies in today's world and is based on the DigComp 2.2 AT competency model. Building on these existing competence descriptions, an instrument is being developed in the "DiWi-Pass" project that is intended to enable valid measurement of these competences.

The project explicitly focuses on the needs of adults who have so far only been able to acquire digital competencies to a limited extent - for example, people in professional change processes and those disadvantaged in the labor market. With the goal of enabling these individuals to make acquired digital competencies visible, a certificate (the "DiWi-Pass") is to be developed that will also serve as a point of reference and starting point for the acquisition of further digital competencies. The DiWi-Pass consists of a theoretical knowledge part and a practical application part. The core of the accompanying scientific research is the validation of these two test parts, especially with regard to content validity, validation with existing tests and questionnaires, and validation according to external criteria.

Erasmus+ Project ICCEP Inter Cultural Community Evaluation and Planning

Herbert Altrichter, Barbara Herzog-Punzenberger, Sieglinde Fulterer

The context of this project entitled Intercultural Community Evaluation and Planning [ICCEP], is a social, and economic scenario that is increasingly concerned with the integration of migrant students into school communities, where the quality of education is central to economic productivity (Baxter & Hult, 2017) and the emphasis is on decentralising the management of public services away from government to other stakeholders. At the same time, somewhat paradoxically, this greater autonomy to develop practices to ensure the integration of migrant students has also been accompanied by increasing requirements for localised planning and quality assurance of activities (Brown et al. 2020). This project aims to explore and offer strategies and supports on how best to put in place the mechanisms that plan, evaluate and support the integration of migration background students into educational communities. Within Europe, various models of evaluation and planning have developed and transformed within a short period while the quest for the best fit continues (Ehren et al. 2012). The cost and complexity of individual schools working in isolation to put in place mechanisms to enhance the life chances of migration background students and in parallel, the need to empower schools to work together in clusters or groups have produced the concept of group or clusters of schools coming together for both developmental and evaluation purposes.


This project aims to develop a community-based planning and evaluation system, referred to as ICCEP where schools and other stakeholders collaborative in networks for the improvement of migration background students and a member of the network or an external body act as a facilitator and mediator during the ICCEP process. The term ICCEP means involving all stakeholders in the process of evaluation and planning.

In this project, the education governance systems and the underpinning intercultural policies and documents of the participating countries will be reviewed. Teachers’, school leaders’ and other sectoral support agencies survey responses will lead towards developing a conceptual map of ICCEP. and the development of a framework of quality indicators and the detailed mechanism of ICCEP. Through case studies, the consortium will explore what training needs should be provided to upskill the existing competencies of members of the network. For this reason, this project includes developing a Massive Open Online Course (MOOC) and a toolkit of essential resources to plan for and integrate migrant students in communities. It will also involve training on the mechanisms required for ICCEP.

The participants in the project are academic staff from Dublin City University (Lead, IRL); Johannes Kepler University, Linz (AUT); Universitetet i Oslo (NOR); Pamukkale Universitesi (TUR); Consejeria de Educasíon y Empleo – Junta de Extremadura (ESP). Each partner brings interest, knowledge, experience and infrastructure to the project. Each partner country has an established system of quality assurance and educational governance and has a high proportion of migration background students in their education systems and therefore, they are interested in exploring the scope of ICCEP as it specifically applies to all types of migrant students (refugees, asylum seekers and economic migrants) across Europe and developing a framework that offers a complete mechanism for this new model of evaluation along with a comprehensive professional development system for the upstream of stakeholder competencies in ICCEP.

Project period: September 2020 to August 2023.

Contact Information
Sieglinde Fulterer, Linz School of Education, Altenberger Straße 69, 4040 Linz

Erasmus+ Project CReLES Culturally Responsive Leadership and Evaluation in Schools

Herbert Altrichter, Alexandra Postlbauer, Sieglinde Fulterer, Barbara Herzog-Punzenberger

 

The context of this project entitled Supporting Culturally Responsive Leadership and Evaluation in Schools (CReLES) relates to the increased immigration into countries of Europe with the consequent range of diversity of cultures among students in schools. In line with the current influx of migrants and refugees to Europe and the international Sustainable Development Goal of inclusive and equitable education for all, this project aims to prioritise the inclusive education of migrant students and the school leadership that facilitates that inclusive education.

 

This project focuses on the support and strategies needed in all levels of school leadership in order to facilitate the needs of a diverse multicultural classroom and a diverse multicultural school. The main objective of the project is the enhanced school inclusion of students with a migration background through the identification and dissemination of innovative practice in culturally responsive school leadership, the development of frameworks for the evaluation of culturally responsive leadership as well as the provision of high-quality training resources in the form of leader training and the development of a MOOC for school leaders and those interested stakeholder groups outside of the project.

 

Improving the educational achievement of migrant students can involve a serious, demanding challenge for classroom teachers. In this staff challenge, the exercise of school leadership at all levels of the school is crucial in addressing the needs of staff for professional learning and in providing direction and support for staff. For students with a migration background, the school can be the first place of belonging within a new country and culture.

 

Project Partner:

  • Dublin City University (Lead; IRL)
  • Johannes Kepler Universität Linz (AUT)
  • Universidad de Salamanca (ESP)
  • Moscow City University (RUS)

 

Homepage

digi.checkP - Analyzing Diagnostic Tools for
Educators to Acquire Digital Literacy

Information available in German only.

Auftraggeber

Initiative „eEducation Austria“ des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Forschung

Ziele der Studie

Ziel des vorliegenden Berichts ist die testtheoretische Analyse des digi.checkP-Diagnoseinstruments zur Erfassung von digitalen Kompetenzen bei Lehrkräften. Konkret werden die Qualität des digi.checkP-Diagnoseinstruments aus testtheoretischer Sicht unter-sucht sowie erste Befunde zu den digitalen Kompetenzen von Lehrkräften im österreichischen Bildungswesen berichtet. Nicht Gegenstand des Berichts ist eine inhaltliche Diskussion des digi.checkP.

Das digi.kompP-Kompetenzmodell

Das digi.checkP-Diagnoseinstrument baut auf das digi.kompP-Kompetenzmodell auf, das die digitale Kompetenz von Lehrkräften in acht Dimensionen unterteilt (Strukturmodell). Zur Frage, welche Anforderungen eine Lehrkraft mit einer bestimmten Kompetenzausprägung bewältigen kann (Niveaumodell), macht digi.kompP dagegen keine Aussagen.

Stichprobe

Die Datenbasis für die testtheoretischen Analysen bilden 11.702 Lehrkräfte (rund 74 % weib-lich) der Sekundarstufe I. Für rund 1.500 Lehrkräfte liegen zudem Fähigkeitsselbsteinschät-zungsdaten vor.

Analyseverfahren

Die testtheoretischen Analysen werden mittels kognitiver Diagnosemodelle (CDM) durchgeführt. Diese erlauben die Prüfung der Dimensionalität des digi.checkP sowie die Gruppierung der Lehrpersonen bzgl. ihrer Kompetenzprofile.

Ausblick

Auf Basis der vorgelegten Befunde wird eine Weiterentwicklung des digi.checkP-Diagnoseinstruments sowie des digi.kompP-Kompetenzmodells empfohlen. Nötig erscheint eine umfassende Validierungsstudie, die mit der Erarbeitung eines nomologischen Netzwerks sowie eines Niveaumodells für digitale Kompetenzen bei Lehrkräften startet. Auf Basis dieser theoretischen Arbeiten sollte eine Überarbeitung/Neuentwicklung der Items (mit Fokus auf Itemschierigkeiten, Trennschärfen) erfolgen, die dann im Rahmen einer Pilotierungsstudie mit einem validen Außenkriterium (mit Fokus auf konvergente und prädiktive Validität) abgeglichen werden.

Projektleitung

Assoc.-Prof. Dr. Christoph Helm, JKU Linz

Accompanying Scientific Research eEducation Austria

Information available in German only.

Auftraggeber

Initiative „eEducation Austria“ des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Forschung

Ausgangslage

Die Initiative „eEducation Austria“ des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Forschung verfolgt das Ziel, digitale und informatische Kompetenzen in alle Klassenzimmer Österreichs zu tragen – von der Volksschule bis zur Reife- und Diplomprüfung. Im Mittelpunkt aller Aktivitäten von „eEducation Austria“ steht der didaktisch sinnvolle Einsatz digitaler Medien in allen Gegenständen sowie die Steigerung der digitalen und informatischen Kompetenzen von Schülerinnen und Schülern.

Schulen, die sich der Wichtigkeit des Themas aktiv annehmen wollen, den Unterricht sowie den Schulstandort „digi-fit“ zu machen, können Mitglied von „eEducation Austria“ werden. Hierfür ist lediglich ein Commitment der Schulleitung notwendig, dass die Schule Interesse an der Vermittlung digitaler und informatischer Kompetenzen habe und bereit sei, einen Schulentwicklungsprozess zu beginnen und an einem Schulkonzept zu arbeiten. Schulen berichten ihre Aktivitäten zur Umsetzung der eEducation-Strategie am eigenen Schulstandort online und können bei entsprechender Leistung den Status einer Expertschule erlangen.

Derzeit gibt es österreichweit 1.708 Memberschulen. 791 Schulen werden mit einer dokumentierten eLearning-Erfahrung als Expertschulen bezeichnet. 105 Schulen sind aufgrund ihrer besonderen Erfahrung im eLearning-Bereich als Expert+ Schulen eingestuft. Von allen Schulen liegen Daten über die gesetzten Aktivitäten und somit ein Indikator in Hinblick auf den Umsetzungsgrad von eLearning vor.

Zielsetzung

Da der bestehende Indikator zum Umsetzungsgrad von eEducation-Aktivitäten nur einen kleinen Ausschnitt der Situation an den Schulen wiedergibt, soll eine umfassende Ist-Analyse an eEducation-Schulen erfolgen, die neben dem Umsetzungsgrad bzw. der Verankerung von eEducation-Themen u.a. auch Gelingensbedingungen, Hürden in den Blick nehmen soll.

Projektpartner.

PH Linz, Dr. Christoph Weber

JKU Linz, Assoc.-Prof. Dr. Christoph Helm, o.Univ.-Prof. Dr. Herbert Altrichter

Teacher Education: Developing Competence and Study Experience.
Longitudinal Study on the Development of Job-related Characteristics in
the New Teacher Education Program.

Christopher Weber und Herbert Altrichter

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Kooperationsprojekt: Pädagogische Hochschule Oberösterreich; Linz School of Education, Johannes Kepler Universität Linz; Private Pädagogische Hochschule der Diözese Linz; Kunstuniversität Linz

Ziele

Evaluation und theoriegeleitete Bildungsforschung: Bei der Neueinführung eines neuen Studienprogramms macht es Sinn, wesentliche Akzeptanz- und Erfolgsindikatoren begleitend zu beobachten. Begleitende Evaluationen werden aber oft zu kurzfristig konzipiert und in ihrem Potential unterschätzt; richtig konzipiert, bieten sie gleichzeitig auch die Chance, relevante Fragestellungen der (Lehrer-)Bildungsforschung zu untersuchen. Hier wird vorgeschlagen, neben kurzfristigeren Rückmeldungen zur Akzeptanz und zum Erleben der neuen Lehrerbildung durch die Studierenden auch Fragestellungen zur Kompetenzentwicklung zu verfolgen.

Vorgangsweise

Aus Gründen theorieorientierter Forschungskonzeption, aber auch übernationaler Vergleichbarkeit stützt sich die Studie auf das Lehrerkompetenzmodell von Baumert und Kunter (2006) , das vier Dimensionen berufsbezogenen Merkmalen unterschieden: (1) Professionelles Wissen, (2) Werthaltungen und Überzeugungen, (3) Motivationale Orientierungen und (4) überfachliche Kompetenzen. Zur forschungspraktischen Umsetzung dieses Modells können auch einzelne Instrumente aus der PaLea-Studie (vgl. Bauer et al., 2010), die an 13 deutschen Universitäten und einigen Schweizer Pädagogischen Hochschulen läuft, verwendet werden , die um weitere Instrumente aus anderen Studien (z.B. Skalen aus der TEDS-M-Studie zum pädagogischen Unterrichtswissens; vgl. König & Blömeke, 2010) sowie um spezielle Forschungsthemen aus dem Cluster Mitte ergänzt werden (z.B. überfachliche Kompetenzen, Einstellungen und Kompetenzen zur Inklusion und zur Begabungsförderung, Entwicklung steuerungsbezogener Einstellungen).

Die Entwicklung der Kompetenzen soll dem Studienerleben, dem Erleben von Lernprozessen und Lernbedingungen durch die Studierenden, gegenübergestellt werden. Dabei werden sowohl neu Instrumente entwickelt (z.B. zum Forschenden Lernen; vgl. Reitinger, 2016) als auch Vergleichsmöglichkeiten zu anderen Untersuchungen (z.B. zur Studierenden Sozialerhebung; vgl. Zaussinger et al., 2016) gesucht. Bei der Konzipierung und Organisation der Studie wird auf Vorerfahrungen zur Begleitforschung zur neuen Primarlehrerbildung aus der PH OÖ zurückgegriffen.

Designmerkmale

  • Längsschnitt mit jährlichen Erhebungen
  • Mehrere Wellen (unterschiedliche Jahrgänge)
  • Ev. Vergleichserhebungen unter Studierenden der beiden alten Modelle der Sekundarlehrerausbildung (in deren zweiten und folgenden Studienjahren; würde zeitversetzten Vergleich erlauben)

Fragestellungen

  • Längsschnittanalysen: Wie entwickeln sich die Zielvariablen (professionelle Kompetenz- und Einstellungselemente) im Studienverlauf?
  • Bestehen individuelle Entwicklungsunterschiede?
  • Wie können etwaige Entwicklungsunterschiede erklärt werden?
  • Gruppenvergleiche, z.B. Unterscheiden sich Studierende des alten und neuen Curriculums hinsichtlich der Zielvariablen in äquivalenten Studienjahren?

Literatur

  • Bauer, J., Drechsel, B., Retelsdorf, J., Sporer, T., Rösler, L., Prenzel, M., & Möller, J. (2010). Panel zum Lehramtsstudium-PaLea: Entwicklungsverläufe zukünftiger Lehrkräfte im Kontext der Reform der Lehrerbildung. Beiträge zur Hochschulforschung, 32(2), 34-55.
  • Baumert, J., & Kunter, M. (2006). Stichwort: Professionelle Kompetenz von Lehrkräften. Zeitschrift für Erziehungswissenschaft, 9(4), 469-520.
  • Forlin, C., Earle, C., Loreman, T., & Sharma, U. (2011). The sentiments, attitudes, and concerns about inclusive education revised (SACIE-R) scale for measuring pre-service teachers’ perceptions about inclusion. Exceptionality Education International, 21(3), 50-65.
  • Kauper, T., Retelsdorf, J., Bauer, J., Rösler, L., Möller, J., Prenzel, M. & Drechsel, M. (2012). PaLea – Panel zum Lehramtsstudium. Skalendokumentation und Häufigkeitsauszählungen des BMBF 1. Welle; Herbst 2009. Download unter www.palea.unikiel.de/wpcontent/uploads/2012/04/PaLea%20Skalendokumentation%201_%20Welle.pdf
  • König, J., & Blömeke, S. (2010). Pädagogisches Unterrichtswissen (PUW): Dokumentation der Kurzfassung des TEDS-M Testinstruments zur Kompetenzmessung in der ersten Phase der Lehrerausbildung.
  • König, J. & Rothland, M. (2013). Pädagogisches Wissen und berufsspezifische Motivation am Anfang der Lehrerausbildung. Zum Verhältnis von kognitiven und nicht-kognitiven Eingangsmerkmalen von Lehramtsstudierenden. Zeitschrift für Pädagogik, 59(1), 43-65.
  • OECD (2010). TALIS 2008 technical report. OECD Publishing.
  • Reitinger, J. (2016). On the Nature and Empirical Accessibility of Inquiry Learning: The Criteria of Inquiry Learning Inventory (CILI). In J. Reitinger, C. Haberfellner, E. Brewster, & M. Kramer (Eds.), Theory of Inquiry Learning Arrangements. Research, Reflection, and Implementation (pp. 39–59). Kassel, Germany: University Press.
  • Schmitz, G. S., & Schwarzer, R. (2000). Selbstwirksamkeitserwartung von Lehrern: Längsschnittbefunde mit einem neuen Instrument. Zeitschrift für Pädagogische Psychologie, 14, 12-25.
  • Sharma, U., Loreman, T., & Forlin, C. (2012). Measuring teacher efficacy to implement inclusive practices. Journal of Research in Special Educational Needs, 12(1), 12-21.
  • Zaussinger, S. et al. (2016). Studierenden-Sozialerhebung 2015. Bericht zur sozialen Lage der Studierenden. Band 1: Hochschulzugang und StudienanfängerInnen. Verfügbar unter http://irihs.ihs.ac.at/3978/1/IHSPR6861196_I.pdf

 

School Development through Educational Standards?

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Zu welchen Veränderungen der innerschulischen und der zwischenschulischen Koordination führt diese bildungspolitische Innovation?

Projektleitung

Dr.in Katharina Soukup-Altrichter, PH OÖ, Dr.in Regina Steiner, PH OÖ, und Univ.Prof. Dr. Herbert Altrichter, JKU

Projektmitarbeit

Mag.a Manuela Gamsjäger, Dr.in Christine Plaimauer und Eva Prammer-Semmler, MA, PH OÖ

Projektbeschreibung

In unseren governancetheoretischen Analysen der Politiken der Schulautonomisierung und ihrer Umsetzung in Profilierungsprozessen, die wir am Beispiel österreichischer Sekundarschulen in Altrichter et al. (2011) analysiert haben, haben  wir feststellen können, dass Schulprofilierung nicht dazu geführt hat, dass die hierarchisch professionelle Doppelsteuerung ersetzt wurde. Allerdings sind die Koodinationsprinzipien „Wetbewerb“ (vgl. Zymek 2009) und „innerbetriebliche Hierarchie (vgl. Altrichter 2010b, 101f.) wichtiger geworden.

Neuere Instrumente der evidenzbasierten Steuerung (die im Koordina­tionsprinzip „Außensteuerung durch Zielvorgabe und Zielevaluation“ auftauchen müssten) spielten in den von uns untersuchten Schulen bislang – trotz der ministeriellen Propagierung von Schulprogrammen und schulischem Qualitäts­management – kaum eine Rolle, was sich aber mit der breiteren Implementation von Bildungsstandards und standardbezogenen Tests, die in den Zeiten unserer Datensammlung in ersten Anfängen steckte, ändern könnte.

Diesem Koordinationsprinzip der evidenzbasierten Steuerung durch die Implementation von Bildungsstandards und deren Testungen gehen wir in einem neuen Forschungsprojekt auf den Grund: Im Jahr 2012 werden in Österreich Bildungsstandards erstmals flächendeckend in der 8. Schulstufe, im Jahr 2013 in der 4. Schulstufe getestet (vgl. http://www.bifie.at/bildungsstandards). Seit der gesetzlichen Verankerung der Bildungsstandards im Schulunterrichtsgesetz im August 2008 haben  Lehrer/innen  „bei der Planung und Gestaltung [ihrer] Unterrichtsarbeit die Kompetenzen und die darauf bezogenen Bildungsstandards zu berücksichtigen sowie die Leistungen der Schüler in diesen Bereichen zu beobachten, zu fördern und bestmöglich zu sichern.“ (http://www.bifie.at/bildungsstandards).

Das Forschungsprojekt soll  Aufschluss über die Potenziale der Bildungsstandards zur Weiterentwicklung des Unterrichts und der Schulen geben, sowie mögliche Veränderungen  der Steuerung im Bildungswesen aufzeigen.  

Erhebungsdesign

Das Projekt bearbeitet seine Fragestellungen nach einer Fallstudienmethode (vgl. Yin 1989). Ein „Fall" ist im Sinne der hier vorgeschlagenen Untersuchungsstrategie die einzelne Schule. Dafür sollen drei Volksschulen und 3 Sekundarschulen eines oberösterreichischen Schulbezirkes ausgewählt werden. Dabei sollen Schulen untersucht werden, die erstmals  getestet werden (keine Pilotschulen). Bei der Auswahl soll darauf geachtet werden, möglichst unterschiedliche Schulen auszuwählen. Kriterien dabei sind: Entwicklungsbereitschaft und Schülerpopulation in Hinblick auf soziokulturelle Merkmale und Leistungsmerkmale. Die Auswahl der Schulen erfolgt nach einer Befragung von Expert/innen mit Feldexpertise (z.B. Schulaufsicht).

Anschließend werden überlappende und widersprechende Muster in den Einzelfallstudien einer Cross Case Analyse unterzogen. Die gewonnenen Hypothesen werden governancetheoretisch interpretiert und mit den Ergebnissen der Schulprofilierungsstudien verglichen.

Ergänzt wird die Fallstudienmethode durch eine Literaturanalyse.

1. Erhebungszeitpunkt: vor der Standardtestung

Für jede dieser Schulen werden relevante Dokumente gesammelt sowie 10 Interviews geführt. In einer 1. Welle werden 3-5 "FunktionsträgerInnen" interviewt; nach einer Zwischenanalyse des bis dahin gesammelten Materials werden nach der Strategie des theoretical sampling 3-5 weitere Personen auswählt, die bisher nicht hinreichend erfasste epistemologische Perspektiven und Meinungen repräsentieren sollen.

Die intermediären und zentralen Ebenen werden auf folgende Weise in der Untersuchung repräsentiert:

  • Für jede Schule der zuständige BSI (oder LSI) = max. 2 Interviews
  • Personen, die Fortbildungsmaßnahmen  im Themenfeld Bildungsstandard für die jeweiligen Schulen gestalten (Vorbreitungsphase auf die erste Testung) = max. 2 Interviews
  • Personen, die für Unterstützung und Beratung bei der Interpretation der Testergebnisse und der Entwicklung von Handlungskonsequenzen zur Verfügung stehen = max. 2 Interviews

Insgesamt: 6 mal 6-10 plus 6 Interviews = 42 - 66 Interviews

2. Erhebungszeitpunkt: Nach Erhalt der Rückmeldung

In jeder Schule werden 3-5 zentrale Akteure interviewt.

Insgesamt 6 mal 3-5 Interviews = 15 – 30 Interviews

3. Erhebungszeitpunkt: vor der zweiten Testung

Befragung der gleichen Akteure wie bei der ersten Erhebung

Insgesamt: 6 mal 6-10 plus 6 Interviews = 42 - 66 Interviews

Zeitplan (Interviews):

März/April 2012
Interviews in  SEK 1 (E1)

Mai 2012
Bildungsstandardtests in M SEK1

Herbst/Winter 2012
Rückmeldungen

Frühjahr 2013
Interviews in SEK 1 (E2)

Herbst 2015
Interviews in SEK 1 (E3)

März/April 2012
Interviews in  VS (E1)

Mai 2013
Bildungsstandard-tests in M VS

Herbst/Winter 2013
Rückmeldungen

Frühjahr 2014
Interviews in VS (E2)

Herbst 2015
Interviews in VS (E3)

 

Literatur

Altrichter, H. (2010). Netzwerke und die Handlungskoordination im Schulsystem. In N. Berkemeyer, W. Bos & H. Kuper (Hrsg.), Schulreform durch Vernetzung. (S. 95 – 116). Münster: Waxmann.

Altrichter, H. & Heinrich, M. (2007). Kategorien der Governance-Analyse und Transfor­mationen der Systemsteuerung in Österreich. In H. Altrichter, T. Brüsemeister & J. Wissinger (Hrsg.), Educational Governance (S. 55-103). Wiesbaden: VS.

Altrichter, H., Brüsemeister, T. & Wissinger, J. (Hrsg.) (2007). Educational Governance – Handlungskoordi­nation und Steuerung im Bildungssystem. Wiesbaden: VS.

Altrichter, H., Heinrich, M., Soukup-Altrichter, K. & Ziebermayr, B. (2010). Schulprofilierung im Bereich soziales und kreatives Lernen. Münster: Monsenstein und Vannerdat.

Altrichter, H., Heinrich, M. & Soukup-Altrichter, K. (Hrsg.) (2011). Schulentwicklung durch Schulprofilierung? Zur Veränderung von Koordinationsmechanismen im Schulsystem. Wiesbaden: VS.

Altrichter, H., Prexl-Krausz, U. & Soukup-Altrichter, K. (Hrsg.) (2005). Schulprofilierung und neue Informations- und Kommunikations­technologien. Bad Heilbrunn: Klinkhardt.

Dupriez, V. & Maroy, C. (2003). Regulation in school systems: A theoretical analysis of the structural frame work of the school system in French-speaking Belgium. J. Education Policy 18, 4, 375-392.

Heinrich, M. (2009). Schulprofilierung. Wie Wettbewerb eine Schule verändert. Opladen: Barbara Budrich.

Soukup-Altrichter, K., Feyerer, E., Prammer-Semmler, E. & Prexl-Krausz, U. (Hrsg.) (2007). Was verändert sich durch Schulprofilierung? Linz: Trauner.

Yin, R. K.: Case Study Research. Design and Methods. Newbury Park 1989.

Zymek, B. (2009). Wettbewerb zwischen Schulen als Programm und Wettbewerb als Struktur des Schulsystems. In U. Lange, S. Rahn, W. Seitter & R. Körzel (Hrsg.), Steuerungsprobleme im Bildungswesen (S. 81-100). Wiesbaden: VS (zit. nach dem Ms.).

Publikationen

Altrichter, H., & Gamsjäger, M. (2017). A conceptual model for research in performance standard policies. Nordic Journal of Studies in Education Policy 3(1), 6-20. http://dx.doi.org/10.1080/20020317.2017.1316180 ISSN 2002-0317

in Vorbereitung und zum Druck angenommen

Altrichter, H. & Gamsjäger, M. (2019). Ein Wirkungsmodell für die Erforschung von Bildungsstandard-Politiken. In J. Zuber, H. Altrichter & M. Heinrich (Hrsg.), Bildungsstandards zwischen Politik und schulischem Alltag (S. 45-78). Wiesbaden: Springer VS.

Plaimauer, C., Prammer-Semmler, E. & Altrichter, H. (2019). Unterrichts- und Schulentwicklung in der Sekundarschule durch eine Politik der Bildungsstandards? In J. Zuber, H. Altrichter & M. Heinrich (Hrsg.), Bildungsstandards zwischen Politik und schulischem Alltag. Wiesbaden: Springer VS (S. 177-203).

Under review

Gamsjäger, M., Altrichter, H. & Steiner, R. (2018). Rezeption und Wirkungen der Bildungsstandards-Reform in der österreichischen Grundschule (under review), 19 Seiten.

Evaluating "Quality Offensive in Teacher Education"

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Projektbearbeitung

Felix Brümmer, Dr. Anja Durdel, Dr. Christiane Fischer-Münnich, Jacob Fittkau, Wiebke Weiger (Ramboll Hamburg/Berlin), o.Univ.Prof. Dr. Herbert Altrichter (Johannes Kepler Universität Linz)

Projektbeschreibung

Mit der „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ unterstützen Bund und Länder die Weiterentwicklung der Lehrerbildung in Deutschland. Die "Qualitätsoffensive Lehrerbildung" soll bereits begonnene Reformen an den Hochschulen unterstützen und neue Wege in der Lehrerbildung anstoßen. Hochschulen in allen deutschen Bundesländern arbeiten an Lösungen zu den aktuellen Herausforderungen der Lehrerbildung. Hierzu zählen beispielsweise die Profilierung und Optimierung der Strukturen der Lehrerbildung an Hochschulen, die Verbesserung der Praxisbezüge im Lehramtsstudium, zielgruppengerechte Angebote der Beratung und Begleitung im Studium, der Umgang mit Heterogenität und Inklusion sowie die Verbindung von Fachwissenschaft, Fachdidaktik und Bildungswissenschaft.

Dafür stellt das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) bis 2023 bis zu 500 Millionen Euro bereit. Für die 1. Förderphase wurden 49 Projekte ausgewählt, an denen 59 Hochschulen in allen Ländern beteiligt sind.

Im gegenständlichen Projekt wird eine programmbegleitende Evaluation der „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ durchgeführt. Diese soll die Umsetzung des Förderprogramms und seine Auswirkungen auf Strukturen, Prozesse und Inhalte der hochschulischen Lehrerbildung untersuchen. Ihre Zwischenergebnisse werden Bund und Länder bei der Nachsteuerung und weiteren Ausgestaltung des Förderprogramms unterstützen. Fokussiert werden u. a.:

  • der Beitrag des Förderprogramms zu einer Profilbildung der Lehrerbildung sowie zur Optimierung ihrer institutionellen und strukturellen Bedingungen,
  • der Transfer von Erkenntnissen zwischen den programmbeteiligten Hochschulen, in die Hochschullandschaft insgesamt und in die posthochschulischen Phasen der Lehrerbildung,
  • das Auftreten von Nebenfolgen, die durch das Förderprogramm verursacht werden,
  • die Einbettung des Förderprogramms in das Förderumfeld und
  • die Ausgestaltung des Förderprogramms durch das Programmmanagement.


Publikationen

Altrichter, H., Durdel, A. & Fischer-Münnich, C. (2017). Qualitätsoffensive Lehrerbildung. Ein Blick ins Umfeld. Hamburg: Ramboll, 36 Seiten.
Der Umfeldbericht zur „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ zeigt die Rahmenbedingungen auf, in denen das Programm umgesetzt wird. Der Bericht macht aktuelle Einflüsse auf die Lehrerbildung sichtbar und zeigt Akteurskonstellationen auf, durch die die Lehrerbildung gesteuert wird. Dabei wird deutlich, wie die „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ bislang in der Praxis aufgenommen wird und welche weiteren Förderprogramme es in diesem Bereich gibt.
--> Zum Bericht

Brümmer, F., Durdel, A., Fischer-Münnich, C. Fittkau, J., Weiger, W. & Altrichter, H. (2018). Qualitätsoffensive Lehrerbildung. Zwischenbericht der Evaluation. Hamburg: Ramboll, 143 Seiten.
Der Zwischenbericht legt die zentralen bisherigen Ergebnisse der Evaluation der „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ dar.
--> Zum Bericht

Canton Educational Governance Systems

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Kooperationsprojekt von Institut für Erziehungswissenschaft der Universität Zürich und der Linz School of Education der Johannes Kepler Universität

Ziele

  • Unter Berücksichtigung des aktuellen theoretischen und empirischen Forschungsstands ein theoretisches Analysemodell für die empirische Analyse von kantonalen Governance-Systemen entwickeln
  • einzelne kantonale Educational-Governance-Systeme empirisch untersuchen
  • durch vergleichende Analyse Erkenntnisse über Potenziale, Spannungsfelder und Herausforderungen für die Gestaltung von effektiven Educational Governance-Systemen herausarbeiten

Vorgangsweise

  • Recherche existierender wissenschaftlicher Literatur und Entwicklung eines  Analysemodells
  • Analyse aktueller Dokumente (Reglemente) der ausgewählten Kantone: formale Ausdifferenzierung von Aufgaben und Zielen, Akteuren, Handlungsabläufen
  • Fokusgruppengespräche mit zentralen Vertreter*innen der identifizierten Akteure (z.B. Bildungsdirektion, Schulaufsicht, Beratung, Weiterbildung) in Hinblick auf konkrete Educational Governance-Praxis

Literatur

  • Altrichter, H., Brüsemeister, T. & Wissinger, J. (Hrsg.) (2007). Educational Governance – Handlungskoordination und Steuerung im Bildungssystem. Wiesbaden: Verlag für Sozialwissenschaften.
  • Altrichter, H. & Maag Merki, K. (2016) (Hrsg.). Handbuch Neue Steuerung im Schulsystem. 2. Auflage. Wiesbaden: Springer VS.
  • Büeler, X. (2007). School Governance – Die Fallstudie Luzern. In H. Altrichter, T. Brüsemeister & J. Wissinger (Hrsg.) (2007). Educational Governance – Handlungskoordination und Steuerung im Bildungssystem (S. 131-155). Wiesbaden: Verlag für Sozialwissenschaften.

Projektleitung

Prof. Dr. Katharina Maag Merki
Universität Zürich
Institut für Erziehungswissenschaft
Freiestrasse 36
CH-8032 Zürich

Prof. Dr. Herbert Altrichter                                     
Johannes Kepler Universität

Impact of School Inspection on Teaching and Learning

Additional Information (Homepage)

 

Publikationen:

1) Konzeptuelles Modell der Schulinspektion, Vergleich der verschiedenen europäischen Systeme:

Altrichter, H. & Kemethofer, D. (2016). Stichwort: Schulinspektion. Zeitschrift für Erziehungswissenschaft, 19(3), 487–508. DOI: 10.1007/s11618-016-0688-0

Ehren, M.C.M., Altrichter, H., McNamara, G. & O’Hara, J. (2013). Impact of school inspections on teaching and learning – describing assumptions on causal mechanisms in six European countries. Educational Assessment, Evaluation and Accountability 25(1), 3-43. DOI 10.1007/s11092-012-9156-4   ISSN 1874-8597

Deutsche Zusammenfassung in:

Altrichter, H., Ehren, M.C.M., McNamara, G. & O’Hara, J. (2014). Wie will Schulinspektion wirken? Analyse von Annahmen über Wirkungsmechanismen von Schulinspektion in sechs europäischen Ländern. In M. Pfeifer (Hrsg.), Schulqualität und Schulentwicklung (S. 184-207). Münster: Waxmann. ISBN 978-3-8309-3146-1

2) Ansätze zur Prüfung des Wirkungsmodells:

Altrichter, H. & Kemethofer, D. (2015). Does Accountability Pressure through School Inspections Promote School Improvement? School Effectiveness and School Improvement 26(1), 32-56. DOI:10.1080/09243453.2014.927369 [Wiederabdruck als: Altrichter, H. & Kemethofer, D. (2017). Does Accountability Pressure through School Inspections Promote School Improvement? In K. Maag Merki, M. Emmerich & M. Holmeier (eds.), Educational Effectiveness Theory. Further Developments in a multilevel context (S. 29-53). London & New York: Routledge].

Ehren, M.C.M., Gustafsson, J.-E., Altrichter, H., Skedsmo, G., Kemethofer, D. & Huber, S.G. (2015). Comparing effects and side effects of different school inspection systems across Europe. Comparative Education (51)3, 375-400. DOI:10.1080/03050068.2015.1045769

Gustafsson, J.-E., Ehren, M.C.M., Conyngham, G., McNamara, G., Altrichter, H. & O’Hara, J. (2015). From Inspection to Quality: Ways in Which School Inspection Influences Change in Schools. Studies in Educational Evaluation 47, 47-57. doi:10.1016/j.stueduc.2015.07.002

Kemethofer, D., Gustafsson, J.-E., & Altrichter, H. (2017). Comparing effects of school inspections in Sweden and Austria. Educational Assessment, Evaluation and Accountability 29 (4), 319–337. DOI 10.1007/s11092-017-9265-1

Deutsche Zusammenfassung in:

Altrichter, H., Kemethofer, D. Ehren, M.C.M., Gustafsson, J.-E., Skedsmo, G., Stephan G. Huber, Conyngham, G., McNamara, G., & O’Hara, J. (2015). Wirkungen und Nebenwirkungen europäischer Inspektionssysteme. Erscheint 2016 in Brüsemeister et al. [Arbeitsgruppe Schulinspektion: Oliver Böhm-Kasper/Thomas Brüsemeister/Fabian Dietrich/Lisa Gromala/Martin Heinrich/Maike Lambrecht/Bianca Preuß/Matthias Rürup/Odette Selders/Jochen Wissinger] (Hrsg.), Schulinspektion als Steuerungsimpuls? Ergebnisse aus Forschungsprojekten. Wiesbaden: Springer VS.

3) weitere Arbeiten zur Schulinspektion (Österreich, Schweiz etc.)

Altrichter, H. (2017). The Short Flourishing of an Inspection System. In J. Baxter (ed.), School Inspectors: Policy Implementers, Policy Shapers in National Policy Contexts (pp. 206-230). Cham: Springer.

Altrichter, H. (2017). Von der Schulinspektion zum systemischen Qualitätsmanagement: Eine veränderte Strategie der Qualitätssicherung im österreichischen Schulsystem. Zeitschrift für Bildungsverwaltung, 33(2), 27-41. 

Altrichter, H. & Kemethofer, D. (2015). So wird SQA von steirischen Schulleitungen eingeschätzt. Schule Steiermark, 270, 6-8.

Altrichter, H., Kemethofer, D. & Schmidinger, E. (2013). Neue Schulinspektion und Qualitätsmanagement im Schulsystem. Erziehung und Unterricht 163(9-10), 961-978. ISSN 0014-0325

Kemethofer, D. & Altrichter, H. (2014). Fördert Vertrauen Schulentwicklung im Kontext von Schulinspektionen? Empirische Pädagogik 28, 4, 338-359.

Kemethofer, D., Skedsmo, G., Altrichter, H. & Huber, S.G. (2015). Steuerung durch Erwartungen? Gelingt es, Schulentwicklung durch Schulinspektion zu steuern und zu fördern? Schulverwaltung spezial 17(1), 26-28.

Kemethofer, D. & Altrichter, H. (2015). Schulqualität Allgemeinbildung (SQA) in der Einschätzung von Schulleitungen allgemein¬bildender Pflichtschulen. Erziehung und Unterricht 165, 7-8, 675-690.

4) Arbeiten zu steuerungsbezogenen Schulleitungseinstellungen

Altrichter, H., Kemethofer, D. & Leitgöb, H. (2012). Ansätze der Systemsteuerung in der Einschätzung von Schulleiterinnen und Schulleitern. Empirische Pädagogik 26 (1), 12 – 32.

Altrichter, H. & Kemethofer, D. (2015). Neue Ansätze der Steuerung des Schulsystems und die Einstellung von Schulleitungen. Bildung und Erziehung 68, 3, 291-310.

Altrichter, H., George, A.C. & Kemethofer, D. (2015). School leaders and accountability policies. Invited paper presented at the Conference “Accountability and Governance in Education and Elsewhere“, Session 5 “School Managers and Intermediary Actors in Accountability Policies in Education”, organised by the Observatoire Sociologique du Changement at Sciences Po, Paris, May 12-13, 2015

Erasmus+ Project ACRAS Aiding Culturally Responsive Assessment in Schools

Project Partner:

  • Dublin City University (Lead; IRL)
  • Johannes Kepler Universität Linz (AT)
  • University of Oslo (NO)
  • Cankiri Karatekin University (TR)