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Diplomarbeiten Corporate Finance

Diplomarbeitsthemen WS 22/23

Bewerbungsfrist: 20. 6. - 3. 7. 2022

 

I) Assoz. Univ.-Prof. Dr. Markus DICK


1. Greenwashing vs. Brownwashing – eine finanzwirtschaftliche Analyse
Greenwashing, d. h. eine nicht der Realität entsprechende zu positive Darstellung des CSR-Engagements in der Unternehmenskommunikation und -publizität, ist ein medial und auch wissenschaftlich viel diskutiertes Phänomen. Weniger Aufmerksamkeit hat die entgegengesetzte Strategie, das sogenannte Brownwashing, d. h. dass Unternehmen ihr CSR-Engagement gegenüber der Öffentlichkeit als im Vergleich zur Realität geringer ausgeprägt darstellen, gefunden. Die Masterarbeit soll die Ursachen und Auswirkungen der beiden Phänomene aus finanzwirtschaftlicher Perspektive beleuchten und gegenüberstellen.
Literaturempfehlung: Testa, F., Miroshnychenko, I., Barontini, R., & Frey, M. (2018). Does it pay to be a greenwasher or a brownwasher?. Business Strategy and the Environment, 27(7), 1104-1116.


2. Umweltengagement von Familienunternehmen*
Der aktuelle Stand der Forschung deutet darauf hin, dass Familienunternehmen nicht generell ein höheres CSR-Engagement als Nichtfamilienunternehmen aufweisen, sondern dass ihre CSR-Performance insbesondere auch vom betrachteten CSR-Teilbereich abhängt. Die Masterarbeit soll dementsprechend das spezifische CSR-Engagement von Familienunternehmen im Bereich Umwelt beleuchten. Neben einer Analyse der bisherigen theoretischen und empirischen Literatur zur Thematik soll das Umweltengagement börsenotierter Familienunternehmen anhand der von der JKU abonnierten Refinitiv ESG-Daten einer eigenen empirischen Analyse unterzogen werden.
Literaturempfehlung: Miroshnychenko, I., De Massis, A., Barontini, R., & Testa, F. (2022). Family firms and environmental performance: A meta-analytic review. Family Business Review, 35(1), 68-90.


II) Assoz. Univ.-Prof.in Dr.in Eva WAGNER


3. Board Gender-Aspekte und CSR-Engagement*
Studien zeigen auf, dass Board Diversity-Aspekte positiv mit dem Corporate Social Responsibility (CSR)-Engagement bzw. mit einzelnen CSR-Dimensionen assoziiert sind. In dieser Arbeit diskutieren Sie diesen Zusammenhang theoretisch und untersuchen Board Gender-Aspekte und CSR-Aktivitäten börsennotierter Unternehmen in Deutschland und Österreich empirisch.


4. ESG-Kriterien bei der Vorstandsvergütung*
Environmental, Social und Governance (ESG)-Kriterien spielen bei der Vorstandsvergütung zunehmend eine bedeutende Rolle. Sie zeigen in dieser Arbeit den Stand der Forschung auf und liefern für börsennotierte Unternehmen im DACH-Raum eine Bestandsaufnahme über die Einbeziehung von ESG-Zielen in die Vorstandsvergütung.


III) o. Univ.-Prof. Dr. Helmut PERNSTEINER


5. ESG-Berichterstattung in IPO-Prospekten* (Mitbetreuung: Anna Gappmaier, M.Sc.)
Die bisherige ESG-Literatur bzw. -Forschung stützt sich vorwiegend auf die Analyse von Nachhaltigkeits- oder Geschäftsberichten. Mit dieser Arbeit soll der Fokus auf die ESG-Berichterstattung in IPO-Prospekten (veröffentlichte Prospekte vor einem IPO mit Informationen zum Börsegang) liegen. Mit Hinblick auf die verstärkten regulatorischen Anforderungen (EU-Taxonomie) kann angenommen werden, dass vor allem institutionelle Investoren die ESG-Leistung eines Unternehmens bei der Bewertung eines Börsegangs vermehrt nachfragen. Die bestehende Literatur ist aufzuarbeiten, eine Analyse von Prospekten aktueller Börsegänge vorzunehmen.


6. Öffentliche Eigentümerschaft und M&A-Verhalten europäischer Unternehmen*
(Mitbetreuung: Ass.-Prof. Dr. Thomas Brunner-Kirchmair)
Unternehmen, welche sich im Eigentum der öffentlichen Hand befinden, erwirtschaften Schätzungen zufolge rund 10 % des weltweiten Bruttoinlandproduktes. Wenngleich sich diese Unternehmen stark von einander hinsichtlich ihrer Größe, Geschäftsmodelle oder auch dem Anteil der öffentlichen Hand unterscheiden, haben sie eines gemeinsam: einen Eigentümer, dessen primäres Ziel sehr häufig nicht die Erwirtschaftung finanzieller Renditen ist. Andere Intentionen, bspw. die Schaffung von Arbeitsplätzen oder die sichere Bereitstellung von Infrastruktur, sind übergeordnete Zielsetzungen. Trotz ihrer großen Bedeutung spielen Unternehmen in öffentlichem Eigentum in der Forschung nur eine untergeordnete Rolle. Sie können mit Ihrer Arbeit einen diesbezüglichen Beitrag leisten. In einem ersten Schritt analysieren Sie die bestehende Forschung zur Thematik. In einem zweiten Schritt führen Sie (unter Anleitung bzw. mit Unterstützung) eine eigene quantitative empirische Forschung durch. Auf Basis von Daten aus Datenbanken erheben Sie den Zusammenhang zwischen dem Anteil der öffentlichen Hand und dem M&A-Verhalten europäischer Unternehmen. So finden Sie heraus, ob bzw. wenn ja, wie Unternehmen in öffentlichem Eigentum ein anderes M&A-Verhalten an den Tag legen als Unternehmen in privatem Eigentum.

*empirische Bearbeitung erwünscht

 

Ein guter Studienerfolg in den Lehrveranstaltungen aus betrieblicher Finanzwirtschaft ist erwünscht.

Es wird ersucht, sich nur bei einer unserer beiden Abteilungen zu bewerben!

Als Bewerbung gilt das ausgefüllte Formular, das Sie bitte ausschließlich elektronisch (ibfw@jku.at) an das Sekretariat der Abteilung für Corporate Finance senden.

Bewerbungsformular