schliessen

Forschungsschwerpunkte

Die aktuellen Forschungsschwerpunkte des Instituts können in folgende vier Themenkomplexe zusammengefasst werden:

Innerhalb des ersten Schwerpunktes Controlling allgemein werden die unterschiedlichen Aspekte des Controllings (z.B. die Rolle des Controllers, Anforderungen an Controller) unter Berücksichtigung verschiedener Kontextfaktoren (z.B. Unternehmensgröße) untersucht. Gerade die österreichische Wirtschaftsstruktur ist durch kleine und mittlere Unternehmen (KMU) stark geprägt und nicht ausschließlich Großunternehmen sind mit einem erhöhten Controllingbedarf durch das sich stark verändernde Umfeld konfrontiert. Durch die Dynamik der Umwelt, die Internationalisierung der Märkte, dem Innovationsdruck und der steigenden Komplexität von auftretenden Problemen stößt die meist improvisierte und intuitive Führung von KMU an ihre Grenzen oder versagt sogar gänzlich. Dieser Forschungsschwerpunkt fokussiert die verschiedensten Teilaspekte dieser Thematik, wie beispielsweise Controlling in Klein- und Kleinstunternehmen oder externes Controlling in KMU. Weitere Themen dieses Schwerpunktes sind etwa Controlling in Verbindung mit Informationstechnologie(IT)-Systemen bzw. der Industrie 4.0.

Ein weiteres spannendes und intensiv untersuchtes Forschungsgebiet am Institut sind Familienunternehmen, die in der bisherigen Forschung eher wenig beachtet werden. Familienunternehmen zeichnen sich durch eine besondere Interdependenz zwischen zwei Systemen, der Familie und dem Unternehmen, aus, welche in einer starken emotionalen Bindung resultiert. Ferner ist diese weltweit vorherrschende Unternehmensform oftmals eng in das direkte Umfeld bzw. die lokale Gemeinschaft eingebunden. Von speziellem Interesse ist in diesem Zusammenhang neben Controlling-relevanten Aspekten beispielsweise die spezifische Formulierung von Unternehmenszielen und -strategien, die Führungs- und Unternehmenskultur oder auch das soziale, ökologische und ökonomische Engagement und dessen Auswirkungen.

Schon seit vielen Jahren beschäftigt sich das Institut für Controlling & Consulting mit dem Krisenmanagement aus einer betriebswirtschaftlichen Perspektive. Neben der Forschungsarbeit in den Bereichen Krisenmanagement, Sanierung und Insolvenz in Österreich sollen auch die internationalen Gegebenheiten analysiert und Vergleiche gezogen werden.

Im jüngsten Forschungsschwerpunkt, Management und Religion, werden Themen wie das Controlling in Klöstern behandelt. Beispielsweise sind Klöster die langlebigsten Organisationen und ähneln in etlichen Aspekten Familienunternehmen (z. B. in ihrer Struktur). Weitere Forschung zielt auf den Cellerar ab, der mit dem CFO durchaus vergleichbar ist. Dieser Forschungsbereich befasst sich jedoch auch mit aktuellen Themen der Ethik im Zusammenhang mit der Betriebswirtschaftslehre. So soll die Frage diskutiert werden, inwiefern diese Thematik einer Modeerscheinung gleichkommt oder ob es als fester Bestandteil der betriebswirtschaftlichen Forschung und Lehre implementiert werden soll. Auch Controlling in Verbindung mit Ethik weist etliche Forschungsmöglichkeiten auf: Schließt das eine das andere aus?

Tatkräftige Unterstützung im quantitativen Bereich erfährt das Institut für Controlling & Consulting durch Frau a.Univ.-Prof. Dipl.-Ing. MMag. Dr. Christine Duller vom Institut für angewandte Statistik (IFAS).