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Forschungsinstitut für die
Gesamtanalyse der Wirtschaft

Die Politische Ökonomie der Wettbewerbsfähigkeit und Handelsoffenheit

Eine Analyse der vielschichtigen Dynamiken globaler wirtschaftlicher Integration.

Vor dem Hintergrund einer zunehmenden Liberalisierung des globalen Handels- und Dienstleistungsverkehrs in den letzten Jahrzehnten, der damit einhergehenden Intensivierung transnationaler Wirtschaftsbeziehungen sowie eines verstärkten globalen sowie innereuropäischen Standortwettbewerbs gewinnen Fragen nach den Auswirkungen ökonomischer Offenheit sowie den Determinanten internationaler Wettbewerbsfähigkeit beständig an Bedeutung.

Zwei Aspekte scheinen dabei für die Diskussion ökonomischer Offenheit im 21. Jahrhundert besonders relevant:

Projektdetails

Das Projekt wird durch den Jubiläumsfond der Österreichischen Nationalbank unter der Fördernummer 17383 finanziert.

Projektleitung

Dr. Jakob Kapeller

Projektmitarbeit

Matthias Aistleitner
Claudius Gräbner
Philipp Heimberger
Bernhard Schütz
Florian Springholz

Erstens sind viele klassische Modelle des Freihandels, wie sie etwa bei Smith und Ricardo oder auch in gegenwärtigen ökonomischen Lehrbüchern zu finden sind, aufgrund der Annahme fehlender Kapitalmobilität nur wenig geeignet den gegenwärtigen modus operandi des internationalen Standortwettbewerbs zu erfassen. Vielmehr ist es nötig den durch transnationale Investitionstätigkeiten initiierten technologischen, strukturellen und sozialen Wandel unterschiedlicher Ökonomien zu betrachten um so zu belastbaren Aussagen über die mittel- bis langfristigen Auswirkungen der zunehmenden Öffnung von Volkswirtschaften und eines intensivierten globalen Standortwettbewerbs zu gelangen.

Zweitens, wird auch bei oberflächlicher Betrachtung dieses Standortwettbewerbs klar, dass die Entstehung globaler Wertschöpfungsketten eine sektorale Spezialisierung nationaler Ökonomien begünstigt. Dies bedeutet vor allem, dass die Vor- und Nachteile einzelner Standorte nicht – wie in den klassischen Modellen des internationalen Handels – rein auf Basis unterschiedlicher Produktionskosten erklärt werden können. Vielmehr führt globale Arbeitsteilung zu einem Wettbewerb auf unterschiedlichen Ebenen, in denen abseits der Produktionskosten auch andere Variablen – wie etwa Arbeitsbedingungen, Steuerpolitik oder technologische Fähigkeiten – von wesentlicher Bedeutung sind und entsprechend Pfadabhängigkeiten verursachen können.

Vor diesem Hintergrund wird das Projekt aus zwei Forschungsschwerpunkten bestehen:

  1. Im ersten Teil wird analysiert, wie sich zunehmende (Handels-)Offenheit auf eine Volkswirtschaft auswirkt.
  2. Der zweite Teil widmet sich in der Folge der Frage, welche Faktoren für den Exporterfolg ausschlaggebend sind und versucht auf dieser Grundlage zu bestimmen, welche Form der sektoralen Spezialisierung besonders dazu beitragen kann, die internationale Wettbewerbsfähigkeit einer Volkswirtschaft zu erhalten bzw. auszubauen.

Diese Fragen werden vor allem für europäische Länder analysiert, allerdings werden auch globale Zusammenhänge berücksichtigt.

Projektbezogene Publikationen (vorläufig):

Kapeller, J., Schütz, B. & Tamesberger, D., 2016. From free to civilized trade: a European perspectiveReview of Social Economy, 74(3), pp.320–328.

Kapeller, J., 2016. Internationaler Freihandel: Theoretische Ausgangspunkte und empirische FolgenWirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Zeitschrift, 39(1), pp.99–122.

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