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Finanzkrise und internationale Ungleichgewichte: Ein agentenbasiertes stock-flow konsistentes Modell

Ziel dieses Projektes ist ein besseres Verständnis der a) Dynamiken im Finanzsektor die zum Ausbruch der Finanzkrise geführt haben sowie b) der Wirkung dieser Krise auf die Eurozone. Für diesen Zweck verwenden wir die Methode der Agentenbasierten Stock-Flow Konsistenten Modellierung (AB-SFC) (Caiani et al., 2016). Dabei bauen wir auf den Arbeiten von Kapeller und Schütz (2014) sowie Kapeller et al. (2018) auf um ein AB-SFC zu konstruieren, welches in der Lage ist, grundlegende mit der Krise in Zusammenhang stehende Entwicklungen abzubilden. Dabei beginnen wir mit der Konstruktion eines AB-SFC für ein einzelnes Land. Bei diesem Modell legen wir besonderen Fokus auf die Modellierung des Finanzsektors. Eine wichtige Rolle dabei spielt das Konzept Finanzieller Instabilität von Hyman Minsky (1986). Sobald wir in der Lage sind, Krisendynamiken auf nationaler Ebene abzubilden, werden wir uns der internationalen Ebene widmen. Hierbei erweitern wir das existierende Modell zu einem Modell mit drei Ländern, wobei das erste die sogenannten Zentrumsländer der Eurozone, das zweite die Peripherieländer und das dritte den Rest der Welt abbilden soll. Ein solches Modell erlaubt die Analyse von internationalen Dynamiken im Finanzsektor innerhalb einer Währungsunion, wobei unser Augenmerk vor allem auf den internationalen Kapitalflüssen im Bankensektor und den daraus folgenden Bilanzentwicklungen liegt. Letztendliches Ziel ist die Simulation von wirtschaftspolitischen Maßnahmen.

Projektdetails

Das Projekt wird vom Jubiläumsfonds der österreichischen Nationalbank gefördert.

Projektleitung

Bernhard Schütz

Projektmitarbeit

Anna Hornykewycz

Projektstart

2020