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Neue Forschung von Tobias Wiß zu sozialpolitischen Einstellungen

Vortrag am Deutschen Zentrum für Altersfragen (DZA) in Berlin

Auf dem Nutzerworkshop Deutscher Alterssurvey (DEAS) am Deutschen Zentrum für Altersfragen (DZA) in Berlin (7. und 8. November 2019) hat Tobias Wiß neue Forschungsergebnisse in Zusammenarbeit mit Valeria Bordone von der Universität Wien vorgestellt. Ihre Forschung beschäftigt sich mit individuellen Einstellungen zu Umverteilung und sozialen Investitionen und welche Rolle Großelternschaft hierbei spielt. Entgegen Diskussionen um mögliche Generationenkonflikte und der Herrschaft der Alten, gibt es nicht DIE Gruppe von älteren Menschen. Unterschiedliche Lebensverläufe und Sozialisation sind wichtige Faktoren für individuelle Eigenschaften, wobei Großelternschaft ein bedeutendes Ereignis für ältere Menschen ist. Mit Hilfe der DEAS Daten und fixed-effects Modellen konnten sie einen Kausalzusammenhang zwischen Großelternschaft und z.B. einer stärkeren Präferenz für höhere Pensionen, selbst wenn dies eine Erhöhung der Beiträge oder Steuern bedeutet, gegenüber Menschen ohne Enkelkindern aufzeigen. Querschnittergebnisse deuten dagegen auf einen umgekehrten Zusammenhang für andere Regierungsausgaben hin, d.h. Menschen mit Enkelkindern sind eher gegen höhere Bildungsausgaben als Menschen ohne Enkelkinder. Somit erscheint die Diskussion, inwieweit Menschen mit Enkelkind stärker am Eigeninteresse orientiert sind oder auch andere Familienmitglieder bei der Formulierung ihrer sozialpolitischen Einstellungen berücksichtigen, in neuem Licht.

Programm der Tagung zum Download!

NEWS 12.11.2019