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Mission/Vision am INCA.

"Wer Visionen hat, soll zum Arzt gehen." lautet ein häufig zitierter Ausspruch des ehemaligen deutschen Bundeskanzlers Helmut Schmidt (1918-2015), und doch kommt man als Wissenschaftler gerade heutzutage nicht umhin, das eigene Tun in einen größeren und zukunftsgewandten Zusammenhang einzuordnen. Die Katalyseforschung beschäftigt sich sowohl mit ganz gegenwärtigen Themen, spielt aber auch als eine der Schlüsseltechnologien auf vielen innovativen und aktuellen Forschungsfeldern und bei der Entwicklung von heute noch als „futuristisch“ angesehenen Technologien eine herausragende Rolle. Es lassen sich unzählige Beispiele finden, von der Speicherung regenerativ erzeugter Energie in Form chemischer Verbindungen, der Umwandlung von Kohlendioxid in nützliche Synthesebausteine (und der Verhinderung des Austritts als Klimagas), dem allgemeinen energie- und ressourceneffizienten Aufbau chemischer Substanzen bis hin zur Darstellung von pharmazeutischen Wirkstoffen auf biokatalytischem Wege. Der Wissenschaftszweig der Katalyse umfasst heute homogene, heterogene und biokatalytische Fragestellungen und Anwendungen vom Labor bis zur Großindustrie (z. B. der Erdölchemie), dementsprechend vielfältig sind die Methoden zur Analyse und Lösungsentwicklung und eine Spezialisierung ist häufig unausweichlich.   

Wir wollen mit unseren Forschungsarbeiten Beiträge zur Entwicklung und Anwendung neuer Katalysatoren und dem Verständnis insbesondere homogen-katalytischer Reaktionen leisten und konzentrieren uns dabei gegenwärtig auf den Einsatz von Übergangsmetallen aus der ersten Reihe des Periodensystems. Neben grundlagenorientierten Arbeiten interessieren uns auch Fragestellungen zur Katalyse aus der industriellen Anwendung, bei denen häufig auch ein grundlegendes Verständnis von neuen katalytischen Vorgängen gefragt ist und sich auf die Entwicklung eines passenden Katalysators niederschlägt.