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ProsPol.

ProsPol – Comparing European Prostitution Policies: Understanding
Scales and Cultures of Governance
(2013 – 2017), COST Action IS1209

Das Ziel von ProsPol, COST Action IS1209, ist es, das Wissen über Prostitutionspolitiken auf europäischer, nationaler und lokaler Ebene auszutauschen, zu erweitern und zu vergleichen. Aufgrund des Drucks durch Globalisierung, Migration, Menschenhandel und Kommerzialisierung von Sexualität hat die Prostitution in den letzten drei Jahrzehnten eine beispiellose Aufmerksamkeit erfahren. Dies hat zu einer verstärkten Nachfrage nach wirksamen Modellen der Regulierung, der Rechtsangleichung und des Austauschs von Praktiken zwischen den Rechtsordnungen geführt. Dennoch ist in diesem Bereich vieles umstritten, da die einzelnen Länder aufgrund ihres jeweiligen politischen, sozialen und rechtlichen Hintergrundes unterschiedliche Ansätze verfolgen. ProsPol bietet eine innovative Plattform des Austauschs, um das Verständnis dafür zu verbessern, wie Konzepte, Strategien und Praktiken über nationale Kulturen und lokale Kontexte hinweg übertragen werden und welche Auswirkungen dies auf den Wissensaustausch und die Koordination in diesem Bereich hat. Die Aktion bietet Einblicke in die empirischen Auswirkungen und Zusammenhänge verschiedener Regulierungssysteme und -techniken und soll die künftige Prostitutionsforschung und -politik, einschließlich vergleichender Arbeiten zwischen verschiedenen prostitutionspolitischen Systemen und deren Auswirkungen, vorantreiben.

Österreichische Forschungsbeteiligte:
Univ.Prof.in Dr.in Birgit Sauer, Dr.in Helga Amesberger, Ass.-Prof.in Mag.a Dr.in Elisabeth Greif, Dr.in Luzenir Caiexta

 

Im Rahmen von ProsPol ist ua erschienen:

Jahnsen/Wagenaar (ed) Assessing Prostitution Policies in Europe (2018)

Der innovative Band stellt anhand von 21 europäischen Ländern systematisch dar, wie nationale und lokale Regierungsformen den kommerziellen Markt für Sex sowie das Leben von Sexarbeiterinnen und Sexarbeitern und Dritten beeinflussen. Jedes Kapitel ist einem anderen Land gewidmet und behandelt die Geschichte der Prostitutionspolitik, nationale Gesetze, die die Prostitution regeln, die Formulierung und Umsetzung der Politik, den nationalen Diskurs über Prostitution, die Kluft zwischen nationaler und lokaler Regulierung, die Auswirkungen der Politik auf das Leben und die Rechte von Sexarbeiterinnen und Sexarbeitern und Interessenvertretungsorganisationen. Darüber hinaus untersuchen die Autor_innen, wie sich neben den jeweiligen prostitutionsspezifischen Regelungen auch Einwanderungs-, Arbeits-, Steuer- und Sozialrecht auf den Sexhandel auswirken.

Jahnsen/Wagenaar (ed) Assessing Prostitution Policies in Europe (2018)