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Mitarbeiterbeteiligungsmodelle in Österreich

Die Sicherung des Wirtschaftsstandortes Österreich durch kontinuierliche Weiterentwicklung ist
von integraler (volks-)wirtschaftlicher, gesellschaftlicher, politischer und individueller Bedeutung.

Dabei sind unterschiedliche Faktoren welche auf unterschiedlichen Ebenen (Makro-, Meso-, und
Mikroebene) wirken zu berücksichtigen: Auf der Makroebene kann u.a. auf die Prognose der
Österreichischen Nationalbank verwiesen werden, demnach ab 2018 das real verfügbare
Haushaltseinkommen zu einem immer größer werdenden Anteil von Sozialleistungen besteht. Auf
der Mesoebene ist der Wirtschaftsstandort Österreich geprägt von KMUs - 2014 waren dies 99,7%
der Unternehmen. Diese sind oft Gründer bzw. familiengeführt und weisen hohes
Wachstumspotential auf, stehen aber oft vor der Herausforderung geeignetes Fach-und
Führungspersonal in auch abgelegenen Regionen anzuwerben und langfristig im Unternehmen zu
halten.

Des weiteren wird der Faktor Arbeit in Österreich hoch besteuert. Auf der Mikroebene sind
für Mitarbeiter vor allem die Dimensionen Mitbestimmung, Arbeitsplatzsicherheit und monetärer
Vorteil von Interesse. Eine Mitarbeiterbeteiligung kann die Zielsetzungen der verschiedenen
(internen) Stakeholder mit dem gemeinsamen Ziel der nachhaltigen und somit auch wirtschaftlichen
Unternehmensfortführung harmonisieren. Dies stellt einen Vorteil bezüglich Einkommen,
Mitgestaltungsmöglichkeiten und nicht zuletzt Arbeitsplatzsicherung bzw. Standortausbau dar.
Investitionen bewirken dabei nicht nur die Schaffung neuer Arbeitsplätze, sondern auch eine
wirtschaftliche Stärkung der Region insgesamt auch für andere Unternehmen und sind somit auch
aus volkswirtschaftlicher Sicht (nicht zuletzt durch das (erhöhte) generierte Steueraufkommen) für
den Staat von Interesse.

Die Zielsetzung der Dissertation ist daher die Entwicklung von Handlungsempfehlungen für ein
Modell einer inklusiven, langfristigen Mitarbeitereigenkapitalbeteiligung mit dem Fokus auf
vermehrten Mitbestimmungsrechten sowie Verhaltensänderungen der Mitarbeiter hin zu
Miteigentümern.