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Institut für Neuere Geschichte und Zeitgeschichte
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LVA-Beschreibungen Sommersemester 2022

Bachelorstudien

Bachelorstudium Lehramt Geschichte und politische Bildung

VU Überblick aus Österreichischer Geschichte
Vom Ende des Mittelalters bis zur Gegenwart (235.005)

LVA-Leitung: Marcus Gräser, Klemens Kaps

Die Vorlesung gibt einen Überblick über die österreichische Geschichte vom späten Mittelalter bis in die Gegenwart: Sie spannt dabei einen Bogen von der Etablierung der Habsburger-Herrschaft bis zur Zweiten Republik. Dabei werden Zäsuren und Epochen der politischen Geschichte ebenso besprochen wie sozial- und wirtschaftsgeschichtliche Fragen. Die Vorlesung führt auch in zentrale Kontroversen der Forschung ein.
 

Einführende Literatur:

  • Ernst Bruckmüller, Österreichische Geschichte. Von der Urgeschichte bis zur Gegenwart, Wien 2019
  • Ernst Hanisch, Im Schatten des Staates. Österreichische Gesellschaftsgeschichte im 20. Jahrhundert, Wien 1994
  • Thomas Winkelbauer (Hg.), Geschichte Österreichs, Stuttgart 2020 (4., aktualisierte und erweiterte Auflage).

VO Überblicksvorlesung Grundlagen der Zeitgeschichte (235.022)

LVA-Leitung: Thomas Spielbüchler

Inhalte
Die Vorlesung vermittelt einen Überblick über Inhalte und Methoden der Zeitgeschichte innerhalb des geschichtswissenschaftlichen Spektrums. Nach einer einführenden Diskussion über mögliche Definitionszugänge zum Begriff der „Zeitgeschichte“ werden zentrale Fragestellungen, Methoden und Inhalte der Zeitgeschichtsforschung präsentiert. Chronologisch setzt die Vorlesung in der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg ein, um sich in Längs- und Querschnitten zentralen Themenfeldern wie den politischen Leitideologien der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts (Faschismus, Nationalsozialismus, Sowjetkommunismus), dem Ost/West-Konflikt nach 1945 (Blockbildung, Kalter Krieg, Wende 1989-91), dem Prozess der Europäischen Integration, der Dekolonialisierung sowie Migrationsbewegungen des 20. und 21. Jahrhunderts zu widmen. Eingebettet in einen globalen bzw. europäischen Rahmen wird ein eigener Fokus auf die Grundzüge der österreichischen Zeitgeschichte gelegt.

Methoden
Vortrag, Einsatz audiovisueller Quellen, Diskussion von Grundlagentexten und Quellen

Leistungsanforderungen
Schriftliche Klausur

Literatur

  • Gabriele Metzler, Einführung in das Studium der Zeitgeschichte, Wien-Paderborn 2004.
  • Eric J. Hobsbawm, Age of Extremes. The Short Twentieth Century 1914–1991, London 1994, dt.: Das Zeitalter der Extreme. Weltgeschichte des 20. Jahrhunderts, München 1995.
  • Tony Judt, Geschichte Europas. Von 1945 bis zur Gegenwart, München 2006.
  • Rolf Steininger, Der Kalte Krieg, Frankfurt/Main 2003.

Weitere Literaturempfehlungen werden in der Lehrveranstaltung gegeben.

KO: Neue Medien und Arbeitstechniken (235.013)

LVA-Leitung: Thomas Spielbüchler

Neue Medien und die dazugehörenden Arbeitstechniken werden thematisiert und in praktischen Übungen soweit als möglich ausprobiert. Der thematische Bogen spannt sich dabei von elektronischer Datensuche (z. B. Internet-Archive) über digitale und/oder audiovisuelle Medien bis zur medialen Unterstützung von Präsentationen oder Oral History. Die Chancen dieser Innovationen werden dabei ebenso thematisiert wie deren Risiken in der Forschung bzw. Vermittlung.

Methoden
Kennenlernen und praktische Anwendung der einzelnen Teilaspekte durch Vortrag und Übungen.

Leistungsanforderungen
Prüfungsimmanente LVA, Anwesenheitspflicht, Übungen

Literatur
Wird in der LVA bekannt gegeben

KO: Neue Medien und Arbeitstechniken
Einführung in Digital History (235.018)

LVA-Leitung: Falko Schnicke

Die Digitalisierung verändert nicht nur unser alltägliches Leben immer mehr, sondern auch die geschichtswissenschaftliche Forschung. Digital History (DH), also computergestütztes historisches Arbeiten und die Reflexion darüber, ist ein schnell wachsendes internationales Forschungsfeld. Das Seminar bietet eine Einführung. Geklärt werden soll, was DH genau ist. Was bringt Big Data für die Geschichtswissenschaft und wie verändern sich historische Argumente damit? Außerdem geht es um die Werkzeuge und Möglichkeiten, die DH bietet, aber auch die Kritik daran. Als Teil der Seminararbeit werden wir einige DH-Instrumente und Verfahren selbst ausprobieren und die Ergebnisse im Seminar diskutieren.

Methoden
Text- und Quellendiskussionen, Einzel- und Gruppenarbeiten

Leistungsanforderungen
Referat und schriftliche Ausarbeitung

Literatur

  • Daniel Cohen u.a. „The Promise of Digital History“. The Journal of American History 95.2 (2008): 452-491.
  • Wolfgang Schmale (Hg.). Digital Humanities. Praktiken der Digitalisierung, der Dissemination und der Selbstreflexivität. Stuttgart 2015

KO Klassische Arbeitstechniken (235.019)

LVA-Leitung: Magdalena Egger

Die LVA „Klassische Arbeitstechniken“ ist eine anwendungsorientierte Einführung in den kritischen Umgang mit schriftlichen, bildlichen und gegenständlichen Quellen in der Geschichtswissenschaft. Im Konversatorium werden die verschiedenen Quellenarten und die Möglichkeiten zur kritischen Betrachtung bzw. zur Interpretation dieser gelehrt – an praktischen Beispielen und durch kleine Exkursionen in Archive, Museen oder Bibliotheken wird theoretisch Vermitteltes in der Praxis geübt. Schließlich geht es auch um wissenschaftliche Arbeitstechniken wie Bibliographieren.

Methoden
Kennenlernen und praktische Anwendung der einzelnen Teilaspekte durch Vortrag und Übungen und Lehrausgänge in Linz

Leistungsanforderungen
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung, Anwesenheit, Mitarbeit, Erbringen von vorgegebenen schriftlichen Übungen

Literatur
Wird in der LVA bekannt gegeben

PS Proseminar aus den Räumen und Dimensionen der Geschichte
Stellvertreterkriege (235.020)

LVA-Leitung: Thomas Spielbüchler

Der US-Amerikanische Historiker John Lewis Gaddis veröffentlichte 1986 einen Aufsatz mit dem Titel The Long Peace. Darin analysiert er, wie es den beiden Supermächten während der Jahrzehnte des Kalten Kriegs gelungen ist, eine militärische Konfrontation zu vermeiden, die vermutlich in die gegenseitige Vernichtung geführt hätte. Tatsächlich war der Kalte Krieg aber geprägt durch eine Reihe von Stellvertreterkriegen in der sogenannten Dritten Welt. Die kombinierte Opferzahl geht in die vielen Millionen.

Der inhaltliche Schwerpunkt dieser Lehrveranstaltung liegt auf diesen Konflikten, wobei verschiedene geographische und politische Dimensionen berücksichtigt werden sollten. Was bedeuteten die einzelnen Konflikte lokal, regional und global? Ziel ist es, auf Basis eines vorgegebenen Analyse-Schemas einzelne Stellvertreterkrieg zu untersuchen und deren Rolle im Globalen Kalten Krieg zu ergründen.

Methoden
Einleitende Vorträge des LV-Leitenden in die Thematik, Textdiskussionen, Einzelreferate mit anschließendem Kommentar und Diskussion.

Leistungsanforderungen
Die Note setzt sich auf mehreren Arbeitsaufträgen zusammen, die alle positiv erledigt werden müssen: einer Rezension (15%), einem Referat (15%), der Erstellung eines Konzepts (15%) und der Ausarbeitung einer Proseminararbeit (55%). Regelmäßige Anwesenheit (maximal 2 Absenzen), aktive Mitarbeit (Fragen, Diskussion) und die Bereitschaft, englisch- und deutschsprachige Fachliteratur zu lesen, sind wichtige Voraussetzungen für einen erfolgreichen Abschluss des Proseminars.

Literatur

  • Bernd Greiner/Christian Th. Müller/Walter Dierk (Hg., 2006): Heiße Kriege im Kalten Krieg, Hamburg
  • Paul Thomas Chamberlin (2018): The Cold War’s Killing Fields. Rethinking the Long Peace, New York.
  • Weitere Literatur wird in der LVA bekannt gegeben.

PS Proseminar aus den Räumen und Dimensionen der Geschichte
Geschichte des europäischen Bürgertums (235.024)

LVA-Leitung: Falko Schnicke

Das 19. Jahrhundert wird gewöhnlich als bürgerliches Jahrhundert beschrieben. Und tatsächlich formierten sich bürgerliche Schichten wie nie zuvor politisch, was in den Revolutionen der Zeit zum Ausdruck kommt, und sie bestimmen die Kultur und Werte der Epoche, was nicht zuletzt dem sogenannten bürgerlichen Geschlechtermodell seinen Namen gegeben hat. Dabei ist es gar nicht leicht zu definieren, was das Bürgerliche eigentlich ist, wie die internationale Bürgertums-Forschung zeigt. Das Seminar legt eine breite Perspektive an, um sich dem europäischen Bürgertum zu nähern.

Methoden
Text- und Quellendiskussionen, Einzel- und Gruppenarbeiten

Leistungsanforderungen
Referat und Seminararbeit

Literatur

  • Jürgen Kocka (Hg.). Bürgertum im 19. Jahrhundert. Deutschland im europäischen Vergleich. Eine Auswahl. Göttingen 1995.
  • Gunilla Budde. Blütezeit des Bürgertums. Bürgerlichkeit im 19. Jahrhundert. Darmstadt 2009.
  • Michael Schäfer. Geschichte des Bürgertums. Eine Einführung. Köln, Weimar u. Wien 2009.

PS Proseminar aus den Epochen der Geschichte
Männlichkeiten im 19. Jahrhundert (235.025)

LVA-Leitung: Falko Schnicke

In den letzten Jahren ist die Geschichte von Männlichkeiten immer wichtiger geworden. Zu Recht, denn dieses vielschichte Forschungsfeld trägt wesentlich zur Differenzierung historischer Deutungen bei. Das Seminar geht der Beziehung der historischen Teildisziplinen der Frauen-, Geschlechter- und Männergeschichte nach und klärt die Frage, warum es Männlichkeiten nur im Plural gibt. Im Mittelpunkt stehen dabei zentrale Theorien, mit denen Männlichkeiten von der historischen Forschung erfasst werden und Beispiele, wie diese Theorien auf historische Praxen angewendet werden können. Ein wesentliches Ziel des Seminars ist es außerdem, intensiv mit historischen Quellen zu arbeiten.

Methoden
Text- und Quellendiskussionen, Einzel- und Gruppenarbeiten

Leistungsanforderungen
Referat und Seminararbeit

Literatur

  • George L. Mosse. Das Bild des Mannes. Zur Konstruktion der modernen Männlichkeit. Übs. v. Tatjana Kruse. Frankfurt a.M. 1997
  • Jürgen Martschukat u. Olaf Stieglitz (Hg.). Väter, Soldaten, Liebhaber. Männer und Männlichkeiten in der Geschichte Nordamerikas. Ein Reader. Bielefeld 2007.

SE Seminar aus den Epochen der Geschichte
Die Französische Revolution als globales Ereignis (235.011)

LVA-Leitung: Marcus Gräser

Die Französische Revolution – unter Einschluss der Napoleonischen Herrschaft (1789-1815) – ist ein Schlüsselereignis der neueren Geschichte. Im Seminar soll dieses Ereignis exemplarisch daraufhin befragt werden, welche Folgen es für die Welt hatte – und wie die Welt auf diesen Vorgang in Frankreich reagiert hat. Dabei stehen ganz unterschiedliche Zusammenhänge im Vordergrund: Zum einen hatte die Revolution einen expansiven, über die Grenzen Frankreichs hinaustreibenden Anspruch – der in Napoleon Bonaparte seinen Protagonisten fand. Zum anderen lässt sich von einer geistigen Weltwirkung sprechen – nicht zuletzt durch die Allgemeine Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte 1789. Vor allem aber war Frankreich durch seinen Kolonialbesitz eine weltumspannende Macht: In der Kolonie Saint Domingue, dem späteren Haiti, kam es in der Folge zu einer eigenen Revolution, die von der versklavten Bevölkerung getragen wurde. Gefragt werden soll im Seminar aber auch nach den globalen Wurzeln der Französischen Revolution: Nicht zuletzt die Amerikanische Revolution (1776-1783), die mit der Unterstützung Frankreichs erfolgreich verlief, hatte Auswirkungen auf die Finanzkrise des Ancien Régimes, die zur Vorgeschichte der Revolution gehört.

Einführende Literatur:

  • Oliver Gliech, Saint-Domingue und die Französische Revolution: Das Ende der weißen Herrschaft in einer karibischen Plantagenwirtschaft, Köln 2011
  • Jeremy Popkin, A New World Begins: The History of the French Revolution, New York 2019
  • Hans-Ulrich Thamer, Die Französische Revolution, München 2013

SE Seminar aus den Epochen der Geschichte
Widerstand gegen das NS-Regime - geschlechterhistorische Perspektiven (235.015)

LVA-Leitung: Martina Gugglberger

Die Lehrveranstaltung setzt sich mit den Bedingungen, Kontexten und Formen des Widerstands gegen das NS-Regime auseinander. Dabei sollen vor allem das breite Spektrum an Handlungen sowie die handelnden Personen selbst ins Zentrum gerückt werden. Besonderes Augenmerk werden geschlechterhistorischen Fragestellungen im Zusammenhang mit Widerstand gestellt. Welche Rolle spielte Geschlecht/Gender in Widerstandsnetzwerken, in Bezug auf Widerstandsformen und nicht zuletzt im Kontext der Gedenkkultur zu Widerstand nach 1945. Zuallererst gilt es die theoretische Debatte rund um den Begriff „Widerstand“, aber auch die Entwicklungen in der Widerstandsforschung zu überblicken. Anhand von Lebensgeschichten, historischen Quellen, Bild- und Videomaterial, aber auch Spielfilmen werden Studierende sich mit der Geschichte des Widerstandes eigenständig auseinandersetzen.

SE Seminar aus den Epochen der Geschichte
Die fünf Sinne in der Geschichte (235.027)

LVA-Leitung: Regina Thumser-Wöhs

Das Seminar setzte sich mit dem Sehen, Hören, Riechen, Schmecken und Tasten in der Geschichte auseinander. Wie hat man Gefahren wahrgenommen, welche Bedeutung hatten Klänge (Glocken, Kriegsgeschrei, Musik), was haben Menschen an Gerüchen (Duft, Gestank, Rauch) aus der Luft abgeleitet, wie haben sich Krieg und Frieden für die Menschen ‚angefühlt‘, wie haben sie diese Zustände ‚geschmeckt‘ (Steckrüben/Krautsuppe, Ersatzkaffee)? Welche Bedeutung hatte das Sehen/das (Er)tasten? Wir machen uns auf eine „sinnliche“ Spurensuche vom 18. Jahrhundert bis in die Gegenwart.

Methoden
Vortrag, Diskussion, Einzel- und Gruppenarbeiten

Leistungsanforderungen
Prüfungsimmanent; schriftliche/mündliche Arbeitsaufträge in Einzel-, Partner- und Gruppenarbeit, Beteiligung an der Diskussion; Referat und Seminararbeit.

Literatur (Auswahl)

  • Wolfram Aichinger/Franz X. Eder/Claudia Leitner (Hg.), Sinne und Erfahrung in der Geschichte, Innsbruck u.a. 2003.
  • Alain Corbin, Pesthauch und Blütenduft. Eine Geschichte des Geruchs, Berlin 1984.
  • Alain Corbin, Die Sprache der Glocken. Ländliche Gefühlskultur und symbolische Ordnung im Frankreich des 19. Jahrhunderts, Frankfurt am Main 1995.
  • Paul Freedman (Hg.), Food. The History of Taste, London 2007.
  • Karin Harasser (Hg.), Auf Tuchfühlung. Eine Wissensgeschichte des Tastsinns, Frankfurt am Main 2017.
  • Anna Langenbruch (Hg.), Klang als Geschichtsmedium. Perspektiven für eine auditive Geschichtsschreibung, Bielefeld 2018.
  • Gerhard Paul/Ralph Schock (Hg.), Sound des Jahrhunderts. Geräusche, Töne, Stimmen – 1889 bis heute, 2. Aufl., Bonn 2017.
  • Peter Payer, Der Gestank von Wien. Über Kanalgase, Totendünste und andere üble Geruchskulissen, Wien 1997.

EX Exkursion
Handel, Auswanderung und Bürgersinn: Hamburg in der Moderne (235.001)

LVA-Leitung: Falko Schnicke

Hamburg, das sogenannte „Tor zur Welt“, steht für eine bürgerliche Großstadt, die von einer ökonomischen Elite dominiert wurde und wird, die im globalen Kaffee- und Gewürzhandel reich geworden ist. Hamburg war und ist auch Transitzone für viele Menschen, die in Deutschland ankamen oder sich auf globale Migration begaben. Manche traten ihre Reise freiwillig und hoffnungsvoll an, andere waren aus wirtschaftlichen Gründen dazu gezwungen oder wurden zu Tausenden im Rahmen des Holocaust gewaltsam deportiert. Auf der Exkursion werden wir diesen Aspekten und ihren historischen Entwicklungen kritisch nachspüren. Neben der Erfolgsgeschichte von Stadt und Hafen sowie den Monumenten bürgerlicher Selbstinszenierung stehen auch die Schattenseiten und rassistischen Verbrechen der Moderne auf dem Programm: Profite aus Sklavenhandel und Kolonialismus, Folgen der Industrialisierung und die Arisierung jüdischer Unternehmen im Nationalsozialismus. Das Ziel der Exkursion ist es, ein differenziertes Hamburg-Bild zwischen dem 19. und 20. Jahrhundert zu entwickeln und Mythen um die Stadt und ihre Bewohner_innen kritisch zu reflektieren.

ACHTUNG: Nach dem Vorbereitungstermin findet die Exkursion an drei Tagen im Juni statt. Die Teilnahme an allen Terminen ist obligatorisch. Die Zeitplanung ist so gestaltet, dass An- und Abreise am 27. bzw. 29.06. mit dem Nachtzug möglich sind, um den Aufenthalt auf zwei Übernachtungen zu begrenzen. Anreise und Unterkunft sind selbst zu organisieren. Eine anteilige Kostenübernahme durch die JKU ist möglich. Für jede/n Teilnehmer_in fallen Eintrittsgelder an.

Methoden
Vortrag, Diskussion, Einzel- und Gruppenarbeiten

Leistungsanforderungen
Aktive Teilnahme, Präsentation während der Exkursion, schriftliche Ausarbeitung

Literatur
Die Seminarlektüre wird in der Sitzung bekannt gegeben.

Bachelorstudium Kulturwissenschaften

SE Gesellschaftsgeschichte:
Nationalsozialismus, Gesellschaft und Holocaust (236.037)

LVA-Leitung: Lukas Nievoll

Diese Lehrveranstaltung bietet einen historisch-interdisziplinär geprägten Einblick in die untrennbar miteinander verbundenen Themenbereiche Nationalsozialismus, Gesellschaft und Holocaust. Im Vordergrund steht die Frage, wie Jüdinnen und Juden zur Zeit des Nationalsozialismus ab 1933 schrittweise aus der deutschen Gesellschaft und sukzessive auch den Gesellschaften Europas ausgegrenzt und anschließend immer radikaler verfolgt, ausgebeutet und ermordet wurden. Die Perspektive wird sich dabei im Sinne einer "Integrierten Geschichte" (Saul Friedländer) auf verschiedene Ebenen richten. Anhand unterschiedlicher Quellen und Literatur sollen auch grundlegende Fragestellungen zur NS- und Holocaustforschung diskutiert und aufgezeigt werden.

Methoden:
Inputvorträge, Diskussionen, Kritik von Grundlagentexten und Quellen

Leistungsanforderungen:
Aktive Beteiligung an Diskussionen, schriftliche Arbeitsaufträge in Einzelarbeit, Gruppenvortrag und Seminararbeit

Literatur:

  • Dieter Pohl, Holocaust: die Ursachen, das Geschehen, die Folgen, 2. Aufl. (Freiburg Basel Wien: 2001)
  • Dietmar Süß, Winfried Süß, Das „Dritte Reich“: eine Einführung, 2. Aufl. (München: 2009)

Masterstudien

Masterstudium Lehramt Geschichte und politische Bildung:

SE: Fachwissenschaftliches Seminar aus den historischen Fächern
Hat Österreich eine koloniale Vergangenheit? (235.012)

LVA-Leitung: Marcus Gräser

Österreich hatte keine Kolonien – so lautet ein Stehsatz zur österreichischen Geschichte. Zur Diskussion steht nicht nur, ob dies tatsächlich so war: Mit einigem Recht ist in der Forschung behauptet worden, dass Bosnien und Galizien im Rahmen der Habsburgermonarchie durchaus im Status von Kolonien standen – und dass der Blick von Wien auf diese Regionen ‚kolonial‘ gefärbt war. Zur Diskussion steht aber vor allem, auf welche Weise die Habsburgermonarchie (und der Nachfolgestaat Österreich im 20. Jahrhundert) auch ohne Kolonialbesitz in Übersee in das Geflecht des Kolonialismus eingebunden waren und daraus Nutzen zogen: Welche Unternehmen waren in den Handel mit Kolonien eingebunden, welche kolonialen Artefakte landeten in österreichischen Museen? Welche Österreicher:innen bereisten und erforschten die von Europa aus kolonialisierte Welt – was für ein Weltbild entstand auch dadurch in Österreich? Gab es people of color in der Monarchie und der Ersten Republik und wie gestalteten sie ihr Leben? Und was bedeutet ein koloniales Erbe eigentlich für die österreichische Gegenwart?

Einführende Literatur:

  • Eric Burton, Postkolonialismus, in: Marcus Gräser u. Dirk Rupnow (Hg.), Österreichische Zeitgeschichte - Zeitgeschichte in Österreich. Eine Standortbestimmung in Zeiten des Umbruchs, Wien 2021, S. 321-347
  • Johannes Feichtinger (Hg.), Habsburg postcolonial. Machtstrukturen und kollektives Gedächtnis, Wien 2003
  • Walter Sauer (Hg.), K.u.K. kolonial: Habsburgermonarchie und europäische Herrschaft in Afrika, Wien 2002
  • Pia Schölnberger (Hg.), Das Museum im kolonialen Kontext. Annäherungen aus Österreich, Wien 2021

SE: Fachwissenschaftliches Seminar aus den historischen Fächern
Kabarett als Spiegel der Kultur- und Politikgeschichte des 20./21. Jahrhunderts (235.016)

LVA-Leitung: Regina Thumser-Wöhs

Um die Jahrhundertwende breitete sich das Unterhaltungsgenre des Kabaretts von Paris aus auf andere europäische Großstädte aus; es erreichte in den späten 1920er- und frühen 1930er-Jahren eine Hochblüte. Ab 1933 bzw. 1938 wurden viele Kleinkünstler*innen jüdischer Herkunft von den Nationalsozialisten verfolgt und ermordet. Jene, denen es gelang ins Ausland zu emigrieren, trugen die Tradition des deutschsprachigen Kabaretts in den Zufluchtsländern weiter. Speziell wird zu untersuchen sein, wie sich die Kleinkunst nach 1945 entwickelte, etwa die unterschiedlichen Ausprägungen des Kabaretts in der BRD und der ehemaligen DDR, „Frauenkabarett“ etc. In den letzten Jahren schlug das Kabarett neue Wege ein und eröffnete damit die Frage, wie weit Kabarett noch als politisch/gesellschaftskritisch gelten kann (Comedy-Shows) oder auch von anderen Formen abgelöst wurde.

Methoden
Vortrag, Diskussion, Einzel- und Gruppenarbeiten

Leistungsanforderungen
Prüfungsimmanent; schriftliche/mündliche Arbeitsaufträge in Einzel-, Partner- und Gruppenarbeit, Beteiligung an der Diskussion; Referat und Seminararbeit.

Literatur (Auswahl)

  • Jürgen Doll, Theater im Roten Wien. Vom sozialdemokratischen Agitprop zum dialektischen Theater Jura Soyfers, Wien/Köln/Weimar 1997.
  • Joanne McNally/Peter Sprengel (Hg.), Hundert Jahre Kabarett. Zur Inszenierung gesellschaftlicher Identität zwischen Protest und Propaganda, Würzburg 2003.
  • Oswald Panagl (Hg.), Stachel wider den Zeitgeist. Politisches Kabarett, Flüsterwitz und subversive Textsorten, Wien/Köln/Weimar 2004.
  • Marcus G. Patka/Alfred Stalzer (Hg.), Alles meschugge? Jüdischer Witz und Humor, Wien 2013.
  • Carolin Stahrenberg, Hot Spots von Café bis Kabarett. Musikalische Handlungsräume im Berlin Mischa Spolianskys 1918–1933, Münster u.a. 2012.
  • Klaus Völker, Kabarett der Komiker. Berlin 1924–1950, München 2010.

VU: Fachwissenschaftliche Lehrveranstaltung(en) aus den historischen Fächern
Themen und Probleme der österreichischen Zeitgeschichte (235.023)

LVA-Leitung: Marcus Gräser; RingVO (gemeinsam mit den Universitäten Innsbruck und Wien) - online

Die Vorlesung will anhand des jüngst erschienenen Sammelwerks „Österreichische Zeitgeschichte - Zeitgeschichte in Österreich. Eine Standortbestimmung in Zeiten des Umbruchs“ einen Einblick geben in den aktuellen Stand der Zeitgeschichtsforschung in Österreich. Ausgewählte Autor:innen des Bandes werden zu ihren Themenfeldern vortragen und zur Diskussion einladen. Die Ringvorlesung findet zeitgleich in Linz, Innsbruck und Wien statt und kann online besucht werden.

Grundlegende Literatur:
Marcus Gräser u. Dirk Rupnow (Hg.), Österreichische Zeitgeschichte - Zeitgeschichte in Österreich. Eine Standortbestimmung in Zeiten des Umbruchs, Wien 2021

SE: Masterseminar (235.006)

LVA-Leitung: Marcus Gräser

Das Masterarbeitsseminar bietet ein Forum zur Vorstellung und Diskussion der Studienabschlussarbeiten. Darüber hinaus bietet es – orientiert an den Themen der Kandidatinnen und Kandidaten – die Gelegenheit zur gemeinsamen Quelleninterpretation und zur Debatte ausgewählter Ergebnisse der historischen Forschung.

Masterstudium Politische Bildung

UE Schreibwerkstatt (236.936)

LVA-Leitung: Thomas Spielbüchler

Anmeldevoraussetzung:
Keine; aber Empfehlung, die LV am Anfang des Studiums zu absolvieren;

Ziele:
Vermittlung bzw. Wiederholung der Grundkenntnisse zum Schreiben von wissenschaftlichen Arbeiten als Leitfaden für SE-Arbeiten bzw. die MA-Arbeit;

Inhalte:
In der LV wird der komplette Bogen rund um die Erstellung von wissenschaftlichen Arbeiten thematisiert: die Themenfindung, Recherche, Erstellung eines Konzepts, Arbeiten mit Texten, Schreiben der Arbeit und Präsentation der Ergebnisse.

Beurteilungskriterien:
Positive Absolvierung der Übungen; die LV-Note ergibt sich aus den einzelnen Übungsnoten und der aktiven Mitarbeit.

Lehrmethoden:
Vortrag und Diskussion der Übungen;

Abhaltungssprache:
Deutsch

Literatur:
Skript (wird zur Verfügung gestellt)

KS Gesellschaftstheorien:
Weltgesellschaft (236.902)

LVA-Leitung: Veronika Wittmann

Beschreibung:
In der Lehrveranstaltung wird die Thematik der Weltgesellschaft anhand verschiedener theoretischer Ansätze erarbeitet.

Ziele:
Ziel der Lehrveranstaltung ist Weltgesellschaft als Kontext, als Gegenstand und auch als Herausforderung der Sozialwissenschaften zu begreifen.

Inhalte:
Der Schwerpunkt liegt auf der Rekonstruktion soziologischer und politikwissenschaftlicher Theorien zu Weltgesellschaft. Es erfolgt eine Vertiefung dessen, wie in verschiedenen Ansätzen Weltgesellschaft konzeptualisiert wird.

Umsetzung:
Partizipation in Diskussionsforen;
Klausur;
Verfassen von Reflexionsarbeiten.


Literaturhinweis:

  • Wittmann, Veronika 2011: Weltgesellschaft. In: Kleines Lexikon der Politik. hrsg. von Dieter Nohlen/Florian Grotz. 5. Auflage. München: Verlag C.H. Beck, S. 685-687.
  • Wittmann, Veronika 2014: Weltgesellschaft. Rekonstruktion eines wissenschaftlichen Diskurses. Baden-Baden: Nomos Verlag.

KS Geschichte Europas:
Geschichte der DDR, 1949-1990 (236.907)

LVA-Leitung: Falko Schnicke

Die SED beherrschte die DDR bis zum Schluss, geschützt vom Ministerium für Staatssicherheit (Stasi). Es ist bezeichnend, dass sich Letzteres nicht als Staatsschutz verstand, sondern als „Schild und Schwert der Partei“. Im Seminar werden wir der Frage nachgehen, wie Herrschaft im angeblichen Arbeiter- und Bauernstaat aussah und weitere zentrale Aspekte der DDR-Geschichte beleuchten. Ziel ist es, wichtige Forschungspositionen kennenzulernen, und intensiv mit Quellen aus der Zeit der DDR zu arbeiten.

Methoden
Text- und Quellendiskussionen, Einzel- und Gruppenarbeiten

Leistungsanforderunge
Textpatenschaft, Referat und Quellenarbeiten

Literatur

  • Klaus Schroeder. Die DDR. Geschichte und Strukturen. 2. Aufl. Stuttgart 2019.
  • Hermann Weber. Die DDR 1945-1990. 4. Aufl. Oldenbourg 2006.

IK Praxisfelder der Zeitgeschichte:
South Africa under Apartheid, 1948-1994 (236.940)

LVA-Leitung: Wessel Visser

This course entails the historical evolution and development of the ideology of apartheid in South Africa in the early twentieth century. It begins with Afrikaner intellectuals and politicians’ thoughts on segregation in the 1930s, the development of a theological, and later a secular doctrine of apartheid. The second section discusses the official implementation and institutionalization of apartheid since 1948. Sub-themes such as political and communal apartheid, apartheid education, the position of black labour and trade unions under apartheid, as well as the Bantustan policy are being discussed. Section three analyzes apartheid under Dr Hendrik Verwoerd and section four, apartheid under the Vorster administration. Section five discusses increasing black opposition to apartheid, 1950-1970, e.g. the role of the ANC, PAC and the SACP.

In section six the Soweto Uprising and its consequences are being discussed. Section seven investigates the fissures and fractures on the apartheid policy in the Afrikaner establishment and institutions, e.g. the role of the Afrikaans press, intelligentsia and businessmen, as well as the Afrikaner the churches and youth. Section eight analyzes PW Botha’s government and policies towards apartheid, while section nine investigates the growth of black resistance to apartheid in the 1980s. The last part, section ten, discusses the negotiation process towards a democratic, post-apartheid South Africa, e.g. FW de Klerk’s 2 February 1990 parliamentary speech, the preparations for negotiations, the so-called CODESA talks and the founding election process for a democratic South Africa.

VU Global Studies: Interdisziplinär (236.050)

LVA-Leitung: Veronika Wittmann, Franz Nuscheler, Ernst Langthaler, Franz Leidenmühler, Dieter Meissner, Elias Felten

Beschreibung:
Global Studies steht als disziplinen- und fakultätsübergreifendes Studienangebot Studierenden an der JKU Linz zur Verfügung. In der Ringvorlesung Global Studies: Interdisziplinär werden in soziologischer, politikwissenschaftlicher, naturwissenschaftlicher, völkerrechtlicher und historischer Perspektive Prozesse der Globalisierung vorgestellt.

Ziele:
Die Lehrveranstaltung umfasst globale Fragen und Zusammenhänge in den Bereichen der Gesellschaft, der Politik, der Chemie (Polymer-Technologie), der Geschichte und des Rechts.
Vorrangiges Ziel ist die Vermittlung und Förderung des Verständnisses für soziale und politische Prozesse der Globalisierung, der Nachhaltigkeit und Entwicklung, der globalen Migration und des Völkerrechts sowie ihre Interdependenzen. Dieses Wissen bildet die Grundlage zur Erreichung der Handlungskompetenz in einer globalisierten Welt.

Inhalte:
Ausgewählte Themen der Globalgeschichte, der Weltpolitik, der Soziologie, der Chemie (Polymer-Technologie) und des Völkerrechts.

Umsetzung - Organisation:
Partizipation in Diskussionsforen;
Klausur.

Literatur:
Die themenspezifische Literatur und/oder Power Point Präsentationen werden von den Vortragenden der Ringvorlesung Global Studies ins KUSSS gestellt.

SE Global Studies: Gesellschaft und Politik (236.051)

LVA-Leitung: Franz Nuscheler

Beschreibung:
In der Lehrveranstaltung werden globale Trends – Prozesse der sozialen, kulturellen und politischen Globalisierung, Nord-Süd Beziehungen sowie Weltgesellschaft und Globale Politik – anhand verschiedener theoretischer Ansätze erarbeitet.

Ziele:
Ziel der Lehrveranstaltung ist das Analysieren und Verstehen von globalen Entwicklungen.

Inhalte:
Vertiefung der sozialwissenschaftlichen Kenntnisse zu weltpolitischen und weltgesellschaftlichen Themen.

Umsetzung:
Präsentation; eigenständiges Literaturstudium; Verfassen einer Seminararbeit.

Literaturhinweis:
Es wird eine Literaturliste im Seminar zur Verfügung gestellt. Darüber wird eine eigenständige Literaturrecherche erwartet.

SE Masterarbeitsseminar (Begleitung der Masterarbeit) (236.935)

LVA-Leitung: Veronika Wittmann, Franz Nuscheler

Beschreibung:
Das Seminar ist gerichtet an Studierende, welche im Bereich der Politischen Bildung eine Masterarbeit schreiben.

Ziele:
Auseinandersetzung mit grundlegenden theoretischen Ansätzen der sozialwissenschaftlichen Forschung.
Erarbeitung von Zugängen zur Theorie, Methodenwahl und Gliederung einer Masterarbeit.
Klärung der Anforderungen an wissenschaftliche Arbeiten.

Umsetzung:
Präsentation; eigenständiges Literaturstudium; Verfassen einer Masterarbeit.
Erarbeitung von Techniken wissenschaftlichen Arbeitens.
Darstellung und Diskussion des Aufbaus einer wissenschaftlichen Arbeit mit allen Studierenden, die an der Lehrveranstaltung teilnehmen.

Voraussetzungen:
Formale Kriterien zum Erwerb eines Lehrveranstaltungsscheines sind neben der Präsentation und der Darstellung des Konzeptes eine aktive Teilnahme an den Diskussionsrunden.

Global Studies

PS Soziologie (236.056)

LVA-Leitung: Veronika Wittmann

Beschreibung:
In der Lehrveranstaltung werden Konzeptualisierungen der Internationalen, der Globalen und der Transnationalen Gesellschaft sowie Weltgesellschaft anhand verschiedener theoretischer Ansätze erarbeitet.

Ziele:
Ziel der Lehrveranstaltung ist es, Gesellschaftstheorien mit Bezug auf den globalen Kontext, als Gegenstand und auch als Herausforderung der Soziologie zu begreifen.

Inhalte:
Der Schwerpunkt liegt auf der Rekonstruktion der soziologischen Theorien zu Weltgesellschaft. Es erfolgt eine Vertiefung dessen, wie in verschiedenen theoretischen Ansätzen Weltgesellschaft konzeptionalisiert wird.

Umsetzung:
Präsentation; eigenständiges Literaturstudium; Verfassen einer Proseminararbeit.

Literatur:
Es wird eine Literaturliste im Seminar zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus wir eine eigenständige Literaturrecherche erwartet.

UE: Lektürekurs: Global Studies (236.048)

LVA-Leitung: Veronika Wittmann

The first and second sessions aim at providing students with an introduction to Global Society: from the World in 1900 up to the Global society in the New Millennium. In this session, students will also be introduced to viewpoints of Globalization Debates, Defining Globalization, Globalization and (In)Equality as well as (Re)constructing Future Globalizations.

Students then focus in the third and fourth session on some of the main concepts with regard to concepts of World society: raising questions of why study world society, conceptualizing and models of world society as well as the question of movement from International to World Society.

The fifth session is devoted to aspects of Civilizing World Politics: Society and Community Beyond The State, World Society and the Nation-State, who’s making global civil society as well as the question of Civil Society, the State, and the Limits to Global Civil Society.

The course is completed by a final session on Sociological Cosmopolitism, including aspects of unpacking cosmopolitism for the social sciences as a research agenda,  the cosmopolitan imagination: critical cosmopolitanism and social theory, visuality, mobility and the cosmopolitan: inhabiting the world from afar as well as Global Governance or World Federalism, and a Cosmopolitan Dispute on Institutional Models.
Course objectives

To provide insights into different sociological perspectives of globalization.

Grading

The assessment of this course will be made based on following requirements:

  • Presentation of a selected topics in the seminar.
  • Participating in the Discussion Forums.
  • Find another article in a book or scientific journal that deals with your topic.

Write an abstract about the selected article and comment on the article.

Required reading

  • Crossly, Pamela K./Lees, Lynn H./Servos, John W. (ed.) 2004: Global Society: The World Since 1900, Boston/New York: Houghton Mifflin Company.
  • Scholte, Jan A. 2005: Globalization: a Critical introduction, Second edition, Hamshire/New York: Palgrave Macmillian.

Doktoratsstudium Geistes- und Kulturwissenschaften

IK Forschungsmethoden für Geistes- und Kulturwissenschaften (236.055)

LVA-Leitung: Falko Schnicke

Methoden werden als „kontrolliert[e] Verfahren zur Herstellung von historischem Wissen“ (Markus Völkel) beschrieben. Was heißt das genau? Theorien und Methoden sind für die geisteswissenschaftliche Forschung zentral. Aber wozu brauchen wir sie genau und welche gibt es? Wie können sie produktiv angewendet werden und welche Probleme gibt es dabei? Diese und andere Fragen klärt das Kolloquium. Dabei kann auch auf die Interessen und Wünsche der Teilnehmenden eingegangen werden.

Methoden
Text- und Quellendiskussionen, Einzel- und Gruppenarbeiten

Leistungsanforderungen
Referate

Literatur

  • Jens Hacke u. Matthias Pohlig (Hg.). Theorie in der Geschichtswissenschaft. Einblicke in die Praxis des historischen Forschens. Frankfurt 2008.
  • Chris Lorenz. Konstruktion der Vergangenheit. Eine Einführung in die Geschichtstheorie. Köln u.a. 1997.