Zur JKU Startseite
Institut für Neuere Geschichte und Zeitgeschichte
Was ist das?

Institute, Schools und andere Einrichtungen oder Angebote haben einen Webauftritt mit eigenen Inhalten und Menüs.

Um die Navigation zu erleichtern, ist hier erkennbar, wo man sich gerade befindet.

LVA-Beschreibungen Sommersemester 2023

Bachelorstudien

Bachelorstudium Lehramt Geschichte und politische Bildung

VU Überblick aus Österreichischer Geschichte
Vom Ende des Mittelalters bis zur Gegenwart (235.005)

LVA-Leitung: Marcus Gräser, Klemens Kaps

Die Vorlesung gibt einen Überblick über die österreichische Geschichte vom späten Mittelalter bis in die Gegenwart: Sie spannt dabei einen Bogen von der Etablierung der Habsburger-Herrschaft bis zur Zweiten Republik. Dabei werden Zäsuren und Epochen der politischen Geschichte ebenso besprochen wie sozial- und wirtschaftsgeschichtliche Fragen. Die Vorlesung führt auch in zentrale Kontroversen der Forschung ein.
 

Einführende Literatur:

  • Ernst Bruckmüller, Österreichische Geschichte. Von der Urgeschichte bis zur Gegenwart, Wien 2019
  • Ernst Hanisch, Im Schatten des Staates. Österreichische Gesellschaftsgeschichte im 20. Jahrhundert, Wien 1994
  • Thomas Winkelbauer (Hg.), Geschichte Österreichs, Stuttgart 2020 (4., aktualisierte und erweiterte Auflage).

VO Überblicksvorlesung Grundlagen der Zeitgeschichte (235.022)

LVA-Leitung: Birgit Kirchmayr

Inhalte
Die Vorlesung vermittelt einen Überblick über Inhalte und Methoden der Zeitgeschichte innerhalb des geschichtswissenschaftlichen Spektrums. Nach einer einführenden Diskussion über mögliche Definitionszugänge zum Begriff der „Zeitgeschichte“ werden zentrale Fragestellungen, Methoden und Inhalte der Zeitgeschichtsforschung präsentiert. Chronologisch setzt die Vorlesung in der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg ein, um sich in Längs- und Querschnitten zentralen Themenfeldern wie den politischen Leitideologien der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts (Faschismus, Nationalsozialismus, Sowjetkommunismus), dem Ost/West-Konflikt nach 1945 (Blockbildung, Kalter Krieg, Wende 1989-91), dem Prozess der Europäischen Integration, der Dekolonialisierung sowie Migrationsbewegungen des 20. und 21. Jahrhunderts zu widmen. Eingebettet in einen globalen bzw. europäischen Rahmen wird ein eigener Fokus auf die Grundzüge der österreichischen Zeitgeschichte gelegt.

Methoden
Vortrag und Diskussion

Leistungsanforderungen
Schriftliche Klausur

Literatur

Literaturempfehlungen zu ausgewählten Themen der Zeitgeschichte werden in der Lehrveranstaltung gegeben.

KO: Neue Medien und Arbeitstechniken (235.013)

LVA-Leitung: Thomas Spielbüchler

Neue Medien und die dazugehörenden Arbeitstechniken werden thematisiert und in praktischen Übungen soweit als möglich ausprobiert. Der thematische Bogen spannt sich dabei von elektronischer Datensuche (z. B. Internet-Archive) über digitale und/oder audiovisuelle Medien bis zur medialen Unterstützung von Präsentationen oder Oral History. Die Chancen dieser Innovationen werden dabei ebenso thematisiert wie deren Risiken in der Forschung bzw. Vermittlung.

Methoden
Kennenlernen und praktische Anwendung der einzelnen Teilaspekte durch Vortrag und Übungen.

Leistungsanforderungen
Prüfungsimmanente LVA, Anwesenheitspflicht, Übungen

Literatur
Wird in der LVA bekannt gegeben

KO Klassische Arbeitstechniken (235.019)
Linz im Nationalsozialismus

LVA-Leitung: Falko Schnicke

Quellen sind für die historische Forschung elementar. Das Seminar führt in die geschichtswissenschaftliche Arbeit mit Quellen ein: Was sind Quellen und was ist Quellenkritik? Wo finden wir Quellen und wie interpretiert man sie? Der Schwerpunkt liegt dabei auf verschiedenen Quellengattungen und dem kritischen Umgang mit ihnen. Teil des Seminars ist ein Standrundgang durch Linz zur Geschichte der Stadt im Nationalsozialismus und eine Tagesexkursion in die Euthanasie-Gedenkstätte Schloss Hartheim, um den Stadtraum und Gedenkorte als Quellen kennenzulernen.

Methoden
Textdiskussionen, Einzel- und Gruppenarbeiten, Exkursionen, Präsentationen

Leistungsanforderungen
Gruppen- und Einzelreferate

Literatur
Wird in der LVA bekannt gegeben

PS Proseminar aus den Räumen und Dimensionen der Geschichte
Der Erste Weltkrieg: Transnationale Dimensionen (235.020)

LVA-Leitung: Falko Schnicke

Lange Zeit wurde die Geschichte der Weltkriege hauptsächlich aus verschiedenen nationalen Perspektiven geschrieben. Der jüngste Trend zu einer globalen Geschichte hat jedoch auch die Wahrnehmung und Interpretation des Ersten Weltkriegs beeinflusst. So hat das vorherrschende Verständnis des Ersten Weltkriegs als eines großen Konflikts in Westeuropa seine Besonderheit verloren und es wird stattdessen seine globale Dimension betont. Gleichzeitig liegen neuere Studien zur Lokalgeschichte des Ersten Weltkrieges vor, die die Bedeutung und Auswirkungen des Krieges detailliert nachzeichnen. Im Proseminar werden wir beide Perspektiven beleuchten und in Beziehung setzen. Ein wesentliches Ziel des Seminars ist es außerdem, intensiv mit historischen Quellen zu arbeiten. Zudem werden wir uns intensiv der Entwicklung der Proseminarsarbeiten widmen: Übungen zur Themenfindung, -eingrenzung und Formulieren einer Fragestellung werden durch Feedback zum Konzept der Proseminarsarbeiten ergänzt.

Methoden
Intensive Text- und Quellendiskussionen, Einzel- und Gruppenarbeiten, Referate

Leistungsanforderungen
aktive Mitarbeit, kleinere Recherchen, Teilnahme an der Diskussion, Referat, Proseminarsarbeit

Literatur

  • Roger Chickering, Freiburg im Ersten Weltkrieg. Totaler Krieg und städtischer Alltag 1914-1918, Paderborn u.a. 2009.
  • Oliver Janz, 14 – Der große Krieg, Frankfurt 2013.
  • Christoph Nübel, Neue Forschungen zur Kultur- und Sozialgeschichte des Ersten Weltkriegs. Themen, Tendenzen, Perspektiven, in: H-Soz-Kult 08.07.2011.

PS Proseminar aus den Räumen und Dimensionen der Geschichte
Das Entstehen der „Dritten Welt“ (235.023)

LVA-Leitung: Thomas Spielbüchler

Die „Dritte Welt“ wurde von einem Synonym der Hoffnung zu einer Sammelbezeichnung, hinter der Staatsversagen, Armut und Not stehen. Aber was ist diese „Dritte Welt“ eigentlich, wie ist sie entstanden, welche Hoffnungen waren damit verbunden und warum ist es notwendig, die „Dritte Welt“ heute unter Anführungszeichen zu setzen?

Die jungen Staaten, die von einem französischem Demographen Anfang der 1950er Jahre als „Dritte Welt“ zusammengefasst worden sind, verkörperten im bipolaren internationalen System des Kalten Krieges zunächst Hoffnung auf ein drittes Lager, auf eine Sphäre, die nicht Teil der ideologischen Auseinandersetzung der Supermächte war. Diese Hoffnung entpuppte sich aber als falsch und die jungen Staaten verfingen sich bald im Netz dieses Konfliktes. Dabei waren sie aber keineswegs nur „Opfer“, sondern verfolgten auch eigene Agenden, eigene Interessen. Der Kalte Krieg wurde zum Globalen Kalten Krieg. Die erhoffte Modernisierung in der „Dritten Welt“ wurde aber verfehlt – nicht zuletzt als Ergebnis dieses Globalen Kalten Kriegs. Die anfängliche Hoffnung in den ehemaligen Kolonien blieb unerfüllt.

Der inhaltliche Schwerpunkt der Lehrveranstaltung liegt auf einem historischen Verständnis des Begriffes: wie ist die „Dritte Welt“ entstanden und welche Rolle spielte sie im Globalen Kalten Krieg? Dazu kommt die Frage, wie diese Rolle das Verständnis der „Dritten Welt“ verändert hat.

Ziel der LVA ist es, diese Dynamiken zu verstehen, im globalen Kontext einordnen zu können und aus diesen historischen Entwicklungen auch die gegenwärtige Situation dieser Länder besser zu verstehen.

Methoden
Einleitende Vorträge des LV-Leitenden in die Thematik, Textdiskussionen, Einzelreferate mit anschließendem Kommentar und Diskussion.

Leistungsanforderungen
Die Note setzt sich aus mehreren Arbeitsaufträgen zusammen, die alle positiv erledigt werden müssen: einer Rezension (15%), einem Referat (15%), der Erstellung eines Konzepts (15%) und der Ausarbeitung einer Proseminararbeit (55%). Regelmäßige Anwesenheit (maximal 2 Absenzen), aktive Mitarbeit (Fragen, Diskussion) und die Bereitschaft, englisch- und deutschsprachige Fachliteratur zu lesen, sind wichtige Voraussetzungen für einen erfolgreichen Abschluss des Proseminars.

Literatur

  • Jürgen Dinkel (2015): Die Bewegung Bündnisfreier Staaten: Genese, Organisation und Politik (1927-1992); Berlin.

PS Proseminar aus den Epochen der Geschichte
Linz im 19. Jahrhundert (235.025)

LVA-Leitung: Falko Schnicke

Linz hat sich im 19. Jahrhundert enorm verändert. Dabei lässt die Regionalgeschichte der Stadt einen Blick auf generelle Entwicklungen der Zeit am konkreten Beispiel zu. Sie zu verfolgen ist das Ziel des Proseminars. Schwerpunkte liegen dabei u.a. auf Frauenrechten, der Revolution von 1848/49 und der Industrialisierung. Ein wesentliches Ziel des Seminars ist es außerdem, intensiv mit historischen Quellen zu arbeiten. Zudem werden wir uns der Entwicklung der Proseminarsarbeiten widmen: Übungen zur Themenfindung, -eingrenzung und Formulieren einer Fragestellung werden durch intensives Feedback zum Konzept der Proseminarsarbeiten ergänzt.

Methoden
Intensive Text- und Quellendiskussionen, Einzel- und Gruppenarbeiten, Referate

Leistungsanforderungen
aktive Mitarbeit, kleinere Recherchen, Teilnahme an der Diskussion, Referat, Proseminarsarbeit

Literatur

  • Anneliese Schweiger, Die Stadt Linz in den Napoleonischen Kriegen. Die französischen Besetzungen der Stadt in Jahren 1800, 1805 und 1809 und deren wirtschaftliche Auswirkungen, in: Historisches Jahrbuch der Stadt Linz (1980): 109-198.
  • Helmut Lackner u. Gerhard Stadler, Fabriken in der Stadt. Eine Industriegeschichte der Stadt Linz, Linz 1990.
  • Gabriella Hauch, Frauen.Leben.Linz. Eine Frauen- und Geschlechtergeschichte im 19. und 20. Jahrhundert, Linz 2013.

SE Seminar aus den Epochen der Geschichte
Sozialer Protest in Österreich seit dem 19. Jahrhundert (235.011)

LVA-Leitung: Marcus Gräser

Sozialer Protest ist ein Phänomen moderner Gesellschaften, das im Wesentlichen zwei Ausprägungen kennt: Zum einen kann sich der Protest gegen einen von den Protestierenden als ungerecht empfundenen Zustand und auf eine gesellschaftliche Benachteiligung richten, zum anderen kann sich der Protest auf die Erhaltung eines von anderer Seite bedrohten Zustands konzentrieren. In jedem Fall ist der Protest Zeichen einer fundamentalpolitisierten Gesellschaft insoweit als die Protestierenden vom Bewusstsein ausgehen, im politischen Betrieb und bei den politischen Entscheidern nicht gehört zu werden – und dies durch ihren Protest ändern wollen. Das Seminar will Gelegenheit geben, unterschiedliche Formen des sozialen Protests in Österreich zu analysieren – von Hungerunruhen im frühen 19. Jahrhundert über Proteste gegen die Industrialisierung und schlechte Arbeitsbedingungen, vom Kampf um das Frauenwahlrecht bis hin zur Besetzung der Hainburger Au 1984. Im Mittelpunkt der Analyse werden die Träger des Protests, ihre Protestformen, ihr Kommunikationsverhalten, schließlich die Ergebnisse, ggfls. auch die Transformation des Protests in eine soziale Bewegung oder gar in den Aufbau von Institutionen, stehen.
Im Rahmen der LVA wird ein Ausflug in das Haus der Geschichte Niederösterreichs in St. Pölten stattfinden, wo eine Ausstellung zur Geschichte des sozialen Protests in Niederösterreich gezeigt wird.

Einführende Literatur:

  • Ernst Bruckmüller, Sozialgeschichte Österreichs, Wien 2001
  • Ernst Hanisch, Im Schatten des Staates. Österreichische Gesellschaftsgeschichte im 20. Jahrhundert, Wien 1994
  • Peter M. Judson, Habsburg. Geschichte eines Imperiums 1740-1918, München 2017

SE Seminar aus den Epochen der Geschichte
Europa unter nationalsozialistischer Besatzung (235.007)

LVA-Leitung: Birgit Kirchmayr

Kriegerische Expansionspolitik mit dem Ziel der Erlangung politischer Hegemonie in Europa und der Gewinnung von „Lebensraum im Osten“ zählte von Beginn an zu den Grundpfeilern nationalsozialistischer Ideologie. Mit dem „Anschluss“ Österreichs, dem Zugriff auf das Sudetenland und dem Angriff auf die (Rest-)Tschechoslowakei wurden bereits vor Beginn des Zweiten Weltkriegs Gebiete außerhalb Deutschlands unter nationalsozialistische Herrschaft gebracht. Der Angriff auf Polen führte zum Beginn des Zweiten Weltkriegs, in dessen Verlauf sich die nationalsozialistische Herrschaft in Europa ausbreitete und weite Gebiete von Frankreich bis in die Sowjetunion und von Skandinavien bis in den Balkan betraf. Höchst unterschiedlich waren dabei die jeweiligen Formen der Besatzungspolitik, sowohl in administrativer Hinsicht als auch im Umgang mit der Bevölkerung, die vom nationalsozialistischen „Rassen“-Prinzip bestimmt war. Unterschiedlich waren auch die Reaktionen auf die Besatzung, die vom aktiven Widerstand bis zur Kollaboration reichten. Dementsprechend lang dauerte auch die Entwicklung einer differenzierten Erinnerungskultur in den betroffenen Ländern, bis heute lassen sich – nicht zuletzt im Krieg gegen die Ukraine – Nachwirkungen unaufgearbeiteter Geschichte nachweisen. Im Seminar betrachten wir die unterschiedlichen Ebenen und Formen der nationalsozialistischen Besatzungspolitik in Europa sowie auch den jeweiligen heutigen geschichtspolitischen/erinnerungskulturellen Umgang damit.

Methoden
Inputvorträge, Diskussion von Grundlagentexten und Quellen, audiovisuelle Quellen, Referate

Leistungsanforderungen
Aktive Beteiligung, Erstellen eines Referates und einer Seminararbeit

Literatur
Wird in der LVA (und über Moodle) bekanntgegeben.

SE Seminar aus den Epochen der Geschichte
Geschlechtergeschichte des Nationalsozialismus (235.015)

LVA-Leitung: Martina Gugglberger

Die Kategorie Geschlecht hatte im NS-Regime vieldimensionale Bedeutungen. In der Lehrveranstal-tung werden generelle Fragestellungen und Perspektiven des Themas erörtert, sowie Lebensverhält-nisse und Handlungsräume von Männern und Frauen im NS-Regime debattiert. Verflochten mit der nationalsozialistischen Rassenideologie sollen Geschlechterverhältnisse und Geschlechterbilder des Nationalsozialismus erarbeitet werden. Der Blick wird dabei auch auf die theoretischen Entwicklungen der historischen Frauen- und Geschlechterforschung zum Nationalsozialismus seit den 1970er Jahren geworfen.

Methoden
Vortrag, Diskussion, Einzel- und Gruppenarbeiten

Leistungsanforderungen
Übungsaufgaben, Beteiligung an der Diskussion sowie mündliche Präsentation und schriftliche Ausarbeitung einer Seminar- oder Bachelorarbeit

Literatur

  • Elke Frietsch/Christina Herkommer (Hg.), Nationalsozialismus und Geschlecht. Zur Politisierung und Ästhetisierung von Körper, „Rasse“ und Sexualität im „Dritten Reich“ und nach 1945, Biele-felde 2009.
  • Johanna Gehmacher/Gabriella Hauch (Hg.), Frauen- und Geschlechtergeschichte des Nationalso-zialismus. Fragestellungen, Perspektiven, neue Forschungen, Innsbruck 2007.
  • Kirsten Heinsohn/Barbara Vogel/Ulrike Weckel (Hg.), Zwischen Karriere und Verfolgung. Hand-lungsräume von Frauen im nationalsozialistischen Deutschland, Frankfurt am Main/New York 1997.
  • Klaus Latzel/Elissa Mailänder/Franka Maubach (Hg.), Geschlechterbeziehungen und „Volksge-meinschaft“, Göttingen 2018.

SE Seminar aus den Epochen der Geschichte
„Der Geist der Medizin ist leicht zu fassen!“ (J.W. v. Goethe) – eine Geschichte des Gesundheitswesens vom 18. bis ins 20. Jahrhundert (235.027)

LVA-Leitung: Regina Thumser-Wöhs

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts rückte zunehmend die Gesundheit der Gesamtbevölkerung in den Fokus der Medizin. Es folgte eine Neuorientierung hinsichtlich der Diagnostik, des therapeutischen Angebots und des medizintechnischen Equipments. Zudem waren ‚Schmerzfreiheit‘ und die Entwicklung neuer Wirkstoffe über die Jahrhunderte hinweg ein wichtiges Anliegen von Ärzt*innen. Im Zentrum des Seminars stehen nicht nur Behandlungsmethoden, das Verhältnis zwischen Ärzt*innen und Patient*innen, der Krankheits-/Gesundheitsdiskurs, die Pole Schulmedizin/Naturheilkunde sowie die private/staatliche Absicherung der Gesundheitsversorgung, sondern auch gendermedizinische Perspektiven und ihre Entwicklung bis in die Gegenwart.

Methoden
Vortrag, Diskussion, Einzel- und Gruppenarbeiten

Leistungsanforderungen
Prüfungsimmanent; schriftliche/mündliche Arbeitsaufträge in Einzel-, Partner- und Gruppenarbeit, Beteiligung an der Diskussion; Referat und Seminararbeit.

Literatur (Auswahl)

  • Monika Ankele/Benoît Majerus (Hg.), Material Cultures of Psychiatry, Bielefeld 2020.
  • Klaus Bergdolt, Leib und Seele. Eine Kulturgeschichte des gesunden Lebens. München 1999.
  • Nicholas Eschenbruch u.a. (Hg.), Medikale Räume. Zur Interdependenz von Raum, Körper, Krankheit und Gesundheit, Bielefeld 2010.
  • Annika Hoffmann, Arzneimittelkonsum und Geschlecht. Eine historische Analyse zum 19. und 20. Jahrhundert, Stuttgart 2014.
  • Philipp Osten (Hg.), Patientendokumente. Krankheit in Selbstzeugnissen, Stuttgart 2010.
  • Heinz-Peter Schmiedebach (Hg.), Medizin und öffentliche Gesundheit: Konzepte, Akteure, Perspektiven, Berlin/Boston 2018.
  • Malte Thießen, Infiziertes Europa. Seuchen im langen 20. Jahrhundert, Berlin 2014.

UE: Lehrveranstaltung aus dem Bereich der Geschichte
Lektürekurs: Hannah Arendt, Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft (235.017)

LVA-Leitung: Marcus Gräser

Der Lektürekurs richtet sich an Freundinnen und Freunde des ‚großen‘ (und des dicken) Buches: Hannah Arendts „Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft“ ist erstmals 1951 erschienen und seither immer wieder neu aufgelegt worden. Es gehört zu den meistdiskutierten Büchern des 20. Jahrhunderts. Arendt versucht sich in diesem Buch, ausgehend von der historischen Erfahrung des Nationalsozialismus wie des Stalinismus, an einer historischen und politisch-theoretischen Analyse der Verhältnisse seit dem ausgehenden 19. Jahrhundert. Erst jüngst ist das Buch im Zusammenhang der Debatten um das Verhältnis von Kolonialismus und Holocaust wieder aktuell geworden, da Arendt im Imperialismus und der Etablierung europäischer Kolonialherrschaft ein frühes Beispiel nicht nur für den institutionalisierten Rassismus, sondern auch für totale Herrschaft sieht.

Literatur
Hannah Arendt, Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft. München 2011 (14. Aufl.)

EX Exkursion
Konzentrationslager im Vergleich: Mauthausen und Flossenbürg (235.001)

LVA-Leitung: Marcus Gräser, Lukas Nievoll

Die Lehrveranstaltung will am Beispiel von zwei Konzentrationslagern – Mauthausen (unter Einschluss von Gusen und Ebensee) und Flossenbürg (Bayern) - auf vergleichende Weise Einblick geben in die Entstehungsgeschichte und die Praxis der nationalsozialistischen Konzentrationslager. Die Lager Mauthausen und Flossenbürg entstanden 1938 und in beiden Fällen wurde die Arbeitskraft der Häftlinge in Granitsteinbrüchen ausgebeutet. In den Lagern hatte die SS zwischen 1938 und 1945 rund 290 000 Menschen inhaftiert. Mehr als 120 000 der Inhaftierten, darunter viele Tausend Juden, wurden ermordet. Die Exkursion will aber nicht nur mit der Geschichte der Lager vertraut machen; einen weiteren Schwerpunkt bildet die Beschäftigung mit der Erinnerungskultur und der Gedenkstättenpraxis.
Exkursionstermin: 24.-26.5.2023

Einführende Literatur:

  • Gerhard Botz et al. (Hg.), Mauthausen und die nationalsozialistische Expansions- und Verfolgungspolitik, Wien 2021
  • Jörg Skriebeleit, Erinnerungsort Flossenbürg. Akteure, Zäsuren, Geschichtsbilder, Göttingen 2009
  • Nikolaus Wachsmann, KL. A History of the Nazi Concentration Camps, Boston 2015

Bachelorstudium Kulturwissenschaften

SE Gesellschaftsgeschichte:
Faschismus global? Zur Deutungskraft eines Begriffs (236.037)

LVA-Leitung: Lukas Nievoll, Marcus Gräser

Die Herrschaft des deutschen Nationalsozialismus hat seit jeher etwas den Blick dafür verstellt, dass es sich beim Faschismus um ein europäisches Phänomen handelt, dessen ideologische Wurzeln meist in die Zeit vor dem Ersten Weltkrieg zurückreichen, dessen politische Praxis sich aber in vielen Ländern in den unmittelbaren Jahren nach dem Ende des Kriegs herausbildete, exemplarisch etwa in der politischen Bewegung Mussolinis, die bereits 1922 die Macht in Italien übernahm und dem Phänomen auch seinen Namen gab. Das Seminar will danach fragen, wie groß die Reichweite des Phänomens Faschismus in der Zwischenkriegszeit und im Zweiten Weltkrieg gewesen ist. Zugleich bietet das Seminar Gelegenheit zur Diskussion, ob und inwieweit politische Bewegungen und Regime der Gegenwart als faschistisch bezeichnet werden können.

Literatur:

  • Arnd Bauerkämper, Der Faschismus in Europa 1918-1945, Stuttgart 2006
  • Ernst Nolte, Die faschistischen Bewegungen. Die Krise des liberalen Systems und die Entwicklung der Faschismen, München 1966
  • Anton Pelinka, Faschismus? Zur Beliebigkeit eines politischen Begriffs, Wien 2022

Masterstudien

Masterstudium Lehramt Geschichte und politische Bildung:

KO: Fachwissenschaftliche Lehrveranstaltung(en) aus den historischen Fächern
Geschichte der Dekolonialisierung (235.008)

LVA-Leitung: Falko Schnicke

Die Dekolonialisierung war ein komplizierter und langwieriger Prozess, der die heutige Welt mithervorgebracht hat. Mit ihr verbindet sich der Niedergang der europäischen Imperien, die Entstehung neuer Staaten und die Neuordnung der Welt. Im Seminar werden wir uns beispielhaft auf das British Empire konzentrieren. Dazu werden wir uns intensiv mit – wesentlich englischsprachiger – Forschungsliteratur auseinandersetzen und zentrale Forschungsthesen diskutieren.

Methoden
Intensive Text- und Quellendiskussionen, Einzel- und Gruppenarbeiten, Referate

Leistungsanforderungen
aktive Mitarbeit, kleinere Recherchen, Teilnahme an der Diskussion, Referat

Literatur

  • Philip Murphy, Monarchy & The End of Empire. The House of Windsor, the British Government, and the Postwar Commonwealth, Oxford 2013.
  • Jan C. Jansen u. Jürgen Osterhammel, Dekolonisation. Das Ende der Imperien, München 2014.
  • Nicholas White, Decolonisation: The British Experience since 1945, London/New York 2014.

SE: Fachwissenschaftliches Seminar aus den historischen Fächern
Umwelt-/Lärmverschmutzung, Naturkatastrophen und „das Klima“ (235.016)

LVA-Leitung: Regina Thumser-Wöhs

Umwelt- und Naturverschmutzung sind hochbrisante Themen, aber auch sie haben „eine Geschichte“. Die Thematisierung etwa von Gestank und Lärm in der Luft vervielfältigte sich im Rahmen der Industrialisierung, der Erweiterung des Verkehrs in den Städten sowie durch den Ausbau der Eisenbahnen. Erste Protestbewegungen forderten den Schutz der Menschen, aber auch der Natur. Diskutiert wurde der Umgang mit der Natur überdies im Zusammenhang mit Klima- und Wetterveränderungen und Naturkatastrophen, die vielerorts selbst nach der ‚Aufklärung‘ noch als ‚Strafe Gottes‘ gewertet wurden.

Methoden
Vortrag, Diskussion, Einzel- und Gruppenarbeiten

Leistungsanforderungen
Prüfungsimmanent; schriftliche/mündliche Arbeitsaufträge in Einzel-, Partner- und Gruppenarbeit, Beteiligung an der Diskussion; Referat und Seminararbeit.

Literatur (Auswahl)

  • Elisabeth Dietrich (Hg.), Stadt im Gebirge. Leben und Umwelt in Innsbruck im 19. Jahrhundert, Innsbruck/Wien 1996.
  • Christa Hammerl/Ilja Steffelbauer (Hg.), Naturkatastrophen. Dramatische Naturereignisse aus kulturwissenschaftlicher Perspektive, Wien 2014.
  • Nicolai Hannig, Die Zukunft als Gefahr. Katastrophenschutz im 20. Jahrhundert, in: Lucian Hölsch (Hg.), Die Zukunft des 20. Jahrhunderts. Dimensionen einer historischen Zukunftsforschung, Frankfurt a.M./New York 2017, 253–277.
  • Manfred Jakubowski-Tiessen/Jana Sprenger (Hg.), Natur und Gesellschaft. Perspektiven der interdisziplinären Umweltgeschichte, Göttingen 2014.
  • Martin Knoll (Hg.), An Environmental History of the Early Modern Period. Experiments and Perspectives, Wien 2014.
  • K. Jan. Oosthoek/Richard Hölzl (Hg.), Managing Northern Europe‘s Forests. Histories from the Age of Improvement to the Age of Ecology, New York/Oxford 2018.
  • Georg Stöger, Transformationen städtischer Umwelt. Das Beispiel Linz, 1700 bis 1900, Wien/Köln/Weimar 2021.

SE: Masterseminar (235.006)

LVA-Leitung: Martina Gugglberger

Das Masterseminar ist offen für alle Studierenden, die im Fach GSP eine Masterarbeit schreiben, unabhängig von der Person der/des Betreuenden. Die eigene wissenschaftliche Arbeit wird in Form eines Referats präsentiert. Probleme, die sich im Verlauf der Arbeit ergeben, werden genauer erläutert und diskutiert, zu Grunde gelegte Theorien und Methoden reflektiert und bei fachwissenschaftlichen Arbeiten zu bestimmten Themen der Quellenkorpus bzw. bei empirischen fachdidaktischen Arbeiten die Erhebungs- und Auswertungsmethoden sowie die Datensätze kritisch beleuchtet.

Methoden
Vortrag, Diskussion, Einzel- und Gruppenarbeiten

Leistungsanforderungen

Übungsaufgaben, Beteiligung an der Diskussion sowie mündliche Präsentation und schriftliche Ausarbeitung eines Teils der Masterarbeit

Literatur

  • Stefan Jordan, Theorien und Methoden der Geschichtswissenschaft, 3. Auflage, Paderborn, 2016.
  • Stefan Jordan, Grundbegriffe der Geschichtswissenschaft, Ditzingen, 2019.
  • Chris Lorenz, Konstruktion der Vergangenheit. Eine Einführung in die Geschichtstheorie, Köln/Weimar/Wien, 1997.
  • Jörn Rüsen, Historik. Theorie der Geschichtswissenschaft, Köln/Weimar/Wien, 2013.
  • Richard van Dülmen (Hrsg.), Fischer Lexikon Geschichte, Frankfurt am Main, 2003.

Masterstudium Politische Bildung

UE Schreibwerkstatt (236.936)

LVA-Leitung: Thomas Spielbüchler

Anmeldevoraussetzung:
Keine; aber Empfehlung, die LV am Anfang des Studiums zu absolvieren;

Ziele:
Vermittlung bzw. Wiederholung der Grundkenntnisse zum Schreiben von wissenschaftlichen Arbeiten als Leitfaden für SE-Arbeiten bzw. die MA-Arbeit;

Inhalte:
In der LV wird der komplette Bogen rund um die Erstellung von wissenschaftlichen Arbeiten thematisiert: die Themenfindung, Recherche, Erstellung eines Konzepts, Arbeiten mit Texten, Schreiben der Arbeit und Präsentation der Ergebnisse.

Beurteilungskriterien:
Positive Absolvierung der Übungen; die LV-Note ergibt sich aus den einzelnen Übungsnoten und der aktiven Mitarbeit.

Lehrmethoden:
Vortrag und Diskussion der Übungen;

Abhaltungssprache:
Deutsch

Literatur:
Skript (wird zur Verfügung gestellt)

KS Geschichte Europas:
Britische Geschichte im 20. Jahrhundert (236.907)

LVA-Leitung: Falko Schnicke

Zwischen den Weltkriegen, dem Kalten Krieg, der Dekolonialisierung und der Europäischen Einigung unterlag die britische Geschichte im 20. Jahrhundert einem enormen Wandel. Gleichzeitig existierten mit der Monarchie, der Verfassung und der sozialen Ungleichheit auch bedeutende Kontinuitäten. Aufgabe des Seminars ist es, das Verhältnis beider Dimensionen auszuloten. Dazu werden wir uns intensiv mit – wesentlich englischsprachiger – Forschungsliteratur auseinandersetzen und zentrale Forschungsthesen diskutieren.

Methoden
Intensive Text- und Quellendiskussionen, Einzel- und Gruppenarbeiten, Referate

Leistungsanforderunge
aktive Mitarbeit, kleinere Recherchen, Teilnahme an der Diskussion, Referat

Literatur

  • Roderick Floud u.a. (Hg.), The Cambridge Economic History of Modern Britain, Cambridge 2014.
  • Matthew Glencross u.a. (Hg.), The Windsor Dynasty 1910 to the Present: ‚Long to Reign Over Us‘?, London 2016.
  • Pat Thane, Divided Kingdom: A History of Britain, 1900 to the Present, Cambridge 2018.

IK Konstruktion von Geschichte:
Geschichtspolitik in Social Media (236.906)

LVA-Leitung: Andreas Enderlin-Mahr

Geschichte erfreut sich im Bereich Social Media großer Beliebtheit, wandert dabei aber häufig zwischen informativen, deskriptiven Beiträgen und alternativen Geschichtskonstruktionen, die häufig u.a. nationalistische, sexistische und/oder rassistische Narrative verfolgen. In diesem IK beschäftigen wir uns anhand wissenschaftlicher Grundlagentexte sowie aktuellen Beispielen kritisch mit der Frage nach dem Zusammenspiel von Geschichte und Social Media, damit verbunden der Funktionsweise von Social Media, dem Stellenwert von Geschichte in diesem Bereich und der Frage, für welche politischen Akteure und Akteurinnen Social Media dahingehend in den letzten Jahren besonders attraktiv wurde.

Ziele:
Erlangung und Vertiefung der Fähigkeit, Medien kritisch zu beurteilen; Wissenserwerb in Fragen des Umgangs mit Geschichte und Erinnerung; Erarbeitung von wissenschaftlichen Fragestellungen und wissenschaftlicher Argumentation sowie einer kritischen Beurteilung der historischen Überlieferung und der Ergebnisse historischer Forschung.

Lehrmethode
Inputs des Lehrveranstaltungsleiters; Lektüre und Diskussion von Grundlagentexten; gemeinsame Erarbeitung des Kursthemas anhand von Quellenbeispielen aus dem Bereich Social Media.

Beurteilungskriterien:
Aktive Teilnahme am Kurs; Lesen, Vorbereiten und Diskutieren von Grundlagentexten; aktive Diskussionsbeteiligung; Abhaltung eines Kurzreferats (10 Minuten).

Literatur:

  • Hannes Burkhardt, Geschichte in den Social Media: Nationalsozialismus und Holocaust in Erinnerungskulturen auf Facebook, Twitter, Pinterest und Instagram (Göttingen 2021).
  • José van Dijck, The culture of connectivity: a critical history of social media (Oxford 2013).
  • Kathrin Fahlenbrach, Medien, Geschichte und Wahrnehmung: eine Einführung in die Mediengeschichte (Wiesbaden 2019).
  • Christine Gundermann, Juliane Brauer, Filippo Carlá-Uhink, Judith Keilbach, Schlüsselbegriffe der Public History (Göttingen 2021).
  • Felix Hinz, Andreas Körber (Hg.), Geschichtskultur – Public History – Angewandte Geschichte (Göttingen 2020).
  • Matthias Karmasin, Österreichische Mediengeschichte 2: Von Massenmedien zu sozialen Medien (1918 bis heute) (Wiesbaden 2019).
  • Albert Kümmel-Schnur, Einführung in die Geschichte der Medien (Paderborn 2004).
  • Cherstin M. Lyon, Introduction to public history: interpreting the past, engaging audiences (Lanham 2017).

IK: Politik und Medien in der Praxis (236.913)
Printjournalismus

LVA-Leitung: Thomas Spielbüchler und Stefanie Ruep

Ziel der LVA ist eine Stärkung der Medienkompetenz. Die Analyse von Inhalten setzt Wissen um den Produktionsprozess eines Mediums sowie basale Kenntnisse der journalistischen Methodik voraus. In Kooperation mit Mag. Stefanie Ruep, Journalistin und Expertin im Bereich Soziale Medien mit langjähriger Berufspraxis, werden diese Basics erarbeitet.

Inhalte
Mit dem theoretisch erarbeiteten Wissen werden Beispiele aus den sozialen Netzwerken analysiert bzw. selbst erstellt.

Beurteilungskriterien
Anwesenheitspflicht zu den Blockterminen, positive Absolvierung der Übungen und Mitarbeit an gemeinsamen Projekten zu vorgegebenen Themen.

Lehrmethode
Vortrag, Übungen

Abhaltungssprache
Deutsch

Literatur
Wird in der LV bekannt gegeben

IK Praxisfelder der Zeitgeschichte:
Die „Dritte Welt“ (236.940)

LVA-Leitung: Thomas Spielbüchler

Ziel der Lehrveranstaltung ist ein reflektierter Umgang mit dem Begriff „Dritte Welt“: Welche Hoffnungen waren damit verknüpft und welche Probleme wurden im Lauf der Zeit damit verbunden.

Inhalt
Die „Dritte Welt“ erfuhr als Begriff eine dramatische Wandlung: was in den frühen 1950ern als Ausdruck der Hoffnung für die jungen Staaten, ehemalige Kolonien, begann, wurde bis in die 1990er ein Synonym für Armut und Rückständigkeit. In dieser Lehrveranstaltung sollen jene Dynamiken im Fokus stehen, die zunächst die Entstehung des Begriffs geprägt haben – und den damit verbundenen Optimismus, der auf Konzepte wie „Entwicklung“ oder „Modernisierung“ baute. Diese Hoffnungen wurden aber enttäuscht. Insgesamt wird in der Lehrveranstaltung aus globalhistorischer Perspektive ein Blick auf die „Dritte Welt“ geworfen.

Methode:
Allgemeine Einführung, Literaturdiskussion, Referate, schriftliche Arbeiten.

Beurteilungskriterien:
Prüfungsimmanente LV, Exzerpt zur Basisliteratur, Präsentation des eigenen Themas, Abgabe eines Konzepts zur SE-Arbeit, SE-Arbeit (alle Teilelemente müssen positiv erledigt werden)

Abhaltungssprache:
Deutsch, Literatur tw. in Englisch!

Basisliteratur:
Wird bekanntgegeben

VU Global Studies: Interdisziplinär (236.050)

LVA-Leitung: Veronika Wittmann, Franz Leidenmühler, Dieter Meissner, Michael John, Tilo Felgenhauer

Beschreibung:
Global Studies steht als disziplinen- und fakultätsübergreifendes Studienangebot Studierenden an der JKU Linz zur Verfügung. In der Ringvorlesung Global Studies: Interdisziplinär werden in soziologischer, politikwissenschaftlicher, naturwissenschaftlicher, völkerrechtlicher und historischer Perspektive Prozesse der Globalisierung vorgestellt.

Ziele:
Die Lehrveranstaltung umfasst globale Fragen und Zusammenhänge in den Bereichen der Gesellschaft, der Politik, der Chemie (Polymer-Technologie), der Geschichte und des Rechts.
Vorrangiges Ziel ist die Vermittlung und Förderung des Verständnisses für soziale und politische Prozesse der Globalisierung, der Nachhaltigkeit und Entwicklung, der globalen Migration und des Völkerrechts sowie ihre Interdependenzen. Dieses Wissen bildet die Grundlage zur Erreichung der Handlungskompetenz in einer globalisierten Welt.

Inhalte:
Ausgewählte Themen der Globalgeschichte, der Weltpolitik, der Soziologie, der Chemie (Polymer-Technologie) und des Völkerrechts.

Umsetzung - Organisation:
Partizipation in Diskussionsforen;
Klausur.

Literatur:
Die themenspezifische Literatur und/oder Power Point Präsentationen werden von den Vortragenden der Ringvorlesung Global Studies ins KUSSS gestellt.

SE Masterarbeitsseminar (Begleitung der Masterarbeit) (236.935)

LVA-Leitung: Veronika Wittmann

Beschreibung:
Das Seminar ist gerichtet an Studierende, welche im Bereich der Politischen Bildung eine Masterarbeit schreiben.

Ziele:
Auseinandersetzung mit grundlegenden theoretischen Ansätzen der sozialwissenschaftlichen Forschung.
Erarbeitung von Zugängen zur Theorie, Methodenwahl und Gliederung einer Masterarbeit.
Klärung der Anforderungen an wissenschaftliche Arbeiten.

Umsetzung:
Präsentation; eigenständiges Literaturstudium; Verfassen einer Masterarbeit.
Erarbeitung von Techniken wissenschaftlichen Arbeitens.
Darstellung und Diskussion des Aufbaus einer wissenschaftlichen Arbeit mit allen Studierenden, die an der Lehrveranstaltung teilnehmen.

Voraussetzungen:
Formale Kriterien zum Erwerb eines Lehrveranstaltungsscheines sind neben der Präsentation und der Darstellung des Konzeptes eine aktive Teilnahme an den Diskussionsrunden.

Global Studies

PS Soziologie (236.056)

LVA-Leitung: Veronika Wittmann

Beschreibung:
In der Lehrveranstaltung werden Konzeptualisierungen der Internationalen, der Globalen und der Transnationalen Gesellschaft sowie Weltgesellschaft anhand verschiedener theoretischer Ansätze erarbeitet.

Ziele:
Ziel der Lehrveranstaltung ist es, Gesellschaftstheorien mit Bezug auf den globalen Kontext, als Gegenstand und auch als Herausforderung der Soziologie zu begreifen.

Inhalte:
Der Schwerpunkt liegt auf der Rekonstruktion der soziologischen Theorien zu Weltgesellschaft. Es erfolgt eine Vertiefung dessen, wie in verschiedenen theoretischen Ansätzen Weltgesellschaft konzeptionalisiert wird.

Umsetzung:
Präsentation; eigenständiges Literaturstudium; Verfassen einer Proseminararbeit.

Literatur:
Es wird eine Literaturliste im Seminar zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus wir eine eigenständige Literaturrecherche erwartet.

SE: Global Studies: Grundlagen (236.045)

LVA-Leitung: Veronika Wittmann

In der Lehrveranstaltung werden globale Trends – Prozesse der sozialen, kulturellen und politischen Globalisierung, Nord-Süd Beziehungen sowie

Weltgesellschaft und Globale Politik – anhand verschiedener theoretischer Ansätze erarbeitet.

Ziel der Lehrveranstaltung ist das Erlernen der eigenständigen Bearbeitung von ausgewählten Bereichen der Forschungen zu Globalen Trends sowie die Vertiefung der sozialwissenschaftlichen Kenntnisse zu weltpolitischen und welt-gesellschaftlichen Themen einschließlich der Ansätze der kulturellen Transformationsprozesse der Globalisierung.