LVA-Beschreibungen Wintersemester 2021/22

VO: Überblicksvorlesung Grundlagen der Neueren Geschichte (235.012)
Geschichte der Neuzeit, 1500-1900

LVA-Leitung: Falko Schnicke

Zwischen 1500 und 1900 ist die Welt in einem rapiden Wandel. Er betrifft alle Lebensbereiche: das Weltwissen, die Religion, die politischen Systeme und Staatlichkeit, die Geschlechterordnung, die Wirtschaft, das soziale Zusammenleben, die Wahrnehmung der Umwelt und vieles mehr. Die thematisch angelegte Einführungsvorlesung vermittelt einen Überblick und stellt Zusammenhänge. Das Ziel ist es, einen quellennahen Überblick über die Geschichte der Neuzeit in den einzelnen Teilepochen zu geben und dabei in grundlegende Konzepte der Geschichtswissenschaft einzuführen.

Methoden
Vortrag, Diskussion von Grundlagentexten und Quellen, Einzel- und Gruppenarbeiten

Leistungsanforderungen
Klausur

Literatur

  • Winfried Schulze. Einführung in die Neuere Geschichte (Stuttgart, 2010).
  • Luise Schorn-Schütte. Geschichte Europas in der Frühen Neuzeit (Paderborn u.a., 2013).
  • Monica Juneja u. Roland Wenzlhuemer. Die Neuzeit 1789-1914 (München, 2013).
  • Matthias Schullz u.a. Das 19. Jahrhundert (1789-1914) (Stuttgart, 2011).

KO: Übungen zum wissenschaftlichen Arbeiten (235.005)

LVA-Leitung: Falko Schnicke

Wissenschaftliches Schreiben ist die Schlüsselkompetenz jedes geisteswissenschaftlichen Studiums. Gleichzeitig geht es nicht immer leicht von der Hand, denn geschichtswissenschaftliches Schreiben folgt Konventionen, die man kennen sollte, und muss eingeübt werden. Beidem werden wir uns in diesem Seminar widmen. Dabei gehen wir von Zitierregeln aus und arbeiten uns über die Literaturrecherche bis zur Gestaltung der verschiedenen Teile einer Seminararbeit vor. Die Reflexion individueller Schreibstrategien und Lösungen für eventuelle Schwierigkeiten haben ebenfalls Platz.

Methoden
Textdiskussionen, Einzel- und Gruppenarbeiten

Leistungsanforderungen
Kleinere Schreibaufgaben im laufenden Semester und kurzer Test am Ende

Literatur

  • Ulrike Scheuermann. Die Schreibfitness-Mappe. 60 Checklisten, Beispiele und Übungen für alle, die beruflich schreiben (Wien, 2017).
  • Friederike Neumann. Schreiben im Geschichtsstudium (Opladen u.a., 2018).

KO: Klassische Arbeitstechniken (235.018)

LVA-Leitung: Thomas Spielbüchler

Diese LVA ist eine anwendungsorientierte Einführung in den kritischen Umgang mit schriftlichen, bildlichen und gegenständlichen Quellen in der Geschichtswissenschaft.


Methoden
Kennenlernen und praktische Anwendung der einzelnen Teilaspekte durch Vortrag, Übungen und Lehrausgänge in Linz.


Leistungsanforderungen
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung, Anwesenheit, Mitarbeit, Erbringen von vorgegebenen schriftlichen Übungen.


Literatur
Wird in der LVA bekannt gegeben.

KO: Klassische Arbeitstechniken (235.019)

LVA-Leitung: Falko Schnicke

Quellen sind für die historische Forschung elementar. Das Seminar führt in die geschichtswissenschaftliche Arbeit mit Quellen ein: Was sind Quellen und was Quellenkritik? Wo finden wir Quellen und welche Hilfsmittel gibt es? Der Schwerpunkt liegt dabei auf verschiedenen Quellengattungen und dem kritischen Umgang mit ihnen. Teil des Seminars ist ein Standrundgang durch Linz zur Geschichte der Stadt im Nationalsozialismus und eine Tagesexkursion in die Euthanasie-Gedenkstätte Schloss Hartheim, um den Stadtraum und Gedenkorte als Quellen kennenzulernen.

Methoden
Textdiskussionen, Einzel- und Gruppenarbeiten, Exkursionen, Präsentationen

Leistungsanforderungen
Gruppen- und Einzelreferate

Literatur
Wird im Seminar bekanntgegeben.

PS: Proseminar aus den Epochen der Geschichte (235.000)
BLOG-Seminar: Regionalgeschichte Oberösterreichs im 19. und 20. Jahrhundert

LVA-Leitung: Falko Schnicke

Industrialisierung, Revolution, Urbanisierung, Kriege und Demokratisierung: Diese und andere Themen der allgemeinen Geschichte wollen wir im Seminar quellennah für Oberösterreich diskutieren. Das Ziel ist es, Blog-Beiträge zu erstellen, die dann auf einem Blog publiziert werden sollen. Dafür sehen wir uns bestehende wissenschaftliche Blogs an und erarbeiten Schreibstrategien. Die Teilnehmenden sollten daher keine Schreibanfänger_innen sein und mindestens die Einführungskurse in das wissenschaftliche Arbeiten absolviert und/oder schon erste Seminararbeiten geschrieben haben. Das Seminar lässt bei der Themenwahl viele Freiheiten, setzt aber eine hohe Arbeitsmotivation und viel Engagement voraus.

Methoden
Exkursion, Ausstellungskritik, Text- und Quellendiskussion, Schreibübungen

Leistungsanforderungen
Blogbeiträge als Gruppe und allein

Literatur

  • Siegfried Haider. Geschichte Oberösterreichs (Oldenburg, 1987).
  • Ernst Bruckmüller. Sozialgeschichte Österreichs (Wien, 2001).

PS: Proseminar aus den Epochen der Geschichte (235.009)
Der Globale Kalte Krieg

LVA-Leitung: Thomas Spielbüchler

Der Kalte Krieg stellt ein prägendes Subsystem der Zeitgeschichte dar und wird oft als bilateraler ideologischer Konflikt zwischen Ost und West verstanden. Tatsächlich spielten in dieser Auseinandersetzung aber eine Reihe zusätzlicher Faktoren eine Rolle zum Beispiel die parallel zum Kalten Krieg entstehende „Dritte Welt“.

Der Historiker Odd Arne Westad schrieb zum Kalten Krieg: „Im späten 20. Jahrhundert gab es viele wichtige historische Entwicklungen, die weder durch den Kalten Krieg hervorgerufen noch von ihm bestimmt waren. Er war nicht für alle Phänomene entscheidend, aber er beeinflusste die meisten, und zwar oft zum Schlechteren.“ (Westad, 2019, 12). Diese vielfältigen Auswirkungen des Kalten Kriegs als Globales Ereignis stehen im Zentrum dieser Lehrveranstaltung.

Methoden
Einführung in die Thematik, danach selbstständige Ausarbeitung des PS-Themas, Präsentation und Diskussion. Der Fokus liegt auf dem wissenschaftlichen Arbeiten an einem Thema.

Leistungsanforderungen
Anwesenheit; Literaturexzerpt, selbstständige Ausarbeitung der gewählten PS-Themen gemäß den Anforderungen für wissenschaftliche Arbeiten, Präsentation und Diskussion.

Literatur

  • Odd Arne Westad: Der Kalte Krieg: eine Weltgeschichte, Stuttgart 2019.
  • Rolf Steininger: Der Kalte Krieg, Frankfurt 2011.
  • Thematische Beiträge auf der Homepage der Bundeszentrale für Politische Bildung www.bpb.de.

SE: Seminar aus den Räumen und Dimensionen der Geschichte (235.015)
Großstädte in der Moderne. Urbanisierung und Stadtwachstum seit dem 19. Jahrhundert
 

LVA-Leitung: Marcus Gräser

Das Phänomen der Urbanisierung – die ‚Verstädterung der Gesellschaft – gehört zu den Konstanten in der Globalgeschichte seit dem 18. Jahrhundert: Fast überall in der Welt wuchsen die Städte und es nahm die Zahl der Städte, die über eine Million Einwohner:innen zählen, stetig zu. Heute liegen schon Kategorien bereit, die die riesigen Städte und Stadtagglomerationen mit neuen Begriffen – Megacity – kennzeichnen, um sie von den ‚kleineren‘ Großstädten abzugrenzen. Das Seminar will nach den Ursachen des Stadtwachstums und der zugleich auch wachsenden Attraktivität des Lebens in Städten fragen, wobei die sozialen Probleme des Zusammenlebens und die Spaltungen in der Gesellschaft der Städte auch nicht außer Acht gelassen werden dürfen. Mit Blick auf den Forschungsstand und die uns zur Verfügung stehende Literatur wird das Augenmerk auf europäische und nordamerikanische Großstädte gerichtet.

Literatur:

  • Peter Clark (ed.), The Oxford Handbook of Cities in World History, Oxford 2013
  • Friedrich Lenger, Metropolen der Moderne. Eine europäische Stadtgeschichte seit 1850, München 2013
  • Carl H. Nightingale, Segregation: A Global History of Divided Cities, Chicago 2012

 

SE: Seminar aus den Räumen und Dimensionen der Geschichte (235.017)
„Ein garstig Lied! Pfuy! ein politisch Lied!“ Musik, Politik und Geschichte

LVA-Leitung: Regina Thumser-Wöhs

Nahezu alle großen musikalischen Werke haben politische Inhalte; es geht um Macht(erhalt), das Erringen der Freiheit, den Zug in den Krieg (von den Janitscharen über die Deutschmeister bis zu SS-Märschen), Gewalt, Zensur, Gefangenschaft, Antisemitismus und Rassismus, Religion, Migration, Transfers und Globalisierung, Rebellion und Revolution, den Missbrauch von Musik (Folter/Propaganda) und last but not least auch um den Frieden. Ausgehend vom 18. Jahrhundert werfen wir einen Blick auf Kompositionen (vom Lied bis zu Oper, von der Klassik bis zu Rock und Pop), ihre historische Einbettung und die politischen Diskurse bis in die Gegenwart.

Methoden
Vortrag, Diskussion und Arbeitsaufträge in Einzel-/Gruppenarbeit

Leistungsanforderungen
Prüfungsimmanent; schriftliche/mündliche Arbeitsaufträge in Einzel-, Partner- und Gruppenarbeit, Beteiligung an der Diskussion; Referat und Seminararbeit.

Literatur (Auswahl)

  • Bernhard Frevel (Hg.), Musik und Politik. Dimensionen einer undefinierten Beziehung, Regensburg 1997.
  • Marion Gerards (Hg.), Musik und Emanzipation. Festschrift für Freia Hoffmann zum 65. Geburtstag, Oldenburg 2010.
  • Michaela G. Grochulski (Hg.), Musik in Diktaturen des 20. Jahrhunderts, Mainz 2006.
  • Sabine Mecking/Yvonne Wasserloos (Hg.), Musik – Macht – Staat. Kulturelle, soziale und politische Wandlungsprozesse in der Moderne, Göttingen 2012.
  • Sabine Mecking/Yvonne Wasserloos (Hg.), Inklusion & Exklusion. „Deutsche“ Musik in Europa und Nordamerika 1848–1945, Göttingen 2016.
  • Kirsten Seidlitz, Musik & politischer Konflikt aus der Türkei: Kurdische, alevitische und linke Musik in Deutschland, Bielefeld 2020.
  • Regina Thumser/Klaus Petermayr, Klänge der Macht. Nationalsozialistische Musikpolitik in Oberösterreich, Linz 2010.

SE: Seminar aus den Räumen und Dimensionen der Geschichte (235.011)
His/Her/Story: Geschlechtergeschichte des 20. Jahrhunderts

LVA-Leitung: Birgit Kirchmayr

Anfang des 20. Jahrhunderts publizierte der junge Wiener Philosoph Otto Weininger mit „Geschlecht und Charakter“ ein zutiefst misogynes Werk, das Frauen im Wesentlichen die Fähigkeit zum Denken absprach. Er passte sich damit ein in einen Diskurs, der auch auf medizinisch-naturwissenschaftlicher Ebene unterstützt wurde. Rechtlich-politisch waren Frauen bis mindestens nach Ende des Ersten Weltkriegs beinahe weltweit von jeglicher Partizipation ausgeschlossen. Schon Ende des 19. Jahrhunderts erhoben sich in Europa und den USA Frauen, die gegen dieses Ungleichgewicht auftraten – man spricht von der Ersten oder „Alten“ Frauenbewegung. Eine nächste Welle an weiblichem Aufbegehren ist für die 1960er-Jahre zu konstatieren. In ihrem Sog entwickelte sich die so genannte Frauengeschichtsforschung (Women´s History), aus der sich in weiterer Folge die Geschlechtergeschichte bzw. über den historischen Rahmen hinausgehend die „Gender Studies“ herausbildeten. Im Seminar nehmen wir diese Entwicklungen in den Fokus, beleuchten historische Rahmenbedingungen und Diskurse des 20. Jahrhunderts mit Bezugnahme auf die Kategorie Geschlecht. Der Blick soll dabei nicht nur auf Europa und die USA gerichtet werden, sondern auch globale Tendenzen festmachen.

Methoden
Inputvorträge, Diskussion von Grundlagentexten und Quellen, audiovisuelle Quellen, Referate

Leistungsanforderungen
Aktive Beteiligung, Erstellen eines Referates und einer Seminararbeit

Literatur
Wird im Seminar und über Moodle bekanntgegeben

SE: Seminar aus den Räumen und Dimensionen der Geschichte (235.014)
Nationalsozialismus im Film nach 1945

LVA-Leitung: Martina Gugglberger

Das Medium Film ist ein wirkmächtiger Träger einer kollektiven Erinnerungskultur. Bilder und vor allem bewegte Bilder überzeugen durch ihre Unmittelbarkeit und prägen damit Wissen und Vorstellungen über historische Phänomene oft eindrücklicher als Bücher. Oft erreichen Filme außerdem ein weitaus größeres Publikum und beeinflussen dadurch die Vermittlung von Geschichte entscheidend. Das Seminar widmet sich insbesondere Spielfilmen, die nach 1945 die Zeit des Nationalsozialismus thematisieren. Verschiedene Darstellungsphasen, aber auch unterschiedliche filmische Mittel und Bildsprachen sollen gemeinsam analysiert werden und klischeehaften Inszenierungen und Reproduktionen von NS-Bildpolitiken kritisch begegnet werden. 

Methoden
Vortrag, (Text-)Diskussionen, Einzel- und Gruppenarbeiten

Leistungsanforderungen
Übungsaufgaben, Beteiligung an der Diskussion sowie mündliche Präsentation und schriftliche Ausarbeitung einer Seminararbeit.

Literatur

  • Sonja M. Schultz, Der Nationalsozialismus im Film. Von Triumph des Willens bis Inglorious Basterds, Berlin 2021.
  • Gerhard Lüdeker, Kollektive Erinnerung und nationale Identität. Nationalsozialismus, DDR und Widervereinigung im deutschen Spielfilm nach 1989, München 2012.
  • Margrit Frölich (Hg.), Das Böse im Blick : die Gegenwart des Nationalsozialismus im Film, München 2007.

PS: Proseminar Geschichte (236.054)
Landschaft und Nation

LVA-Leitung: Marcus Gräser

Die Landschaft ist- aus der Perspektive der Geschichtswissenschaft - kein Naturraum und auch keine „Marke“, sondern eine durch Verwaltung, Recht und Lebensweisen geschaffene Region. Diese ist freilich zunächst weder schön noch hässlich, sondern einfach nur existent und funktional: Erst die seit dem 18. Jahrhundert und vollends mit der romantischen Bewegung des frühen 19. Jahrhunderts hinzutretende Möglichkeit der ästhetischen Aufladung lässt den Landschaftsbegriff entstehen, der uns heute – touristisch beglaubigt – geläufig ist. „Landschaft“ ist ein Phänomen, das zwischen Geographie und Ästhetik pendelt. In jedem Fall ist die Landschaft immer eine Region – nicht jede Region aber ist eine Landschaft! Zugleich steht die Landschaft in einem Spannungsverhältnis zu einem anderen Schlüsselbegriff der modernen Geschichte: dem der Nation, die auch territorial gedacht werden kann. Manche Landschaften stehen geradezu repräsentativ für die Nation ein und werden politisch aufgeladen. Das Proseminar führt am Beispiel dieses Themas ein in Denk- und Arbeitsweisen der Geschichtswissenschaft.

Literatur:

  • Emil Brix et al. (Hg.), Memoria Austriae, Bd. 2: Bauten, Orte, Regionen, Wien 2005
  • Ernst Hanisch, Landschaft und Identität. Versuch einer österreichischen Erfahrungsgeschichte, Wien 2019
  • Claudio Magris, Donau. Biographie eines Flusses, Wien 1988

VL: Einführung Geschichte (236.049)
Kulturgeschichte

LVA-Leitung: Regina Thumser-Wöhs

Der Begriff „Kultur“ führt als Leitmotiv durch die Vorlesung. Fragen, die uns beschäftigen werden, sind: was ist Kultur und was ist Geschichte bzw. was haben die beiden miteinander zu tun? Die Vorlesung zeigt nicht nur die Geschichte der Kulturgeschichte bis hin zu den „Cultural Turns“ auf, sondern verweist anhand praktischer Beispiele auf Möglichkeiten und Grenzen der Kulturgeschichtsschreibung.

Die Erreichung des Lehrziels erfolgt durch Input (Vorträge, Texte, Diskussionen) der Vortragenden und durch die begleitende Erarbeitung des Lehrstoffs durch die Studierenden. Die Lernzielkontrolle findet in Form einer mündlichen Prüfung statt. Studierende müssen vor allem ihre Fähigkeit zur Vernetzung der Lehrinhalte und die kritische Reflexion des Lehrstoffs nachweisen.

Literatur (Auswahl)

  • Aleida Assmann: Erinnerungsräume. Formen und Wandlungen des kulturellen Gedächtnisses, München 1999.
  • Jan Assmann: Das kulturelle Gedächtnis. Schrift, Erinnerung und politische Identität in frühen Hochkulturen. München 1999.
  • Peter Burke: What is Cultural History? Cambridge 2004.
  • Peter Gay: Die Moderne. Eine Geschichte des Aufbruchs. Frankfurt a.M. 22009.
  • Lynn Hunt (Hg.): The New Cultural History. Berkeley/Los Angeles/London 1989.
  • Christina Lutter, Margit Szöllősi-Janse u. Heidemarie Uhl (Hg.): Kulturgeschichte. Fragestellungen, Konzepte, Annäherungen, Innsbruck u.a. 2004.
  • Michael Maurer: Kulturgeschichte. Eine Einführung. Köln/Weimar/Wien 2008.
  • Silvia Serena Tschopp (Hg.): Kulturgeschichte. Basistexte. Stuttgart 2008.
  • Manfred Wagner: Europäische Kulturgeschichte gelebt, gedacht, vermittelt. Wien u.a. 2009.

PS: Einführung in wissenschaftliches Arbeiten (236.052)
Die Spanische Grippe - auf den Spuren einer Pandemie

LVA-Leitung: Andreas Enderlin-Mahr

Im Proseminar lernen die Studierende grundlegende Fähigkeiten des wissenschaftlichen Arbeitens und vertiefen diese anhand des Themenschwerpunkts „Historische Pandemien: die Spanische Grippe“. Neben den Theorien, Methoden und Arbeitstechniken wird insbesondere die gute wissenschaftliche Praxis vermittelt.

Themenblöcke

  • Einführung in das Gebiet der Kulturwissenschaften
  • Theorie und Methodik in den Kulturwissenschaften
  • Arbeitstechniken (u.a. Themenfindung, Literaturrecherche-Lesen-Exzerpieren, Formulierung von Hypothesen/Fragestellungen, wissenschaftliches Zitieren, Präsentationstechniken & wissenschaftliche Kommunikation, Verfassen einer wissenschaftlichen Arbeit)


Methoden
Heranführen an die grundlegenden Aspekte des wissenschaftlichen Arbeitens durch Reflexion und Diskussion der wissenschaftlichen Praxis; kritische Arbeit mit Beispielen und Texten; Übungen, insbesondere praxisnahe Schreib- und Arbeitsaufgaben.

Leistungsanforderungen

  • Anwesenheit (max. 2 Fehleinheiten), aktive Teilnahme und Mitarbeit im Proseminar
  • Reflexionspapiere zur Pflichtlektüre, jeweils max. ½ Seite
  • Präsentation (15 Minuten)
  • Literaturliste: min. 5 wissenschaftliche Literaturtitel
  • Proseminararbeit zu einem vorgegebenen Thema (10 Textseiten, min. 10 Literaturtitel)
  • Studierende müssen vor allem ihre Fähigkeit zur Vernetzung der Lehrinhalte und die kritische Reflexion des Lehrstoffs nachweisen.


Literatur

  • Aleida Assmann, Einführung in die Kulturwissenschaft. Grundbegriffe, Themen, Fragestellungen (Berlin 2006).
  • Lutz Musner, Kulturwissenschaften: Forschung, Praxis, Positionen (Wien 2002).
  • Doris Bachmann-Medick, Cultural Turns. Neuorientierungen in den Kulturwissenschaften (Reinbek 2006).
  • Klaus P. Hansen, Kultur und Kulturwissenschaft. Eine Einführung (4. Auflage, Tübingen 2011).
  • Martha Howell, Walter Prevenier, Werkstatt des Historikers. Eine Einführung in die historischen Methoden (Köln 2004).

SE Kulturgeschichte (236.036)
Umweltgeschichte im langen 19. Jahrhundert

LVA-Leitung: Falko Schnicke

Der nicht mehr ganz neuen Forderung, Natur als historiographische Kategorie ernst zu nehmen, wird mehr und mehr entsprochen. Umwelt- und Klimageschichte erleben derzeit eine Konjunktur, was zeigt, wie sehr die Foki der Geschichtswissenschaft auch von unseren Gegenwarten bestimmt werden. Im Seminar wollen wir einige Debatten und Kernargumente nachvollziehen, um eigene Fragestellungen erarbeiten zu können. Ein wesentlicher Schwerpunkt des Seminars wird die Entwicklung der Hausarbeiten sein: Übungen zur Themenfindung, -eingrenzung und Formulieren einer Fragestellung werden durch intensives Peer-Feedback ergänzt.

Methoden
Text- und Quellendiskussion, Einzel- und Gruppenarbeiten, Präsentationen

Leistungsanforderungen
Hausarbeiten

Literatur

  • Wolfram Siemann (Hg.). Umweltgeschichte. Themen und Perspektiven (München, 2003).
  • Frank Uekötter. Umweltgeschichte im 19. und 20. Jahrhundert (München, 2007).
  • Verena Winiwarter. Umweltgeschichte. Eine Einführung (Köln u.a., 2007).

UE Public History (236.053)
Erinnern und Gedenken im öffentlichen Raum

Kursleitung: Martina Gugglberger

Public History setzt sich mit Formen der Geschichtsdarstellung auseinander, die sich an eine breite Öffentlichkeit richtet, und erforscht diese. In der Übung sollen nicht nur verschiedene Definitionen und Debatten in diesem Bereich erörtert werden, sondern auch der Zusammenhang zwischen Kulturwissenschaften und Public History diskutiert werden – in theoretischer wie in praktischer Weise.

Ausgehend von zwei konkreten und aktuellen Projekten zu Erinnerungspolitik in Zusammenhang mit Frauen- und Geschlechtergeschichte in Oberösterreich im 20. Jahrhundert können Studierende Herangehensweisen und Realisierungen von Gedenkprojekten im öffentlichen Raum erleben und diskutieren.

Den Auftakt bildet am 5. Oktober eine Veranstaltung auf der Kunstuniversität, auf der über ein Denkmal für Frauen im Widerstand im Nationalsozialismus in Oberösterreich debattiert wird. Im Foyer werden im Vorfeld die vier Endauswahl-Projekte für ein solches Denkmal vorgestellt und bieten die Möglichkeit Formen und Narrative der Einreichungen vergleichend zu betrachten.

Im November besucht die LVA eine weitere Veranstaltung: Das Theaterstück "Pfeift", greift das Leben der Pionierin der sozialdemokratischen Frauenbewegung in Oberösterreich Marie Beutlmayr auf. Auch in diesem Zusammenhang können die Studierenden hinter die Kulissen des Projekts blicken und ev. Selbst einen Beitrag zu einer Ausstellung erarbeiten.

Anforderung:
Teilnahme an den Veranstaltungen, Anwesenheitspflicht, Lektüre der Grundlagentexte, aktive Teilnahme an den Diskussionen, Ausarbeitung eines Themas bzw. Umsetzung einer projektbezogenen Aufgabenstellung

Literatur wird in der LVA bekannt gegeben.

KO: Fachwissenschaftliche Lehrveranstaltung(en) aus den historischen Fächern (235.007)
Neue Forschungen zur Geschichte des Nationalsozialismus

LVA-Leitung: Marcus Gräser

Wohl kaum eine Epoche aus der neueren Geschichte des deutschsprachigen Raums nimmt so viel Platz ein in der Forschung und in der öffentlichen Diskussion wie die des Nationalsozialismus. Für fast alle Felder – von der Frage nach der Mitgliederbasis und der Wählerschaft der NSDAP über die Idee und Realität der „Volksgemeinschaft“ bis hin zu Prozessen und Strukturen in der Judenvernichtung – hat es in den letzten Jahren zahlreiche neue Erkenntnisse gegeben, die unser Bild der NS-Herrschaft wesentlich geprägt haben. Die LVA ist als Vorlesung und Übung konzipiert, das heißt, es wird neben dem Vortrag des LVA-Leiters auch die Gelegenheit zur gemeinsamen Diskussion und zu eigenständiger studentischer Arbeit geben. Das Lernziel der LVA besteht darin, sich mit den neuesten Forschungsergebnissen vertraut zu machen um damit zugleich auch Wandel und Fortschritte in der Forschung zum Nationalsozialismus der letzten Jahrzehnte begreifen zu können.

Literatur:

  • Jürgen W. Falter, Hitlers Wähler. Die Anhänger der NSDAP 1924-1933, Frankfurt am Main 2020
  • Ulrich Herbert, Das Dritte Reich. Geschichte einer Diktatur, München 2016
  • Martina Steber und Bernhard Gotto (eds.), Visions of Community in Nazi Germany- Social Engineering and Private Lives, Oxford 2018

UE Schreibwerkstatt (236.936)

LVA-Leitung: Thomas Spielbüchler

Anmeldevoraussetzung
Keine; aber Empfehlung, die LV am Anfang des Studiums zu absolvieren;

Ziele
Vermittlung bzw. Wiederholung der Grundkenntnisse zum Schreiben von wissenschaftlichen Arbeiten als Leitfaden für SE-Arbeiten bzw. die MA-Arbeit;

Inhalte
In der LV wird der komplette Bogen rund um die Erstellung von wissenschaftlichen Arbeiten thematisiert: die Themenfindung, Recherche, Erstellung eines Konzepts, Arbeiten mit Texten, Schreiben der Arbeit und Präsentation der Ergebnisse.

Beurteilungskriterien
Positive Absolvierung der Übungen; die LV-Note ergibt sich aus den einzelnen Übungsnoten und der aktiven Mitarbeit.

Lehrmethoden
Vortrag und Diskussion der Übungen;

Abhaltungssprache
Deutsch

Literatur
Skript (wird zur Verfügung gestellt)

UE Schreibwerkstatt (236.937)

LVA-Leitung: Thomas Spielbüchler

Anmeldevoraussetzung
Keine; aber Empfehlung, die LV am Anfang des Studiums zu absolvieren;

Ziele
Vermittlung bzw. Wiederholung der Grundkenntnisse zum Schreiben von wissenschaftlichen Arbeiten als Leitfaden für SE-Arbeiten bzw. die MA-Arbeit;

Inhalte
In der LV wird der komplette Bogen rund um die Erstellung von wissenschaftlichen Arbeiten thematisiert: die Themenfindung, Recherche, Erstellung eines Konzepts, Arbeiten mit Texten, Schreiben der Arbeit und Präsentation der Ergebnisse.

Beurteilungskriterien
Positive Absolvierung der Übungen; die LV-Note ergibt sich aus den einzelnen Übungsnoten und der aktiven Mitarbeit.

Lehrmethoden
Vortrag und Diskussion der Übungen;

Abhaltungssprache
Deutsch

Literatur
Skript (wird zur Verfügung gestellt)

KS Geschichte Europas (236.907)
Der Kalte Krieg: Konzepte und Interpretationen

LVA-Leitung: Falko Schnicke

Eigentlich scheint alles klar: Der Kalte Krieg ist bekannt als die ideologische und teilweise militärische Konfrontation der Blöcke in Ost und West nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges. So einfach ist es allerdings nicht, denn welche Rolle spielen die Staaten neben der USA und der Sowjetunion und wie ordnen wir die Dekolonialisierung ein? Wie die Zusammenarbeit zwischen den Blöcken, die es auch gab, und wie die blockfreie Bewegung? Und: Ist der Kalte Krieg eigentlich vorbei oder erleben wir aktuell tatsächlich einen „Neuen Kalten Krieg“, wie mancherorten behauptet wird? Das Seminar wird daher verschiedene Konzepte des Kalten Krieges und unterschiedliche Interpretationen diskutieren, um ein umfassenderes Bild des Kalten Krieges zu erarbeiten.

Methoden
Text- und Quellendiskussion, Einzel- und Gruppenarbeiten

Leistungsanforderungen
Reflexionspapier

Literatur

  • Melvyn P. Leffler u. Odd Arne Westad (Hg.). The Cambridge History of the Cold War. 3 Bände (Cambridge u.a., 2010).
  • Federico Romero. Cold War Historiography at the Crossraods. Cold War History 14 (2014): 685-703.

KS Gesellschaftstheorien (236.902)
Weltgesellschaft

LVA-Leitung: Veronika Wittmann

Beschreibung
In der Lehrveranstaltung wird die Thematik der Weltgesellschaft anhand verschiedener theoretischer Ansätze erarbeitet.

Ziele
Ziel der Lehrveranstaltung ist Weltgesellschaft als Kontext, als Gegenstand und auch als Herausforderung der Sozialwissenschaften zu begreifen.

Inhalte
Der Schwerpunkt liegt auf der Rekonstruktion soziologischer und politikwissenschaftlicher Theorien zu Weltgesellschaft. Es erfolgt eine Vertiefung dessen, wie in verschiedenen Ansätzen Weltgesellschaft konzeptualisiert wird.

Umsetzung
Partizipation in Diskussionsforen; Klausur; Verfassen von Reflexionsarbeiten.


Literatur

  • Wittmann, Veronika 2011: Weltgesellschaft. In: Kleines Lexikon der Politik. hrsg. von Dieter Nohlen/Florian Grotz. 5. Auflage. München: Verlag C.H. Beck, S. 685-687.
  • Wittmann, Veronika 2014: Weltgesellschaft. Rekonstruktion eines wissenschaftlichen Diskurses. Baden-Baden: Nomos Verlag.

IK: Politik und Medien in der Praxis (236.913)
Printjournalismus

LVA-Leitung: Thomas Spielbüchler und Martin Dunst

Ziel der LVA ist eine Stärkung der Medienkompetenz. Die Analyse von Inhalten setzt Wissen um den Produktionsprozess eines Mediums sowie basale Kenntnisse der journalistischen Methodik voraus. In Kooperation mit einem Journalisten und den OÖN werden diese Basics erarbeitet (tw. im Medienhaus, Promenade 23).

Inhalte
Mit dem theoretisch erarbeiteten Wissen werden zunächst einfache Texte erstellt, um journalistisches Arbeiten zu üben. Diese Übungen sind Voraussetzung für die Erstellung eines Magazins zu einer grob definierten Thematik, die am Anfang des Semesters bekannt gegeben wird. Dabei funktionieren die TeilnehmerInnen als selbstorganisierte Redaktion um das Magazin zu planen, zu recherchieren und zu produzieren.

Beurteilungskriterien
Anwesenheitspflicht zu den Blockterminen, positive Absolvierung der Übungen und Mitarbeit an dem gemeinsam erstellten Magazin zu einem noch festzulegenden Thema.

Lehrmethode
Vortrag, Übungen

Abhaltungssprache
Deutsch

Literatur
Wird in der LV bekannt gegeben

IK: Zeitgeschichte: Strukturen und Prozesse (236.938)
Das nachkoloniale Afrika

LVA-Leitung: Thomas Spielbüchler

Ziel der Lehrveranstaltung ist die reflektierte Auseinandersetzung mit der politischen Geschichte im postkolonialen Afrika.

Inhalt:
Nach dem Rückzug der Kolonialmächte standen die Regierungen der jungen afrikanischen Staaten vor der Herausforderung, moderne Staaten aufzubauen. Dabei waren eine ganze Reihe von Hindernissen zu überwinden. Teilweise gelang dies, in vielen Fällen aber nicht.
In dieser Lehrveranstaltung liegt der Fokus auf den Problemfeldern der nachkolonialen Geschichte in Afrika – Probleme, die zu einer Reihe von Konflikten und schwachen bzw. gescheiterten Staaten geführt haben. Hier werden aber auch die in Afrika diskutierten Lösungsstrategien thematisiert, mittels denen die für viele Staaten negative Dynamik durchbrochen werden sollte.

Methode:
Allgemeine Einführung, Referate, Diskussionen, schriftliche Arbeit – Teile der LVA werden digital angeboten, der 1. LVA-Termin und mindestens die Hälfte der restlichen Termine werden in Präsenz abgehalten.

Beurteilungskriterien:
Prüfungsimmanente LV, Exzerpt zur Basisliteratur, Präsentation des eigenen Themas, Abgabe eines Konzepts zur SE-Arbeit, SE-Arbeit.

Abhaltungssprache:
Deutsch, Literatur tw. in Englisch!

Basisliteratur:
Rainer Tetzlaff: Afrika. Eine Einführung in Geschichte, Politik und Gesellschaft, Wiesbaden 2018.

IK Konstruktion von Geschichte (236.906)
Erinnerungskultur und Geschichtspolitik

LVA-Leitung: Birgit Kirchmayr

Der Intensivkurs „Konstruktion von Geschichte“ geht von der theoretischen Annahme der Konstruiertheit von Geschichte aus. Die Darstellung von Geschichte ist kein bloßes und direktes Abbild einer Vergangenheit, sondern immer abhängig von zeitgenössischen Rahmenbedingungen und damit vom jeweiligen Kontext, in dem wir uns der Vergangenheit annähern und Fragen an sie stellen.  Dies zeigt sich besonders deutlich, wenn wir uns mit der Erinnerungskultur und Geschichtspolitik in Bezug auf Nationalsozialismus, Zweiter Weltkrieg und Shoah, aber auch auf andere diktatorische Herrschaftssysteme auseinandersetzen.
Im Intensivkurs werden wir vor allem anhand theoretischer Texte die Begrifflichkeiten von Erinnerung, Gedächtnis, Erinnerungskultur und Geschichtspolitik beleuchten und uns auch mit konkreten Problemfeldern österreichischer und europäischer Erinnerungskultur(en) auseinandersetzen.
Eine Blockeinheit ist der Teilnahme an einer Tagung zum Thema „Ver/Störende Orte“ an der Kunstuniversität Linz gewidmet, bei der ExpertInnen zum Thema referieren werden.

Methode
Vorträge, Lektüre von Texten, Gruppendiskussionen

Leistungsanforderungen
Anwesenheit, Verfassen von Lektüreprotokollen, Moderation zu einem Text

Literatur
Wird in der LVA bekanntgegeben.

SE Masterarbeitsseminar (236.935)
(Begleitung der Masterarbeit)
 

LVA-Leitung: Veronika Wittmann, Franz Nuscheler

Beschreibung
Das Seminar ist gerichtet an Studierende, welche im Bereich der Politischen Bildung eine Masterarbeit schreiben.

Ziele
Auseinandersetzung mit grundlegenden theoretischen Ansätzen der sozialwissenschaftlichen Forschung.
Erarbeitung von Zugängen zur Theorie, Methodenwahl und Gliederung einer Masterarbeit.
Klärung der Anforderungen an wissenschaftliche Arbeiten.

Umsetzung
Präsentation; eigenständiges Literaturstudium; Verfassen einer Masterarbeit.
Erarbeitung von Techniken wissenschaftlichen Arbeitens.
Darstellung und Diskussion des Aufbaus einer wissenschaftlichen Arbeit mit allen Studierenden, die an der Lehrveranstaltung teilnehmen.

Voraussetzungen
Formale Kriterien zum Erwerb eines Lehrveranstaltungsscheines sind neben der Präsentation und der Darstellung des Konzeptes eine aktive Teilnahme an den Diskussionsrunden.

UE: Lektürekurs: Global Studies (236.048)

LVA-Leitung: Veronika Wittmann

The first and second sessions aim at providing students with an introduction to Global Society: from the World in 1900 up to the Global society in the New Millennium. In this session, students will also be introduced to viewpoints of Globalization Debates, Defining Globalization, Globalization and (In)Equality as well as (Re)constructing Future Globalizations.

Students then focus in the third and fourth session on some of the main concepts with regard to concepts of World society: raising questions of why study world society, conceptualizing and models of world society as well as the question of movement from International to World Society.

The fifth session is devoted to aspects of Civilizing World Politics: Society and Community Beyond The State, World Society and the Nation-State, who’s making global civil society as well as the question of Civil Society, the State, and the Limits to Global Civil Society.

The course is completed by a final session on Sociological Cosmopolitism, including aspects of unpacking cosmopolitism for the social sciences as a research agenda,  the cosmopolitan imagination: critical cosmopolitanism and social theory, visuality, mobility and the cosmopolitan: inhabiting the world from afar as well as Global Governance or World Federalism, and a Cosmopolitan Dispute on Institutional Models.
Course objectives

To provide insights into different sociological perspectives of globalization.

Grading

The assessment of this course will be made based on following requirements:

  • Presentation of a selected topics in the seminar.
  • Participating in the Discussion Forums.
  • Find another article in a book or scientific journal that deals with your topic.

Write an abstract about the selected article and comment on the article.

Required reading

  • Crossly, Pamela K./Lees, Lynn H./Servos, John W. (ed.) 2004: Global Society: The World Since 1900, Boston/New York: Houghton Mifflin Company.
  • Scholte, Jan A. 2005: Globalization: a Critical introduction, Second edition, Hamshire/New York: Palgrave Macmillian.

VU: Global Studies: Grundlagen (236.044)

LVA-Leitung: Franz Nuscheler

Schwerpunktthemen sollen in die Kernthemen der Global Studies einführen, wobei der Politikwissenschaftler und Entwicklungsexperte welt- und entwicklungspolitische Aspekte in den Mittelpunkt rücken wird:

  • Konstellationen und Machtverschiebungen in der Weltpolitik
  • Die Herausforderungen der „Weltrisikogesellschaft“
  • Ressourcenkonflikte („Wasserkonflikte“ und „Klimakriege“)
  • Reichtum und Armut in der Weltgesellschaft: Was lehren uns die Weltberichte?
  • Global Governance: Politologische Wundertüte oder realpolitische Illusion?
  • Die Welt in Bewegung: Internationale Migrationsprozesse
  • Bilanz der internationalen Entwicklungspolitik

Die Vorlesung mit viel Interaktion wird mit einer Klausur auf der Grundlage von wichtigen Texten (im KUSSS) abgeschlossen.

SE Global Studies: Gesellschaft und Politik (236.051)

LVA-Leitung: Veronika Wittmann

Beschreibung
In der Lehrveranstaltung werden globale Trends – Prozesse der sozialen, kulturellen und politischen Globalisierung, Nord-Süd Beziehungen sowie Weltgesellschaft und Globale Politik – anhand verschiedener theoretischer Ansätze erarbeitet.

Ziele
Ziel der Lehrveranstaltung ist das Analysieren und Verstehen von globalen Entwicklungen.

Inhalte
Vertiefung der sozialwissenschaftlichen Kenntnisse zu weltpolitischen und weltgesellschaftlichen Themen.

Umsetzung
Präsentation; eigenständiges Literaturstudium; Verfassen einer Seminararbeit.

Literaturhinweis
Es wird eine Literaturliste im Seminar zur Verfügung gestellt. Darüber wird eine eigenständige Literaturrecherche erwartet.

SE: Global Studies: Grundlagen (236.045)

LVA-Leitung: Veronika Wittmann

In der Lehrveranstaltung werden globale Trends – Prozesse der sozialen, kulturellen und politischen Globalisierung, Nord-Süd Beziehungen sowie

Weltgesellschaft und Globale Politik – anhand verschiedener theoretischer Ansätze erarbeitet.

Ziel der Lehrveranstaltung ist das Erlernen der eigenständigen Bearbeitung von ausgewählten Bereichen der Forschungen zu Globalen Trends sowie die Vertiefung der sozialwissenschaftlichen Kenntnisse zu weltpolitischen und welt-gesellschaftlichen Themen einschließlich der Ansätze der kulturellen Transformationsprozesse der Globalisierung.

SE: Doktoratseminar Geschichte (236.039)
Regionalgeschichte: Traditionen, Theorien und Methoden

LVA-Leitung: Marcus Gräser

Eine hohe Zahl an Arbeiten aus der historischen Forschung – zumal viele Dissertationen – bearbeiten explizit oder implizit regionalgeschichtliche Themen: Die Fragestellungen mögen über die Geschichte einer Region hinausgehen, aber das Quellenmaterial ist nicht selten regionalspezifisch. Von daher bietet es sich an, in einem Doktoratsseminar Traditionen, Theorien und Methoden der Regionalgeschichte zu behandeln, um hier ein Bewusstsein für den gewählten Weg und seine Probleme zu schaffen. Zentral in der Diskussion – orientiert auch an den konkreten Dissertationsprojekten der Teilnehmenden – soll dabei die Frage sein, wie man Region und ‚Welt‘ miteinander verknüpfen kann. In diesem Zusammenhang wird auch der Vergleich zwischen Regionen und der Anspruch, transregionale Forschung zu leisten, angesprochen werden.

Einführende Literatur:

  • Francesca Brunet et al., Region und Welt (= Geschichte und Region, Jg. 30, 2021, Heft 1), Innsbruck 2021
  • Ewald Hiebl und Ernst Langthaler (Hg.), Im Kleinen das Große suchen. Mikrogeschichte in Theorie und Praxis (= Jahrbuch der Geschichte des ländlichen Raumes), Innsbruck 2012
  • Matthias Middell (ed.), The Routledge Handbook of Transregional Studies, London 2019