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LVA-Beschreibungen Wintersemester 2020/21

VO: Überblicksvorlesung Grundlagen der Neueren Geschichte (235.012)

LVA-Leitung: Marcus Gräser

Die Vorlesung gibt einen Überblick über Grundtendenzen der Neueren Geschichte im Zeitraum von ca. 1500 bis zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs 1914. Der Überblick geht dabei von einem globalgeschichtlichen Anspruch aus und beleuchtete die wesentlichen Grundgegebenheiten, die zur Verwandlung der Welt seit dem Beginn der europäischen Expansion in die „Neue Welt“ (und auch nach Afrika und Asien) geführt haben. Im Zentrum der Vorlesung steht dabei die Gesellschaftsgeschichte, d.h. ein Verständnis von Geschichte, das nach der Interaktion aus Gesellschaft, Wirtschaft, Politik und Kultur fragt. Den ‚roten Faden‘ der Vorlesung bildet die Frage nach der ‚Revolution‘ – was revolutioniert die moderne Welt? Sind es die ‚großen‘ Revolutionen in Nordamerika und Frankreich am Ende des 18.Jahrunderts – oder ist der Kolonialismus die revolutionäre Konstante in der Geschichte seit 1500? Oder ist gar die Reformation eine Revolution, deren geistige Konsequenzen Weltwirkung hatten? Schließlich: Welche Rolle spielt die Habsburgermonarchie in einer revolutionären Welt?
 

Literatur

  • Peter M. Judson, Habsburg. Geschichte eines Imperiums 1740-1918, München 2017
  • Jürgen Osterhammel, Die Verwandlung der Welt. Eine Geschichte des 19. Jahrhunderts, München 2009
  • Wolfgang Reinhard, Europa und die atlantische Welt, in: Ders. (Hg.), Geschichte der Welt: 1350-1750. Weltreiche und Weltmeere, München 2014, S. 669-831
  • Charles Tilly, Die europäischen Revolutionen, München 1993

SE: Seminar aus den Räumen und Dimensionen der Geschichte
Krisen, Kriege, Weltmacht: Die USA 1880-1945 (235.015)

LVA-Leitung: Marcus Gräser

In den Jahrzehnten nach dem Ende des Bürgerkriegs wachsen die USA in Etappen zur Weltmacht heran: Am Ende des 19. Jahrhunderts werden die USA zu einer Kolonialmacht im Karibik und im pazifischen Raum, mit dem Ende des Ersten Weltkriegs übernehmen sie für einen Augenblick die Hauptrolle in der Debatte um eine neue Friedensordnung und mit dem Ausgang des Zweiten Weltkriegs sind die USA als superpower etabliert. Zwangsläufig war diese Entwicklung natürlich nicht, begleitet und stimuliert wurde sie von schweren wirtschaftlichen Krisen, sozialen Auseinandersetzungen und intensiven Diskussionen um das amerikanische Selbstverständnis. Das Seminar will in gemeinsamer Quellenarbeit Gelegenheit geben, einen Überblick zur amerikanischen Geschichte in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts zu erwerben.
 

Literatur

  • Alan Dawley, Struggles for Justice: Social Responsibility and the Liberal State, Cambridge 1991
  • A.G. Hopkins, American Empire: A Global History, Princeton 2018
  • Ira Katznelson, Fear Itself: The New Deal and the Origins of Our Time, New York 2013

PS: Proseminar aus den Epochen der Geschichte
Der Zweite Weltkrieg aus globalhistorischer Perspektive (235.009)

LVA-Leitung: Thomas Spielbüchler

Der Zweite Weltkrieg wird zumeist als einschneidendes historisches Ereignis in Europa betrachtet. Oft wird dabei vergessen, dass die historischen Entwicklungen, die zu dieser Katastrophe führten, global betrachtet werden müssen und im Kriegsverlauf tatsächlich weite Teile der Welt zu Kriegsschauplätzen wurden. Ziel dieser Lehrveranstaltung ist es, die globale Dimension der Ereignisse zu verstehen, die zum Zweiten Weltkrieg führten, diesen Krieg ausmachten und ihm folgten.

Inhaltlich steht dabei zunächst der Aufstieg von Faschismus und Nationalsozialismus im Vordergrund. Diese Entwicklungen passierten nicht im Geheimen und abgeschottet vor der internationalen Gemeinschaft, sondern hatten mit der japanischen Eroberung der Mandschurei 1931, dem italienischen Überfall auf Abessinien 1935 oder Hitlers Einmarsch im Rheinland 1936 deutliche internationale Implikationen. Wie reagierte das internationale System darauf? Die Kampfhandlungen des Zweiten Weltkriegs erstreckten sich bald über mehrere Kontinente und Ozeane. Diese globale Dimension des Kriegs soll beleuchtet werden, ebenso wie die unmittelbaren Auswirkungen nach dem Kriegsende.

Methoden
Einführung in die Thematik, danach selbstständige Ausarbeitung des PS-Themas, Präsentation und Diskussion. Der Fokus liegt auf dem wissenschaftlichen Arbeiten an einem Thema.

Leistungsanforderungen
Anwesenheit; Literaturexzerpt, selbstständige Ausarbeitung der gewählten PS-Themen gemäß den Anforderungen für wissenschaftliche Arbeiten, Präsentation und Diskussion.

Literatur

  • Ian Kershaw: Höllensturz. Europa 1914-1949, München 2016.
  • Klaus Hildebrand (Hg.): 1939 – an der Schwelle zum Weltkrieg: Die Entfesselung des 2. Weltkriegs und das internationale System, Berlin 1990.
  • Thematische Beiträge auf der Homepage der Bundeszentrale für Politische Bildung www.bpb.de.

KO: Klassische Arbeitstechniken (235.018)

LVA-Leitung: Thomas Spielbüchler

Diese LVA ist eine anwendungsorientierte Einführung in den kritischen Umgang mit schriftlichen, bildlichen und gegenständlichen Quellen in der Geschichtswissenschaft.


Methoden
Kennenlernen und praktische Anwendung der einzelnen Teilaspekte durch Vortrag, Übungen und Lehrausgänge in Linz.


Leistungsanforderungen
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung, Anwesenheit, Mitarbeit, Erbringen von vorgegebenen schriftlichen Übungen.


Literatur
Wird in der LVA bekannt gegeben.

SE: Seminar aus den Räumen und Dimensionen der Geschichte
Medizin & Mann & Macht – eine Geschichte des Gesundheitswesens vom 18. bis ins 20. Jahrhundert (235.017)

LVA-Leitung: Regina Thumser-Wöhs

Ausgehend von der Geschichte der Medizin in der Neuzeit legen wir einen Schwerpunkt auf die beiden Faktoren Männlichkeit und Macht. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts setzte in der Gesundheitspolitik ein Wandel dahingehend ein, dass neben einzelnen – zahlungskräftigen – Patient*innen die Gesundheit der Gesamtbevölkerung in den Fokus rückte. Die Medizin erfuhr im 19. Jahrhundert erstmals eine Neuorientierung hinsichtlich Diagnostik, therapeutischem Angebot und medizintechnischem Equipment. Im Zentrum der Lehrveranstaltung stehen somit nicht nur Behandlungsmethoden, sondern auch das Arzt-Patient*innen-Verhältnis, der Krankheits-/Gesundheitsdiskurs, die private/staatliche Absicherung der Gesundheitsversorgung sowie gendermedizinische Perspektiven und ihre Entwicklung bis in die Gegenwart.
 

Anforderung
Prüfungsimmanent; schriftliche/mündliche Arbeitsaufträge in Einzel-, Partner- und Gruppenarbeit, Beteiligung an der Diskussion; Referat und Seminararbeit.

Literatur (Auswahl)

  • Wolfgang U. Eckart, Die Wunden heilen sehr schön. Feldpostkarten aus dem Lazarett 1914–1918, Stuttgart 2013.
  • Wolfgang U. Eckart u. Robert Jütte, Medizingeschichte. Eine Einführung, Köln/Wien 22014.
  • Volker Hess (Hg.), Am Rande des Wahnsinns. Schwellenräume einer urbanen Moderne, Wien u.a. 2012.
  • Annika Hoffmann, Arzneimittelkonsum und Geschlecht. Eine historische Analyse zum 19. und 20. Jahrhundert, Stuttgart 2014.
  • Tilman Holzer, Die Geburt der Drogenpolitik aus dem Geist der Rassenhygiene. Deutsche Drogenpolitik von 1933 bis 1972, Norderstedt 2007.
  • Michael Hubenstorf (Hg.), Medizingeschichte und Gesellschaftskritik. Festschrift für Gerhard Baader, Husum 1997.
  • Sonja Kinzler, Das Joch des Schlafs. Der Schlafdiskurs im bürgerlichen Zeitalter, Köln/Wien 2011.
  • David B. Morris, Geschichte des Schmerzes, Frankfurt a.M. 1994.
  • Andreas Reuland, Menschenversuche in der Weimarer Republik, Norderstedt 2004.
  • Philipp Osten (Hg.), Patientendokumente. Krankheit in Selbstzeugnissen, Stuttgart 2010.
  • Hans-Christoph Seidel, Eine neue „Kultur des Gebärens“. Die Medikalisierung von Geburt im 18. und 19. Jahrhundert in Deutschland, Stuttgart 1998.
  • Regina Thumser-Wöhs, „… zauberlacht Unlust in blaue Heiterkeit“. Sucht und Kunst im 19. und frühen 20. Jahrhundert, Innsbruck/Wien/Bozen 2017.

SE: Seminar aus den Räumen und Dimensionen der Geschichte
Der Nationalsozialismus und seine Auswirkungen auf die jüdische Bevölkerung in Österreich (235.011)

LVA-Leitung: Birgit Kirchmayr

Das Seminar setzt sich mit der Geschichte der jüdischen Bevölkerung Österreichs nach dem „Anschluss“ von 1938 auseinander. Die antisemitische Politik des nationalsozialistischen Regimes hatte unmittelbare Auswirkungen auf jene Menschen, die nach den Nürnberger Rassegesetzen als „jüdisch“ definiert wurden. Dies reichte vom Ausschluss aus dem Wirtschafts-, Berufs- und öffentlichen Leben bis hin zur physischen Vernichtung in der Shoa, der annähernd 65.000 Menschen in Österreich zum Opfer fielen. Der Bruch von 1938 soll verdeutlicht werden, indem auch die Zeit davor näher betrachtet und jüdische Lebens- und Alltagsgeschichte, auch im lokalen Kontext, in Augenschein genommen wird. Fokussiert wird auch auf die Zeit nach 1945 und den Versuch von „Wiedergutmachung“ und einem Neuaufbau jüdischen Lebens in Österreich.

Methoden
Inputvorträge, Diskussion von Grundlagentexten und Quellen, audiovisuelle Quellen, Referate

Leistungsanforderungen
Aktive Beteiligung, Erstellen eines Referates und einer Seminararbeit

Literatur

  • Albert Lichtblau, Integration, Vernichtungsversuch und Neubeginn – Österreichisch-jüdische Geschichte 1848 bis zur Gegenwart, in: Eveline Brugger u.a. (Hg.), Geschichte der Juden in Österreich, Wien 2006, 447-565.
  • Verena Wagner, Jüdisches Leben in Linz. 1849-1943, 2 Bde, Linz 2008.
  • Michael John, „Bereits heute schon ganz judenfrei…“ Die jüdische Bevölkerung von Linz und der Nationalsozialismus, in: Fritz Mayrhofer/Walter Schuster (Hg.), Nationalsozialismus in Linz, Bd. 2, Linz 2001, 1311-1406.
     
  • Weitere Literaturempfehlungen werden in der Lehrveranstaltung gegeben.

KO: Klassische Arbeitstechniken (235.019)

LVA-Leitung:

Das KO führt in zentrale Arbeitstechniken der Geschichtswissenschaften ein und vermittelt deren Anwendung durch praxisorientierte Übungen anhand von Primärquellen. Ausgehend von theoretischen Einführungen zu Quellen und ihrer Interpretation sowie den grundlegenden Kenntnissen der Quellen-kunde wird das Lesen alter Handschriften geübt, Grundtechniken von Diplomatik, Chronologie, Statistik, Quellenkritik und Quelleninterpretation. Diese Techniken werden mit Quellenkunde verknüpft, wo-bei vielfältige Quellentypen (Urkunden, Gesetze, Testamente, Notariatsakten, Tagebücher, Statistiken, Zeitungen) behandelt werden. Im praxisorientierten Teil des KO, der in Blockterminen abgehalten wird, werden Themen anhand des Besuchs von Archiven, Museen, Bibliotheken und einem historischen Stadtrundgang erarbeitet, wo der Einsatz der Arbeitstechniken für die didaktische Vermittlung im Schulunterricht geübt wird.
 

Didaktik
Vorträge des LV-Leitenden, Textdiskussionen, Gruppenarbeiten, Einzelreferate

Leistungsanforderungen
Die Note setzt sich aus mehreren kleineren Arbeitsaufträgen, die schriftlich abzugeben sind, zusammen, wobei das stärkste Gewicht auf das auf dem Stadtrundgang zu haltende Gruppenreferat entfällt. Alle Aufgaben sind pünktlich schriftlich abzugeben. Daneben sind eine regelmäßige Anwesenheit (maximal 2x Fehlen) und aktive Mitarbeit (Fragen, Diskussionen) wichtige Voraussetzungen für einen erfolgreichen Abschluss der Lehrveranstaltung.

Literatur

  • Howell, Martha / Prevenier, Walter, Werkstatt des Historikers. Eine Einführung in die historischen Methoden, Köln 2004.
  • Pauser, Josef – Scheutz, Martin – Winkelbauer, Thomas (Hg.), Quellenkunde der Habsburgermo-narchie (16.-18. Jahrhundert). Ein exemplarisches Handbuch, Wien – München 2004.

PS: Proseminar aus den Epochen der Geschichte
 (235.010)

LVA-Leitung:

KO: Übungen zum wissenschaftlichen Arbeiten (235.005)

LVA-Leitung: Daniel Hanglberger

Ziel dieser Lehrveranstaltung ist die Vermittlung der Grundkenntnisse wissenschaftlichen Arbeitens. Begonnen wird mit einer Thematisierung des Zwecks wissenschaftlicher Methoden. Davon ausgehend werden die wesentlichen Elemente historischen wissenschaftlichen Arbeitens thematisiert: Literatur und Quellen und Umgang damit sowie Recherchemethoden; Elemente wissenschaftlicher Arbeiten, Konzeption und Abfassung derselben; Relevanz und Einübung korrekter Zitationsweisen.

Methoden
Vorträge des LV-Leitenden in die Thematik, Textdiskussionen, Einzel- und Gruppenübungen, schriftliche Übungsarbeit und Präsentation, Diskussionen

Leistungsanforderungen
Anwesenheit und aktive Mitarbeit, vollständige Erledigung der schriftlichen und mündlichen Arbeitsaufträge

Literatur

  • Freytag, Nils/Piereth, Wolfgang: Kursbuch Geschichte: Tipps und Regeln für wissenschaftliches Arbeiten, Paderborn 2004.
  • Jordan, Stefan: Theorien und Methoden der Geschichtswissenschaft, Paderborn 2016.
  • Schmale, Wolfgang: Schreib-Guide Geschichte. Schritt für Schritt wissenschaftliches Schreiben lernen,   Stuttgart/Köln 2012.

PS: Proseminar Geschichte
Kultur und Nation. (236.050)

LVA-Leitung: Marcus Gräser

Das Proseminar führt ein in die Geschichte des Verhältnisses von Kultur und Nation und will damit zwei Schlüsselbegriffe der modernen Welt zu klären versuchen. Seit dem Ende des 18. Jahrhunderts wurde, im deutschen Sprachraum angestoßen vor allem von Johann Gottfried Herder, immer intensiver ein Zusammenhang zwischen der Nation und ihrer Kultur hergestellt, und umgekehrt: Gibt es Nationen, weil Menschen über eine gemeinsame ‚Kultur‘ (Lebensweisen) verfügen (die im wesentlichen durch Sprache hergestellt wird)? Gibt eine Nation den (staatlichen) Rahmen vor, in dem sich Kultur dann erst entfalten kann? Was ist Nationalkultur, was sind Kulturnationen? Und wie verhält sich eine partikulare, auf die Nation bezogene Kultur zum universalen Anspruch, den Kultur auch haben kann? Und was geschieht, wenn – unterschiedliche Nationen mit unterschiedlichen Kulturen in einem Staat versammelt sind, wie etwa in der Habsburgermonarchie? Das Proseminar führt am Beispiel dieses Themas ein in Denk- und Arbeitsweisen der Geschichtswissenschaft.
 

Literatur:

  • Ernst Bruckmüller, Nation Österreich. Kulturelles Bewußtsein und gesellschaftlich-politische Prozesse, Wien 1996
  • Ernest Gellner, Nationalismus. Kultur und Macht, Berlin 1999
  • William M. Johnston, Der österreichische Mensch. Kulturgeschichte der Eigenart Österreichs, Wien 2010

VL: Einführung Geschichte
Kulturgeschichte (236.049)

LVA-Leitung: Regina Thumser-Wöhs


Der Begriff „Kultur“ führt als Leitmotiv durch die Vorlesung. Fragen, die uns beschäftigen werden, sind: was ist Kultur und was ist Geschichte bzw. was haben die beiden miteinander zu tun? Die Vorlesung zeigt nicht nur die Geschichte der Kulturgeschichte bis hin zu den „Cultural Turns“ auf, sondern verweist anhand praktischer Beispiele auf Möglichkeiten und Grenzen der Kulturgeschichtsschreibung.

Die Erreichung des Lehrziels erfolgt durch Input (Vorträge, Texte, Diskussionen) der Vortragenden und durch die begleitende Erarbeitung des Lehrstoffs durch die Studierenden. Die Lernzielkontrolle findet in Form einer schriftlichen Klausur statt. Studierende müssen vor allem ihre Fähigkeit zur Vernetzung der Lehrinhalte und die kritische Reflexion des Lehrstoffs nachweisen.
 

Literatur (Auswahl)

  • Aleida Assmann: Erinnerungsräume. Formen und Wandlungen des kulturellen Gedächtnisses, München 1999.
  • Jan Assmann: Das kulturelle Gedächtnis. Schrift, Erinnerung und politische Identität in frühen Hochkulturen. München 1999.
  • Peter Burke: What is Cultural History? Cambridge 2004.
  • Peter Gay: Die Moderne. Eine Geschichte des Aufbruchs. Frankfurt a.M. 22009.
  • Lynn Hunt (Hg.): The New Cultural History. Berkeley/Los Angeles/London 1989.
  • Christina Lutter: Kulturgeschichte. Fragestellungen, Konzepte, Annäherungen. Innsbruck/Wien 2004.
  • Michael Maurer: Kulturgeschichte. Eine Einführung. Köln/Weimar/Wien 2008.
  • Silvia Serena Tschopp (Hg.): Kulturgeschichte. Stuttgart 2008.
  • Manfred Wagner: Europäische Kulturgeschichte gelebt, gedacht, vermittelt. Wien u.a. 2009.

PS: Einführung wissenschaftliches Arbeiten (236.052)

LVA-Leitung: Andreas Enderlin-Mahr

Im Proseminar lernen die Studierende grundlegende Fähigkeiten des wissenschaftlichen Arbeitens und vertiefen diese anhand verschiedener kulturwissenschaftlicher Übungsthemen, wobei versucht wird, ein möglichst breites Spektrum zu behandeln. Neben den Theorien, Methoden und Arbeitstechniken wird insbesondere die gute wissenschaftliche Praxis vermittelt.
 

Themenblöcke

  • Einführung in das Gebiet der Kulturwissenschaften
  • Theorie und Methodik in den Kulturwissenschaften
  • Arbeitstechniken (u.a. Themenfindung, Literaturrecherche-Lesen-Exzerpieren, Formulierung von Hypothesen/Fragestellungen, wissenschaftliches Zitieren, Präsentationstechniken & wissenschaftliche Kommunikation, Verfassen einer wissenschaftlichen Arbeit)
     

Methoden
Heranführen an die grundlegenden Aspekte des wissenschaftlichen Arbeitens durch Reflektion und Diskussion der wissenschaftlichen Praxis; kritische Arbeit mit Beispielen und Texten; Übungen, insbesondere praxisnahe Schreib- und Arbeitsaufgaben.
 

Leistungsanforderungen

  • Anwesenheit (max. 2 Fehleinheiten), aktive Teilnahme und Mitarbeit im Proseminar
  • Reflexionspapiere zur Pflichtlektüre, jeweils max. ½ Seite
  • Präsentation (15 Minuten)
  • Literaturliste: mind. 5 wiss. Literaturtitel
  • Proseminararbeit zu einem vorgegebenen Thema (10 Textseiten, min. 10 Literaturtitel)
  • Studierende müssen vor allem ihre Fähigkeit zur Vernetzung der Lehrinhalte und die kritische Reflexion des Lehrstoffs nachweisen.


Literatur

  • Aleida Assmann, Einführung in die Kulturwissenschaft. Grundbegriffe, Themen, Fragestellungen (Berlin 2006).
  • Lutz Mussner, Kulturwissenschaften: Forschung, Praxis, Positionen. (Wien 2002).
  • Doris Bachmann-Medick, Cultural Turns. Neuorientierungen in den Kulturwissenschaften (Reinbek 2006).
  • Klaus P. Hansen, Kultur und Kulturwissenschaft. Eine Einführung (4. Auflage, Tübingen 2011).
  • Martha Howell, Walter Prevenier, Werkstatt des Historikers. Eine Einführung in die historischen Methoden (Köln 2004).

SE Kulturgeschichte
 (236.036)

LVA-Leitung:

UE Public History (236.053)

Kursleitung: Martina Gugglberger

Public History setzt sich mit Formen der Geschichtsdarstellung auseinander, die sich an eine breite Öffentlichkeit richtet, und erforscht diese. In der Übung sollen nicht nur verschiedene Definitionen und Debatten in diesem Bereich erörtert werden, sondern auch der Zusammenhang zwischen Kulturwissenschaften und Public History diskutiert werden – in theoretischer wie in praktischer Weise.

Das Schwerpunktthema des Semesters widmet sich „belasteten Orten“, darunter werden Landschaften, Gebäude oder Relikte verstanden, die als eine Art „unerwünschtes Kulturerbe“, mit einer gewaltsamen, konfliktreichen oder mit Täterschaft verbundenen Vergangenheit in Verbindung gebracht werden. Der Umgang mit diesen Gebäuden und ihren Geschichten ist oft von jahrelangen politischen wie gesellschaftlichen Kontroversen begleitet, wie das aktuelle Beispiel des „Hitlerhauses“ in Braunau veranschaulicht.

Ziel der Lehrveranstaltung ist die Diskussion von theoretischen Debatten zu Erinnerung, Kulturerbe und Erinnerungspolitik sowie die praktische (ev. künstlerische) Auseinandersetzung mit konkreten „belasteten Orten“ in und rund um Linz. Teil der Lehrveranstaltung sind Exkursionen, z.B. in das Haus der Geschichte Österreichs nach Wien.
 

Anforderung:
Anwesenheitspflicht, Lektüre der Grundlagentexte, aktive Teilnahme an den Diskussionen, Ausarbeitung eines Themas bzw. Umsetzung einer projektbezogenen Aufgabenstellung

Literatur wird in der LVA bekannt gegeben.

SE Geschlechtergeschichte:
Geschlechtergeschichte der Provinz. Oberösterreich im 20. Jahrhundert (236.007)

Kursleitung: Martina Gugglberger

Das Seminar widmet sich der Geschichte Oberösterreichs im 20. Jahrhundert aus geschlechterhistorischer Perspektive. Die Bedeutung der Kategorie Geschlecht im Zusammenhang mit sozialer Ungleichheit, politischer Partizipation, Bildungschancen, Körperidealen, etc. wird aus einer regionalgeschichtlichen Perspektive erschlossen. Eine einleitende theoretische Diskussion untersucht die Begriffe „Peripherie“ und „Zentrum“ und das damit abgesteckte Verhältnis im Zusammenhang mit der Historischen Geschlechterforschung. Die Entwicklung der Frauen- und Geschlechtergeschichte sowie zentrale Theorien und Methoden werden im Laufe des Semesters vorgestellt.
Anhand von zeitgenössischen Quellen (z.B.: Zeitungsartikeln) sollen Studierende analysieren, welche Bedeutung die Kategorie Geschlecht z.B.: bei Wahlen, in der Sportberichterstattung, für politische Parteien, im Gesundheitswesen, im Kulturbereich, am Arbeitsmarkt etc. zukam und welche Geschlechterdiskurse leitend waren.

Methoden
Vortrag, (Text-)Diskussionen, Einzel- und Gruppenarbeiten

Leistungsanforderungen
Übungsaufgaben, Beteiligung an der Diskussion sowie mündliche Präsentation und schriftliche Ausarbeitung eines Seminarthemas.

Literatur

  • Andrea Griesebner, Feministische Geschichtswissenschaft. Eine Einführung, Wien 2012, 2. Aufl..
  • Maria Bühner/Maren Möhring, Europäische Geschlechtergeschichte, Stuttgart 2018.
  • Gabriella Hauch, Frauen.Leben.Linz. Eine Frauen- und Geschlechtergeschichte im 19. Und 20. Jahrhundert, Linz 2013.
  • Gabriella Hauch (Hg.), Frauen in Oberdonau, Linz 2006.

UE Schreibwerkstatt (236.936)

LVA-Leitung: Thomas Spielbüchler

Anmeldevoraussetzung
Keine; aber Empfehlung, die LV am Anfang des Studiums zu absolvieren;

Ziele
Vermittlung bzw. Wiederholung der Grundkenntnisse zum Schreiben von wissenschaftlichen Arbeiten als Leitfaden für SE-Arbeiten bzw. die MA-Arbeit;

Inhalte
In der LV wird der komplette Bogen rund um die Erstellung von wissenschaftlichen Arbeiten thematisiert: die Themenfindung, Recherche, Erstellung eines Konzepts, Arbeiten mit Texten, Schreiben der Arbeit und Präsentation der Ergebnisse.

Beurteilungskriterien
Positive Absolvierung der Übungen; die LV-Note ergibt sich aus den einzelnen Übungsnoten und der aktiven Mitarbeit.

Lehrmethoden
Vortrag und Diskussion der Übungen;

Abhaltungssprache
Deutsch

Literatur
Skript (wird zur Verfügung gestellt)

IK: Politik und Medien in der Praxis
Printjournalismus (236.913)

LVA-Leitung: Thomas Spielbüchler und Martin Dunst

Ziel der LVA ist eine Stärkung der Medienkompetenz. Die Analyse von Inhalten setzt Wissen um den Produktionsprozess eines Mediums sowie basale Kenntnisse der journalistischen Methodik voraus. In Kooperation mit den OÖN werden diese Basics erarbeitet (tw. im Medienhaus, Promenade 23).

Inhalte
Mit dem theoretisch erarbeiteten Wissen werden zunächst einfache Texte erstellt, um journalistisches Arbeiten zu üben. Diese Übungen sind Voraussetzung für die Erstellung eines Magazins zu einer grob definierten Thematik, die am Anfang des Semesters bekannt gegeben wird. Dabei funktionieren die TeilnehmerInnen als selbstorganisierte Redaktion um das Magazin zu planen, zu recherchieren und zu produzieren.

Beurteilungskriterien
Anwesenheitspflicht zu den Blockterminen, positive Absolvierung der Übungen und Mitarbeit an dem gemeinsam erstellten Magazin zu einem noch festzulegenden Thema.

Lehrmethode
Vortrag, Übungen

Abhaltungssprache
Deutsch

Literatur
Wird in der LV bekannt gegeben

IK: Zeitgeschichte: Strukturen und Prozesse:
Schlüsseldokumente zum Kalten Krieg (236.938)

LVA-Leitung: Thomas Spielbüchler

Ziel der Lehrveranstaltung ist die reflektierte Auseinandersetzung mit Primärquellen zum Kalten Krieg. Die ideologische Auseinandersetzung zwischen Ost und West wird auf Basis von ausgewählten Dokumenten kritisch beleuchtet.

Inhalt
Der Kalte Krieg prägte die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts. Nach einer generellen Einführung zu Problematik und Methodik werden einzelne Aspekte dieser Auseinandersetzung auf Basis von Dokumenten behandelt. Diese Dokumente stehen dabei im Zentrum der Untersuchung. Ausgehend davon werden zentrale Themen des Kalten Kriegs, wichtige Entwicklungen, weitreichende Entscheidungen oder dramatische Situationen beleuchtet.
Aufgabe der TeilnehmerInnen ist neben dem Lesen eines Übersichtswerkes die Arbeit mit einer Quelle: kurze Quellenkritik die Einordnung der Dokumente in das jeweilige historische Umfeld: Situation und Rahmen, Überlegungen zur Zielsetzung und tatsächliche Auswirkung. Durch diese Aufgabenstellung weist die Lehrveranstaltung auch einen gewissen Forschungscharakter auf.

Methode
Allgemeine Einführung, Referate, Diskussionen, schriftliche Arbeit

Beurteilungskriterien
Prüfungsimmanente LV, bei der Präsentation, schriftliche Arbeit zur Quelle sowie die kritische Beurteilung der Arbeit einer Kollegin / eines Kollegen nach einem transparenten Schlüssel gewichtet werden.

Abhaltungssprache
Deutsch, Literatur/Quellen tw. in Englisch!

Basisliteratur

  • Rolf Steininger (2003): Der Kalte Krieg. Fischer, Frankfurt/Main.
  • Zusätzliche Literatur: Odd Arne Westad (2019): Der Kalte Krieg, Stuttgart.

KS Geschichte Europas:
Die Idee Europa: Entwürfe zum „Ewigen Frieden“? (236.907)

LVA-Leitung: Daniel Hanglberger

Im Zuge verschiedener Krisen seit dem frühen 21. Jahrhundert wird auch oft von einer Krise Europas gesprochen. Die Europäische Union, oftmals geradezu als synonym für Europa verstanden, stünde vor existentiellen Herausforderungen, etwa durch die neuerliche Formulierung nationalstaatlicher Forderung ihrer Mitgliedsstaaten oder auch aufgrund ihrer demokratischen Defizite. Verteidiger/innen der europäischen Gemeinschaft werden dabei nicht müde auf die Bedeutung der EU für die längste Episode zumindest westeuropäischen Friedens in der Neuzeit zu verweisen und propagieren die Idee Europas als Friedensidee. Die EU wird dabei oft geradezu als ursprüngliche Variante dieser Idee wahrgenommen.

Nun muss jedoch nicht nur die Wahrnehmung der EU als originär ein Projekt des Friedens kritisch beleuchtet werden, sondern ebenso die Behauptung der Originalität dieser Idee, die bei näherer Betrachtung seit dem späten Mittelalter existiert. Im Kurs sollen daher ausgehend von einer kritischen Auseinandersetzung mit dem Begriff „Europa“ und seiner Bedeutung in Antike und Mittelalter, verschiedene Entwürfe zu einem europäischen Frieden bzw. einer europäischen Gemeinschaft untersucht werden. Dabei soll unter anderem Fragen nachgegangen werden, warum es vor dem späten Mittelalter keine derartigen Entwürfe gab, unter welchen Bedingungen sie also jeweils vorgebracht worden sind und von wem?

Neben der Wiederholung wesentlicher Grundlagen europäischer Geschichte zielt der Kurs auf den historisch-kritischen Umgang mit Quellen und der Vermittlung einer Sensibilität für die Relevanz zeitgenössischer Rahmenbedingungen für die Formulierung verschiedener Europa-Vorstellungen. Ebenso soll versucht werden, die Geschichte Europas in einen globalhistorischen Kontext einzubetten und ein Gespür für die historische Wandelbarkeit des Begriffs Europa zu vermitteln.

Vorausgesetzt wird ein Leseverständnis des Englischen, eine hohe Lesebereitschaft und aktive Teilnahme an den Diskussionen in der LVA.
 

Einführende Literatur

  • Barraclough, Geoffrey: Die Einheit Europas als Gedanke und Tat, Göttingen 1964.
  • Böttcher : Klassiker des europäischen Denkens: Friedens- und Europavorstellungen aus 700 Jahren europäischer Kulturgeschichte, Baden-Baden 2014.
  • Schmale, Wolfgang: Geschichte Europas, Wien 2000.


Anforderungen für Scheinerwerb

  • Präsentation (15-20 Minuten) & schriftliche Ausarbeitung als Powerpoint/Handout
    • 1 Woche im Voraus einzureichen
    • Struktur: wie wiss. Vortrag: mit erkenntnisleitender Fragestellung
    • Literaturliste: mind. 5 wiss. Literaturtitel/Quellen – die keine Webseiten sind!
    • Bereitstellung einer Pflichtlektüre zum eigenen Thema (nach Rücksprache mit dem LVA-Leiter), spätestens eine Woche vor der Präsentation;
  • Reflexionspapiere zur Pflichtlektüre
    • jeweils max. 1 Seite
    • Hochzuladen bei Moodle bis Montag-Abend vor der jeweiligen Sitzung
    • Entfällt für den Termin der eigenen Präsentation
    • Vollständigkeit der Reflexionspapiere ist Voraussetzung für einen positiven Abschluss der LVA – unabhängig von eigener Anwesenheit
  • Anwesenheit (max. 4 SWS Abwesenheit), aktive Teilnahme an den Diskussionen im Seminar
  • Bewertung: Präsentation (50%) & Reflexionspapiere (50%)

KS Gesellschaftstheorien:
Weltgesellschaft (236.902)

LVA-Leitung: Veronika Wittmann

Beschreibung
In der Lehrveranstaltung wird die Thematik der Weltgesellschaft anhand verschiedener theoretischer Ansätze erarbeitet.

Ziele
Ziel der Lehrveranstaltung ist Weltgesellschaft als Kontext, als Gegenstand und auch als Herausforderung der Sozialwissenschaften zu begreifen.

Inhalte
Der Schwerpunkt liegt auf der Rekonstruktion soziologischer und politikwissenschaftlicher Theorien zu Weltgesellschaft. Es erfolgt eine Vertiefung dessen, wie in verschiedenen Ansätzen Weltgesellschaft konzeptualisiert wird.

Umsetzung
Partizipation in Diskussionsforen; Klausur; Verfassen von Reflexionsarbeiten.


Literatur

  • Wittmann, Veronika 2011: Weltgesellschaft. In: Kleines Lexikon der Politik. hrsg. von Dieter Nohlen/Florian Grotz. 5. Auflage. München: Verlag C.H. Beck, S. 685-687.
  • Wittmann, Veronika 2014: Weltgesellschaft. Rekonstruktion eines wissenschaftlichen Diskurses. Baden-Baden: Nomos Verlag.

SE Masterarbeitsseminar (Begleitung der Masterarbeit) (236.935)

LVA-Leitung: Veronika Wittmann, Franz Nuscheler

Beschreibung
Das Seminar ist gerichtet an Studierende, welche im Bereich der Politischen Bildung eine Masterarbeit schreiben.

Ziele
Auseinandersetzung mit grundlegenden theoretischen Ansätzen der sozialwissenschaftlichen Forschung.
Erarbeitung von Zugängen zur Theorie, Methodenwahl und Gliederung einer Masterarbeit.
Klärung der Anforderungen an wissenschaftliche Arbeiten.

Umsetzung
Präsentation; eigenständiges Literaturstudium; Verfassen einer Masterarbeit.
Erarbeitung von Techniken wissenschaftlichen Arbeitens.
Darstellung und Diskussion des Aufbaus einer wissenschaftlichen Arbeit mit allen Studierenden, die an der Lehrveranstaltung teilnehmen.

Voraussetzungen
Formale Kriterien zum Erwerb eines Lehrveranstaltungsscheines sind neben der Präsentation und der Darstellung des Konzeptes eine aktive Teilnahme an den Diskussionsrunden.

UE: Lektürekurs: Global Studies (236.048)

LVA-Leitung: Veronika Wittmann

The first and second sessions aim at providing students with an introduction to Global Society: from the World in 1900 up to the Global society in the New Millennium. In this session, students will also be introduced to viewpoints of Globalization Debates, Defining Globalization, Globalization and (In)Equality as well as (Re)constructing Future Globalizations.

Students then focus in the third and fourth session on some of the main concepts with regard to concepts of World society: raising questions of why study world society, conceptualizing and models of world society as well as the question of movement from International to World Society.

The fifth session is devoted to aspects of Civilizing World Politics: Society and Community Beyond The State, World Society and the Nation-State, who’s making global civil society as well as the question of Civil Society, the State, and the Limits to Global Civil Society.

The course is completed by a final session on Sociological Cosmopolitism, including aspects of unpacking cosmopolitism for the social sciences as a research agenda,  the cosmopolitan imagination: critical cosmopolitanism and social theory, visuality, mobility and the cosmopolitan: inhabiting the world from afar as well as Global Governance or World Federalism, and a Cosmopolitan Dispute on Institutional Models.
Course objectives

To provide insights into different sociological perspectives of globalization.

Grading

The assessment of this course will be made based on following requirements:

  • Presentation of a selected topics in the seminar.
  • Participating in the Discussion Forums.
  • Find another article in a book or scientific journal that deals with your topic.

Write an abstract about the selected article and comment on the article.

Required reading

  • Crossly, Pamela K./Lees, Lynn H./Servos, John W. (ed.) 2004: Global Society: The World Since 1900, Boston/New York: Houghton Mifflin Company.
  • Scholte, Jan A. 2005: Globalization: a Critical introduction, Second edition, Hamshire/New York: Palgrave Macmillian.

SE Global Studies: Gesellschaft und Politik (236.051)

LVA-Leitung: Veronika Wittmann

Beschreibung
In der Lehrveranstaltung werden globale Trends – Prozesse der sozialen, kulturellen und politischen Globalisierung, Nord-Süd Beziehungen sowie Weltgesellschaft und Globale Politik – anhand verschiedener theoretischer Ansätze erarbeitet.

Ziele
Ziel der Lehrveranstaltung ist das Analysieren und Verstehen von globalen Entwicklungen.

Inhalte
Vertiefung der sozialwissenschaftlichen Kenntnisse zu weltpolitischen und weltgesellschaftlichen Themen.

Umsetzung
Präsentation; eigenständiges Literaturstudium; Verfassen einer Seminararbeit.

Literaturhinweis
Es wird eine Literaturliste im Seminar zur Verfügung gestellt. Darüber wird eine eigenständige Literaturrecherche erwartet.

VU: Global Studies: Grundlagen (236.044)

LVA-Leitung: Franz Nuscheler

Schwerpunktthemen sollen in die Kernthemen der Global Studies einführen, wobei der Politikwissenschaftler und Entwicklungsexperte welt- und entwicklungspolitische Aspekte in den Mittelpunkt rücken wird:

  • Konstellationen und Machtverschiebungen in der Weltpolitik
  • Die Herausforderungen der „Weltrisikogesellschaft“
  • Ressourcenkonflikte („Wasserkonflikte“ und „Klimakriege“)
  • Reichtum und Armut in der Weltgesellschaft: Was lehren uns die Weltberichte?
  • Global Governance: Politologische Wundertüte oder realpolitische Illusion?
  • Die Welt in Bewegung: Internationale Migrationsprozesse
  • Bilanz der internationalen Entwicklungspolitik

Die Vorlesung mit viel Interaktion wird mit einer Klausur auf der Grundlage von wichtigen Texten (im KUSSS) abgeschlossen.

SE: Global Studies: Grundlagen (236.045)

LVA-Leitung: Veronika Wittmann

In der Lehrveranstaltung werden globale Trends – Prozesse der sozialen, kulturellen und politischen Globalisierung, Nord-Süd Beziehungen sowie

Weltgesellschaft und Globale Politik – anhand verschiedener theoretischer Ansätze erarbeitet.

Ziel der Lehrveranstaltung ist das Erlernen der eigenständigen Bearbeitung von ausgewählten Bereichen der Forschungen zu Globalen Trends sowie die Vertiefung der sozialwissenschaftlichen Kenntnisse zu weltpolitischen und welt-gesellschaftlichen Themen einschließlich der Ansätze der kulturellen Transformationsprozesse der Globalisierung.

SE: Doktoratseminar Geschichte
Marx, Weber und Co. Geschichte als historische Sozialwissenschaft (236.039)

LVA-Leitung: Marcus Gräser

Was haben Geschichts- und Sozialwissenschaft(en) miteinander zu tun? Ist Geschichte eine Sozialwissenschaft? Brauchen Sozialwissenschaften eine historische Dimension? Das Verhältnis der Geschichtswissenschaft zu den Sozialwissenschaften ist von Konjunkturen gekennzeichnet: In den 1970er Jahren stellte das Konzept einer „Historischen Sozialwissenschaft“ eine Modernisierung der traditionellen Geschichtswissenschaft in Aussicht, in den 1980er Jahren wiederum ereignete sich der „cultural turn“, der die Sozialwissenschaften in den Augen einer jüngeren Generation von Historikerinnen und Historikern weniger attraktiv erscheinen ließ als die Kulturwissenschaften. Zeitgleich aber entstand das attraktive Programm einer „Gesellschaftsgeschichte“ – einer Geschichtswissenschaft, die ‚von Gesellschaft her‘ denkt. In jedem Fall aber interessierte sich eine sozialwissenschaftlich orientierte Geschichtswissenschaft an jenen Sozialwissenschaftlern, die immer auch Historiker gewesen waren: Karl Marx und Max Weber sind dafür die besten Beispiele. Das Seminar will Gelegenheit geben, alte und neue Diskussionen und Ansätze im Feld einer sozialwissenschaftlich ausgerichteten Geschichtswissenschaft zu beleuchten und den Nutzen der Sozialwissenschaften für die historische Forschung zu klären.
 

Einführende Literatur:

  • Andrew Abbott, Prozessuales Denken. Reflexionen über Marx und Weber, Hamburg 2019
  • Jürgen Kocka, Geschichtswissenschaft zwischen Dogmatismus und Dezision: Bausteine zu einer zukünftigen Historik, in: Ders., Sozialgeschichte, Göttingen 1986, S. 9-47
  • Wolfgang Maderthaner u. Lutz Musner, Die Selbstabschaffung der Vernunft. Die Kulturwissenschaften und die Krise des Sozialen, Wien 2007

IK Forschungsmethoden für Geistes-und Kulturwissenschaften (236.055)

LVA-Leitung: Birgit Kirchmayr

Erwerb von Kenntnissen über Forschungsprozesse und facheinschlägige Forschungsmethoden im Bereich der Geistes- und Kulturwissenschaften (auf theoretischer Ebene sowie anwendungsorientiert in Bezug auf konkrete Dissertationsprojekte)

Inhalte
Grundlagen und Spezifika geistes- bzw. kulturwissenschaftlichen Erkenntnisgewinns; Methodenpraxis zu (historischer) Quellenkritik und Interpretation, Text- und Bildanalyse, Diskursanalyse, Netzwerkanalyse u.a.

Methoden und Anforderungen
Inputvorträge, Lektüre und Diskussion von Grundlagentexten, Referate zur Methodenanwendung in der eigenen Forschungsarbeit/Dissertation

Literatur
Wird in der LVA und über MOODLE bekanntgegeben