Zur JKU Startseite
Institut für Neuere Geschichte und Zeitgeschichte
Was ist das?

Institute, Schools und andere Einrichtungen oder Angebote haben einen Webauftritt mit eigenen Inhalten und Menüs.

Um die Navigation zu erleichtern, ist hier erkennbar, wo man sich gerade befindet.

LVA-Beschreibungen Wintersemester 2022/23

VO: Überblicksvorlesung Grundlagen der Neueren Geschichte (235.012)
Geschichte der Neuzeit, 1500-1900

LVA-Leitung: Falko Schnicke

Zwischen 1500 und 1900 ist die Welt in einem rapiden Wandel. Er betrifft alle Lebensbereiche: das Weltwissen, die Religion, die politischen Systeme und Staatlichkeit, die Geschlechterordnung, die Wirtschaft, das soziale Zusammenleben, die Wahrnehmung der Umwelt und vieles mehr. Die thematisch angelegte Einführungsvorlesung vermittelt einen Überblick und stellt Zusammenhänge. Das Ziel ist es, einen quellennahen Überblick über die Geschichte der Neuzeit in den einzelnen Teilepochen zu geben und dabei in grundlegende Konzepte der Geschichtswissenschaft einzuführen.

Methoden
Vortrag, Diskussion von Grundlagentexten und Quellen

Leistungsanforderungen
Klausur

Literatur

  • Winfried Schulze. Einführung in die Neuere Geschichte (Stuttgart, 2010).
  • Luise Schorn-Schütte. Geschichte Europas in der Frühen Neuzeit (Paderborn u.a., 2013).
  • Monica Juneja u. Roland Wenzlhuemer. Die Neuzeit 1789-1914 (München, 2013).
  • Matthias Schullz u.a. Das 19. Jahrhundert (1789-1914) (Stuttgart, 2011).

KO: Übungen zum wissenschaftlichen Arbeiten (235.005)
Schreibwerkstatt Geschichte

LVA-Leitung: Falko Schnicke

Wissenschaftliches Schreiben ist die Schlüsselkompetenz jedes geisteswissenschaftlichen Studiums. Gleichzeitig geht es nicht immer leicht von der Hand, denn geschichtswissenschaftliches Schreiben folgt Konventionen, die man kennen sollte, und muss eingeübt werden. Beidem werden wir uns in diesem Seminar widmen. Dabei gehen wir von Zitierregeln aus und arbeiten uns über die Literaturrecherche bis zur Gestaltung der verschiedenen Teile einer Seminararbeit vor. Wir schreiben erste Texte zusammen und reflektieren ihre Struktur. Individuelle Schreibstrategien und Lösungen für eventuelle Schwierigkeiten haben ebenfalls Platz.

Methoden
Textdiskussionen, Einzel- und Gruppenarbeiten

Leistungsanforderungen
Kleinere Schreibaufgaben im laufenden Semester

Literatur

  • Ulrike Scheuermann. Die Schreibfitness-Mappe. 60 Checklisten, Beispiele und Übungen für alle, die beruflich schreiben (Wien, 2017).
  • Friederike Neumann. Schreiben im Geschichtsstudium (Opladen u.a., 2018).

KO: Klassische Arbeitstechniken (235.018)

LVA-Leitung: Thomas Spielbüchler

Diese LVA ist eine anwendungsorientierte Einführung in den kritischen Umgang mit schriftlichen, bildlichen und gegenständlichen Quellen in der Geschichtswissenschaft.


Methoden
Kennenlernen und praktische Anwendung der einzelnen Teilaspekte durch Vortrag, Übungen und Lehrausgänge in Linz.


Leistungsanforderungen
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung, Anwesenheit, Mitarbeit, Erbringen von vorgegebenen schriftlichen Übungen.


Literatur
Wird in der LVA bekannt gegeben.

KO: Klassische Arbeitstechniken (235.019)

LVA-Leitung: Falko Schnicke

Quellen sind für die historische Forschung elementar. Das Seminar führt in die geschichtswissenschaftliche Arbeit mit Quellen ein: Was sind Quellen und was ist Quellenkritik? Wo finden wir Quellen und wie interpretiert man sie? Der Schwerpunkt liegt dabei auf verschiedenen Quellengattungen und dem kritischen Umgang mit ihnen. Teil des Seminars ist ein Stadtrundgang durch Linz zur Geschichte der Stadt im Nationalsozialismus und eine Tagesexkursion in die Euthanasie-Gedenkstätte Schloss Hartheim, um den Stadtraum und Gedenkorte als Quellen kennenzulernen.

Methoden
Textdiskussionen, Einzel- und Gruppenarbeiten, Exkursionen, Präsentationen

Leistungsanforderungen
Gruppen- und Einzelreferate

Literatur
Wird im Seminar bekanntgegeben.

PS: Proseminar aus den Epochen der Geschichte (235.000)
Geschichtspolitiken des 18. bis 21. Jahrhunderts

LVA-Leitung: Falko Schnicke

Das Proseminar widmet sich der Frage nach der Instrumentalisierung von Geschichte. Als Geschichtspolitik definiert Stefan Troebst den „Umgang politischer Instanzen und Akteure mit primär nationalen Jahres- und Gedenktagen, ‚historischen‘ Orten und Persönlichkeiten, Höhen bzw. Tiefen der eigenen Nationalgeschichte“. Wir werden uns die verschiedenen Facetten dieser Politisierungen von Geschichte im Seminar theoretisch ansehen und verschiedene Beispiele diskutieren. Dabei stehen fachwissenschaftliche Fragen im Mittelpunkt wie auch Übungen zum Umgang mit Quellen und zur Anfertigung der Proseminararbeiten.

Methoden
Einleitende Vorträge des LV-Leitenden in die Thematik, Textdiskussionen, Gruppenarbeit und Einzelreferate mit anschließendem Kommentar und Diskussion

Leistungsanforderungen
Die Note setzt sich aus einem Einzelreferat über ein selbst gewähltes Thema aus dem Rahmenthema des Proseminars und eine abschließende Proseminararbeit (12-15 Seiten) zusammen. Regelmäßige Anwesenheit (maximal 3x Fehlen), aktive Mitarbeit (Fragen, Diskussion) und die Bereitschaft englisch- und deutschsprachige Fachliteratur zu lesen sind wichtige Voraussetzungen für einen erfolgreichen Abschluss des Proseminars.

Literatur

  • Christian Gudehus u.a. (Hg.), Gedächtnis und Erinnerung. Ein interdisziplinäres Handbuch, Stuttgart/Weimar 2010.
  • Nicolas Pethes, Kulturwissenschaftliche Gedächtnistheorien zur Einführung, Hamburg 2008.
  • Johannes Heiss/Johannes Feichtinger, Geschichtspolitik und ‘Türkenbelagerung’, Wien 2013.

PS: Proseminar aus den Epochen der Geschichte (235.009)
Die Entkolonialisierung Afrikas

LVA-Leitung: Thomas Spielbüchler

Warum hat in Ruanda ein brutaler Völkermord stattgefunden? Warum werden in Nigeria vor allem Mädchen und Frauen von Extremisten terrorisiert, während Sansibar oder Kenia als Urlaubsparadiese gelten?
Der afrikanische Kontinent wurde erst vergleichsweise späte entkolonialisiert. Aus den Kolonien von insgesamt acht europäischen Kolonialmächten wurden 55 Staaten. Das kleine Ruanda und das riesige Nigeria, um nur zwei Beispiele zu nennen, starteten mit höchst unterschiedlichen Rahmenbedingungen in die Phase der Unabhängigkeit, waren aber mit derselben Aufgabenstellung konfrontiert: dem Aufbau eines modernen Staates. Dabei waren in beiden Staaten enorme Schwierigkeiten zu überwinden, die teilweise bis heute diesen Staatsbildungsprozess stören oder immer wieder zurückwerfen.
In dieser Lehrveranstaltung liegt der Fokus auf den grundsätzlichen Anforderungen und Problemen, welche die Entkolonialisierung mit sich brachte, wobei in einzelnen Länderbeispielen der jeweilige Umgang mit diesen generellen Faktoren untersucht wird.

Methoden
Einführung in die Thematik, danach selbstständige Ausarbeitung des PS-Themas, Präsentation und Diskussion. Der Fokus liegt auf dem wissenschaftlichen Arbeiten an einem Thema.

Leistungsanforderungen
Anwesenheit; Literaturexzerpt, selbstständige Ausarbeitung der gewählten PS-Themen gemäß den Anforderungen für wissenschaftliche Arbeiten, Präsentation und Diskussion.

Literatur

  • Jürgen Osterhammel / Jan C. Jansen (2009): Kolonialismus. Geschichte, Formen, Folgen, München.
  • Martin Welz (2021): Afrika seit der Dekolonisation. Geschichte und Politik, Stattgart.
  • Rainer Tetzlaff (2018): Afrika. Eine Einführung in Geschichte, Politik und Gesellschaft.

SE: Seminar aus den Räumen und Dimensionen der Geschichte (235.015)
Austrofaschismus? Ständestaat? Kanzlerdiktatur? Österreich 1933/34-1938
 

LVA-Leitung: Marcus Gräser

Kaum eine Epoche der österreichischen Geschichte ist so umstritten wie die Jahre zwischen 1933/34-1938. Allein schon die Unklarheit der Begriffsbildung legt davon Zeugnis ab: War es ein eigenständiger Faschismus-Typ, war es ein autoritäres Regime – oder eine Kanzlerdiktatur? Das Seminar will Gelegenheit geben, durch Quellen- und Literaturstudium die wesentlichen Facetten der Demokratiezerstörung nach 1933 und des Regimes Dollfuß/Schuschnigg zu erfassen. Dabei stehen dann auch die bekannten Begriffe zur Diskussion. Vor allem soll ein vergleichender Blick auf andere europäische Staaten geworfen werden – auf diese Weise läßt sich Österreich in eine Typologie von Regimen einordnen.

Literatur:

  • Ulrich Kluge, Der österreichische Ständestaat 1934-1938. Entstehung und Scheitern, Wien 1984
  • Carlo Moos (Hg.), (K)ein Austrofaschismus. Studien zum Herrschaftssystem 1933-1938, Wien 2021
  • Ilse Reiter-Zatloukal (Hg.) Österreich 1933-1938. Interdisziplinäre Annäherungen an das Dollfuß-Schuschnigg-Regime, Wien 2012
  • Florian Wenninger, Austrofaschismus, in: Marcus Gräser/Dirk Rupnow (Hg.), Österreichische Zeitgeschichte - Zeitgeschichte in Österreich. Eine Standortbestimmung in Zeiten des Umbruchs, Wien 2021, S. 67-107.
    Online Zugriff: https://digital.obvsg.at/urn/urn:nbn:at:at-ubl:3-8516, öffnet eine externe URL in einem neuen Fenster

SE: Seminar aus den Räumen und Dimensionen der Geschichte (235.017)
Krieg

LVA-Leitung: Regina Thumser-Wöhs

Themen von Krieg und Frieden, wie Gewalt, Hunger, Vertreibung, Flucht, Tod, Plünderungen, Vergewaltigungen und Diplomatie/versagen, können aus vielerlei Perspektiven historisch betrachtet werden. Wir werden uns wirtschafts-, sozial-, kultur-, medizin- und musikhistorischen Zugängen widmen. Zudem werden wir uns Krieg/en wie auch ihrer Wahrnehmung aus einer erfahrungsgeschichtlichen und genderhistorischen Perspektive annähern. Im Zentrum stehen dabei die „großen“ Kriege des 19. und 20. Jahrhunderts.

Methoden
Vortrag, Diskussion und Arbeitsaufträge in Einzel-/Gruppenarbeit

Leistungsanforderungen
Prüfungsimmanent; schriftliche/mündliche Arbeitsaufträge in Einzel-, Partner- und Gruppenarbeit, Beteiligung an der Diskussion; Referat und Seminararbeit.

Literatur (Auswahl)

  • Christa Hämmerle, Heimat/Front, Geschlechtergeschichte/n des Ersten Weltkriegs in Österreich- Ungarn, Wien/Köln/Weimar 2014.
  • Hans Josef Horchem, Kinder im Krieg. Kindheit und Jugend im Dritten Reich, Hamburg 2000.
  • Helmut Konrad, Krieg, Medizin und Politik. Der Erste Weltkrieg und die Österreichische Moderne, 2. Aufl., Wien 2000.
  • Birthe Kundrus, „Dieser Krieg ist der große Rassenkrieg“. Krieg und Holocaust in Europa, München 2018.
  • Dunja Melčić (Hg.), Der Jugoslawien-Krieg. Handbuch zu Vorgeschichte, Verlauf und Konsequenzen, Wiesbaden 2007.
  • Wolfgang J. Mommsen (Hg.), Kultur und Krieg. Die Rolle der Intellektuellen, Künstler und Schriftsteller im Ersten Weltkrieg, Oldenburg 1995.
  • Thomas Roithner, Die Weltunordnung von Ökonomie und Krieg. Von den gesellschaftlichen Verwerfungen der neoliberalen Globalisierung zu den weltumspannenden politischen Ansätzen jenseits des Casinokapitalismus, Wien 2008.

SE: Seminar aus den Räumen und Dimensionen der Geschichte (235.011)
Kunst- und Kulturpolitik des Nationalsozialismus

LVA-Leitung: Birgit Kirchmayr

Kunst und Kultur hatten im Nationalsozialismus eine wichtige Propagandafunktion und waren unter rigide staatliche Kontrolle gestellt. Die im Propagandaministerium von Joseph Goebbels angesiedelte Reichskulturkammer legte die Richtlinien für jegliche kulturelle Produktion fest. „Nicht-arischen“ Personen war es untersagt, Mitglieder der Reichskulturkammer zu werden, was de facto einem Berufsverbot gleichkam. Inhaltlich war die Kulturpolitik des Nationalsozialismus vor allem von der Ablehnung der Moderne, die als „entartet“ diffamiert wurde, gekennzeichnet. Im Seminar werden die Grundlagen der nationalsozialistischen Kunst- und Kulturpolitik anhand von Quellentexten, Beispielen und Literatur nähergebracht und diskutiert. Neben der Beschäftigung mit der NS-Zeit steht dabei auch die Frage nach Kontinuitäten und Nachwirkungen im Zentrum, bis hin zu gegenwärtigen Fragen wie der Restitution von entzogenen Kunstwerken oder dem Umgang mit NS-Artefakten im öffentlichen Raum.

Anforderungen:
Anwesenheit und aktive Beteiligung, Präsentation und Seminararbeit

Literatur:
wird in der LVA und über MOODLE bekanntgegeben

SE: Seminar aus den Räumen und Dimensionen der Geschichte (235.014)
(Neue) Soziale Bewegungen im 20. Jahrhundert

LVA-Leitung: Martina Gugglberger

Unter sozialen Bewegungen werden in den Sozialwissenschaften gesellschaftliche Protestanstöße verstanden, die von kollektiven Akteur:innen ausgehen bzw. ausgingen. Die Organisationsformen, die inhaltlichen Themen sowie die Mobilisierungsstrategien waren und sind dabei sehr unterschiedlich. Eine besonders hohe Bedeutung erlangten die sogenannten „Neuen Sozialen Bewegungen“ der 1960er bis 1980er Jahre: Studenten, Frauen, Umwelt, Frieden, Anti-AKW, internationale Solidarität und viele andere Themen kamen dadurch auf die politische Tagesordnung. Wichtige politische und gesellschaftliche Impulse gingen aber bereits ab Mitte des 19. Jahrhunderts beispielsweise von der Abeiter-, der Jugend- bzw. den Bürgerrechtsbewegungen aus. Die Lehrveranstaltung nähert sich zunächst aus einer theoretischen Perspektive der wissenschaftlichen Bewegungsforschung und nimmt dann verschiedene Ausprägungen von sozialen Bewegungen im 20. Jahrhundert anhand von Beispielen in den Blick. Dieser beschränkt sich nicht auf Europa, sondern schließt auch globale und transnationale Bewegungen mit ein.

Methoden
Vortrag, (Text-)Diskussionen, Einzel- und Gruppenarbeiten

Leistungsanforderungen
Übungsaufgaben, Beteiligung an der Diskussion sowie mündliche Präsentation und schriftliche Ausarbeitung einer Seminararbeit.

Literatur

  • Thomas Kern, Soziale Bewegungen: Ursachen, Wirkungen, Mechanismen, Wiesbaden 2008.
  • Forschungsjournal Soziale Bewegungen : Analysen zu Demokratie und Zivilgesellschaft.
  • Robert Foltin, Und wir bewegen uns doch. Soziale Bewegungen in Österreich, Wien 2004.
  • Kai-Uwe Hellmann, Ruud Koopmans (Hrsg.), Paradigmen der Bewegungsforschung. Entstehung und Entwicklung von Neuen Sozialen Bewegungen und Rechtsextremismus, Wiesbaden/Opladen 1998.

VL: Einführung Geschichte (236.049)
Kulturgeschichte

LVA-Leitung: Regina Thumser-Wöhs

Der Begriff „Kultur“ führt als Leitmotiv durch die Vorlesung. Fragen, die uns beschäftigen werden, sind: was ist Kultur und was ist Geschichte bzw. was haben die beiden miteinander zu tun? Die Vorlesung zeigt nicht nur die Geschichte der Kulturgeschichte bis hin zu den „Cultural Turns“ auf, sondern verweist anhand praktischer Beispiele auf Möglichkeiten und Grenzen der Kulturgeschichtsschreibung.

Die Erreichung des Lehrziels erfolgt durch Input (Vorträge, Texte, Diskussionen) der Vortragenden und durch die begleitende Erarbeitung des Lehrstoffs durch die Studierenden. Die Lernzielkontrolle findet in Form einer mündlichen Prüfung statt. Studierende müssen vor allem ihre Fähigkeit zur Vernetzung der Lehrinhalte und die kritische Reflexion des Lehrstoffs nachweisen.

Literatur (Auswahl)

  • Aleida Assmann: Erinnerungsräume. Formen und Wandlungen des kulturellen Gedächtnisses, München 1999.
  • Jan Assmann: Das kulturelle Gedächtnis. Schrift, Erinnerung und politische Identität in frühen Hochkulturen. München 1999.
  • Peter Burke: What is Cultural History? Cambridge 2004.
  • Peter Gay: Die Moderne. Eine Geschichte des Aufbruchs. Frankfurt a.M. 22009.
  • Lynn Hunt (Hg.): The New Cultural History. Berkeley/Los Angeles/London 1989.
  • Christina Lutter, Margit Szöllősi-Janse u. Heidemarie Uhl (Hg.): Kulturgeschichte. Fragestellungen, Konzepte, Annäherungen, Innsbruck u.a. 2004.
  • Michael Maurer: Kulturgeschichte. Eine Einführung. Köln/Weimar/Wien 2008.
  • Silvia Serena Tschopp (Hg.): Kulturgeschichte. Basistexte. Stuttgart 2008.
  • Manfred Wagner: Europäische Kulturgeschichte gelebt, gedacht, vermittelt. Wien u.a. 2009.

PS: Proseminar Geschichte (236.054)
Denkmäler im sozialen Raum

LVA-Leitung: Marcus Gräser

Denkmäler sind vertraute ‚Möbelstücke‘ in der städtischen Landschaft. An Personen oder Ereignisse durch plastische Darstellung erinnernd, haben sie seit dem späten 18. Jahrhundert an Bedeutung stetig zugenommen und zählen heute zu wichtigen Versatzstücken im memory boom. Das Proseminar will an ausgewählten Beispielen aus dem regionalen Raum einführen in den Denkmalsbegriff und die Denkmäler auf ihren Platz im sozialen Raum hin befragen: Wer benötigt Denkmäler an welchem Platz aus welchen Motiven? Das Proseminar führt zudem am Beispiel dieses Themas ein in Denk- und Arbeitsweisen der Geschichtswissenschaft.

Literatur:

  • Manfred Hettling, Politische Denkmale in der Stadt. Einführung, in: Ders. (Hg.), Politische Denkmäler in der Stadt, Halle 2016, S. 7-32
  • Stefan Riesenfellner, Steinernes Bewußtsein. Die öffentliche Repräsentation staatlicher und nationaler Identität Österreichs in seinen Denkmälern, Wien 1998
  • Charlotte Tacke, Das Denkmal im sozialen Raum. Nationale Symbole in Deutschland und Frankreich im 19. Jahrhundert, Göttingen 1995

PS: Einführung in wissenschaftliches Arbeiten (236.052)
Historische Personen- und Ahnenforschung

LVA-Leitung: Andreas Enderlin-Mahr

Im Proseminar lernen die Studierenden grundlegende Fähigkeiten des wissenschaftlichen Arbeitens und vertiefen diese anhand des Themenschwerpunkts „historische Personen- und Ahnenforschung“. Im Fokus steht die personenorientierte Recherche in Literatur, Archiven und in digitalen, historischen Quellenbeständen (zB.: Online-Matriken). Neben den Theorien, Methoden und Arbeitstechniken wird insbesondere die gute wissenschaftliche Praxis vermittelt.

Themenblöcke

  • Einführung in das Gebiet der Kulturwissenschaften mit Schwerpunkt historische Biographieforschung.
  • Theorie und Methodik in den Kulturwissenschaften mit Schwerpunkt historische Biographieforschung.
  • Arbeitstechniken (u.a. Themenfindung, Literaturrecherche-Lesen-Exzerpieren, Formulierung von Hypothesen/Fragestellungen, historische Quellenrecherche, wissenschaftliches Zitieren, Präsentationstechniken & wissenschaftliche Kommunikation, Verfassen einer wissenschaftlichen Arbeit).

Methoden

Heranführen an die grundlegenden Aspekte des wissenschaftlichen Arbeitens durch Reflexion und Diskussion der wissenschaftlichen Praxis; kritische Arbeit mit Beispielen und Texten; eigenständige Übungen, insbesondere praxisnahe Schreib- und Arbeitsaufgaben.

Leistungsanforderungen

  • Anwesenheit (max. 2 Fehleinheiten), aktive Teilnahme und Mitarbeit im Proseminar.
  • Reflexionspapiere zur Pflichtlektüre und kleine schriftliche Arbeiten, jeweils max. ½ Seite.
  • Literaturliste: min. 5 wissenschaftliche Literaturtitel.
  • Präsentation (15 Minuten).
  • Proseminararbeit zu einem vorgegebenen Thema (max. 10 Textseiten, min. 10 Literaturtitel).
  • Studierende müssen vor allem ihre Fähigkeit zur Vernetzung der Lehrinhalte und die kritische Reflexion des Lehrstoffs nachweisen.

 

Literatur

  • Aleida Assmann, Einführung in die Kulturwissenschaft. Grundbegriffe, Themen, Fragestellungen (Berlin 2006).
  • Doris Bachmann-Medick, Cultural Turns. Neuorientierungen in den Kulturwissenschaften (Reinbek 2006).
  • Martha Howell, Walter Prevenier, Werkstatt des Historikers. Eine Einführung in die historischen Methoden (Köln 2004).
  • Birgit Kirchmayr, Zeitwesen. Autobiographik österreichischer Künstlerinnen und Künstler im Spannungsfeld von Politik und Gesellschaft 1900–1945. Eine Studie zu Alfred Kubin, Oskar Kokoschka, Aloys Wach, Erika Giovanna Klien und Margret Bilger (Wien-Köln-Weimar 2020).
  • Christian Klein, Handbuch Biographie: Methoden, Traditionen, Theorien (Stuttgart 2009).

SE Globalgeschichte (236.030)
Was ist Globalgeschichte?

LVA-Leitung: Falko Schnicke

Globalgeschichte ist einer der neuen Trends in der internationalem Geschichtswissenschaft. Was ist das aber genau und was versucht dieser Ansatz anders zu machen – und warum und wie? Das Seminar führt in die Globalgeschichte anhand von ausgesuchten Beispielen ein. Nach der einführenden Lektüre von Grundlagentexten zur Globalgeschichte wenden wir uns konkreten Beispielen zu und zeichnen Wege und Mechanismen der Globalisierung nach. Ein wesentlicher Schwerpunkt des Seminars wird die Entwicklung der Hausarbeiten sein: Übungen zur Themenfindung, -eingrenzung und Formulieren einer Fragestellung werden durch intensives Peer-Feedback ergänzt.

Methoden
Text- und Quellendiskussion, Einzel- und Gruppenarbeiten, Präsentationen

Leistungsanforderungen
Hausarbeiten

Literatur

  • Christopher Alan Bayly, The Birth of the Modern World: 1780-1914. Global Connections and Comparisons, Malden 2009.
  • Sebastian Conrad, Globalgeschichte. Eine Einführung, München, 2013.
  • Jürgen Osterhammel, Die Verwandlung der Welt. Eine Geschichte des 19. Jahrhunderts, 3. Aufl. München 2020.

SE Kulturgeschichte (236.036)
Kulturgeschichte einer Institution

LVA-Leitung: Lukas Nievoll

Diese Lehrveranstaltung bietet einen kulturhistorischen Überblick über die Institution „Lager“ – von den Militärlagern der Antike und der frühen Neuzeit, über Konzentrationslager bis hin zu den Flüchtlings- und Internierungslagern der Gegenwart. Der zeitliche Schwerpunkt liegt dabei auf dem 20. Jahrhundert, das der britisch-polnische Soziologe Zygmunt Bauman als „Jahrhundert der Lager“ bezeichnet hat. Im Vordergrund steht die Beschäftigung mit der Institution „Lager“ als „Ort der Moderne“ und die Frage, welche Rolle unterschiedliche Arten von Lagern in den jeweiligen Gesellschaften spielten, welche kulturellen und politische Räume sie darstellten bzw. welche Gesellschaften die Lager hervorbrachten.

Methoden:
Inputvorträge, Diskussionen, Kritik von Grundlagentexten und Quellen

Leistungsanforderungen:
Aktive Beteiligung an Diskussionen, schriftliche Arbeitsaufträge in Einzelarbeit, Gruppenvortrag und Seminararbeit

Literatur:

  • Greiner, Bettina; Kramer, Alan (Hrsg.): Welt der Lager. Zur „Erfolgsgeschichte“ einer Institution. Hamburg 2013.
  • Jahr, Christoph; Thiel, Jens (Hrsg.): Lager vor Auschwitz. Gewalt und Integration im 20. Jahrhundert. Berlin 2013.
  • Kotek, Joël; Rigoulot, Pierre: Das Jahrhundert der Lager. Gefangenschaft, Zwangsarbeit, Vernichtung. Berlin 2001.

VO: Fachwissenschaftliche Lehrveranstaltung(en) aus den historischen Fächern (235.025)
Nordamerika. Globalgeschichte einer Weltregion

LVA-Leitung: Marcus Gräser

Nordamerika ist auf vielfältige Weise mit anderen Weltregionen verflochten und bietet sich von daher als Gegenstand einer Globalgeschichte an. Die Vorlesung will in einem Durchgang durch die nordamerikanische Geschichte seit der europäischen Landnahme am Ende des 16. Jahrhunderts vor allem auf jene Ereignisse und Strukturbildungen eingehen, die Nordamerika – die europäischen Kolonien und später dann die beiden Staaten USA und Kanada – in einen globalen Zusammenhang gebracht haben: von der Kolonisierung durch europäische Staaten über die in allen Ecken der Welt einsetzende Migration nach Nordamerika bis hin zur weltpolitischen Rolle, die nicht nur die USA, sondern auch Kanada im 20. und 21. Jahrhundert übernahmen.

Literatur:

  • Thomas Bender, A Nation Among Nations. America’s Place in World History, New York 2006
  • Robert Bothwell, Your Country, My Country: A Unified History of the United States and Canada, Oxford 2015
  • Marcus Gräser, Nordamerika seit 1600, Frankfurt am Main 2022
  • Ian Tyrrell, Transnational Nation: United States History in Global Perspective Since 1789, Basingstoke 2007

SE: Fachwissenschaftliches Seminar aus den historischen Fächern (235.016)
Ein geschlechtergeschichtlicher Blick auf das 20. Jahrhundert

LVA-Leitung: Birgit Kirchmayr

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts waren Frauen nahezu global politisch von jeglicher Partizipation ausgeschlossen, im Bildungs- und Erwerbsleben klar diskriminiert und auch im privaten Raum mit vorherrschenden Geschlechterstereotypen konfrontiert, die sie in eine untergeordnete Rolle verorteten. Schon Ende des 19. Jahrhunderts erhoben sich in Europa und den USA Frauen, die gegen dieses Ungleichgewicht auftraten – man spricht von der Ersten oder „Alten“ Frauenbewegung. Eine nächste Welle an weiblichem Aufbegehren ist für die 1960er-Jahre zu konstatieren. In ihrem Sog entwickelte sich auch die so genannte Frauengeschichtsforschung (Women´s History), aus der sich in weiterer Folge die Geschlechtergeschichte bzw. über den historischen Rahmen hinausgehend die „Gender Studies“ herausbildeten. Im Seminar nehmen wir diese Entwicklungen in den Fokus, beleuchten historische Rahmenbedingungen und Diskurse des 20. Jahrhunderts mit Bezugnahme auf die Kategorie Geschlecht. Der Blick soll dabei nicht nur auf Europa und die USA gerichtet werden, sondern auch globale Tendenzen festmachen.

Literatur: wird in der LVA und über Moodle bekanntgegeben

UE Schreibwerkstatt (236.936)

LVA-Leitung: Thomas Spielbüchler

Anmeldevoraussetzung
Keine; aber Empfehlung, die LV am Anfang des Studiums zu absolvieren;

Ziele
Vermittlung bzw. Wiederholung der Grundkenntnisse zum Schreiben von wissenschaftlichen Arbeiten als Leitfaden für SE-Arbeiten bzw. die MA-Arbeit;

Inhalte
In der LV wird der komplette Bogen rund um die Erstellung von wissenschaftlichen Arbeiten thematisiert: die Themenfindung, Recherche, Erstellung eines Konzepts, Arbeiten mit Texten, Schreiben der Arbeit und Präsentation der Ergebnisse.

Beurteilungskriterien
Positive Absolvierung der Übungen; die LV-Note ergibt sich aus den einzelnen Übungsnoten und der aktiven Mitarbeit.

Lehrmethoden
Vortrag und Diskussion der Übungen; die LVA wird z. T. als ZOOM-LVA angeboten, der 1. Termin findet aber in Präsenz statt!

Abhaltungssprache
Deutsch

Literatur
Skript (wird zur Verfügung gestellt)

KS Geschichte Europas (236.907)
Französisch-Britische Beziehungen im 20. Jahrhundert

LVA-Leitung: Falko Schnicke

Frankreich und das Vereinigte Königreich verband im 20. Jahrhundert eine sehr wechselhafte Geschichte. Anders als im 18. und 19. Jahrhundert waren beide Staaten nie offiziell miteinander verfeindet, aber die Beziehungen zwischen Imperialismus, zwei Weltkriegen, Dekolonialisierung und Europäischer Einigung, um nur einige Schlagworte zu nennen, waren dennoch nicht unproblematisch. Die Forschung fasst die bilateralen Beziehungen mit Begriffen wie Bündnis, Entfremdung, Zusammenarbeit, Rivalität und lange Trennung zusammen. Das Seminar dient dazu, diese komplexe Beziehungsgeschichte aufzuarbeiten und wird sich dabei intensiv mit (vor allem Englisch-sprachiger) Forschungsliteratur zum Thema auseinandersetzen.

Methoden
Text- und Quellendiskussion, Einzel- und Gruppenarbeiten

Leistungsanforderungen
Reflexionspapiere

Literatur

  • P. M. H. Bell, France and Britain (2 Bde.), London 1996-97.
  • Alan Sharp and Glyn stone (ed.), Anglo-French Relations in the Twentieth Century, London/New York 2000.

KS Gesellschaftstheorien (236.902)
Weltgesellschaft

LVA-Leitung: Veronika Wittmann

Beschreibung
In der Lehrveranstaltung wird die Thematik der Weltgesellschaft anhand verschiedener theoretischer Ansätze erarbeitet.

Ziele
Ziel der Lehrveranstaltung ist Weltgesellschaft als Kontext, als Gegenstand und auch als Herausforderung der Sozialwissenschaften zu begreifen.

Inhalte
Der Schwerpunkt liegt auf der Rekonstruktion soziologischer und politikwissenschaftlicher Theorien zu Weltgesellschaft. Es erfolgt eine Vertiefung dessen, wie in verschiedenen Ansätzen Weltgesellschaft konzeptualisiert wird.

Umsetzung
Partizipation in Diskussionsforen; Klausur; Verfassen von Reflexionsarbeiten.


Literatur

  • Wittmann, Veronika 2011: Weltgesellschaft. In: Kleines Lexikon der Politik. hrsg. von Dieter Nohlen/Florian Grotz. 5. Auflage. München: Verlag C.H. Beck, S. 685-687.
  • Wittmann, Veronika 2014: Weltgesellschaft. Rekonstruktion eines wissenschaftlichen Diskurses. Baden-Baden: Nomos Verlag.

IK: Politik und Medien in der Praxis (236.913)
Printjournalismus

LVA-Leitung: Thomas Spielbüchler und Martin Dunst

Ziel der LVA ist eine Stärkung der Medienkompetenz. Die Analyse von Inhalten setzt Wissen um den Produktionsprozess eines Mediums sowie basale Kenntnisse der journalistischen Methodik voraus. In Kooperation mit den OÖN werden diese Basics erarbeitet (tw. im Medienhaus, Promenade 23).

Inhalte
Mit dem theoretisch erarbeiteten Wissen werden zunächst einfache Texte erstellt, um journalistisches Arbeiten zu üben. Diese Übungen sind Voraussetzung für die Erstellung eines Magazins zu einer grob definierten Thematik, die am Anfang des Semesters bekannt gegeben wird. Dabei funktionieren die TeilnehmerInnen als selbstorganisierte Redaktion um das Magazin zu planen, zu recherchieren und zu produzieren.

Beurteilungskriterien
Anwesenheitspflicht zu den Blockterminen, positive Absolvierung der Übungen und Mitarbeit an dem gemeinsam erstellten Magazin zu einem noch festzulegenden Thema.

Lehrmethode
Vortrag, Übungen

Abhaltungssprache
Deutsch

Literatur
Wird in der LV bekannt gegeben

IK: Zeitgeschichte: Strukturen und Prozesse (236.938)
Stellvertreterkrieg

LVA-Leitung: Thomas Spielbüchler

Ziel der Lehrveranstaltung ist die reflektierte Auseinandersetzung mit dem Thema „Stellvertreterkriege“, wobei unter Einhaltung wissenschaftlicher Standards eine SE-Arbeit erstellt wird. In dieser wird zu einem vorgegebenen Thema eine Forschungsfrage entwickelt und entlang einer Hypothese durchargumentiert bzw. als Ergebnis eine Hypothese formuliert.

Inhalt:
Die Jahrzehnte nach 1945 gelten, trotz der Epochenbezeichnung „Kalter Krieg“ als Periode des Friedens in Europa. Im Globalen Süden gestaltete sich diese Phase aber keineswegs friedlich. Die Opferzahl in den „Stellvertreterkriegen“ überstieg jene des Zweiten Weltkriegs bei Weitem: Vietnam, Korea oder Angola wurden, neben vielen anderen Konflikten, zu heißen Kriegen im Kalten Krieg.
Neueste Forschungsansätze betrachten diese „Stellvertreterkriege“ aber nicht allein als ausgelagerten Konflikt zwischen den Supermächten, sondern untersuchen vor dem Hintergrund eines Globalen Kalten Kriegs auch die Agenden der Akteure in den betroffenen Ländern bzw. Territorien.
In SE-Arbeiten werden einzelne dieser Konflikte näher beleuchtet, wobei auch die Perspektive des Globalen Kalten Kriegs berücksichtigt werden soll. Die Analyse beschränkt sich also nicht auf die beiden Supermächte als federführende Akteure eines Konflikts, sondern geht darüber hinaus.

Methode:
Allgemeine Einführung, Referate, Diskussionen, schriftliche Arbeit – Teile der LVA werden digital angeboten, der 1. LVA-Termin und mindestens die Hälfte der restlichen Termine werden in Präsenz abgehalten.

Beurteilungskriterien:
Prüfungsimmanente LV, Exzerpt zur Basisliteratur, Präsentation des eigenen Themas, Abgabe eines Konzepts zur SE-Arbeit, SE-Arbeit.

Abhaltungssprache:
Deutsch, Literatur tw. in Englisch!

Basisliteratur:

  • Odd Arne Westad: Der Kalte Krieg: eine Weltgeschichte, Stuttgart 2019.
  • Rolf Steininger: Der Kalte Krieg, Frankfurt 2011.
  • Odd Arne Westad: Global Cold War. Third World Interventions and the Making of Our Times, Cambridge/New York, 2005.

IK Konstruktion von Geschichte (236.906)
Public History: Erinnern und Gedenken im öffentlichen Raum

LVA-Leitung: Martina Gugglberger

Public History setzt sich mit Formen der Geschichtsdarstellung auseinander, die sich an eine breite Öffentlichkeit richtet, und erforscht diese. In der Lehrveranstaltung sollen nicht nur verschiedene Definitionen und Debatten in diesem Bereich erörtert werden, sondern auch der Zusammenhang zwischen Geschichtswissenschaften und Public History diskutiert werden – in theoretischer wie in praktischer Weise.
Ausgehend von einem konkreten und aktuellen Projekt zu Erinnerungspolitik in Zusammenhang mit Frauen- und Geschlechtergeschichte in Oberösterreich im 20. Jahrhundert können Studierende Herangehensweisen und Realisierungen von Gedenkprojekten im öffentlichen Raum erleben und diskutieren.
Im Frühjahr 2023 ist auf dem OK-Platz in Linz die Realisierung des Kunstwerkes „5 vor 12“ als Denkmal für Frauen im Widerstand im Nationalsozialismus in Oberösterreich geplant. Die Lehrveranstaltung setzt sich mit dem Prozess des Projektes sowie der konkreten Umsetzung auseinander. Die Abschlussarbeiten sollen sich konkret mit Themen rund um das Denkmalprojekt auseinandersetzen und in dieses einfließen.

Anforderung:
Teilnahme an den Veranstaltungen, Anwesenheitspflicht, Lektüre der Grundlagentexte, aktive Teilnahme an den Diskussionen, Ausarbeitung eines Themas bzw. Umsetzung einer projektbezogenen Aufgabenstellung

Literatur wird in der LVA bekannt gegeben.

SE Masterarbeitsseminar (236.935)
(Begleitung der Masterarbeit)

LVA-Leitung: Veronika Wittmann

Beschreibung
Das Seminar ist gerichtet an Studierende, welche im Bereich der Politischen Bildung eine Masterarbeit schreiben.

Ziele
Auseinandersetzung mit grundlegenden theoretischen Ansätzen der sozialwissenschaftlichen Forschung.
Erarbeitung von Zugängen zur Theorie, Methodenwahl und Gliederung einer Masterarbeit.
Klärung der Anforderungen an wissenschaftliche Arbeiten.

Umsetzung
Präsentation; eigenständiges Literaturstudium; Verfassen einer Masterarbeit.
Erarbeitung von Techniken wissenschaftlichen Arbeitens.
Darstellung und Diskussion des Aufbaus einer wissenschaftlichen Arbeit mit allen Studierenden, die an der Lehrveranstaltung teilnehmen.

Voraussetzungen
Formale Kriterien zum Erwerb eines Lehrveranstaltungsscheines sind neben der Präsentation und der Darstellung des Konzeptes eine aktive Teilnahme an den Diskussionsrunden.

UE: Lektürekurs: Global Studies (236.048)

LVA-Leitung: Veronika Wittmann

The first and second sessions aim at providing students with an introduction to Global Society: from the World in 1900 up to the Global society in the New Millennium. In this session, students will also be introduced to viewpoints of Globalization Debates, Defining Globalization, Globalization and (In)Equality as well as (Re)constructing Future Globalizations.

Students then focus in the third and fourth session on some of the main concepts with regard to concepts of World society: raising questions of why study world society, conceptualizing and models of world society as well as the question of movement from International to World Society.

The fifth session is devoted to aspects of Civilizing World Politics: Society and Community Beyond The State, World Society and the Nation-State, who’s making global civil society as well as the question of Civil Society, the State, and the Limits to Global Civil Society.

The course is completed by a final session on Sociological Cosmopolitism, including aspects of unpacking cosmopolitism for the social sciences as a research agenda,  the cosmopolitan imagination: critical cosmopolitanism and social theory, visuality, mobility and the cosmopolitan: inhabiting the world from afar as well as Global Governance or World Federalism, and a Cosmopolitan Dispute on Institutional Models.
Course objectives

To provide insights into different sociological perspectives of globalization.

Grading

The assessment of this course will be made based on following requirements:

  • Presentation of a selected topics in the seminar.
  • Participating in the Discussion Forums.
  • Find another article in a book or scientific journal that deals with your topic.

Write an abstract about the selected article and comment on the article.

Required reading

  • Crossly, Pamela K./Lees, Lynn H./Servos, John W. (ed.) 2004: Global Society: The World Since 1900, Boston/New York: Houghton Mifflin Company.
  • Scholte, Jan A. 2005: Globalization: a Critical introduction, Second edition, Hamshire/New York: Palgrave Macmillian.

VU: Global Studies: Grundlagen (236.044)

LVA-Leitung: Sonja Riebandt

Schwerpunktthemen sollen in die Kernthemen der Global Studies einführen, wobei der Politikwissenschaftler und Entwicklungsexperte welt- und entwicklungspolitische Aspekte in den Mittelpunkt rücken wird:

  • Konstellationen und Machtverschiebungen in der Weltpolitik
  • Die Herausforderungen der „Weltrisikogesellschaft“
  • Ressourcenkonflikte („Wasserkonflikte“ und „Klimakriege“)
  • Reichtum und Armut in der Weltgesellschaft: Was lehren uns die Weltberichte?
  • Global Governance: Politologische Wundertüte oder realpolitische Illusion?
  • Die Welt in Bewegung: Internationale Migrationsprozesse
  • Bilanz der internationalen Entwicklungspolitik

Die Vorlesung mit viel Interaktion wird mit einer Klausur auf der Grundlage von wichtigen Texten (im KUSSS) abgeschlossen.

SE Global Studies: Gesellschaft und Politik (236.051)

LVA-Leitung: Veronika Wittmann

Beschreibung
In der Lehrveranstaltung werden globale Trends – Prozesse der sozialen, kulturellen und politischen Globalisierung, Nord-Süd Beziehungen sowie Weltgesellschaft und Globale Politik – anhand verschiedener theoretischer Ansätze erarbeitet.

Ziele
Ziel der Lehrveranstaltung ist das Analysieren und Verstehen von globalen Entwicklungen.

Inhalte
Vertiefung der sozialwissenschaftlichen Kenntnisse zu weltpolitischen und weltgesellschaftlichen Themen.

Umsetzung
Präsentation; eigenständiges Literaturstudium; Verfassen einer Seminararbeit.

Literaturhinweis
Es wird eine Literaturliste im Seminar zur Verfügung gestellt. Darüber wird eine eigenständige Literaturrecherche erwartet.

SE: Global Studies: Grundlagen (236.045)

LVA-Leitung: Veronika Wittmann

In der Lehrveranstaltung werden globale Trends – Prozesse der sozialen, kulturellen und politischen Globalisierung, Nord-Süd Beziehungen sowie

Weltgesellschaft und Globale Politik – anhand verschiedener theoretischer Ansätze erarbeitet.

Ziel der Lehrveranstaltung ist das Erlernen der eigenständigen Bearbeitung von ausgewählten Bereichen der Forschungen zu Globalen Trends sowie die Vertiefung der sozialwissenschaftlichen Kenntnisse zu weltpolitischen und welt-gesellschaftlichen Themen einschließlich der Ansätze der kulturellen Transformationsprozesse der Globalisierung.

SE: Doktoratseminar Geschichte (236.039)
Historische Netzwerkforschung

LVA-Leitung: Marcus Gräser

Die Netzwerkforschung ist erst in den vergangenen Jahren in der historischen Forschung auf Interesse gestoßen. Während ein Begriff wie „Netzwerk“ gerne deskriptiv für soziale Umfeldanalysen von Personen genutzt werden, hat die sozialwissenschaftliche Netzwerkforschung inzwischen eine Reihe von elaborierten Theorien entwickelt und Fallbeispiele analysiert, die auch für eine historische Analyse nutzbar gemacht werden können. Besonderes Augenmerk soll dabei der Akteur-Netzwerk-Theorie von Bruno Latour gewidmet werden. Insgesamt will das Seminar - orientiert auch an den konkreten Dissertationsprojekten der Teilnehmenden – die vorhandene Literatur sichten und auf ihre Einsatzfähigkeit in der Geschichtswissenschaft überprüfen.

 

Einführende Literatur: