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Institut für Neuere Geschichte und Zeitgeschichte
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LVA-Beschreibungen Wintersemester 2022/23

IK Einführung in die politische Bildung (236.900)

LVA-Leitung: Jakob Feyerer

Die Lehrveranstaltung gibt einen Überblick über die Arbeitsfelder und die didaktischen Ansätze der Politischen Bildung.

Lehrinhalte sind die theoretischen Grundlagen und die verschiedenen Arbeitsfelder und didaktischen Ansätze der Politischen Bildung. Dabei werden die verschiedenen institutionellen und thematischen Kontexte und Schnittstellen berücksichtigt – insbesondere auch in Bezug auf gesellschaftspolitisches und zivilgesellschaftliches Engagement.

Ein Leistungsnachweis wird durch aktive Mitarbeit, durch schriftliche Aufgabenstellungen zwischen den LV Terminen sowie durch eine Projektarbeit in Form einer Praxisanalyse erbracht.

Der Intensivkurs findet als Blockveranstaltung statt. Einführend werden Konzepte und Theorien für demokratische Bürger_innenschaft (citizenship) sowie für Politische Bildung/citizenship education vorgestellt bzw. erarbeitet und in Kleingruppen sowie im Plenum diskutiert. Im weiteren Verlauf des Seminars erkunden und analysieren die Studierenden in Arbeitsgruppen Praxisbeispiele der Politischen Bildung und präsentieren ihre Ergebnisse im Plenum.

Deutsch; es wird zu etwa 50% englischsprachige Literatur verwendet; entsprechende Sprachkompetenz zum Lesen englischsprachiger Literatur wird erwartet.

Literaturliste wird zu Semesterbeginn bekannt gemacht

UE Methoden für das Praxisfeld (236.901)

LVA-Leitung: Nikolaus Fennes

Ziele der Lehrveranstaltung:
• Die Lehrveranstaltung vermittelt den Studierenden einen Überblick über gängige Methoden der Erwachsenenbildung und speziell der Politischen Bildung.
• Neben einer theoretischen Auseinandersetzung mit didaktischen Grundlagen sollen verschiedene Methoden vor allem durch praktische Übungen ausprobiert werden.
• Die Studierenden sollen selbständig Inhalte der Politischen Bildung mit konkreten Methoden verbinden können.

Inhalte:
Schwerpunkt der LVA liegt auf der praktischen Vermittlung von Methoden. Dies ermöglich den Studierenden, Wirkung und Wirksamkeit verschiedener Methoden selbst zu erfahren, sowie sich reflexiv mit Methoden und didaktischen Prinzipien der Politischen Bildung auseinanderzusetzen.
Im ersten Teil der LVA wird das Vorwissen der Studierenden gesammelt und geordnet. In kurzen Inputs, praktischen Übungen und in selbständiger Arbeit mit der Literatur lernen die Studierenden Methoden und didaktische Zugänge der Politischen Bildung kennen. Im zweiten Block erfolgt die theoretische und praktische Auseinandersetzung mit Methoden der Politischen Bildung und didaktischen Prinzipien. Weiters sollen die Studierenden in Kleingruppen mit der Entwicklung eines Unterrichtsentwurfes beginnen. Im letzten Block werden die von den Studierenden erarbeiteten Unterrichtsbeispiele präsentiert und diskutiert.

Lernmethode:
Ausprobieren verschiedener Methoden, Literaturrecherche, Vortrag, Diskussion, Reflexions- und Feedbackrunden, selbständige Erarbeitung eines Unterrichtsentwurfs

Beurteilung:
Aktive Teilnahme, Entwicklung eines Unterrichtsentwurfes, schriftliche Arbeit zur Reflexion der LVA-Inhalte

UE Schreibwerkstatt (236.936)

LVA-Leitung: Thomas Spielbüchler

Anmeldevoraussetzung:
Keine, Empfehlung, die LV am Anfang des Studiums zu absolvieren;

Ziele:
Vermittlung bzw. Wiederholung der Grundkenntnisse zum Schreiben von wissenschaftlichen Arbeiten als Leitfaden für SE-Arbeiten bzw. die MA-Arbeit;

Inhalte:
In der LV wird der komplette Bogen rund um die Erstellung von wissenschaftlichen Arbeiten thematisiert: die Themenfindung, Recherche, Erstellung eines Konzepts, Arbeiten mit Texten, Schreiben der Arbeit und Präsentation der Ergebnisse.

Beurteilungskriterien:
Positive Absolvierung der Übungen; die LV-Note ergibt sich aus den einzelnen Übungsnoten und der aktiven Mitarbeit.

Lehrmethoden:
Vortrag und Diskussion der Übungen;

Abhaltungssprache
Deutsch

Literatur
Skript (wird zur Verfügung gestellt)

KS Politik und Medien (236.921)

LVA-Leitung: Maria Beyrl

Ziele der Lehrveranstaltung:
Vermittlung von Grundlagen der Rolle von Medien in einer Demokratie, der Beziehung von Politik und Medien und den österreichischen Gegebenheiten

Lehrinhalte:
- Demokratische Aufgaben von Massenmedien
- Medienlandschaft Österreich
- Medienwirkungen und Glaubwürdigkeit
- Verhältnis Politik und Medien in Theorie und Praxis, wechselseitige Handlungslogiken und aktuelle Entwicklungen

Methoden: Vortrag und Diskussion

Beurteilungskriterien/Prüfungsmodus: schriftliche Prüfung in der letzten Einheit und Essay zu einem vorgegebenen Thema

Literatur: keine spezielle Literatur nötig, Literaturliste wird in der LV vorgestellt

Abhaltungssprache: Deutsch

IK Politik und Medien in der Praxis (236.913)

LVA-Leitung: Thomas Spielbüchler und Martin Dunst

Ziel der LVA ist eine Stärkung der Medienkompetenz. Die Analyse von Inhalten setzt Wissen um den Produktionsprozess eines Mediums sowie basale Kenntnisse der journalistischen Methodik voraus. In Kooperation mit den OÖN werden diese Basics erarbeitet (tw. im Medienhaus, Promenade 23).

Inhalte:
Mit dem theoretisch erarbeiteten Wissen werden zunächst einfache Texte erstellt, um journalistisches Arbeiten zu üben. Diese Übungen sind Voraussetzung für die Erstellung eines Magazins zu einer grob definierten Thematik, die am Anfang des Semesters bekannt gegeben wird. Dabei funktionieren die TeilnehmerInnen als selbstorganisierte Redaktion um das Magazin zu planen, zu recherchieren und zu produzieren.

Beurteilungskriterien:
Anwesenheitspflicht zu den Blockterminen, positive Absolvierung der Übungen und Mitarbeit an dem gemeinsam erstellten Magazin zu einem noch festzulegenden Thema.

Lehrmethode:
Vortrag, Übungen

Abhaltungssprache:
Deutsch

Literatur:
Wird in der LV bekannt gegeben

KS Kulturpolitik (236.912)

LVA-Leitung: Andre Zogholy

Ziele der LVA:
Das Seminar soll einen Überblick über die Formen und Konzepte der Kulturpolitik in verschiedenen politischen und gesellschaftlichen Konstellationen bieten. Grundiert wird die Thematik durch historische Abrisse. Ein besonderes Augenmerk wird auf die Finanzierungsproblematik der öffentlichen Kultur gelegt. Des Weiteren werden die Institutionen, die Kulturpolitik betreiben, analysiert. Es wird unterschieden zwischen staatlicher, städtischer, ländlicher und allgemein kommunaler Kulturpolitik respektive -förderung.

Methoden:
Die Lehrveranstaltung wird als Kurs angeboten. Von den Studierenden wird die Teilnahme an einem Gruppenreferat (ca. 30 Minuten mit anschließender Diskussion) erwartet. Zum Ende des Semesters findet eine Prüfung statt. In der ersten Sitzung wird eine Themenliste zur Verfügung gestellt. Die wichtigsten Texte werden zugänglich gemacht.

KS Politik - Recht - Geschlecht (236.922)

LVA-Leitung:

Diese LVA wird im Wintersemester 2022/23 nicht angeboten.

IK Politik und Geschlecht in Praxisfeldern (236.926)

LVA-Leitung: Juliane Ransmayr

Im Seminar werden verschiedene Dimensionen der Geschlechterforschung wie Geschlecht und Arbeit, Diskriminierung, Bildung und Gender Normen beleuchtet. Besonderes Augenmerk des Seminars liegt auch darauf, politische Rahmenbedingungen zu betrachten, um zu evaluieren welchen Einfluss Politik auf Geschlechterverhältnisse nimmt und nehmen kann. Ziel der Lehrveranstaltung ist es nicht nur, dass die Studierenden auf einen breiten Wissensschatz zum Thema Geschlecht und Politik zurückgreifen können, sondern auch, dass Sie in der Lage sind theoretische Konzepte und aktuelle Forschung zu reflektieren und kritisch zu betrachten.

Methoden
Vortrag, Kurzreferate, Textanalysen, Diskussionen

Beurteilungskriterien / Prüfungsmodus
Aktive Teilnahme am Kurs, Abhaltung eines Kurzreferats, Klausur

Abhaltungssprache
Deutsch

Literatur
Wird im Seminar bekanntgegeben

UE Übung aus Pädagogik (236.923)

LVA-Leitung: Michael Brandmayr

1. Ziele
* Die Diskussion aktueller und historischer Begriffe von Politik, Demokratie und der politischen Bildung im Kontext aktueller gesellschaftlicher, pädagogischer oder bildungspolitischer Probleme der Gegenwart (unter besonderer Berücksichtigung der Fragen von Macht und sozialer Ungleichheit).

* Reflexion dieser zentralen Dilemmata und Herausforderungen, d.h. die Bedeutung dieser Problemstellungen für die eigene Person. Wesentliches Lernziel ist es, die diskutierten Fragestellungen zur eigenen politisch-pädagogischen Haltung (zur Studienmotivation, zu Vorstellungen von Erziehung und Bildung, zu subjektiven anthropologischen Grundannahmen und zu Vorstellungen einer späteren beruflichen Praxis) in Beziehung zu setzen.

* Im Zuge dieses Reflexionsprozesses soll die Frage des Theorie-Praxisverhältnisses in der politischen Bildung aufgegriffen und bearbeitet werden, d.h. die Frage, was Theorie für die politisch-pädagogische Praxis leisten kann und was nicht, welche der skizzierten Möglichkeitshorizonte realisierbar sind, welche nicht, und warum es aber auch utopische Zielsetzungen dennoch brauchen könnte.


2. Inhalte und Ablauf
Das Seminar greift Fragestellungen auf, die sich an der Schnittmenge von politischer Bildung und Erziehungswissenschaften bzw. der pädagogischen Praxis befinden – wobei zunächst klarerweise präzisiert werden muss, was diese Schnittmengen eigentlich auszeichnet, wo sie bestehen und was der Mehrwert bzw. worin die Notwendigkeit einer Verständigung zwischen diesen beiden Disziplinen eigentlich besteht. Der Fokus liegt jedoch auf Themen und Fragestellungen der pädagogischen Praxis – es werden einige aktuelle Handlungsfelder und Orte, Zielsetzungen, und aktuelle Herausforderungen der politischen Bildung besprochen.

Themen des Seminars sind somit:

  • Eine Diskussion eines Begriffs des Politischen und dessen pädagogische Implikation
  • Bilder, Soziale Medien und politische Bildung – das Spannungsfeld von Online-Diskursen und ihr Einfluss auf politische Meidungsbildungsprozesse
  • Die Debatte um „Postdemokratie und Postpolitik“ und politische Bildung
  • Politische Bildung in der Schule
  • Zum Begriff der Ideologie und die Normativität und Neutralität politischer Bildung – allgemeiner: Was sind realistische Ziele politischer Bildung?

 

Die Corona – Pandemie macht zum gegenwärtigen Zeitpunkt eine Planung schwierig. Geplant ist eine Abhaltung an zwei Präsenzterminen, d.h. zwei Wochenendblöcke, aber es ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt unklar, ob diese abgehalten werden können. Ich werde Sie jedoch rund zwei Wochen vor den geplanten Terminen informieren.

 

Geplante Themenblöcke und damit zusammenhängende Literatur

Die Literatur der thematischen Blöcke ist verpflichtend im Laufe des Semesters zu lesen, idealerweise vor Beginn der jeweiligen Seminare

Themenblock 1 (Fr. 08.10.2021):

Zum Begriff des Politischen und zur politischen Theorie von Ernesto Laclau

Literatur: Andreas Reckwitz: Ernesto Laclau. Diskurse, Hegemonien, Antagonismen. In: Stephan Moebius/ Dirk Quadflieg (Hrsg.): Kultur. Theorien der Gegenwart. 1. Auflage, VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2006, S. 339-349.

 

Themenblock 2 (Sa. 09.10.2021):

Soziale Medien und das Politische: Wie entstehen und reproduzieren sich Ideologien in sozialen Netzwerken? Was bedeutet Emotion für politische Bildung?

Literatur: Ruth Wodak:  "Normalisierung nach rechts": Politischer Diskurs im Spannungsfeld von Neoliberalismus, Populismus und kritischer Öffentlichkeit. In: Linguistik Online 73, 4/15, http://dx.doi.org/10.13092/lo.73.2191, öffnet eine externe URL in einem neuen Fenster

Achim Schröder: Emotionalisierung der Politik und Autoritarismus. Herausforderungen für die gegenwärtige politische Bildung. Vortragsmitschrift, 22. 6. 2017

 

Themenblock 3 (Fr. 21.01.2022):

Zu Zielen der politischen Bildung, zur Frage der Wirksamkeit und Handlungsmacht des Individuums.

Literatur: Roland Reichenbach: Die Ironie der politischen Bildung – Ironie als Ziel politischer Bildung. In: Roland Reichenbach & Fritz Oser (2000), (Hrsg.), Zwischen Pathos und Ernüchterung. Zur Lage der Politischen Bildung in der Schweiz / Entre pathos et désillusion. La situation de la formation politique en Suisse. Freiburg/CH: Universitätsverlag, S. 118-130

 

Themenblock 4 (Sa. 22.01.2022):

Politische Bildung in der Schule: Ist kritische und emanzipatorische Bildung im institutionalisierten „Korsett“ der Schule möglich?

Literatur: Frank Nonnenmacher: Politische Bildung in der Schule. Demokratisches Lernen als Widerspruch im System. In: Topologik, Issue n° 6/2009, pp. 116-126

 

Nach zeitlicher Möglichkeit, können gerne auch von Themen ergänzt und aufgriffen werden, wenn von Seite der Studierenden ein entsprechender Wunsch geäußert wird. Sollte ein geplanter Blocktermin nicht in Präsenz stattfinden können, werden Podcasts zu den einzelnen Aspekten veröffentlicht.


3. Leistungsanforderungen und Seminararbeit
 

Der Leistungsnachweis besteht im Verfassen einer schriftlichen Arbeit (rund 40.000 Zeichen inkl. Deckblatt & Literaturverzeichnis), die sich einer selbstgewählten Fragestellung widmet. Die Arbeit soll dabei im essayistischen Stil verfasst sein und in erster Linie eine persönliche Stellungnahme zu Themen und Fragen des Seminars; sie soll aber dennoch in ihren Formulierungen und den Formalia (Zitationen etc.) wissenschaftlichen Charakter aufweisen.

Mögliche Fragen könnten etwa sein:

  • Was sind meiner Meinung nach wichtige Ziele politischer Bildung?
  • Soll und kann politische Bildung neutral sein oder wann sollte ich mich in meiner Rolle (die ich beruflich einmal einnehmen möchte) positionieren?
  • Was bedeutet für mich Politik und politisches Handeln?
  • Was sollte/kann ich als politische/r Bildner/in tun, damit Phänomene in sozialen Medien Hass im Netz etc.) weniger werden?

 

Wichtig ist also, dass in den Arbeiten klar die eigene Position sichtbar und mit guten und nachvollziehbaren Argumenten belegt wird. Für die Notengebung ist letztlich die Qualität der Argumente entscheidend. Klar sollte auch werden (weshalb auch nur solche Fragestellungen zulässig sind), dass eine Auseinandersetzung mit den Themen des Seminars stattgefunden hat (d.h. es kann nicht einfach irgendeine Fragstellung gewählt werden, die diese Themen nur peripher streift). Das Verwenden zusätzlicher Literatur oder Quellen ist natürlich trotzdem möglich.

Die Essays sind bis zum 28.2.2022 zu verfassen und mir per Mail zu schicken.

Bei Fragen stehe ich gerne jederzeit zur Verfügung: michael.brandmayr@uibk.ac.at

 


4. Vertiefende Literatur
 

  • Crouch, C. 2008. Was heißt „Postdemokratie“? In ders.: Postdemokratie. Frankfurt/Main: Suhrkamp, S. 7-44
  • Dewey, J. 1993 (1916). Der demokratische Gedanke in der Erziehung. S. 113-137 in ders.: Demokratie und Erziehung. Eine Einleitung in die philosophische Pädagogik. Weinheim, Basel: Beltz
  • Edelstein, W. 2007: Demokratie als Praxis und Demokratie als Wert – Überlegungen zu einer demokratiepädagigisch aktiven Schule. S. 7-18 in Landesinstitut für Schule und Medien Berlin-Brandenburg (LISUM) (Hg.): Demokratie erfahrbar machen – demokratiepädagogische Beratung in der Schule. O.O.
  • Krammer, R. 2012. Demokratielernen durch politische Bildung? S. 27-41 in Ammerer, H., Fallend, F. & Windischbauer, E. (Hg.): Demokratiebildung. Innsbruck, Wien, Bozen: Studienverlag
  • Lange, D. & Himmelmann, G. (Hg.) 2010. Demokratiedidaktik. Impulse für die Politische Bildung. Wiesbaden: VS
  • Merkel, W. (Hg.) 2015. Demokratie und Krise. Wiesbaden: Springer VS.
  • Sander, W. 2011. Demokratie-Lernen und Politische Bildung. S. 71-85  in Beutel, W. & Fauser, P. (Hg.): Demokratiepädagogik. Lernen für die Zivilgesellschaft. 2. Aufl., Schwalbach/Ts.: Wochenschau
  • Stein, H. W. 2011. Demokratisch handeln in der Schule und „große Politik“ – Mission impossible? S. 171-198 in Beutel, W. & Fauser, P. (Hg.): Demokratiepädagogik. Lernen für die Zivilgesellschaft. 2. Aufl., Schwalbach/Ts.: Wochenschau
  • Streeck, E. 2013. Gekaufte Zeit. Berlin: Suhrkamp, S. 79-105, 235-256
  • Wintersteiger, M. C. 2012. Grundzüge der Demokratiekritik. S. 43-52 in Ammerer, H., Fallend, F. & Windischbauer, E. (Hg.): Demokratiebildung. Innsbruck, Wien, Bozen: Studienverlag
     

IK Bildungssystem und Gesellschaft (236.924)

LVA-Leitung:

Diese LVA wird im Wintersemester 2022/23 nicht angeboten.

UE Forschungsmethoden (236.933)

LVA-Leitung: Fritz Hemedinger, Johann Bacher, Andre Zogholy

Ziele der Lehrveranstaltung
Vermittlung der Grundkenntnisse wissenschaftlicher Arbeitsmethoden – d. h. qualitative und quantitative Forschungsmethoden sowie kulturwissenschaftliche Ansätze (mit Bezug zu qualitativen wie quantitativen Forschungsmethoden) in den verschiedenen Disziplinen.

Lehrinhalte
Einführend wird ein allgemeiner Überblick über Forschungsmethoden gegeben und es werden die einzelnen Schritte des Forschungsprozesses besprochen. Im weiteren Verlauf der Lehrveranstaltung wird näher auf – dem jeweiligen Forschungsziel bzw. Untersuchungsgegenstand entsprechende – Methoden eingegangen.

Bei der qualitativen Sozialforschung werden folgende Themen behandelt:
• Überblick qualitative Interviews
• Planung und Konzeption einer qualitativen Erhebung
• Entwicklung eines Erhebungsinstruments und Interviewführung
• Datenauswertung und Ergebnisdarstellung

Im Rahmen der quantitativen Methoden werden behandelt:
• Forschungsablauf und Gütekriterien
• Stichprobenverfahren
• Entwicklung von Messmodellen und Frageformulierung
• Datenaufbereitung und Datenauswertung
• Ergebnisinterpretation

Bei den kulturwissenschaftlichen Ansätzen wird dargestellt:
• Theoretische Einbettung in den Kulturwissenschaften
• Methodologische Verankerung
• Zusammenhang zu quantitativen und qualitativen Forschungsmethoden
• Rolle von Cultural Turns
• Gängige Methoden zur Erforschung von kulturwissenschaftlichen Phänomenen (z. B. Bild-, Film- und Soundanalysen)

Dem jeweiligen Vortrag folgen Übungen, wodurch das theoretisch Erlernte praktisch angewendet wird.

Literatur
Als Basisliteratur wird empfohlen:
Mayring, Philipp (2010) Qualitative Inhaltsanalyse. Grundlagen und Techniken. 11. Aktualisierte Auflage. Weinheim.

Gläser, Jochen / Laudel, Grit (2006) Experteninterviews und qualitative Inhaltsanalyse. 2., durchgesehene Auflage. Wiesbaden.

Häder, Michael (2007) Empirische Sozialforschung. 2. Auflage. Wiesbaden. Als e-Book in der Bibliothek verfügbar unter: han.ubl.jku.at/han/SPR-EBOOK-SGR/link.springer.com/book/10.1007/978-3-531-92187-7, öffnet eine externe URL in einem neuen Fenster



Jaeger, Friedrich / Liebsch, Burkhard / Rüsen, Jörn (2011) Handbuch der Kulturwissenschaften. Sonderausgabe in 3 Bänden. J.B. Metzler. Stuttgart.

Ayaß, Ruth / Bergmann, Jörg (2011) Qualitative Methoden der Medienforschung. Verlag für Gesprächsforschung. Mannheim. Verfügbar unter www.verlag-gespraechsforschung.de/2011/pdf/medienforschung.pdf, öffnet eine externe URL in einem neuen Fenster




Abhaltungssprache
Deutsch

Sonstige Informationen
Der Leistungsnachweis erfolgt durch die positive Erledigung von Einzel- und Gruppenarbeiten.

UE Forschungsprojekt Teil 1 (236.915)

LVA-Leitung: Susanne Baumann, Daniela Banglmayr

Das Forschungsprojekt wird in Kooperation mit dem entwicklungspolitischen Verein im ÖGB  „weltumspannend arbeiten“ durchgeführt, der sich seit 1995 einer sozial und ökologisch gerechteren Globalisierung. www.weltumspannend-arbeiten.at, öffnet eine externe URL in einem neuen Fenster widmet.

Im Forschungsprojekt 1 recherchiert eine Gruppe zu entwicklungspolitischer Bildungsarbeit mit dem Fokus „Frauen in der globalen Arbeitswelt“ und kreiert innovative Workshop-Konzepte, die als Begleitung für die bereits entwickelte Frauenbroschüre „working women worldwide“ dienen. Die Workshop-Konzepte sollen dann im folgenden Semester auch praktisch umgesetzt werden.

Eine zweite Gruppe wird für im Bildungsbereich tätige Organisationen eine Analyse zum Thema Gender durchführen und dazu einen Leitfaden erstellen. Die Ergebnisse der Analyse sollen es Organisationen ermöglichen Bildungsangebote vor dem Hintergrund von  Geschlechtergerechtigkeit zu evaluieren. Im zweiten Semester erarbeiten die Studierenden aus den gewonnenen Forschungsergebnissen Konzepte, die zu Geschlechtergerechtigkeit auf verschiedenen Ebenen beitragen.

UE Forschungsprojekt Teil 2 (236.931)

LVA-Leitung:

Diese LVA wird im Wintersemester 2022/23 nicht angeboten.

KS Gesellschaftstheorien (236.902)

LVA-Leitung: Veronika Wittmann

Beschreibung:
In der Lehrveranstaltung wird die Thematik der Weltgesellschaft anhand verschiedener theoretischer Ansätze erarbeitet.

Ziele:
Ziel der Lehrveranstaltung ist Weltgesellschaft als Kontext, als Gegenstand und auch als Herausforderung der Sozialwissenschaften zu begreifen.

Inhalte:
Der Schwerpunkt liegt auf der Rekonstruktion soziologischer und politikwissenschaftlicher Theorien zu Weltgesellschaft. Es erfolgt eine Vertiefung dessen, wie in verschiedenen Ansätzen Weltgesellschaft konzeptualisiert wird.

Umsetzung:
Partizipation in Diskussionsforen;
Klausur;
Verfassen von Reflexionsarbeiten.

Literaturhinweis:
Weltgesellschaft 2005: Theoretische Zugänge und empirische Problemlagen. Zeitschrift für Soziologie, hrsg. von Bettina Heintz/Richard Münch/Hartmann Tyrell, Sonderheft, Stuttgart: Lucius & Lucius Verlagsgesellschaft mbH.

Wittmann, Veronika 2011: Weltgesellschaft. In: Kleines Lexikon der Politik. hrsg. von Dieter Nohlen/Florian Grotz (Hrsg.). 5. Auflage. München: Verlag C.H. Beck, S. 685-687.

Wobbe, Theresa 2000: Weltgesellschaft. Bielefeld: transcript Verlag.

KS Politische Systeme (236.903)

LVA-Leitung: Harald Stöger

Der Kurs vermittelt grundlegende Kenntnisse über verschiedene politische Systeme mit Hauptfokus auf demokratischen politischen Systemen. Die Studierenden erhalten einen Überblick über die Ausgestaltung politischer Systeme und die Herrschaftsorganisation in verschiedenen Ländern inklusive der wichtigsten Institutionen und Akteure. Der Kurs befasst sich mit Fragen wie „Was unterscheidet ein demokratisches politisches System von einem autokratischen Staat?“; „Was sind die Stärken und Schwächen von Verhältniswahlen?“; „Sind parlamentarische oder präsidentielle Regierungssysteme stabiler?“. In einzelnen inhaltlichen Themenbereichen werden zentrale theoretische politikwissenschaftliche Ansätze unter anderem zu Parlamentarismus und Präsidentialismus, Wahlen, Parteien, Föderalismus und zum politischen System der Europäischen Union vorgestellt. Die Besonderheiten des österreichischen politischen Systems werden durch den internationalen Vergleich verdeutlicht. Hierdurch können auch Fragen bezüglich der Qualität des österreichischen politischen Systems diskutiert werden. Zugleich werden die Studierenden ermutigt, politische Systeme (kritisch) aus wissenschaftlicher Perspektive zu verstehen und zu bewerten. Die Studierenden werden zudem befähigt, die wesentlichen Debatten und Veränderungen auf diesem Feld zu verstehen.
 
Am Ende der Vorlesung sollen die Studierenden
- über Grundwissen von verschiedenen politischen Systemen verfügen;
- die Besonderheiten des politischen Systems Österreichs im Vergleich mit anderen Ländern verstehen;
- mit politikwissenschaftlichen Konzepten und Theorien zu politischen Systemen vertraut sein.

KS Politik und Recht (236.904)

LVA-Leitung: Andreas Janko und Herbert Kalb

Detaillierte Informationen folgen in Kürze

IK Gleichheitsgrundsatz und politische Grundrechte (236.905)

LVA-Leitung: Karin Neuwirth

Ziele der Lehrveranstaltung
Grundlegendes Verständnis von der Bedeutung der verfassungsrechtlichen Gleichheitsgarantien und der politischen Grundrechte für den demokratischen Prozess. Befähigung zum Erkennen von Eingriffen in die politischen Grundrechte und zur grundrechtlichen Einordnung von demokratiepolitischen Reformdiskussionen.

Lehrinhalte
Vermittlung der Zusammenhänge von Demokratie und Rechtsstaat sowie Einführung in die Normstruktur der Grundrechte. Überblick über die Entwicklung der Gleichheitsgarantien und ihre Funktion in Bezug auf die Verwirklichung von Geschlechterdemokratie. Inhalt und Bedeutung der politischen Grundrechte für den demokratischen Prozess: Wahlrecht, Kommunikations-, Vereinigungs- und Versammlungsfreiheit.

Beurteilungskriterien / Prüfungsmodus
Mündliche Mitarbeit, Referat und schriftliche Seminararbeit zum Referatsthema.

Abhaltungssprache
Deutsch

Literatur:

www.jku.at/institut-fuer-legal-gender-studies/lehre/lehrveranstaltungen/masterstudium-politische-bildung/ik-gleichheitsgrundsatz-und-politische-grundrechte, öffnet eine externe URL in einem neuen Fenster

 

IK Konstruktion von Geschichte (236.906)
Public History: Erinnern und Gedenken im öffentlichen Raum

LVA-Leitung: Martina Gugglberger

Public History setzt sich mit Formen der Geschichtsdarstellung auseinander, die sich an eine breite Öffentlichkeit richtet, und erforscht diese. In der Lehrveranstaltung sollen nicht nur verschiedene Definitionen und Debatten in diesem Bereich erörtert werden, sondern auch der Zusammenhang zwischen Geschichtswissenschaften und Public History diskutiert werden – in theoretischer wie in praktischer Weise.
Ausgehend von einem konkreten und aktuellen Projekt zu Erinnerungspolitik in Zusammenhang mit Frauen- und Geschlechtergeschichte in Oberösterreich im 20. Jahrhundert können Studierende Herangehensweisen und Realisierungen von Gedenkprojekten im öffentlichen Raum erleben und diskutieren.
Im Frühjahr 2023 ist auf dem OK-Platz in Linz die Realisierung des Kunstwerkes „5 vor 12“ als Denkmal für Frauen im Widerstand im Nationalsozialismus in Oberösterreich geplant. Die Lehrveranstaltung setzt sich mit dem Prozess des Projektes sowie der konkreten Umsetzung auseinander. Die Abschlussarbeiten sollen sich konkret mit Themen rund um das Denkmalprojekt auseinandersetzen und in dieses einfließen.

Anforderung:
Teilnahme an den Veranstaltungen, Anwesenheitspflicht, Lektüre der Grundlagentexte, aktive Teilnahme an den Diskussionen, Ausarbeitung eines Themas bzw. Umsetzung einer projektbezogenen Aufgabenstellung

Literatur wird in der LVA bekannt gegeben.

KS Geschichte Europas (236.907)
Französisch-Britische Beziehungen im 20. Jahrhundert

LVA-Leitung: Falko Schnicke

Frankreich und das Vereinigte Königreich verband im 20. Jahrhundert eine sehr wechselhafte Geschichte. Anders als im 18. und 19. Jahrhundert waren beide Staaten nie offiziell miteinander verfeindet, aber die Beziehungen zwischen Imperialismus, zwei Weltkriegen, Dekolonialisierung und Europäischer Einigung, um nur einige Schlagworte zu nennen, waren dennoch nicht unproblematisch. Die Forschung fasst die bilateralen Beziehungen mit Begriffen wie Bündnis, Entfremdung, Zusammenarbeit, Rivalität und lange Trennung zusammen. Das Seminar dient dazu, diese komplexe Beziehungsgeschichte aufzuarbeiten und wird sich dabei intensiv mit (vor allem Englisch-sprachiger) Forschungsliteratur zum Thema auseinandersetzen.

Methoden
Text- und Quellendiskussion, Einzel- und Gruppenarbeiten

Leistungsanforderungen
Reflexionspapiere

Literatur

  • P. M. H. Bell, France and Britain (2 Bde.), London 1996-97.
  • Alan Sharp and Glyn stone (ed.), Anglo-French Relations in the Twentieth Century, London/New York 2000.

KS Politik und Recht - ausgewählte Themen (236.918)

LVA-Leitung: Alois Birklbauer

Detaillierte Informationen folgen in Kürze

IK Diskriminierungsschutz benachteiligter Gruppen (236.917)

LVA-Leitung:

Diese LVA wird im Wintersemester 2022/23 nicht angeboten.

 

KS Wirtschafts- und Sozialgeschichte (236.919)

LVA-Leitung:

Diese LVA wird im Wintersemester 2022/23 nicht angeboten.

 

IK Soziale Bewegungen, soziale Konflikte und Transformationsprozesse (236.925)
Revolutionen und soziale Unruhen in Lateinamerika im 20./21. Jahrhundert

LVA-Leitung: Monika Strasser

Die Studierenden beschäftigen sich mit den Ursachen, dem Verlauf und den Folgen der Revolutionen und sozialen Unruhen in Lateinamerika, was zu einem besseren Verständnis der aktuellen Lage der Region führt. Sie machen sich weiters bewusst, welche Rolle die verschiedenen Akteure (Bauern-, Studenten-, Arbeiterschaft, indigene Bevölkerung, Guerrillaorganisationen) gespielt haben. Durch die Analyse der Ereignisse im Kontext des Kalten Krieges reflektieren sie kritisch die Rolle der USA und Sowjetunion.
Darüber hinaus werden wissenschaftliche Fertigkeiten wie eigenständige Recherche, Erarbeitung themenbezogener Fragestellungen, Präsentieren und das Verfassen wissenschaftlicher Arbeiten vertieft.

Lehrinhalte:
Im Verlauf des 20. Jahrhunderts und bis in unsere Gegenwart hinein hat es in Lateinamerika Bestrebungen gegeben, einen sozialen Wandel herbeizuführen. Die Lehrveranstaltung befasst sich mit den Umbildungsprozessen, die eine Neugestaltung der politischen und sozialen Ordnung zum Ziel haben.
Einen Schwerpunkt bilden die Revolutionen in Mexiko (1910), Kuba (1959) und Nicaragua (1979), die sowohl tiefgreifende Veränderungen im politischen und wirtschaftlichen System als auch im sozialen Gefüge mit sich brachten. Weiters wird unter anderem auf die sozialen Unruhen in Chile, Bolivien, Guatemala, Venezuela und El Salvador näher eingegangen.
Besondere Beachtung finden die Akteure dieser Umbildungsprozesse. Auf der einen Seite wird die Rolle der Bauern-, Studenten-, Arbeiterschaft, der indigenen Bevölkerung und der Guerrillaorganisationen genauer betrachten und auf der anderen Seite das Agieren der Eliten analysiert.

Beurteilungskriterien:

  • kleinere schriftliche Arbeiten
  • aktive Mitarbeit
  • mündliche Präsentation (Referat)
  • schriftliche Abschlussarbeit

Lehr/Lernmethoden:

  • Vortrag der LV-Leiterin
  • Diskussion im Plenum
  • Präsentationen der Studierenden
  • Eigenständige Recherche
  • Verfassen einer wissenschaftlichen Arbeit


Literatur:

  • König, Hans-Joachim (2006): Kleine Geschichte Lateinamerikas. Stuttgart: Reclam.
  • Rinke, Stefan (2014²): Geschichte Lateinamerikas. Von den frühesten Kulturen bis zur Gegenwart. München: Beck.

Abhaltungssprache: deutsch

VU Global Studies: Grundlagen (236.044)

LVA-Leitung: Sonja Riebandt

Schwerpunktthemen sollen in die Kernthemen der Global Studies einführen, wobei der Politikwissenschaftler und Entwicklungsexperte welt- und entwicklungspolitische Aspekte in den Mittelpunkt rücken wird:

  • Konstellationen und Machtverschiebungen in der Weltpolitik
  • Die Herausforderungen der „Weltrisikogesellschaft“
  • Ressourcenkonflikte („Wasserkonflikte“ und „Klimakriege“)
  • Reichtum und Armut in der Weltgesellschaft: Was lehren uns die Weltberichte?
  • Global Governance: Politologische Wundertüte oder realpolitische Illusion?
  • Die Welt in Bewegung: Internationale Migrationsprozesse
  • Bilanz der internationalen Entwicklungspolitik

Die Vorlesung mit viel Interaktion wird mit einer Klausur auf der Grundlage von wichtigen Texten (im KUSSS) abgeschlossen.

SE Global Studies: Gesellschaft und Politik (236.051)

LVA-Leitung: Veronika Wittmann

Beschreibung:
In der Lehrveranstaltung werden globale Trends – Prozesse der sozialen, kulturellen und politischen Globalisierung, Nord-Süd Beziehungen sowie Weltgesellschaft und Globale Politik – anhand verschiedener theoretischer Ansätze erarbeitet.

Ziele:
Ziel der Lehrveranstaltung ist das Analysieren und Verstehen von globalen Entwicklungen.

Inhalte:
Vertiefung der sozialwissenschaftlichen Kenntnisse zu weltpolitischen und weltgesellschaftlichen Themen.

Umsetzung:
Präsentation; eigenständiges Literaturstudium; Verfassen einer Seminararbeit.

Literaturhinweis:
Es wird eine Literaturliste im Seminar zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus wird eine eigenständige Literaturrecherche erwartet.

KS Grundlagen der Volkswirtschaft (236.929)

LVA-Leitung: Stephan Pühringer

Ziele:
Die Studierenden verstehen die Charakteristik der Volkswirtschaftslehre (VWL) als Wissenschaft. Sie wissen um den Umstand, dass selbst wertfrei erscheinende ökonomische Modelle politische Relevanz und Brisanz besitzen. Die Studierenden kennen in Grundzügen wichtige Schulen und Grundmodelle der VWL, insbesondere die Eigenheiten der neoklassischen Mikroökonomik und der keynesianischen Makroökonomik.

Lehrinhalte:

  • Charakteristik der VWL als Wissenschaft kritisch betrachtet
  • Schulen der VWL
  • Neoklassische Mikroökonomik
  • Ungleichgewichtstheoretische Ansätze
  • Keynesianische Makroökonomik


Beurteilungskriterien:
Die Wissensüberprüfung erfolgt hauptsächlich in Form einer Gesamtklausur. Beiträge zum Kurs werden durch Mitarbeitspunkte honoriert.

Lehrmethoden:
Vortag, Fragestellungen und Diskussionen

Abhaltungssprache:
Deutsch

Literatur:
Skriptum Zusätzliche Dokumente (Übersichten, Beispiele u.dgl.)

KS Wirtschaftspolitik (236.930)

LVA-Leitung:

Diese LVA wird im Wintersemester 2022/23 nicht angeboten.

IK Zeitgeschichte: Strukturen und Prozesse (236.938)
Stellvertreterkrieg

LVA-Leitung: Thomas Spielbüchler

Ziel der Lehrveranstaltung ist die reflektierte Auseinandersetzung mit dem Thema „Stellvertreterkriege“, wobei unter Einhaltung wissenschaftlicher Standards eine SE-Arbeit erstellt wird. In dieser wird zu einem vorgegebenen Thema eine Forschungsfrage entwickelt und entlang einer Hypothese durchargumentiert bzw. als Ergebnis eine Hypothese formuliert.

Inhalt:
Die Jahrzehnte nach 1945 gelten, trotz der Epochenbezeichnung „Kalter Krieg“ als Periode des Friedens in Europa. Im Globalen Süden gestaltete sich diese Phase aber keineswegs friedlich. Die Opferzahl in den „Stellvertreterkriegen“ überstieg jene des Zweiten Weltkriegs bei Weitem: Vietnam, Korea oder Angola wurden, neben vielen anderen Konflikten, zu heißen Kriegen im Kalten Krieg.
Neueste Forschungsansätze betrachten diese „Stellvertreterkriege“ aber nicht allein als ausgelagerten Konflikt zwischen den Supermächten, sondern untersuchen vor dem Hintergrund eines Globalen Kalten Kriegs auch die Agenden der Akteure in den betroffenen Ländern bzw. Territorien.
In SE-Arbeiten werden einzelne dieser Konflikte näher beleuchtet, wobei auch die Perspektive des Globalen Kalten Kriegs berücksichtigt werden soll. Die Analyse beschränkt sich also nicht auf die beiden Supermächte als federführende Akteure eines Konflikts, sondern geht darüber hinaus.

Methode:
Allgemeine Einführung, Referate, Diskussionen, schriftliche Arbeit – Teile der LVA werden digital angeboten, der 1. LVA-Termin und mindestens die Hälfte der restlichen Termine werden in Präsenz abgehalten.

Beurteilungskriterien:
Prüfungsimmanente LV, Exzerpt zur Basisliteratur, Präsentation des eigenen Themas, Abgabe eines Konzepts zur SE-Arbeit, SE-Arbeit.

Abhaltungssprache:
Deutsch, Literatur tw. in Englisch!

Basisliteratur:

  • Odd Arne Westad: Der Kalte Krieg: eine Weltgeschichte, Stuttgart 2019.
  • Rolf Steininger: Der Kalte Krieg, Frankfurt 2011.
  • Odd Arne Westad: Global Cold War. Third World Interventions and the Making of Our Times, Cambridge/New York, 2005.

IK Praxisfelder der Zeitgeschichte (236.940)

LVA-Leitung:

Diese LVA wird im Wintersemester 2022/23 nicht angeboten.

 

SE Masterarbeitsseminar (Begleitung der Masterarbeit) (236.935)

LVA-Leitung: Veronika Wittmann

Beschreibung:
Das Seminar ist gerichtet an Studierende, welche im Bereich der Politischen Bildung eine Masterarbeit schreiben.

Ziele:
Auseinandersetzung mit grundlegenden theoretischen Ansätzen der sozialwissenschaftlichen Forschung.
Erarbeitung von Zugängen zur Theorie, Methodenwahl und Gliederung einer Masterarbeit.
Klärung der Anforderungen an wissenschaftliche Arbeiten.

Umsetzung:
Präsentation; eigenständiges Literaturstudium; Verfassen einer Masterarbeit.
Erarbeitung von Techniken wissenschaftlichen Arbeitens.
Darstellung und Diskussion des Aufbaus einer wissenschaftlichen Arbeit mit allen Studierenden, die an der Lehrveranstaltung teilnehmen.

Voraussetzungen:
Schriftliche Abgabe der Entwürfe der geplanten Masterarbeit bei der ersten Sitzung des Seminars.
Formale Kriterien zum Erwerb eines Lehrveranstaltungsscheines sind neben der Präsentation und der Darstellung des Konzeptes eine Zwischen- bzw. Endpräsentation sowie eine aktive Teilnahme an den Diskussionsrunden.