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Organisationale Resilienz in der COVID-19-Krise: Eine mehrdimensionale Studie in Europa

Die Ausbreitung von COVID-19 hat Europa unvorbereitet getroffen, wobei die Ausmaße der Krise nicht abzuschätzen sind. In diesem Zusammenhang ist nicht nur die Forschung, sondern auch die Praxis daran interessiert zu verstehen, wie Gesundheitsorganisationen mit Unsicherheiten umgehen und wie sie resilienter werden können.

Organisationale Resilienz bezieht sich hierbei auf die Fähigkeit, Herausforderungen zu antizipieren, unerwartete Ereignisse zu bewältigen und aus diesen Ereignissen zu lernen (Duchek, 2014).

Im Einklang mit den Aufforderungen in der aktuellen Literatur, möchten wir die Beziehung zwischen der Resilienz von Führungskräften und Organisationen untersuchen. Eine mehrstufige Studie mit vorerst drei Ländern (60 Interviews) soll wichtige Erkenntnisse liefern. Teilstrukturierte Interviews werden unsere primäre Datenquelle sein, ergänzt durch Beobachtungen, interne Dokumente und frei zugängliche Presseberichte.

Da unsere Studie überwiegend induktiv angelegt ist, scheint die Gioia-Methodik für die Analyse des transkribierten Materials geeignet zu sein. Unser Ziel besteht darin, neue Konzepte aufzudecken, anstatt alte zu bestätigen (Wickert & de Bakker, 2018).

Zudem wollen wir eine nachfolgende, länderübergreifende Umfrage durchführen, falls es uns gelingt, dieses äußerst aktuelle Forschungsprojekt auf EU-Ebene auszuweiten.

Indem wir die Resilienz von Gesundheitsorganisationen aus einer mehrstufigen Perspektive untersuchen, erforschen wir eine der vermutlich größten Herausforderungen, mit denen unsere Spezies bisher konfrontiert war (Tourish, 2020: 107). Da diese Krise vermutlich nicht die letzte globale Pandemie sein wird, leiten wir darüber hinaus nützliche Implikationen für die Gesundheitspraxis ab.

©Charlotte Förster

Warum oder warum nicht ist die Infrastruktur der Gesundheitsversorgung im Zusammenhang mit dem Ausbruch von COVID-19 zusammengebrochen?
 

Angesichts der jüngsten Ereignisse und mit dem Ziel, aus der aktuellen globalen Pandemie zu lernen, wollen wir insbesondere untersuchen...

©Charlotte Förster
  • wie sich in diesem Zusammenhang die Resilienz von Führungskräften auf die Resilienz von Organisationen auswirkt und umgekehrt?
  • wie sich organisatorische Resilienz und Resilienz der Führungskräfte, insbesondere auf den Intensivstationen der Krankenhäuser, durch das Auftreten der COVID 19-Krise gezeigt hat?
  • wie sich die Auswirkungen der Resilienz von Führungskräften auf die organisatorische Resilienz und umgekehrt, in verschiedenen europäischen Ländern, unterscheiden?

Unser Forschungsteam...

ist ein interdisziplinäres Team am Institut für Personalführung und Veränderungsmanagement der Johannes Kepler Universität Linz. In Zusammenarbeit mit der Klinik für Lungenheilkunde des Kepler Universitätsklinikums wollen wir verstehen, was während der aktuellen COVID 19-Krise in europäischen Krankenhäusern geschehen ist und nach wie vor geschieht. Auf diese Weise möchten wir einen wertvollen Beitrag zum zukünftigen Pandemiemanagement leisten.

Projektplanung

Um zu erkennen, was in europäischen Krankenhäusern während der COVID-19-Krise geschieht bzw. geschehen ist, suchen wir InterviewpartnerInnen mit unterschiedlichen Verantwortungsbereichen, die jedoch alle von der aktuellen COVID-19-Pandemie betroffen sind. Die Interviews können sowohl auf Englisch als auch auf Deutsch durchgeführt werden.

Wie können Sie uns helfen?

Durch die Teilnahme an dieser Studie tragen Sie dazu bei, neue Theorien und Handlungsempfehlungen aufzuzeigen, damit zukünftige Krisen, nicht nur Pandemien, sondern jede Art von Krisen, besser bewältigt werden können. Mit diesem Wissen können rechtzeitig Vorbereitungen getroffen sowie jene Kompetenzen gestärkt werden, die Sie bei der Bewältigung Ihres Arbeitsalltages unterstützen. Als Dank erhalten Sie exklusive Forschungsergebnisse, klare Handlungsempfehlungen und Informationen über unsere Forschung zur organizationalen Resilienz von Gesundheitssystemen.

Die Teilnahme ist freiwillig und absolut anonym. Die Interviews werden unter Beachtung der geltenden Datenschutzbestimmungen (DSGVO) aufgezeichnet und verarbeitet.

Bitte kontaktieren Sie uns, wenn Sie an der Studie interessiert sind:

Nina Füreder          Telefon: +43 732 2468 4472     E-Mail: nina.fuereder@jku.at

Charlotte Förster    Telefon: +43 732 2468 4471     E-Mail: charlotte.foerster@jku.at

 

©Charlotte Förster

Wir freuen uns, von Ihnen zu hören!