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Symposion

"BIG DATA - Perspektiven kritischer Sozial- und Kultur­wissenschaften"

BIG DATA ist in aller Munde. Eine glorreiche Zukunft in der "Datengesellschaft" wird uns prophezeit. BIG DATA
war ursprünglich ein technischer Begriff für Datenmengen, die bei der Analyse (v.a. in sog. "Echtzeit") die konventionellen Computerkapazitäten überforderten (z.B. in der Klimaforschung). Heute wird BIG DATA äußerst vage und vieldeutig verwendet, um unterschiedlichste direkt oder indirekt kommerzielle Ziele zu verfolgen, z.B. Siege in Formel 1-Rennen, Prognosen von Aktienkursen und Seuchen, invasives Marketing. Es geht um Kontrolle, gerade auch um die Kontrolle der Zukunft. Goldgräberstimmung macht sich breit…

Wir möchten in dieser Veranstaltung versuchen, die Methoden der BIG DATA-Analytik verstehen und kritisieren zu lernen und ihre möglichen Auswirkungen auf das menschliche Zusammenleben abzuschätzen. Ethische Überlegungen sind dabei unverzichtbar. Beschert uns BIG DATA tatsächlich das gelobte digitale Land? Oder geraten wir in Endlosschleifen? Denn die BIG DATA-"Prognosen" betreiben die Fortschreibung des Bisherigen und dessen Verstärkung. Wo bleibt da noch Platz für NEUES? Das "Ende der Theorie", das Ende wissenschaftlicher Modelle, das Ende wissenschaftlicher Methoden wird proklamiert. Die Perspektiven kritischer Sozial- und Kulturwissenschaften, von Wissenschafts- und Kulturtheorie, Wissenschafts- und Informationsethik stehen daher im Vordergrund der Vorträge, Diskussionen, Demonstrationen, Präsentationen, Science-Datings.

 

Programm

Donnerstag, 27. 4. 2017
LOFT C, Uni-Center, Johannes Kepler Universität, Linz

ab 13:00 Uhr

SCIENCE DATINGS (Lernen Sie eine/n ReferentIn in 20 Minuten näher kennen & Radiointerviews)

15:00 Uhr

Informelles Kennenlernen der ReferentInnen &TeilnehmerInnen bei Kaffee und Keksen

15:30 Uhr

WORKSHOP 1: GLÄSERNE MENSCHEN?

  • Gerhard Fröhlich, Johannes Kepler Universität, Linz: Big Data: Die Verheissungen
     
  • Silja Kempinger, Linz: "Wir kennen jeden Menschen besser als diese sich selbst"
     
  • Andrea Ghoneim, Krems: David gegen Goliath - oder welche Datenbasis bringt welche Erkenntnisse
 

 


Freitag, 28. 4. 2017
LOFT C, Uni-Center, Johannes Kepler Universität Linz

ab 10:00 Uhr

SCIENCE DATINGS (Lernen Sie eine/n ReferentIn in 20 Minuten näher kennen & Radiointerviews)

13:00 Uhr

WORKSHOP 2: "ROHES" & "GEKOCHTES"

  • Gerhard Fröhlich, Linz: "Rohes" & "Gekochtes", informationswissenschaftlich
     
  • Herbert Hrachovec, Wien: Rohdaten oder Der Mythos des Vorgegebenen

    Ulrich Herb, Saarbrücken: Metriken, Kennziffern, Event Logging - Informationswissenschft pro oder Contra Wissenschaftssteuerung?
 

ca. 15:30 Uhr

Kaffeepause

ca. 16:00 Uhr

WORKSHOP 3: "ZWISCHEN HIMMEL & ERDE"

  • Dirk Solte, Karlsruhe: Big Data-Analytik - Auswirkungen auf Beschäftigung und Teilhabefairness
     
  • Andreas Vogl, Wels: Datenbilder und der Kampf um Aufmerksamkeit
 
 

Abschlussdiskussion

Zeit:
 

Do. 27. 04. 2017
Fr. 28. 04. 2017

Ort:
 

Johannes Kepler Universität Linz
Uni-Center
LOFT C

Plakat Big Data Plakat Big Data ©Institut für Philosophie und Wissenschaftstheorie