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The Austrian Social Science Data Archive @ JKU

Der AUSSDA – the Austrian Social Science Data Archive Standort an der Johannes-Kepler-Universität bietet Forschenden und Lehrenden Beratung und Support zum Thema Forschungsdatenmanagement, Datenarchivierung und Datennutzung.

Auf Initiative von Univ.-Prof. Dr. Bacher wurde 2017 der AUSSDA-Standort Linz gemeinsam mit den Standorten Graz und Wien als Teil der österreichischen Forschungsinfrastruktur für Sozialwissenschaften gegründet. Der Standort ist für die Region Oberösterreich und Salzburg zuständig.

Der Standort wird seit März 2017 von Dr. Dimitri Prandner mit Schwerpunkten in den Bereichen Begleitforschung / Methodenforschung und Beratung im Bereich Datenmanagement / Datenschutz geführt.

Mit Oktober 2020 wurde mit der Kooperation zwischen der Abteilung für Empirische Sozialforschung und der Universitätsbibliothek der JKU begonnen, um langfristig das volle Serviceangebot von AUSSDA am Standort realisieren zu können. Seit Juli 2020 ist AUSSDA mit dem Core Trust Seal (CTS) als "trustworthy data repository" zertifiziert.

Möchten Sie unsere Services in Anspruch, nehmen erreichen Sie AUSSDA @ JKU unter der Durchwahl 7703 oder dimitri.prandner@jku.at.

AUSSDA Nationale Beiratsmitglieder der JKU:             Univ.-Prof. Dr. Johann Bacher
                                                                                          Univ.-Prof. Dr. Bernad Batinic
 
Mitglieder der AUSSDA-Arbeitsgruppe:                         Univ.-Prof. Dr. Johann Bacher
                                                                                          Dr. Dimitri Prandner
 
Leitung des Standorts (Koordinator):                             Dr. Dimitri Prandner  
Administrative Unterstützung:                                        Manuela Wiesinger        
                                                                                          (Datenaufbereitung/ Eingabe  (Ingest))
                                                                                          Sabrina Kammerer
                                                                                          (Buchhaltung, SAP, Verwaltung)
 

 

Forschungsprojekte / Begleitforschung

Der folgende Abschnitt enthält Informationen und Links zu  Forschungsprojekten und Begleitforschung zu AUSSDA - Austrian Social Science Data Archive.

MAPPING THE FIELD (2018 - *)

Finanziert über: BMWFW (und Eigenmittel von AUSSDA)

 

Leitung:

Mitarbeiter*innen:

  • Ahmed Tabakovic (2018 – 2019)
  • Katrin Hasengruber (2020)
  • Anita Bodlos (2020; Univ. Wien - extern)

 

Das Projekt Mapping the Field ist eine mehrstufige Initiative, um grundlegende Informationen zu Bedarf und Potenzialen sozialwissenschaftlicher Forschungsinfrastruktur zu sammeln. In einem ersten Schritt wurde 2018 und 2019 ein Basisüberblick über die Sozialwissenschaften in Österreich erstellt, die Potenziale sozialwissenschaftlicher Forschungsprojekte für die Nachnutzung analysiert und mit 2020 eine Bedarfserhebung für Forschungsinfrastruktur begonnen. Die Ergebnisse dienen der strategischen Weiterentwicklung von AUSSDA und dem Ausbau sozialwissenschaftlicher Forschungsinfrastruktur im Allgemeinen.

Erste Ergebnisse der Strukturdatenerhebung wurden 2019 in der österreichischen Zeitschrift für Soziologieveröffentlicht und der Datensatz wurde Forschenden von Seiten des Archivs für weitere Arbeit zur Verfügung gestellt. Als Mitarbeiter für das Projekt war Hr. Ahmed Tabakovic, B.A. tätig. Gemeinsam mit der Arbeitsgruppe von AUSSDA wurde 2020 eine erste theoretische fundierte Bedarfserhebung unter den österreichischen Sozialwissenschaftler*innen durchgeführt.

An dem Projekt, das an das HSRM-Projekt „Digitize!“ anknüpft forschen unter Leitung von Dr. Dimitri Prandner Mag.a Katrin Hasengruber (JKU) und Anita Bodlos, MA (Univ. Wien). Für das Wintersemester 2020/2021 sind weitere Umfragen unter weiteren potenziellen Nutzer*innengruppen von AUSSDA geplant.

 

Publikation zum Projekt (Strukturdatenerhebung):

Prandner, D., Bodi-Fernandez, O., Höllinger, F., Tabakovic, A. (2019). Forschungsinfrastruktur für empirische Sozialforschung in Österreich – Zwischen Anspruch und Bedarf. Österreichische Zeitschrift für Soziologie, Vol. 44 (79–89).

 

Datensatz zum Projekt (Mapping; Strukturdatenerhebung):

Prandner, Dimitri; Tabakovic, Ahmed, 2019, "Infrastructure for Empirical Social Research in Austria – Between Expectations and Demand (SUF edition)", AUSSDA, V1, UNF:6:r/Zvs/RJNJkUocbhzRjrWQ== [fileUNF]

ETHMIGSURVEYDATA Network (2019 – 2021)

Finanziert über: European Cooperation in Science and Technology (COST) und Mittel des BMBWF.

Leitung:                      

Mitarbeiter*innen:    

  • Alexandra Schürz (2019-2020)
  • Andreas Röser (2020)

Die COST-Action "International Ethnic and Immigrant Minorities" Survey Data Network dient dazu die europäische Datenlandschaft im Bereich der Migrationsforschung zu erfassen. Die Aufgabe von AUSSDA @ JKU in dem Projekt ist es nicht nur die Datenlandschaft von Österreich zu erfassen und in die Meta-Datenbank des Projekts einzuspielen, sondern auch die Auswertung der europaweit erfassten Metadaten durchzuführen und die Ergebnisse für politische wie zivilgesellschaftliche Entscheidungsträger und die wissenschaftliche Community aufzubereiten.

Im Rahmen des Projekts entstand eine andauernde Kooperation zwischen der Abteilung für empirische Sozialforschung an der Johannes Kepler Universität und dem Centre for European Studies and Comparative Politics der Sciences PO.

Dimitri Prandner hat im Rahmen dieser Kooperation bisher zwei Forschungsaufenthalte in Paris bei Prof.in Laura Morales durchgeführt. Die Kooperation hat zu dem Aufbau von Expertise im Bereich von Forschungsdatenmanagement und Einblicke über die Notwendigkeit der Koordination von nationaler Infrastruktur beigetragen.

Die aufgebaute Expertise führt dazu, dass Dimitri Prandner 2020/21 als Host für Short Term Scientific Missions im Rahmen der COST Action junge Forscher*innen an die JKU einlädt, die Meta-Daten von ihren Ländern im Rahmen eines Forschungsaufenthalts zu präsentieren und gemeinsam auszuwerten.

 

Bericht zum Projekt (1. Metadatenerhebung):

Morales, L., Saji, A., Prandner, D., Bergh, J., Bernat, A., and Méndez Lago, M. (2020). Surveys to Ethnic and Migrant Minorities across Europe. Identifying Knowledge Strengths and Gaps Using Survey Metadata. (Version 1). Zenodo.

 

Survey Datenbank:

https://ethmigsurveydatahub.eu/emmregistry/

 

SOWIDAT – Sozialwissenschaftliche Dateninfrastruktur (2017-2021)

Finanziert über: Hochschulraumstrukturmittel des BMWFW

Leitung:

Mitarbeiter*innen:    

Im Rahmen des Projektes werden sozialwissenschaftliche Umfragedaten erhoben, die AUSSDA der wissenschaftlichen Community für weitere Forschungszwecke bereitgestellt. Das Team an der JKU ist in der Erstellung der Fragebögen und auch in der Auswertung der gesammelten Daten involviert. Ziel ist es, inhaltlich-orientierte Forscher*innen Material für ihre Analysen bereitzustellen und somit eine Infrastruktur zu schaffen, die Doppelerhebungen zu bestimmten Themen vermeidet, sich mit anderen Basisprogrammen der Datenerhebung abstimmt (z.B. ESS – European Social Survey) und so eine Dauerbeobachtung der österreichischen Gesellschaft sicherstellt.

Durchgeführt wird das Projekt als Kooperation zwischen den Universitäten Graz, Wien, Salzburg und Linz.

Mit den Mitteln aus SOWIDAT wurden vier Wellen des International Social Survey Programme (ISSP; Leitung: Univ.-Prof. Dr. Hadler, Graz) in Österreich erhoben, eine Welle des AUSTRIAN Corona Panels (Leitung: Univ.-Prof. Dr. Kittel, Wien) finanziert und die erste Welle des Value in Crisis Projekts (Leitung: Assoc.-Prof. Dr. Aschauer, Salzburg) realisiert.

Gemeinsam mit Forschenden der Universität Graz und Salzburg führt Dimitri Prandner für AUSSDA @ JKU Methodenforschung zu den unterschiedlichen Fragestellungen, die im Bereich der Datenqualität angesiedelt sind.

Zur Dissemination der Ergebnisse werden auch in Form von inhaltlichen Publikationen in Form von referierten Sammelbänden und Journalbeiträgen veröffentlicht.

 

Datensätze zum Projekt:

Hadler, Markus; Höllinger, Franz; Muckenhuber, Johanna, 2019, "Social Survey Austria 2018 (SUF edition)", AUSSDA, V3, UNF:6:IXebLbZ3x9Xnbms1BVZ2ug== [fileUNF]

Kittel, Bernhard; Kritzinger, Sylvia; Boomgaarden, Hajo; Prainsack, Barbara; Eberl, Jakob-Moritz; Kalleitner, Fabian; Lebernegg, Noëlle S.; Partheymüller, Julia; Plescia, Carolina; Schiestl, David W.; Schlogl, Lukas, 2020, "Austrian Corona Panel Project (SUF edition)", AUSSDA, V1, UNF:6:WcvJWbr+MiBxx4GoC58bDw== [fileUNF]

 

Publikationen zum Projekt:

Bacher, Johann; Weichbold, Martin (Hrsg.) (2020). Österreichische Zeitschrift für Soziologie, 45(2),

DIGITIZE! (2020-2025)

Finanziert über: Hochschulraumstrukturmittel des BMWFW

Mit Digitize(!) sollte der Grundstein für die Analyse der digitalen und sozialen Transformation der Gesellschaft gelegt werden. Das Projekt versteht sich als ein interdisziplinäres Unterfangen, das Data Sciences, Kommunikationswissenschaft, Politikwissenschaft, Soziologie, Rechtswissenschaften und die philosophische Fragen aus dem Bereich der (Daten- sowie Forschungs-)Ethik aufgreift.

Diese Struktur soll die interdisziplinäre Verknüpfung zur innovativen Erforschung gesellschaftlicher Themen (der digitalen und sozialen Transformationen) ermöglichen. Das gesamte Projekt umfasst 8 Arbeitspakte, die von den Universitäten Wien, Graz, Salzburg und Linz bearbeitet werden.

Neben der Involvierung von AUSSDA als Archiv, das die Projektdaten archivieren wird, involviert sich AUSSDA @ JKU im Projekt um zu den Themen Datenmanagement und Datenschutz beizutragen Aspekten der Zukünftigen Ausbildung von Studierenden und Forschenden und den Aufbau eines  nationalen Online-Panels für Befragungen umfassen.

 

Digitize AP2 Erhebung digitaler Individualdaten: Design und Entwicklung eines österreichweiten digitalen Panels

Leitung:                     

  • Sylvia Kritzinger (Gesamtprojekt)

Mitarbeiter*innen:    

Der Lead für das Arbeitspaket 2 liegt bei der Universität Wien und AUSSDA wird hier Knowhow für den Aufbau des Onlinepanels beisteuern, insbesondere was Datenmangement und den Umgang mit sensiblen personenbezogenen Daten betrifft.

AUSSDA @ JKU ist bei der Konzeption des Onlinepanels involviert und darüber hinaus auch an inhaltlichen Themen der Umfragen, die im Rahmen dieses Projekts realisiert werden. Dieses Teilprojekt ermöglicht eine Fortführung der Umfrageprogramme, die bis 2021 unter SOWIDAT realisiert wurden und somit auch den Ausbau der Dateninfrastruktur in Österreich.

 

 

Digitize AP5 Digitalisierung der sozialwissenschaftlichen Methodenausbildung

Leitung:                             

Mitwirkende:                  

Mitarbeiter*innen:       

Das Arbeitspaket 5 wird unter der Leitung von AUSSDA @ JKU durchgeführt und sollte der Weiterentwicklung der sozialwissenschaftlichen Methodenausbildung dienen. Dazu findet seit Mitte 2020 eine regelmäßige Umfrage unter den Methodenlehrenden in den Sozialwissenschaften an Österreichs Universitäten statt, um Trends und Entwicklungen in der Methodenausbildung zu identifizieren. Zusätzlich werden zukünftig eine Vernetzungsplattform für Methoden-Lehrangebote eingerichtet und Open Educational Ressources angeboten, die grundlegenden methodischen Inhalte einfach und verständlich darlegen. Dadurch soll sichergestellt werden, dass auch neuere methodische Entwicklungen und Techniken breiten Zugang finden und an den österreichischen Kontext angepasst in die lokale Lehr- und Forschungslandschaft integriert werden können.

Ziel ist es damit auch sozialwissenschaftliche Daten einer breiteren interessierten Öffentlichkeit (z.B. Journalist*innen oder Policy Maker) verständlich bzw. auch zugänglich zu machen. 

 

Services: Datenmanagement und Datenarchivierung

AUSSDA - The Austrian Social Science Data Archive bietet an der JKU Forschungsserviceleistungen im Bereich des Forschungsdatenmanagement und der Datenarchivierung an.

Im folgenden Abschnitt finden Sie Detail zu diesen Angeboten.

DATENMANAGEMENT

Datenmanagement und Datenmanagementplanung sind ein zentraler Aspekt von sozialwissenschaftlicher Forschung. Bereits bei Entwicklung eines Forschungsdesigns bzw. der Antraglegung sollte ein umfangreicher Datenmanagementplan erstellt werden, der Forschenden hilft, den Projektablauf und die späteren Nutzungsszenarien von den erhobenen oder generierten Daten festzuhalten.

Ein zentraler Punkt ist, dass im Rahmen des Datenmanagements die Replizierbarkeit von Forschungsergebnissen sichergestellt wird und Schritte zur Generierung der Ergebnisse festgehalten werden.

Dimitri Prandner bietet regelmäßig Schulungen zum Thema an und stellt Musterdokumente für das Datenmanagement bereit. Er kann in jeder Phase der Forschungstätigkeit zum Thema Datenmanagement kontaktiert werden.  

Die Schulungen können von Forschenden, Lehrenden und (fortgeschrittenen) Studierenden besucht werden. Anfragen für individuelle Terminanfragen werden zeitnahe beantwortet.

DATENAKQUISE

Dimitri Prandner ist für AUSSDA @ JKU im Bereich der Datenakquise tätig. Das bedeutet: er berät und betreut Forschende, die ihre Forschungsdaten archivieren möchten und langfristig für die eigene Verwendung aufbereiten oder anderen zur Verfügung zu stellen.

In persönlichen Gesprächen wird nach dem passenden Archivierungsmodell für das jeweilige Projekt und nach einer Strategie gesucht, die den Impact bzw. die Sichtbarkeit der Forschung und der Forschenden erhöht und eine dauerhafte Nachnutzung ermöglicht. Es ist gewährleistet, dass man auch in 10 Jahren noch mit den eigenen Forschungsdaten weiterarbeiten kann.

DATENAUFBEREITUNG UND DATENARCHIVIERUNG

AUSSDA @ JKU bietet in Kooperation zwischen der Abteilung für empirische Sozialforschung und der Universitätsbibliothek die Datenaufbereitung und -eingabe (Ingest) für die Archivierung bei AUSSDA an. Es werden die Unterlagen kontrolliert, die Datensätze aufbereitet und es wird überprüft, ob diese den Richtlinien der DSGVO entsprechen.

In gemeinsamen Workshops wird mit Dimitri Prandner erarbeitet, wie ein guter Datensatz im Sinne eines nachhaltigen Datenmanagements aussehen sollte und welche Möglichkeiten existieren, diese Qualitätsstandards zu erreichen.

Sollte ein Datensatz fertig sein, kann er nach einer Besprechung in der Akquise-Phase mit Begleitmaterialien an Manuela Wiesinger übermittelt werden, die ihn kontrolliert und sicherstellt, dass der Datensatz die hohen Qualitätsstandards von AUSSDA erfüllt und somit als Aushängeschild für die eigene sozialwissenschaftliche Forschungsleistung dienen kann.

DATENSCHUTZ UND SOZIALFORSCHUNG

Dimitri Prandner und seine Kolleg*innen von AUSSDA in Wien beraten Forschende, wie sie sichergehen können, dass ihre Forschung DSGVO-konform durchgeführt wird. Dies betrifft Informationen zum Anschreiben von Umfrageteilnehmer*innen genauso wie eventuell problematische Inhalte in Fragebögen oder Interviews und die Möglichkeit, dass die Daten später ausgewertet und publiziert werden können.

Diese Beratung ersetzt keine rechtliche Prüfung, soll aber helfen, potenzielle datenschutzrechtliche Probleme im Forschungsablauf zu identifizieren und zu diskutieren.