a.o.Univ.-Prof.in (i.R.) DDr.in Liselotte Wilk

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emerietierte Abteilungsleiterin
Abteilung für empirische Sozialforschung

Studium der Soziologie an der Johannes Kepler Universität Linz und Studium der Pychologie an der Paris Lodron Universität Salzburg.

L. Wilk war von 1971 bis 1999 am Institut für Soziologie, Abteilung für Empirische Sozialforschung, beschäftigt und habilitierte 1989 an der Johannes Kepler Universität Linz, Abteilung für Empirische Sozialforschung. Ihre Habilitationsschrift trägt den Titel „ Familie und ‚abweichendes‘ Handeln.

Sie war als Lehrbeauftragte an den Universitäten Wien, Salzburg, Innsbruck und Linz sowie an der Fachhochschule für Soziale Arbeit in Wien tätig. Auch arbeitete sie im Programmschwerpunkt „Childhood & Youth“ am Europäischen Zentrum für Wohlfahrtspolitik und Sozialforschung mit.

Zu ihren Lehr- und Forschungsschwerpunkten zählten: Familiensoziologie,  Kindheitssoziologie, Abweichendes Handeln und Sozialarbeit.

Aus ihren zahlreichen Forschungsarbeiten seien exemplarisch erwähnt eine Sozialstudie zur Lebenssituation ehemaliger Barackenbewohner/innen in Krastowitz (Klagenfurt), die sie 1981 bis 1983 unter studentischer Mitwirkung durchführte.  

Von 1991 bis 1993 leitete und koordiniere sie gemeinsam mit J. Bacher die erste Kindseinstudie in Österreich. Kinder gaben selbst über ihre Lebenssituation und ihre Lebenswelten Auskunft. Dabei wurde ein Mehr-Methoden-Ansatz eingesetzt. Neben einer für Österreich repräsentativen Befragung von ca. 2000 zehnjährigen Kindern kamen unterschiedliche innovative qualitative Methoden zur Anwendung. Die Studie und ihre Ergebnisse fanden internationale Beachtung. Die Studie wurde vom FWF und dem damaligen Familienministerium gefördert.

L. Wilk wirkte an der Erstellung, der Koordinierung und Herausgabe von mehreren Familien- und Jugendberichten mit, so z.B. dem Dritten Familienbericht 1989, dem Vierten Familienbericht 1999 und dem Fünften Familienbericht 2009 sowie beim Dritten Jugendbericht 1999.

Ausgewählte Publikationen, die aus den erwähnten Forschungsaktivitäten hervorgingen, sind u.a.:

  • Ghetto im Wohlstand (gem. mit F. Hemedinger, J. Summerer, U.Zobernik) (Literas 1985),
  • Familie und „abweichendes“ Handeln (Deutscher Studienverlag 1987),
  • Kindliche Lebenswelten (hrsg. gem. mit J. Bacher) (Leske + Budrich 1994),
  • Lebenswelt Familie – Familienbericht 1989 (hrsg. gem. mit R. Gisser, L. Reiter, H. Schattovits) (BM für Umwelt, Jugend und Familie 1990), 
  • Wenn Eltern sich trennen. Wie Kinder, Frauen und Mütter Scheidung erleben (hrsg. gem. mit U. Zartler, R. Kränzl-Nagl)  (Campus 2004).