Zur JKU Startseite
Institut für Soziologie
Was ist das?

Institute, Schools und andere Einrichtungen oder Angebote haben einen Webauftritt mit eigenen Inhalten und Menüs.

Um die Navigation zu erleichtern, ist hier erkennbar, wo man sich gerade befindet.

Digitalisierung und sozialer Zusammenhalt im ländlichen Raum

Im Rahmen dieses Forschungsprojektes wird untersucht, wie digitale Werkzeuge den sozialen Zusammenhang in ländlichen Regionen fördern können. 

 

Projektteam

Univ.-Prof. Dr. Uli Meyer (Projektleitung)
Dr.in Rita Phillips, MA MSc BEd (Wissenschaftliche Projektmitarbeiterin)

Projekt-Infobox

Projektlaufzeit

1.3.2022 bis 28.2.2024

Fördersumme

150.423,42 € EUR

Was wir herausfinden wollen …
 

Im Forschungsprojekt „Digitalisierung im ländlichen Raum“ untersuchen wir, wie digitale Kommunikations- und Koordinationswerkzeuge (z.B. Online-Freiwilligenplattformen, Online-Nachbarschaftshilfegruppen) Freiwilligen- und Gemeinschaftsarbeit im ländlichen Raum unterstützen können.

Während Einschränkungen der physischen Kontakte durch Covid-19 Lockdowns die Entwicklung digitaler Formen der Zusammenarbeit beschleunigt haben, ist unklar, welches weiterführende Potential digitale Kommunikations- und Koordinationswerkzeuge zur Unterstützung von Freiwilligen- und Gemeinschaftsarbeit im ländlichen Raum haben. Dieses Projekt wird daher erfolgreiche Praktiken und Interaktionen von Freiwilligen in ländlichen Gemeinden untersuchen, die durch digitale Werkzeuge gestützt und getragen werden. Die daraus gewonnen Einsichten werden in zusammengefasster Form dargestellt und in Best-Practice-Maßnahmen in ländlichen Gemeinden diskutiert und umgesetzt.

Warum dieses Forschungsprojekt wichtig ist…
 

Die Sozialstrukturen in ländlichen Regionen haben sich über die letzten Jahrzehnte maßgeblich verändert. Im letzten Jahrhundert wurde der lokale Zusammenhalt durch die Abgeschiedenheit von Ortsgemeinschaften, lokalen Familienstrukturen, ortsgebundenen Arbeits- und Freundesnetzwerken sowie Freizeitaktivitäten gewährleistet. In den letzten Jahrzehnten ist jedoch eine Vergrößerung der Lebensumwelt von Ortsbewohner*innen durch gesteigerte Mobilität erkennbar, die zu erhöhter Anonymität in Ortsgemeinschaften und möglicher sozialer Exklusion beiträgt.

Digitale Kommunikations- und Koordinationswerkzeuge können hier neue Systeme bieten, die soziale Integration, kulturelle Teilhabe und allgemeines Wohlbefinden verbessern können. Zum Beispiel könnten durch Online-Freiwilligenplattformen, Online-Nachbarschaftshilfegruppen oder ortsbezogene Social-Media-Gruppen niederschwellig Hilfestellungen angeboten und/oder empfangen werden. Dadurch könnte soziale Desintegration abgemildert und sozialer Zusammenhalt in ländlichen Gemeinden wiederhergestellt werden.

Welche Methoden verwenden wir…

Um diese tatsächlichen Phänomene sowohl in ihrer Breite als auch in ihrer Tiefe empirisch zu untersuchen, greifen wir auf explorative Feldstudien zurück. Das ermöglicht uns eine Vielzahl von ländlichen Kontexten und Orten als auch unterschiedliche digitale Werkzeuge und Praktiken zu untersuchen.

Die Erkenntnisse werden dann innerhalb eines „Living Labs“ mit regionalen Entwickler*innen, lokalen Freiwilligen und Praktiker*innen sowie sozialen Diensten und öffentlichen Einrichtungen diskutiert. Diese Diskussionen sollen Best-Practice-Maßnahmen generieren, um so die gewonnenen Erkenntnisse in ländlichen Regionen auch umsetzen zu können.

Wollen Sie mehr erfahren? Wollen Sie uns über eine Initiative, die zu diesem Projekt passt, informieren? Bitte kontaktieren Sie uns!

Kontakt , öffnet eine Datei