Band 28: Weiß, Höhere Gewalt als Haftungsausschluss

Von

Dr. Rainer Weiß

Die bibiographischen Daten:

MANZ Verlag
1. Auflage, 2009
XLIV, 334 Seiten, broschiert,
€ 79,-, Vorzugspreis für RdU-Abonnenten € 69,-
ISBN: 978-3-214-13327-6

Zum Inhalt:

Angesichts der ständigen Zunahme von Naturkatastrophen berufen sich Schädiger oft auf höhere Gewalt, um so der Haftung zu entgehen. In gewissem Gegensatz dazu ist die Rechtspraxis hier eher zurückhaltend.
Es stellt sich daher die zentrale Frage, welche Komponenten den Begriff „Höhere Gewalt“ als Haftungsausschlussgrund ausmachen. Das vorliegende Werk untersucht dazu folgende
Schwerpunkte:

  • derzeit vorherrschendes Begriffsverständnis von "Höherer Gewalt"
  • historische Entwicklung des Begriffs, von den Wurzeln im römischen Recht bis zur Gegenwart
  • maßgebliche Vorfragen, etwa Funktion der höheren Gewalt in Zusammenhang mit den verschiedenen Haftungsgründen
  • höhere Gewalt im österreichischen Recht:
    • im positiven Recht, einschließlich des neuen Bundes- und Landes-Umwelthaftungsrechts sowie der aktuellen Reformentwürfe zum Schadenersatzrecht
    • im Bereich des Vertragsrechts sowie
    • in Materien, in denen die höhere Gewalt „praeter legem“ als Haftungsausschlussgrund herangezogen wird
  • Präzisierung und Straffung der Tatbestandselemente der höheren Gewalt
  • differenziertes Verständnis der höheren Gewalt je nach Haftungsgrund bzw Haftungsnorm

Der Autor erarbeitet praktikable und präzise Begriffsmerkmale der höheren Gewalt, die eine größtmögliche Operabilität und Transparenz in der praktischen Rechtsanwendung ermöglichen.