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Willkommen in der Abteilung Privatrechtsentwicklung und Rechtsschutz!

Selbstverständnis

Die Abteilung für Privatrechtsentwicklung und Rechtsschutz forscht vorrangig an den Schnittstellen von Zivilrecht und Zivilverfahrensrecht. Diese beiden – im Studium weitgehend voneinander entkoppelten – Disziplinen durchdringen einander und sind aufeinander verwiesen. Zentrales Anliegen ist es daher, die sich daraus ergebenden Systemzusammenhänge herauszuarbeiten und in praktisch verwertbare Lösungsansätze einfließen zu lassen. Besonderes Augenmerk gilt dabei der Entwicklung zivil- und zivilverfahrensrechtlicher Rechtsinstitute, das heißt ihren historischen Wurzeln sowie ihrem Stellenwert unter gewandelten und sich weiter wandelnden Rahmenbedingungen. Die Forschungsschwerpunkte liegen im Allgemeinen Teil des Bürgerlichen Rechts und im Schuldrecht, dabei insbesondere im Schadenersatz- und Amtshaftungsrecht, sowie im (österreichischen und internationalen) Zivilprozess- und Insolvenzrecht. Unter anderem wirkt die Abteilung an der Herausgabe der Juristischen Blätter, des Rummel/Lukas-Kommentars zum ABGB und eines Kommentars zum Internationalen Zivilverfahrensrecht mit.

Um den Dialog zwischen Wissenschaft und Praxis zu fördern, kooperiert die Abteilung für Privatrechtsentwicklung und Rechtsschutz eng mit Vertreter/inne/n aus der Justiz und der Anwaltschaft. Einen weiteren Forschungsschwerpunkt bildet daher das Anwaltsrecht, also das Berufsrecht der Anwaltschaft sowie sonstige Rechtsfragen mit Bezug zur anwaltlichen Praxis.

Die Lehrtätigkeit an der Abteilung für Privatrechtsentwicklung und Rechtsschutz umfasst vor allem Pflichtveranstaltungen in beiden Abschnitten des rechtswissenschaftlichen Diplomstudiums. Speziell in Lehrveranstaltungen aus Studienschwerpunkten werden Praktiker/innen als Lehrende eingebunden, um den Student/inn/en ein realitätsnahes Bild vom Berufsleben und dafür relevante soft skills zu vermitteln. Darüber hinaus betreut die Abteilung das Team der JKU Linz beim „Vis International Commercial Arbitration Moot“ und beteiligt sich an der Zusatzausbildung im Rahmen des Peter-Rummel-Studienprogramms, die besonders qualifizierten Studierenden eine Vertiefung im Zivilrecht ermöglicht.

Institut Zivilrecht

Abteilung für Privatrechtsentwicklung und Rechtsschutz

Adresse

Johannes Kepler Universität Linz
Altenberger Straße 69
4040 Linz

Standort

Juridicum, 2. Stock,
Trakt A

Öffnungszeiten Sekretariat

Mo:      09.00 - 11.00 Uhr
Di:        09.00 - 11.00 Uhr
Mi:        09.00 - 15.00 Uhr
Do:       09.00 - 15.00 Uhr
Fr:        geschlossen
 

Telefon

+43 732 2468 1831

   
Leitung Univ.-Prof. Mag. Dr. Andreas Geroldinger
Emeritierter Universitätsprofessor em. o. Univ.-Prof. Dr. Peter Apathy

Universitätsassistent/inn/en

 

Mag.a Christina Geißler

Mag. Stefan Holzinger

Sekretariat

Daniela Burgstaller

 

Externe Lehrende

  

 

Aktuelles aus der Abteilung

Vortrag Gesellschaft Junger Zivilrechtswissenschaftler 2018 

Gesellschaft Junger Zivilrechtswissenschaftler: Mag. Dominic Gerstberger als einziger österreichischer Vortragender in Bochum eingeladen

Die Jahrestagung der Gesellschaft Junger Zivilrechtswissenschaftler (GJZ) ist die größte Zusammenkunft von NachwuchswissenschaftlerInnen des Zivilrechts im deutschsprachigen Raum. Die seit 1990 jährlich stattfindende Tagung bietet NachwuchswissenschaftlerInnen ein Forum, um eigene Forschungsergebnisse zu präsentieren und zur Diskussion zu stellen.

Zur diesjährigen Tagung lädt ein Organisationsteam der Ruhr-Universität Bochum. Unter dem Generalthema „Strukturwandel und Privatrecht“ werden von 5. bis 8. September Referenten aus dem gesamten deutschsprachigen Raum ihre Forschungsergebnisse präsentieren. Der einzige Vortrag aus Österreich kommt dieses Jahr aus Linz. Mag. Dominic Gerstberger (Abteilung für Privatrechtsentwicklung und Rechtsschutz, Institut für Zivilrecht) wird unter dem Titel „Der Zugang von Willenserklärungen bei gewandelten Kommunikationsstrukturen – Die Empfangstheorie auf dem Prüfstand“ Forschungsergebnisse aus dem Bereich seines Dissertationsthemas präsentieren.

Das Institut für Zivilrecht der JKU war auch früher bereits auf den Tagungen der GJZ vertreten. So trugen Rektor Univ.-Prof. Mag. Dr. Meinhard Lukas im Jahr 2000 in Wien, Univ.-Prof. Mag. Dr. Stefan Perner (damals noch Universität Wien) im Jahr 2009 in Osnabrück und Univ.-Prof. Mag. Dr. Andreas Geroldinger im Jahr 2010 in Wien vor.

Tagungsprogramm

Homepage GJZ 2018

 

 

Verträge richtig gestalten – von Praktiker/inne/n in den Alpen lernen

Auch im Wintersemester 2018/19 hatten die Teilnehmer/innen der „Werkstatt Vertragsgestaltung und -auslegung“ die Möglichkeit, dem Uni-Alltag zu entfliehen und aus erster Hand von erfahrenen Praktiker/inne/n und ausgewiesenen Wissenschaftlern zu lernen.

Vor einem eindrucksvollen Alpenpanorama im JUFA Hotel in Spital am Phyrn sprachen Daniela Huemer (Rechtsanwältin bei der Linzer Kanzlei HNP), Hendrik Puschmann (Rechtsanwalt bei der Londoner Kanzlei Farrer & Co), Gabriel Kogler (Post-doc-Assistent an der Universität Wien) und Clemens Harsch (Rechtsanwalt von der Linzer Kanzlei SCWP) über Fragen der Vertragsgestaltung bei Liegenschaftskäufen, bei internationalen Transaktionen, im Zusammenhang mit Erbverzichts- und Anrechnungsvereinbarungen sowie über die Praxis der Verhandlungsführung. Die interaktive Aufbereitung des Stoffes, anekdotenreiche Einblicke in die Praxis des Anwaltsberufs sowie die Gelegenheit, beim abendlichen Zusammensitzen erfolgreiche Praktiker/innen kennenzulernen und Kontakte unter Mitstudierenden zu knüpfen, erwiesen sich auch heuer wieder als Erfolgsrezept.

Prof. Andreas Geroldinger, der diese Werkstatt vor drei Jahren ins Leben gerufen hat, freut sich über das neuerliche positive Feedback in der Evaluierung. Aller Voraussicht nach werden die 40 Lehrveranstaltungsplätze auch im nächsten Studienjahr nach kürzester Zeit vergeben sein.

 

Prüfungstraining Privatrecht I (2019) Linzer Klausuren effizient gelöst

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Prüfungstrainig Bürgerliches Recht Linzer Klausuren effizient gelöst

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Vortragsreihe Insolvenzrecht & Sanierung  Terminplan WS 2019/ 2020

Programm

Wissens-Check
Schuldrecht Allgemeiner Teil Effizient lernen mit Frage-Antwort-Karten

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Prüfungstraining Privatrecht I Linzer Klausuren effizient gelöst

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News & Events
News 16.10.2019

Prüfungstraining Bürgerliches Recht
Prüfungstraining Privatrecht I

Linzer Klausuren effizient gelöst

News 18.09.2019

LLP überzeugt Jury des LIT-Creative Calls 2019.

Anfang 2019 lud das Linzer Institut of Technology (LIT) zu einem Creative Call. Dessen Schwerpunkt lag auf Artefakten/Objekten zur besseren Veranschaulichung von Lehr- und Forschungsinhalten. Gemeinsam mit der Abteilung für Privatrechtentwicklung und Rechtsschutz (Prof. Geroldinger) reichte das LLP ein Konzept ein: Unter dem Motto „making law simple“ werden von Studierenden der JKU interaktive Workshops für Schülerinnen und Schüler ab der 8. Schulstufe abgehalten (Näheres hier Legal Literacy Project). Auf diese Weise soll zum einen rechtliches Grundwissen in die Gesellschaft getragen werden; denn nur wer seine Rechte kennt, kann sie auch effektiv wahrnehmen. Zum anderen sollen Schülerinnen und Schüler einen ersten Einblick in das rechtswissenschaftliche Studium an der JKU erhalten und so eine besser fundierte Studienwahl treffen können.

Nach ersten Ausscheidungsrunden wurden die besten der zahlreichen Projektvorschläge im Juni einer Jury unter dem Vorsitz von Herrn Rektor Meinhard Lukas präsentiert. Mag. Holzinger und Mag. Reich konnten dabei mit dem von ihnen präsentierten Konzept überzeugen. Das LLP darf sich über eine Förderung durch das LIT und eine vertiefte Zusammenarbeit mit der JKU freuen.

News 30.07.2019

Vis Moot geht in die nächste Runde.

Zum bereits 26. Mal ging im letzten Studienjahr der Willem C. Vis International Commercial Arbitration Moot über die Bühne. Zum zweiten Mal hat ein Team der JKU erfolgreich an diesem prestigeträchtigen Event teilgenommen. Impressionen von den Moot-Erfahrungen des JKU Teams finden Sie auf Facebook und auf Instagram.

Die Anmeldefrist für den 27. Vis Moot läuft noch bis Ende Juli 2019. Nähere Informationen zum Bewerbungsprozess erhalten Sie hier

News 02.07.2019

Einblicke in die anwaltliche Praxis und das "Konzipientendasein".

Knapp 40 Teilnehmer absolvierten im Sommersemester 2019 die Werkstatt Argumentationstechnik und Rechtsdurchsetzung, geleitet von Univ.-Prof. Dr. Andreas Geroldinger (Institut für Zivilrecht und Institut für Anwaltsrecht). Die Einheiten gestalteten vor allem Rechtsanwalt MMMag. Dr. Johannes Edthaler (Partner bei LeitnerLaw) und Dr. Christoph Zehentmayer, LL.B. (Rechtsanwaltsanwärter bei JLWSS). In Zentrum ihrer Ausführungen standen insbesondere die Anforderungen an und Herausforderungen für „frischgebackene“ Rechtsanwaltsanwärter/innen.

In Teams verfassten die Studierenden ein anwaltliches Aufforderungsschreiben und die Replik darauf, eine Mahnklage und einen darauf gemünzten Einspruch; bei Vergleichsgesprächen galt es, das Verhandlungsgeschick unter Beweis zu stellen, und bei Verhandlungen am Landesgericht Linz konnten die rhetorischen Fähigkeiten demonstriert werden. Gemeinsam mit dem Legal Literacy Project (LLP) wurden zwei Workshops erarbeitet, die komplexe juristische Themen auch für Laien verständlich aufbereiten. Ein besonderes Highlight war der Besuch von Prof. Paul Lewis aus Chicago, der (auf Englisch) über Vertragsgestaltung im internationalen Kontext sprach. Am letzten Tag ließ man die Lehrveranstaltung in einem Linzer Gastgarten ausklingen. Dabei bot sich die Gelegenheit zum Austausch mit den Vortragenden sowie Dr. Klaus Stockinger (Richter am LG Linz) in gemütlicher Atmosphäre.

Prof. Geroldinger freut sich gemeinsam mit seinen Mitlehrenden über das positive Feedback. Als besondere Vorteile wurden in den Evaluierungen der starke Praxisbezug und die vielen interaktiven Elemente (Vergleichsgespräche, Plädoyers vor Gericht) hervorgehoben; die Lehrveranstaltung gewähre „Einblicke in praxisrelevante Themen, die in keinem anderen Fach vermittelt werden (RATG, Gebühren, Herangehensweise an eine Causa, Formulieren von Aufforderungsschreiben,...)“.

Diese Rückmeldungen bestätigen den mit der Einführung der Werkstatt und der Gründung des Instituts für Anwaltsrecht verfolgten Kurs. „Die Studierenden sollen sehen, wie bunt und reizvoll die juristische Praxis ist und dass einen guten Rechtsanwalt viel mehr auszeichnet als Paragraphenwissen“, so Prof. Geroldinger.

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