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„SO IN MICH SELBST VERBORGEN“

Hedda Wagner und die Einsamkeit

Detailaufnahme Kepler Salon
© Dieter Decker

Die Linzer Komponistin, Dichterin, Journalistin und Frauenforscherin Hedda Wagner (1876–1950) ist heute kaum bekannt, obwohl sie ein umfassendes künstlerisches Werk hinterlassen hat. In der Ersten Republik war sie in der Sozialdemokratie engagiert, hatte Freundinnen und Freunde, mit denen sie auch korrespondierte. Trotzdem blieb sie zeit ihres Lebens allein. Durch das Schreibverbot 1938 und schon davor durch das Verbot der Sozialdemokratie im Ständestaat blieb ihr viel Zeit, in der sie, losgelöst von bestimmten Vorgaben, arbeiten konnte. Dies war auch die Zeit, größere Projekte in Angriff zu nehmen, wie etwa die „Geschichte und Bedeutung der Linzer Strassennamen“, eine heimatkundliche Studie. Musikalisch anspruchsvolle Kompositionen, darunter die drei Opern „Die Höhle des Mithra“, „Der Weihnachtsball“ und „Melisande“, entstanden während dieser Zeit des inneren Exils.

CHRISTINE SCHMIDHOFER
Frauenforscherin

KARIN WAGNER
Gastgeberin

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