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Limonistollen

Seit Jahrhunderten wurden die Sandsteinhügel im Westen von Linz für Bier- und Weinkeller genutzt. Während des Zweiten Weltkriegs wurden bestehende Keller zu riesigen, kilometerlangen Luftschutzstollen ausgebaut, die insgesamt rund 30.000 Menschen fassten. Für den Bau wurde auf die Ausbeutung von KZ-Häftlingen, die in den Stollen untergebracht waren, zurückgegriffen.

In einem separaten Teil waren Befehlsstellen des Gauleiters von Oberdonau, Partei, Polizei und Stadtgemeinde untergebracht. Die Stollen wurden auch für die Unterbringung der Post, des Warnkommandos, der Wehrmacht, der Fahrbereitschaft und des Stadt-Archivs verwendet. Von hier wurde im Bedarfsfall Fliegeralarm ausgelöst.
Auch die Widerstandsgruppe „Die Gegenbewegung“ hielt im Limonistollen ihre Besprechungen ab und befand sich somit am gleichen Ort, wie die Gauleitungsstelle.

In Linz befinden sich die besterhaltenen und geräumigsten Stollen von ganz Österreich. Die elf Stollen weisen insgesamt eine Länge von 14 Kilometern auf, der Limoni-Keller ist mit einer Gesamtlänge von über drei Kilometern der größte Luftschutzstollen in Linz.
Der Limoni-Keller verfügte über elektrisches Licht, Belüftungsanlagen, Toiletten und eine eigene Hebammenstation.