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Was ist ein Reinraum?

In einem Reinraum ist die Konzentration von luftgetragenen Partikeln gegenüber herkömmlichen Labors stark reduziert. Dies ist für die Fertigung von elektronischen und optoelektronischen Bauelementen notwendig, da unerwünschte Staubpartikel die Funktionsfähigkeit der betroffenen Strukturen (mit typischen Größen unterhalb eines Mikrometers) beeinträchtigen würden. Die Luftqualität, Temperatur und Feuchtigkeit in einem Reinraum werden durch Ventilationssysteme und Filter gewährleistet und stetig kontrolliert. Dies dient auch zur Reproduzierbarkeit der Fertigungsprozesse. Um die Teilchendichte so niedrig wie möglich zu halten, müssen die ReinraumnutzerInnen geeignete Bekleidung tragen. Daher dürfen im Reinraum nur geeignete Vorrichtungen, Geräte und Materialien benutzt werden (z.B. darf normales Papier wegen dessen Faserstruktur nicht verwendet werden).

Wozu ein Reinraum an der JKU?

Verschiedene Forschungsgruppen an der JKU benutzen bereits für ihre Forschungstätigkeiten Reinräume oder Umgebungen mit kontrollierter Luftqualität. Das gilt insbesondere für das Institut für Halbleiter- und Festkörperphysik, aber auch für die Mechatronik. Der neue Reinraum am OIC wird für die Herstellung neuartiger elektronischer und photonischer Bauelemente für die Grundlagenforschung in Rahmen von FWF-, EU- (auch ERC-) Projekten und mit potentiellen Anwendungen in den Bereichen der Quantentechnologien, Photonik, flexiblen Elektronik und Sensorik benutzt werden. Damit erweitert sich das Spektrum der NutzerInnen aus Instituten der Physik, Mechatronik, Chemie und Informatik. Die gemeinsame Nutzung soll auch die Tür zu interdisziplinären Forschungsprojekten und Bildungsmaßnamen in hochaktuellen Themen im Bereich "Digital Transformation“ öffnen.