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Neuer klinischer Lehrstuhl für Pathologie und Molekularpathologie an der Medizinischen Fakultät der JKU

Mit Prof. Rupert Langer konnte die Medizinische Fakultät der JKU einen renommierten Pathologen und Wissenschaftler gewinnen.

Professor Rupert Langer
Professor Rupert Langer

Er trat mit 1. Juni 2020 den klinischen Lehrstuhl für Pathologie und Molekularpathologie an der Johannes Kepler Universität Linz an. In dieser Funktion wird er auch das gleichnamige Klinische Institut am Kepler Universitätsklinikum leiten.

Langer war zuletzt als leitender Arzt am Institut für Pathologie der Universität Bern tätig. Seine wissenschaftlichen Schwerpunkte liegen in den Bereichen Tumorpathologie, speziell des oberen Gastrointestinaltraktes, der gewebebasierten Evaluation und Prädiktion des Ansprechens von Tumoren auf neoadjuvante Therapien, postmortaler Diagnostik und der medizinischen Lehre.

„Die Pathologie erlebt gerade eine spannende Zeit. Nach den Fortschritten und Erkenntnissen der molekularen Pathologie hat sich die digitale Pathologie als neues zukunftsträchtiges Feld aufgetan. Das geht von der reinen Digitalisierung des Schnittes über Bildanalytik bis hin zu Künstlicher Intelligenz. Es ist eine faszinierende Vorstellung, diese verschiedenen Komponenten – Histologie, Molekulare Pathologie und digitaler Pathologie – integrativ zu einer Morpho-Molekularen Gewebediagnostik und Gewebeforschung zusammenzubringen“, so Langer, der sich selbst als Mediziner, Diagnostiker, klinischer Forscher und Lehrer beschreibt.

Innovative Professur für die JKU
Neben dem Kepler Universitätsklinikum mit seinem breiten medizinischen Versorgungsauftrag waren für Langer auch Konzepte, wie das des Zentrums für Medizinische Forschung und des Zentrums für Medizinische Lehre der Medizinischen Fakultät sowie die Förderprogramme für junge und bereits etablierte wissenschaftlich interessierte Ärzt*innen Gründe sich für die JKU zu entscheiden. Spannendes Potenzial berge auch die Interaktion mit anderen universitären Einrichtungen wie dem Institut für Medizin- und Biomechatronik und dem Linz Institute of Technology (LIT).

„Mit der Besetzung von Prof. Langer ist es unserer immer noch jungen Medizinischen Fakultät gemeinsam mit dem Rektorat gelungen, einen exzellenten Mediziner und Forscher an Bord zu holen“, freut sich JKU Rektor Meinhard Lukas über die Besetzung des Lehrstuhls. „Seine fachliche Kompetenz und seine Offenheit für die digitalen Perspektiven der Pathologie versprechen fruchtbare Kooperationen (zB mit dem LIT), die Grenzen überschreiten. Prof. Langer wird mit seinem innovativen und interdisziplinären Zugang in Forschung und Lehre neue Maßstäbe setzen.“

Mit der Berufung von Prof. Langer wird nicht nur der 9. klinische Lehrstuhl, sondern auch eine Schlüsselposition an der Linzer Fakultät besetzt“, betont Vizerektorin Elgin Drda. „Pathologie ist ein wichtiges Grundlagefach in der vorklinischen Lehre und in den organspezifischen Modulen. Als Bindeglied zwischen Grundlagenforschung und angewandter Forschung ist die Pathologie das zentrale Fach für die Erforschung der Ursachen, des Wesens und der Folgen von Krankheiten und steht damit in engem Kontakt mit der klinischen Medizin“, so Drda.

„Ich freue mich sowohl persönlich als auch für das Institut und das Klinikum, dass wir mit Prof. Langer einen internationalen Experten gewinnen konnten, der durch seine Schwerpunkte perfekt in das medizinische Gefüge des Kepler Universitätsklinikums passt. Die Pathologie ist nicht nur für die Medizinische Fakultät, sondern auch für die medizinische Versorgung unserer Patientinnen und Patienten ein ausgesprochen wichtiges Fach, da hier viele diagnostische Fäden zusammenlaufen. Ich wünsche Prof. Langer alles Gute für seine neue Aufgabe“, sagt Franz Harnoncourt, Geschäftsführer des Kepler Universitätsklinikums.

 

Zur Person

Univ-Prof. Dr. Rupert Langer wurde 1973 in Regensburg (Deutschland) geboren. Er studierte Humanmedizin an der Universität Regensburg und an der Technischen Universität München, wo er 2001 promovierte, die Habilitation erfolgte 2010.
Von 2009 bis 2011 war Langer als Oberarzt und Leiter der Tumorbank des Klinikums rechts der Isar der Technischen Universität München tätig. Nach kurzem Aufenthalt in Malawi als „Volunteering Pathologist“ wechselte Prof. Langer 2012 in die Schweiz, wo er zuletzt als leitender Arzt am Institut für Pathologie der Universität Bern war.
Den Ausgleich zu seiner beruflichen Tätigkeit findet der verheiratete Vater zweier erwachsener Söhne beim Sport (Surfen und Fußball), im Theater und in der Musik, beim Lesen, Kochen und täglichem Yoga.

 

NEWS 03.06.2020

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