Conference Chair der IDETC-CIE 2020 bei Prof. Müller
 

Prof. Andreas Müller vom Institut für Robotik hatte bei der internationalen Konferenz IDETC-CIE 2020, die im August des Vorjahres virtuell abgehalten wurde, erstmals den General Conference Chair inne.

Die IDETC-CIE – International Design Engineering Technical Design Conferences & Computers and Information in Engineering Conference – werden jährlich von der American Society of Mechanical Engineers (ASME) veranstaltet, die in den 140 Jahren ihres Bestehens inzwischen auf 140.000 Mitglieder in 151 Ländern angewachsen ist. Die Konferenz fand 2020 – auf Grund der Corona-Pandemie – erstmals virtuell statt. Eine besondere Herausforderung auch für das Organisationskomitee, dem Prof. Müller als General Chair vorstand: „Als wir mit der Organisation im Herbst 2019 begannen, kannten wir Pandemien nur aus den Büchern und es hat niemand gedacht, dass ein Virus die gesamte Konferenzplanung obsolet machen könnte. Aber genau das ist passiert. Es war bis sechs Wochen vor dem Tagungsbeginn nicht klar, in welcher Form sie stattfinden würde, sodass wir für alle Optionen vorbereitet sein mussten. Der Kreativität und dem engagierten Einsatz des Organisationskomitees sowie der Unterstützung durch die ASME ist zu verdanken, dass die Tagung, trotz ihres (damals) völlig neuen Formats, an den Erfolg dieser traditionsreichen Konferenzserie anknüpfen konnte. Ich freue mich wirklich sehr, dass wir damit, ungeachtet der besonderen Herausforderungen, den Gedankenaustausch zwischen internationalen Wissenschafterinnen und Wissenschaftern ermöglichen und so einen wichtigen Beitrag zum wissenschaftlichen Fortschritt leisten konnten.“

Insgesamt umfasste die IDETC-CIE 2020 elf Konferenzen, von Advanced Vehicle Technologies über Design Education bis zur Mechanisms and Robotics Conference. Aus 725 Einreichungen wurden 668 zur Präsentation ausgewählt. Der Aufwand in der Organisation war entsprechend intensiv, berichtet Müller: „Der General Chair wird durch die Gremien der ASME und deren Unterorganisationen gewählt. Die Wahl zum General Chair ist für mich eine große Anerkennung und ich kann mich nur für das mir damit entgegengebrachte Vertrauen bedanken. Natürlich hat die Tagungsorganisation einige Abende und Wochenenden erfordert. Ich bin aber überzeugt, dass sich diese Investition gelohnt hat.

Entsprechend fällt das Resümee von Müller aus: „Natürlich ist die Konferenz ganz anders verlaufen, als man es gewohnt ist. Die fehlende physische Interaktion während der Präsentationen und der anschließenden Diskussionen ist ein extrem wichtiger Aspekt, der nicht durch online-Plattformen ermöglicht wird. Es hat sich aber erfreulicherweise gezeigt, dass auch hier die Teilnehmerinnen und Teilnehmer kreativ alternative Wege zur Verständigung gefunden haben. Ganz entscheidend ist natürlich das hohe wissenschaftliche Niveau, und ich war sehr erleichtert zu sehen, dass auch diese Tagung auf dem gleichen hohen Niveau stattfand, wie in der Vergangenheit. Einen Wermutstropfen gibt es jedoch, und zwar die fehlende Spontanität. Ein weiter Aspekt dieser Tagung ist die Vernetzung des wissenschaftlichen Nachwuchses und von Doktoratsstudierenden mit den führenden Wissenschafterinnen und Wissenschaftern. Dazu braucht es den Faktor Zufall, und den gibt es online nicht.“

NEWS 26.04.2021

Fachbereich Mechatronik