Shoot-out im Praktikum

Nichts stachelt den Ehrgeiz mehr an, als ein gesunder Wettbewerb. Ganz in diesem Sinn haben die Verantwortlichen des Praktikums Antriebstechnologie heuer erstmals für ihre Student*innen ein „Shoot-out“ zu Semesterschluss ausgerufen: Wer das effektivste Katapult baute, erhält eine Eintragung am Ehrenschild. Spaß und Spannung waren garantiert!

Katapult Shoot-out Praktikum

Lehrbücher waren gestern, Shoot-out ist heute: Natürlich mussten sich die Student*innen des Praktikums zuerst einmal das theoretische Wissen in Modellbildung und Simulation aneignen, aber dann ging es an die Erprobung des Gelernten in der Praxis. Ziel war, ein Katapult zu bauen, das einen Basketball so weit wie möglich schleudern kann. Dafür musste mit einem Hydraulikzylinder, der durch einen elektrischen Antrieb über eine Pumpe ange­steuert wird, ein elastischer Hebelarm so beschleunigt werden, dass er den Ball über 20 Meter weit schleudern konnte.

Für die Entwicklung dieses elektrohydraulischen Katapults mussten die Student*innen das Wissen aus mehreren Disziplinen verknüpfen. Sie wurden in mehrere Teams eingeteilt und haben das Ziel in Teilprojekten erarbeitet: Modellbildung und Simulation des Wurfprozesses, Berücksichtigung der elektrischen und hydraulischen Teilsysteme in einem Gesamtmodell sowie Entwicklung einer ausgeklügelten übergeordneten Regelung.

Um sicherzustellen, dass die Modellierung der einzelnen Teilsysteme die Realität ausreichend genau widerspiegelt, waren für verschiedene Komponenten Vermessungen am realen Objekt unumgäng­lich. Deren Ergebnisse ermöglichten ein Fein-Tuning der entwickelten Modelle, um optimale Abschuss­ergebnisse zu erzielen.

Das Praktikum wurde von den Instituten für Elektrische Antriebe und Leistungselektronik, für Maschinenlehre und Hydraulische Antriebstechnik und für Mechatronische Produktentwicklung und Fertigung gemeinsam konzipiert und abgehalten.

„Die Studierenden lernen in diesem Praktikum neben den technischen Inhalten auch Soft Skills, wie Teamfähigkeit, Arbeitsteilung und Projektplanung,“ sagt o.Univ.-Prof. Dr. Klaus Zeman, Vorstand des Instituts für Mechatronische Produktentwicklung und Fertigung. „Denn nur mit vereinten Kräften und einem konstruktiven Zusammenspiel aller Teilnehmerinnen und Teilnehmer kann eine überzeugende ‚Abschussquote‘ sichergestellt werden.“

Die Schütz*innen waren jedenfalls begeistert, und die nächste Runde des Shoot-out sollte somit gesichert sein.

NEWS 01.08.2021

Fachbereich Mechatronik