Konferenz in Samara – Bestes Paper aus Linz

Bei der diesjährigen International Conference on Dynamics and Vibroacoustics of Machines (DVM) wurde DI Paul Treml mit dem Best Paper Award ausgezeichnet.

Versuchsaufbau
Versuchsaufbau

Für die heuer erstmals rein virtuell abgehaltene Konferenz, die ansonsten zweijährlich in Samara, Russland, stattfindet, wurden 60 Papers und 120 Exposés akzeptiert, mehr als 250 Wissenschafterinnen und Wissenschafter nahmen an der Konferenz teil.

Paul Treml vom Institut für Maschinenlehre und Hydraulische Antriebstechnik verfasste das Paper „Measurement and mathematical modelling of a coupled hydraulic-mechanical system“, mit zwei Co-Autoren vom selben Institut und einem weiteren Co-Autor vom Institut für Technische Mechanik. Die Arbeit erfolgte im Rahmen eines FWF-Projektes P32494-NBL. Sie ist ein Beitrag zu den Grundlagenforschungen von schwingfähigen hydraulischen und mechanischen Systemen. 

„Das Besondere dabei ist, dass hier hydraulische und mechanische Schwingungseffekte gemeinsam bzw. gleichzeitig untersucht werden“, sagt Treml.

Eine hydraulische oder mechanische Anregung versetzt dieses System in Schwingungen, welche über Druck bzw. Beschleunigungsmessungen erfasst werden können.

Dynamische Messungen von gekoppelten hydraulisch-mechanischen Systemen wurden bereits veröffentlicht. Der Versuchsaufbau von Treml ist aber darüber hinaus für eine Vollfeldmessung ausgelegt, sodass alle relevanten Freiheitsgrade abgedeckt werden können. Dies ermöglicht in einem eingeschränkten Frequenzbereich eine umfassende Modellvalidierung und liefert ein zuverlässiges Modell.

Außerdem wird das hybride System mit mathematischen Modellen im Frequenzbereich beschrieben, die üblicherweise bei rein mechanischen Schwingungssystemen zwecks Analyse zum Einsatz kommen. Die Messungen dienen der Validierung dieser Modelle und der Bestimmung unbekannter mechanischer und hydraulischer Parameter.

Um unbekannte Parameter des hydraulischen Subsystems zu identifizieren, wird eine Variation bestimmter Parametersätze durchgeführt. Mithilfe einer Optimierungsaufgabe werden diese Parameter dann so berechnet, dass die Frequenzantworten des Modells möglichst gut mit jenen der Messung übereinstimmen.

Der Fokus liegt dabei auf der Frage, ob die  Methodik der nicht-linearen Optimierung für die Anwendung auf ein im Frequenzbereich beschriebenes mechanisch-hydraulisches Hybridsystem geeignet ist.

„Ich habe mich über den Best Paper Award sehr gefreut! Es ist natürlich schön, wenn die eigene Publikation so viel Anerkennung erfährt. Dadurch fühle ich mich in meiner Arbeit bestätigt“, sagt Treml.

NEWS 02.12.2020

Fachbereich Mechatronik