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Institut für Gesellschafts- und Sozialpolitik
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Willkommen am Institut für Gesellschafts- und Sozialpolitik!

 

Am Institut für Gesellschafts- und Sozialpolitik befassen wir uns aus sozialwissenschaftlicher Perspektive mit politischen Institutionen, Ideen und Dynamiken sowie den Bedingungen, der Ausgestaltung und den Folgen staatlicher und nicht-staatlicher Sozialpolitik. Der politikwissenschaftliche Fokus in Forschung und Lehre liegt auf Österreichischer Politik und dem internationalen Vergleich. Das Institut ist federführend verantwortlich für den Bachelor/Master Sozialwirtschaft, den englischsprachigen Master Comparative Social Policy and Welfare sowie das Doktoratsstudium in den Fächern Politikwissenschaft und Sozialwirtschaft.

 

Auf den folgenden Seiten finden Sie nähere Informationen zu Mitarbeiter*innen, Forschung, Lehre sowie News und Events.

Institut für Gesellschafts- und Sozialpolitik

Adresse

Johannes Kepler Universität Linz
Altenberger Straße 69
4040 Linz

Standort

Hochschulfondgebäude, Südteil, 3. Stock

Öffnungszeiten Sekretariat

Mo - Do  09.00 - 12.00 Uhr
und         13.00 - 15.00 Uhr

Telefon Sekretariat

+43 732 2468 7157

Wir suchen Verstärkung!

Tobias Wiß sucht eine/n Tutor:in für die LVA „Einführung aus Politik- und Sozialwissenschaften II” im Lehramtsstudium Sekundarstufe Geschichte, Sozialkunde und Politische Bildung im Ausmaß von 2 Stunden pro Woche. Inhaltlich geht es in der LVA um die Einführung in das politische System Österreichs. Die Tätigkeit umfasst die Unterstützung der LVA während des Semesters sowie bei der Aufsicht/Korrektur der Klausur am Ende des Semesters. Voraussetzung sind gute bis sehr gute Noten sowie gute Kenntnisse im Umgang mit Moodle und Zoom.

Bei Interesse kontaktieren Sie bitte bis 03.10.2022 Tobias Wiß (tobias.wiss@jku.at), inkl. aktueller Transcripts (Notenübersicht aller bisher besuchten LVAs).

 

Verstärkung
Info

Aktuelles
 

Veranstaltungen, Neuigkeiten,
Mitteilungen und Hinweise...
Event

Forschungskolloquien
 

Hier finden Sie aktuelle Termine und Themen von interessanten Forschungskolloquien.
Info

Änderungen im MA SozWi
ab WS 21/22
 

Hier finden Sie eine Info-Broschüre mit Kurzdarstellung der aktuellen Änderungen!
Info

Änderungen im BA SozWi
ab WS 21/22
 

Hier finden Sie eine Info-Broschüre mit Kurzdarstellung der aktuellen Änderungen!
Lehre




Wissenschaftliches Arbeiten

Auf unserer Moodle Seite finden Sie Hinweise und Ratschläge sowie eine Menge Downloads rund um ihre Hausarbeiten und Abschlussarbeiten.
Forschung

Publikationen

Neue Publikationen von Mitarbeiter/innen des Instituts für Gesellschafts- und Sozialpolitik

News & Events

News 27.09.2022

Margitta Mätzke im Polit-Talk
 

Zusammen mit der Schriftstellerin Marlen Schachinger war Margitta Mätzke zu Gast bei Martin Wassermair in der Reihe Der Stachel im Fleisch - Politikgespräche mit Vorwärtsdrang

Im Mittelpunkt des Gesprächs standen langfristig und unterschwellig wirksame Verschiebungen in den Rahmenbedingungen wie auch den Normen der politischen Auseinandersetzung, die nicht nur auf Wahlkämpfe, sondern auch auf politische Entscheidungen einen starken Einfluss ausüben. Zentral war die Frage, warum Polarisierung und Konfrontation das politische Klima zur Zeit so stark prägen, welche Ursachen das hat, und welchen Beitrag die Kunst, die Medien und die Wissenschaft leisten können, um eine Kultur des konstruktiven und wertschätzenden politischen Miteinanders den Menschen als attraktiv und in der Politik angemessen zu vermitteln.

Live gesendet am Freitag, 16. September 2022, 16.00 – 17.00 Uhr

Zum Video

News 19.09.2022

Präsentation neuer Forschungsergebnisse auf der ESPAnet Conference in Wien

Institutsmitarbeiter:innen haben auf der 20. International ESPAnet Conference sowie der 5. Forschungskonferenz Sozialpolitik von ESPAnet Austria, die in diesem Jahr zusammen abgehalten wurden, mehrere Forschungsergebnisse vorgestellt.

Spielt das Alter von Politiker:innen eine Rolle für Sozialausgaben? Dieser Frage ging der Vortrag von Tobias Wiß, basierend auf gemeinsamer Arbeit mit Carmen Walenta-Bergmann und Felix Wohlgemuth, nach. Analysen für 23 OECD-Länder im Zeitraum 1980-2017 kommen zu dem Ergebnis, dass mit ansteigendem Alter von Politiker:innen die Ausgaben für Familienpolitik und Bildung, wovon vor allem jüngere Menschen profitieren, reduziert werden. Dagegen erhöhen sich die Ausgaben für Familienpolitik und Bildung, aber auch für Pensionen, wenn der Anteil von Politiker:innen unter 45 Jahren in der Regierung ansteigt.

In einem zweiten Vortrag präsentierte Tobias Wiß eine gemeinsame Studie mit Carmen Walenta-Bergmann zum Ausmaß von social investment und social consumption Ausgaben für alle Bundesländer Österreichs zwischen 1990 und 2020. Während sich eine höhere Regierungsbeteiligung der SPÖ in den Bundesländern positiv auf social investment Ausgaben auswirkt (z.B. Kinderbetreuung und Jugendwohlfahrt), und damit v.a. die höher gebildete neue Mittelschicht adressiert wird, reduziert eine höhere Regierungsbeteiligung der FPÖ social consumption Ausgaben (z.B. Wohnbauförderung), aber auch Geld für die Kinderbetreuung. Die Regierungsbeteiligung der ÖVP dagegen wirkt sich positiv auf die Wohnbauförderung, aber negativ auf social investment Ausgaben aus.

Auf der 5. Forschungskonferenz Sozialpolitik des ESPAnet Austria Netzwerks und als Poster auf der 20. International ESPAnet Conference präsentierten Melanie Schaur und Angela Wegscheider ihre Forschungsergebnisse zu Deinstitutionalisierung und Wohnangebote für Menschen mit Behinderungen in Österreich. Der subnationale Vergleich zeigte, dass verschiedene Arten von stationären, teil-stationären, mobilen und assistierenden Dienstleistungen in den Bundesländern entwickelt wurden. Die Vielfalt der Dienstleistungstypen unterscheidet sich zwar innerhalb Österreichs, aber Strategien, die eine Heimunterbringung begünstigen, finden sich in allen Bundesländern. Es sind vor allem die normativen Richtlinien, die finanziellen Beschränkungen und eine maximale Anzahl von Dienststunden für assistierende und mobile Dienste, die den Prozess der Deinstitutionalisierung hemmen.

News 29.07.2022

Projektstudium „Ein-Personen-Unternehmen: Ein Beschäftigungsmodell mit Zukunft?“
 

Ausgangspunkte

Klassische Arbeitsverhältnisse werden immer mehr zurückgedrängt, neue Beschäftigungsformen nehmen zu. Dazu zählen auch so genannte Solo-Selbständige bzw. Ein-Personen-Unternehmen (EPU). Diese stellen mittlerweile die überwiegende Mehrheit der neu gegründeten Unternehmen dar (Österreich 2019: 83,4%) und finden sich vor allem in Gewerbe und Handwerk, weiters im Handel und in der Informationstechnologie.

Diese wachsende Beschäftigtengruppe ist enormen Risiken ausgesetzt, nur jede zweite Neugründung überlebt die ersten fünf Jahre. Gleichwohl ist davon auszugehen, dass viele neue Selbständige diese Beschäftigungsform aus freien Stücken gewählt haben, da sie die damit verbundene Unabhängigkeit und Flexibilität schätzen.

Vor diesem Hintergrund untersuchten wir folgende Fragestellungen:

  • Wie stellt sich die arbeits- und sozialrechtliche sowie sozioökonomische Situation von Ein-Personen-Unternehmen aus Sicht der Selbständigen wie von Expert*innen dar?
  • Inwieweit ist die atypische Beschäftigungsform EPU auch als prekäre Beschäftigungsform zu bewerten? Als Kennzeichen von Prekarität gelten ein niedriges Einkommen, existenzielle Unsicherheit, eine mangelhafte soziale Absicherung sowie mangelnde soziale Anerkennung.

Es wurden vier Arbeitsgruppen gebildet, die sich mit spezifischen Problemstellungen im gegen­ständlichen Kontext beschäftigten. Als methodische Zugänge wurden neben Literaturanalysen Befragungen von Expert*innen (Sozialpartner, Finanzbereich, Rechtswissenschaft, …), weiters Interviews sowie eine Gruppendiskussion mit Ein-Personen-Unternehmer*innen aus unterschiedlichen Branchen gewählt.

Untersuchungsergebnisse

In den Expert*inneninterviews wurde bestätigt, dass EPU durch die Pflichtversicherung sozial schlechter abgesichert sind als unselbständig Beschäftigte. Ergänzende private Versicherungen werden daher empfohlen, diese muss man sich aber auch leisten können.

Primäre Motive für die Selbständigkeit waren bei den befragten Handwerker*innen mehr Selbstbestimmung und mehr Flexibilität, etwa was die Arbeitszeit, das Arbeitsvolumen oder die Urlaubsplanung betrifft. Eine flexiblere Kinderbetreuung wird dadurch i.d.R. möglich. Eine finanzielle Verbesserung wurde nicht als Hauptmotiv genannt, allenfalls als „positiver Nebeneffekt“ betrachtet.

Das finanzielle Risiko der Selbständigkeit wird gleichwohl als hoch eingeschätzt. Teilweise kann man es sich nicht leisten, länger in Urlaub oder Krankenstand zu gehen, und manchen fällt es schwer, Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit zu setzen. Dennoch bereuen die Befragten die Entscheidung für die Selbständigkeit nicht.

Im IT-Bereich konnte keine Abhängigkeit der Auftragnehmer*innen von den Auftraggeber*innen festgestellt werden, eine wiederkehrende Zusammenarbeit wird von beiden Seiten begrüßt. Auch das Problem der Scheinselbständigkeit ist nach Expertenmeinung in diesem Bereich – im Unterschied zu anderen Branchen – wenig virulent.

Bei der durchgeführten Gruppendiskussion zeigte sich, dass insbesondere die Startphase mit der Kundenakquisition mehrheitlich als sehr herausfordernd wahrgenommen wird. In den Fällen, wo eine Beratung in Anspruch genommen wurde, verlief diese selten optimal. Hier gibt es offenbar Luft nach oben. Die Realität der Selbständigkeit unterscheidet sich zwar mitunter von den ursprünglichen Erwartungen, doch auch hier bereute niemand die Entscheidung zum eingeschlagenen Berufsweg.

Resümee

In Summe kann festgehalten werden, dass die objektive Prekarität von EPU zwar teilweise indiziert ist, vor allem aufgrund der mangelhaften sozialen Absicherung (z.B. bzgl. Arbeitslosigkeit), der vorhandenen Einkommensunsicherheit sowie der rechtlichen Situation (Werkvertrag statt Arbeitsvertrag), ein subjektives Prekaritätsempfinden wurde in der vorliegenden Untersuchung hingegen kaum festgestellt. Als mögliche Ursachen für diesen Widerspruch können ausgemacht werden:

  1. Eine prekäre Situation ist im betreffenden Fall nicht gegeben wegen privater Absicherung und/oder hinreichendem Einkommen
  2. Oder ein anderes Werteschema ist gegeben, Autonomie statt Sicherheit ist prioritär
  3. Oder man hofft auf ein künftiges Mehreinkommen und sieht die Prekarität als notwendiges Durchgangsstadium

Bei den befragten Solo-Selbständigen wie bei den Diskussionsteilnehmer*innen waren jedenfalls postmaterialistische Motive wie Autonomie und Selbstverwirklichung dominant gegenüber materialistischen Motiven wie existenzielle Sicherheit und Einkommensmehrung. Dies könnte – entsprechend der Postmaterialismus-These von Ronald Inglehart - Ausdruck eines generellen Wertewandels sein, zum Teil aber auch mit der aktuell günstigen Konjunktur- und Auftragslage in Zusammenhang stehen, deren Permanenz keinesfalls gesichert ist.

Lehrforschungsprojekt

LVA- und Projektleitung

Mag. Hansjörg Seckauer

Lehrveranstaltung

Projektmanagement I 229.041

Projektmanagement II 229.042

Laufzeit

Wintersemester 2021/22 – Sommersemester 2022

News 12.07.2022

Projektstudium „Politische Repräsentation“ - Abschlusspräsentation

Vergangenen Donnerstag fand im BR6 des Uni-Centers die Abschlusspräsentation des Projektstudiums im Rahmen des Sozialwirtschaft Bachelors statt. Die Studierenden beschäftigten sich zwei Semester lang mit verschiedenen Aspekten der Politischen Repräsentation und analysierten diese mithilfe quantitativer Methoden und dem Statistikprogramm R.

Fünf Gruppen präsentierten ihre eigenständigen Forschungsprojekte, welche sich mit interessanten Fragestellungen zu Wahrnehmung, Auswirkungen und Veränderung von politischer Repräsentation beschäftigten: Wie verändert sich die Position von österreichischen Parteien in Bezug auf das Thema Migration? Was beeinflusst das Vertrauen in politische Institutionen? Wie beeinflusst die Repräsentation von Frauen in Regierungen und Parlamenten die Sozialausgaben bzw. das Angebot an Kinderbetreuung?

Die Ergebnisse der Lehrveranstaltung wurden als Forschungsbericht veröffentlicht, welcher in der Fachbibliothek für Gesellschafts- und Sozialpolitik ausgeliehen und als PDF heruntergeladen werden kann.

LVA-Leitung:

Carmen Walenta Bergmann

Felix Wohlgemuth