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Bibliometrie.


Bibliometrie ist die Anwendung mathematischer und statistischer Methoden auf wissenschaftliche Publikationen. Sie beschäftigt sich mit der Quantität des wissenschaftlichen Outputs, der Zitierhäufigkeit sowie anderer zählbarer Indikatoren und versucht auf diese Weise, die wissenschaftliche Leistung zu messen.

Bibliometrie kann keine Aussage über die Qualität von Forschung treffen und dient in erster Linie als unterstützendes Hilfswerkzeug. Sie ist auf unterschiedlichen Ebenen anwendbar und kann diversen Interessensgruppen dienlich sein. Die Anwendung rangiert von der Evaluierung von Einzelpersonen hin zu einem internationalen Vergleich von Institutionen und Regionen.

Kontakt

Kompetenzzentrum Bibliometrie und Publikationsunterstützung

Telefon

+43 732 2468 4882

 

Das Serviceangebot des Kompetenzzentrums setzt sich zusammen aus

  • Aufträgen (Auswertungen, Analysen)
  • Beratungsgesprächen (Publikationsstrategie, Erhöhung der Sichtbarkeit)
  • Schulungen (Open Access, Datenbankrecherchen)

Die Services im Bereich Bibliometrie befinden sich derzeit im Aufbau. Sollten Sie Bedarf an einem der genannten Services oder anderweitige Anfragen haben, bitte kontaktieren Sie uns.

Services für die WissenschaftlerInnen

  • Analyse des eigenen Publikationsoutputs in Zusammenschau mit dem Fachbereich
  • Unterstützung bei der Entwicklung einer Publikationsstrategie (z.B. in welchen Journals sollte publiziert werden)
  • Unterstützung bei der Erhöhung der Sichtbarkeit der eigenen Forschung durch:
    • Open-Access-Publizieren
    • Identifikatoren für AutorInnen (z.B.: ORCID)
    • AutorInnenprofile (z.B.: Scopus, Publons)
    • Social Media (z.B.: ResearchGate, Academia)
    • Richtige Angabe der Affiliation

Bibliometrische Analysen des eigenen Publikationsoutputs als auch des jeweiligen Faches helfen WissenschaftlerInnen bei der Optimierung und Entwicklung von Publikationsstrategien, um Impact und Sichtbarkeit zu erhöhen. Dabei vereinen wir Services der Bibliometrie mit bestehenden Bibliotheksservices im Bereich der Publikationsunterstützung (Open Access, Recherche, AutorInnenprofile, …).

Services für die Administration

  • Unterstützung bei der Optimierung innerhalb der Hochschulrankings
  • Auswertungen und Analysen des Publikationsoutputs der Universität und deren Einheiten
  • Monitoring von Richtlinien und Zielvorgaben (z.B.: Open-Access-Quote, Affilierungsangaben)
  • Unterstützung bei Berufungsverfahren (z.B. Evaluierung von KandidatInnen, Erhöhung der Frauenquote)
  • Analyse von Forschungstrends und Suche nach möglichen ForschungspartnerInnen

Bibliometrische Analysen, Evaluierungen und regelmäßige Auswertungen ermöglichen es, einen Überblick über die Leistung und Entwicklung der Universität als Ganzes sowie deren Einheiten zu gewinnen und sich mit anderen zu messen. Sie helfen ebenso, Schwachstellen zu erkennen als auch die Wirksamkeit von gesetzten Maßnahmen und Richtlinien zu beobachten.

Datenquellen

Für bibliometrische Auswertungen und Hochschulrankings werden in der Regel zwei große internationale Datenquellen herangezogen:

  • Scopus (Elsevier)
  • Web of Science (Clarivate Analytics)

Google Scholar wird bei universitätsinternen Auswertungen vielerorts als ergänzende Datenquelle benutzt. Weitere Datenquellen können ebenfalls hinzugezogen werden, je nach Fachbereich, aus dem die auszuwertenden Publikationen stammen.

Altmetriken

Zunehmend von Bedeutung sind sogenannte Altmetriken, die die Resonanz und Aufmerksamkeit von wissenschaftlicher Forschung außerhalb der klassischen Kommunikationswege und -medien misst und somit auch den gesellschaftlichen Impact von Wissenschaft beleuchtet. Dabei spielen vor allem Nennungen wissenschaftlicher Publikationen in sozialen Netzwerken aber auch in Presse, Patenten und Policies eine Rolle.

Kritik und Vorsicht

Seit es die Bibliometrie gibt, gibt es (mitunter berechtigte) Kritik an dieser Methode, da hier versucht wird, etwas zu messen, was nicht messbar ist: Qualität und Leistung wissenschaftlicher Forschung. Über fundierte Analysen können bis zu einem gewissen Grad Aussagen getroffen werden, weshalb sich die Bibliometrie auch nur als (objektiver) Teil des Ganzen versteht.

Bibliometrische Indikatoren sollten nie für sich alleine, sondern müssen immer in Kombination mit anderen Parametern betrachtet werden, um sie zueinander in Relation zu setzen, ein vollständigeres Bild zu erhalten und somit Falschinterpretationen zu vermeiden. Dies berücksichtigen wir sowohl in unseren Analysen und Reports, als auch in unserer Beratungstätigkeit in Richtung Administration und WissenschaftlerInnen.

Ebenso verwenden wir besondere Sorgfalt darauf, das Endergebnis auf einer sauberen und möglichst vollständigen Datengrundlage zu erstellen, wofür wir uns auch die notwendige Zeit nehmen, welche uns im Gegenzug von Ihnen eingeräumt werden muss. Sollten Sie also Analysen oder Reports zu einem gewissen Stichtag benötigen, so bitten wir Sie, uns möglichst früh darüber zu informieren.