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Legal Gender Studies, Antidiskriminierung und Diversity.

Liebe Studierende!

Der erste Studienabschnitt dient dem Erwerb von juristischem Grundwissen, im zweiten Studienabschnitt können Sie sich spezialisieren. Ich möchte Ihnen daher unseren Studienschwerpunkt vorstellen, der in seiner Konzeption in Österreich einmalig ist. Geschlechterdemokratie, Antidiskriminierung und gesellschaftliche Vielfalt sind zukunftsweisende juristische Forschungsfelder. Wir haben dazu ein praxisorientiertes, interdisziplinäres Studienprogramm entwickelt, das Ihnen sowohl national als auch international breite Berufschancen eröffnet. Ich würde mich freuen, wenn ich Sie als Studierende dieses Schwerpunktes im zweiten Abschnitt begrüßen kann!

Univ.-Prof.in Dr.in Silvia Ulrich
Koordinatorin des Studienschwerpunktes

Studienschwerpunkt – Überblick

Die Ausrichtung des Studienschwerpunktes ist interdisziplinär und fächerübergreifend: Die Lehrveranstaltungen werden von Fachvortragenden aus den Bereichen Legal Gender Studies, Antidiskriminierungsrecht, Diversity, Familienrecht, Strafrecht, Arbeitsrecht, Internationales Recht und Rechtsgeschichte abgehalten.

Die Lehrveranstaltungen des Studienschwerpunktes können auf Basis des Wissens aus dem ersten Studienabschnitt bereits ab Beginn des zweiten Studienabschnitts absolviert werden. Es wird jedoch empfohlen, die Lehrveranstaltungen des Studienschwerpunktes im zeitlichen Konnex mit dem Fach „Legal Gender Studies und Antidiskriminierungsrecht“ aus dem Grundstudium zu absolvieren.

Der Studienschwerpunkt ist für MMJus-Studierende zur Gänze multimedial aufbereitet. Ein eigener Medienkoffer ist nicht erforderlich, die notwendige Literatur wird von den Vortragenden in den jeweiligen Lehrveranstaltungen bekannt gegeben.

Selbstverständlich besteht auch die Möglichkeit, einzelne Lehrveranstaltungen des Studienschwerpunktes als freie Wahlfächer zu belegen.

 

Wintersemester

Inhalt des Studienschwerpunktes sind die menschenrechtlichen Freiheits- und Gleichheitsgarantien und deren Bedeutung für die Gleichstellung der Geschlechter und anderer diskriminierungsgefährdeter Gruppen. Bei der Analyse von Rechtsfragen und Diversitätskonzepten wird besonderer Wert auf die Einbeziehung sozial- und wirtschaftswissenschaftlicher Erkenntnisse gelegt.

Ziel des Studienschwerpunktes ist die Vorbereitung auf die juristische Praxis durch fächerübergreifendes und interdisziplinäres Arbeiten, insbesondere durch die Analyse von Diskriminierungszusammenhängen und -ursachen. Das erworbene Wissen soll Absolvent_innen für die Arbeit in der Justiz, in rechtsberatenden Berufen, Interessenvertretungen, öffentlichen Einrichtungen oder für das Personal- und Diversitymanagement von Organisationen und Unternehmen qualifizieren.

Aufbau des Studienschwerpunktes: Im Wintersemester Vermittlung interdisziplinärer Grundlagen, Auseinandersetzung mit aktuellen Fragen zum Geschlechterverhältnis und zur Rechts- und Judikaturentwicklung im Hinblick auf besonders diskriminierungsgefährdete Gruppen. Darauf aufbauend im Sommersemester fachliche Schwerpunktsetzungen mit Bezug zur Rechtspraxis. Der gesamte Schwerpunkt kann in einem Studienjahr oder begleitend zu den Basislehrveranstaltungen des zweiten Abschnitts über mehrere Semester absolviert werden.  

Detaillierte Informationen zu den einzelnen Lehrveranstaltungen finden Sie im Studienhandbuch.

Sommersemester
„Der Studienschwerpunkt war für mich eine einmalige Möglichkeit, mein persönliches Anliegen der Geschlechtergerechtigkeit und der Frauenrechte mit meiner juristischen Ausbildung zu verbinden.“
Birgit Allerstorfer
Internationales postgradraduales Masterprogramm an der World Peace Academy der Universität Basel, Schweiz