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Zirkus des Wissens
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Laufende Projekte.

  • Die Termine der jeweiligen Aufführungen findest du im Spielplan.

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DUMMHEIT
Eine Reise in die Unendlichkeit

Nach dem Erfolgsbuch von Heidi Kastner. Eine humorvolle Aufführung aus Schauspiel und live gezeichneten Animationen.

„Eine Gesellschaft ohne Dummheit scheint eine noch größere Utopie als umfassende Gerechtigkeit, grenzenlose Freiheit oder ewiges Leben“ (Heidi Kastner)

Dummheit ist gefährlich. Sie gefährdet zwischenmenschliche Beziehungen, den sozialen Zusammenhalt, den demokratischen Grundkonsens - und unser Überleben auf diesem Planeten. Gespeist aus ihren Erfahrungen als forensische Psychiaterin und Neurologin zeigt Heidi Kastner auf, dass sich messbare Intelligenz und Dummheit nicht ausschließen müssen und analysiert messerscharf die Spielarten der Dummheit.

Der Ort: ein Raumschiff.
Die Zuschauer: die letzten Überlebenden vom Planeten Erde.
Das Ziel: unbekannt.
Eine Havarie. Während der Reparaturarbeiten hält die Wissenschafts-Offizierin, unterstützt von der Laborratte, die tägliche „Lecture“.
Thema: „Was zum Untergang der Menschheit geführt hat“.

Die „K.I.“ (Künstliche Intelligenz) an Bord stellt Fragen.
Die Wissenschafts-Offizierin bemüht sich um Antworten.
Die Laborratte zeichnet und kommentiert.

Eine Reise in die Unendlichkeit mit

  • Adelheid, Wissenschaftsoffizierin: Barbara Falter
  • Ralph, Laborratte: Marcel Keller
  • Regie, Bühne und Live-Animation: Marcel Keller
  • Inhaltliche Begleitung: Heidi Kastner

Für Menschen ab 15 Jahren

Pi-Tag

Eine Zahl im Zentrum der Aufmerksamkeit

Die Kreiszahl π hat viele Fans. Auch der ursprünglich nur an Universitäten in den USA gefeierte Pi Day, der 14. März (in amerikanischer Schreibweise 3/14), findet immer mehr Fans und wurde 2019 von der UNESCO zum Internationalen Tag der Mathematik erklärt.

„Mathematik für alle/Mathematics for Everyone“ lautet das offizielle Motto für 2023, und der Zirkus des Wissens wird an diesem Tag vor allem junge Menschen einladen, sich spielerisch der besonderen Zahl π anzunähern. Mehr darüber gibt es dann iin Kürze zu erfahren.

Pi-Tag Wettbewerb

Gesucht: Ein Satz für eine Zahl!

Die Kreiszahl π hat viele Fans. Auch der ursprünglich nur an Universitäten in den USA gefeierte Pi Day, der 14. März (in amerikanischer Schreibweise 3/14), findet immer mehr Fans und wurde 2019 von der UNESCO zum Internationalen Tag der Mathematik erklärt.

„Mathematik für alle/Mathematics for Everyone“ lautet das offizielle Motto für 2023, und der Zirkus des Wissens wird an diesem Tag vor allem junge Menschen einladen, sich spielerisch der besonderen Zahl π anzunähern. Mehr darüber gibt es dann im März-Newsletter zu erfahren.

Bereits jetzt lädt der Zirkus des Wissens zu einem Wettbewerb um den besten Pi-Merkspruch ein. Da die Zahl π unendlich viele Kommastellen hat, ist es ein mathematischer Sport, sich möglichst viele davon zu merken – oder zumindest für die ersten Kommastellen einen Merksatz zu erfinden. Und das geht so:

π = 3,141592653 …..

Es geht darum, einen Satz mit einer Abfolge von Wörtern zu finden, deren Buchstabenanzahl der Reihenfolge der Zahlen nach dem Komma entspricht, also zum Beispiel:

Wie (3), o (1) dies (4) π (1) macht (5) ernstlich (9) so (2) vielen (6) viele (5) Müh’ (3)?

Es ist nicht so einfach einen Satz in deutscher Sprache zu erfinden; auf Englisch geht’s leichter:

How (3) I (1) need (4) a (1) drink (5), alcoholic (9) of (2) course (6), after (5) the (3) heavy (5) lectures (8) involving (9) quantum (7) mechanics (9)!

Dieses englische Beispiel zeigt einige Kommastellen mehr, aber es gibt noch viel längere!

So kompliziert wollen wir es nicht machen; für unseren Wettbewerb gilt das Minimum 3,14159 entweder in deutscher oder englischer Sprache. Aber natürlich darf der Satz auch länger sein…

Teilnehmen können neben Einzelpersonen auch Schulklassen mit einem gemeinsamen Satz!

Bitte den Merksatz bis Freitag, 10. März an die e-Mail-Adresse pi-tag@jku.at senden.

Am Pi-Tag, dem 14.3., wird aus einer Dreier-Auswahl im Zirkus des Wissens der Siegersatz gewählt. Für den besten Spruch gibt es eine Pie und ein Buch.

Viel Spaß beim Spiel mit Buchstaben und Zahlen!

Vom Fremden und vom Eigenen
Eine Karl Sibelius Trilogie im Zirkus des Wissens

Im Rahmen eines Forschungsprojektes untersucht Karl M. Sibelius, inwieweit die Arbeit des Schauspielers ihre Wirksamkeit auch in pädagogischen und beraterischen Berufen entfalten kann.

An drei aneinander folgenden Tagen wird Sibelius in drei verschiedenen Soloterminen zu sehen sein, umrahmt von wissenschaftlichen Inputs und Diskussionen. Im Zirkus des Wissens der JKU wird Sibelius den Georg Kreisler Abend "Adam Schaf hat Angst", den Liederzyklus "Ideologie der Verlassenheit", seinen autobiografischen Liederabend "Karli Bua" und auch sich selbst zum Forschungsobjekt machen und sein Publikum mit einbeziehen.

Teil 1 - KARLI BUA

Ein autobiografischer Liederabend von und mit Karl M. Sibelius. Komposition: Nebojsa Krulanovic

Für den ehemaligen Linzer Publikumsliebling Karl Sibelius haben sich die Worte von Thomas Bernhard mehr als bewahrheitet: "Man geht nicht ungestraft nach Trier, man geht nach Trier und macht sich lächerlich". Folge seines "dramatischen Scheiterns" als Intendant am dortigen Theater war sein Rückzug von den "Brettern, die die Welt bedeuten". Doch so einfach ist das nicht. Während seiner Psychotherapieausbildung merkte Sibelius, dass da noch was aufgearbeitet werden muss und innerhalb von wenigen Tagen hat er sein Leben in 20 Lieder verpackt, die er nun seinem Linzer Publikum präsentieren möchte. Karli Bua ist mehr als eine Autobiografie, es ist eine Hommage an das Leben, die Liebe und alle verrückten Menschen, die diese Welt so bunt machen.

Teil 2 - IDEOLOGIE DER VERLASSENHEIT

Liederzyklus von von Jörg-Ulrich Krah und Duncan Graham

Liederzyklus nennt der australische Theater- und Drehbuchautor Duncan Graham seine Texte für einen Schauspieler, der wie ein Medium die Emotionen und Gedanken sehr unterschiedlicher Charaktere in der existentiellen Situation der Corona-Pandemie übermittelt. Zwischen Trauer und Ignoranz, Sehnsucht und Ironie schimmern die Geschichten, Songs und Monologe der Menschen, die nicht nur vom Virus, sondern auch vom seelenverschlingenden Raubtier Einsamkeit bedroht werden. Der Cellist und Komponist Jörg Ulrich Krah verleiht jeder dieser Miniaturen eine eigene musikalische Atmosphäre, während der Schauspieler, Sänger und Psychotherapeut Karl Sibelius sensibel den Möglichkeiten des Menschlichen nachspürt. Marcel Keller, auch vielseitiger Regisseur, Bühnen- und Kostümbildner, begleitet die Szenen als Live-Illustrator mit seinen Zeichnungen. Wir befinden uns noch in dieser immer neu zu klärenden Abfolge von Krisensituationen, die hier weder naturalistisch gespiegelt noch kommentiert werden, sondern die wir durch ihre poetische Verschiebung in einen anderen Erlebnisraum vielleicht auch anders empfinden und bedenken können.

  • Spiel: Karl Sibelius
  • Komposition & Cello: Jörg Ulrich Krah
  • Klavier: Hiroyo Masumura
  • Szenische Einrichtung & Liveanimation: Marcel Keller
  • Deutsche Fassung: Martina Winkel

Die Uraufführung wurde im Rahmen des Festival der Regionen 2021, in Kooperation mit Hin&Weg Festival und NSW Government Australien, präsentiert.

Teil 3 - ADAM SCHAF HAT ANGST

kein Musical von Georg Kreisler

Die Zuschauer erwartet ein fulminanter Ein-Mann-Parforceritt aus der Feder Georg Kreislers, des Meisters des bösartig-klassischen Kabaretts. Karl M. Sibelius ist Adam Schaf, seines Zeichens unglücklich unverstandener Schauspieler, träumt schon seit Jahren davon, ein einflussreicher Künstler zu sein, dem alle an den Lippen hängen. Doch leider reicht es nur zum Garderoben-Helden. Hier, kurz vor dem Auftritt, lästert er dann allerdings umso ausgiebiger über die Schlechtigkeit der Welt: Den neuen Intendanten, moderne Stücke, Preisanstieg und Werteverfall.

Mit Karl M. Sibelius / Pianist Nebojsa Krulanovic

Faszination Krake

Nach dem Buch von Michael Stavaric & Michéle Ganser, von und mit: HELIX projects/Christine Maria Krenn

Nach dem großen Erfolg im Frühjahr 2022 kehrt Faszination Krake im Rahmen der Kinderkulturtage Linz an den Zirkus des Wissens zurück.

Fantastische Geschichten rund um die ältesten intelligenten Lebewesen unseres Planeten, bei denen nicht nur Kinder aus dem Alltag abtauchen können. Das Publikum entdeckt Geschöpfe wie von einem anderen Stern, was Ozean und Weltall gemeinsam haben oder wie Menschen und Kraken entstanden sind. Bei diesen Meereswesen ist zudem der ganze Körper Gehirn, selbst die Tentakel. 

Stavarič erzählt nicht nur meisterhaft Geschichten, er spricht auch mit den Leserinnen und Lesern. Er fragt nach ihrer Meinung und fordert sie auf, selbst nachzudenken, zu träumen: Was würde man tun, wenn man acht Arme hätte? Diesen interaktiven Zugang der Erzählungen greift die Linzer Choreografin Christine Maria Krenn von HELIX projects auf und kreiert einen partizipatorischen dialogischen Prozess.

Faszination Krake ist als Wissenschaftsbuch des Jahres 2022 ausgezeichnet worden, und hat den Österreichischen Kinder- und Jugendbuchpreis gewonnen. An der Entstehung und Präsentation von Faszination Krake werden ca. 80 Kinder mitwirken.

  • Kooperation mit Helix Projects Linz & Abteilung für MINT Didaktik Biologie
  • Partizipation, Tanz und Video Performance von Christine Maria Kren
  • Kooperation mit HELIX projects Linz & Abteilung für MINT Didaktik Biologie
  • Partizipation, Regie, Choreografie Christine Maria Krenn (HELIX projects)
  • Musik, Komposition - Christina Poxrucker
  • Sound, Tonschnitt - Otto Andreas Bruckner
  • Schauspiel - Christian Scharrer
  • Performance – 80 Kinder und Jugendliche von HELIX projects

Für Menschen ab 4 Jahren

MondTraum & PlanetenKlang

Ein Schattentheater zum Universalgenie Johannes Kepler

Nach dem großen Erfolg im Frühjahr 2022 kehrt MondTraum & PlanetenKlang im Rahmen der Kinderkulturtage Linz an den Zirkus des Wissens zurück.

Er war Astronom, Mathematiker und Astrologe. Er öffnete der Menschheit mit seinen Berechnungen der Planetenbewegungen die Tür zum Kosmos. Und: Er ist Namensgeber unserer Universität.

Im Zirkus des Wissens startet eine fantastische Zeitreise, die Leben und Werk des großen Naturforschers und Universalgelehrten Johannes Kepler zwischen Licht und Schatten erzählt.

Für Menschen ab 8 Jahren

NAT.U.R.AL

Eine Ode an die Unvollkommenheit

Nach den Motiven von Karel Čapeks R.U.R. - von Dávid Paška

Eine wandernde Schauspieltruppe beschließt, die Aufmerksamkeit des Publikums wieder zu gewinnen, indem sie sich als humanoide Androiden ausgeben, die die Zukunft vorhersagen können.

Eine kritische Studie über das Verhältnis zwischen Menschlichkeit und Künstlichkeit; über die Problematik der universellen Moral und über das Potenzial des Missbrauchs der künstlichen Intelligenz. 

Wie können schauspielerische Probenarbeit und Programmieren ähnlich sein? Wo ist „das menschliche“ in den Maschinen ähnlich zu „dem menschlichen“ in uns?

Für Menschen ab 14 Jahren

KAMISHIBAI
Geschichten von Forscher*innen

Das Leben großer Forscher*innen als Papiertheater.
Teil 1 - Die Serie beginnt mit der Dinosaurierforscherin Mary Anning

So hat man die Geschichte der großen Forscher*innen noch nie gesehen: Im Zirkus des Wissens erlebt man auf ungewöhnliche Weise Episoden aus dem Leben bedeutender Wissenschafter*innen.

Die erste Folge gehört der Dinosaurierforscherin Mary Anning, die schon als junges Mädchen Fossilien von Dinosauriern entdeck hat. Mary suchte ihr gesamtes Leben nach Fossilien und trug mit ihren Funden wesentlich zur Entwicklung der frühen Paläontologie bei. Erzählt wird die wunderbare Geschichte von Ali Meyer-Pernkopf, eine Puppenspielerin und Geschichtenerzählerin aus Oberösterreich.

Nach der Vorstellung werden die Besucher*innen zu einem Workshop eingeladen um neben der Forscher*innen auch Kamishibai kennenzulernen – die 1000 Jahre alte Kunst des japanischen Papiertheaters.

Für Menschen zwischen 6-8 Jahren

Und da oben dazwischen die Sterne

Wissenschaft & Ethik - Galilei & Kepler

Kepler? Da war doch was. In die Sterne blicken ohne Fernglas und dann ab in die protestantische Mathematik.

Galileo? Da war doch auch was. In die Sterne blicken mit protestantischem Fernglas und dann ab in das katholische Experiment.

Die beiden Herren kannten sich nicht persönlich, haben aber miteinander korrespondiert. Gemeinsam haben sie die westliche Weltsicht erheblich erschüttert. Das mit den Sternen am Himmel haben sie soweit geklärt. Aber das dazwischen?

Das dazwischen? Ja, das dazwischen. Was ist dazwischen? Zwischen den Sternen? Die göttliche Harmonie? Oder die Leere?

Wahrscheinlich schon seit den alten Griechen galt als gesichert, dass es „Leere“ nicht geben könne, da die Natur die Leere nicht dulde. Natura abhorret vacuum.

Galileo hat, in diesem Fall ohne Kepler, nachgewiesen, dass es die „Leere“ sehr wohl gibt. Was damit anzufangen sei, jenseits der Erfindung des Barometers durch seinen Schüler Torricelli, wusste er auch nicht zu sagen. Der Nachweis führte aber zu Einsteins Relativitäts- und dann zu Plancks Quantentheorie, welche zwar nicht ohne einander denkbar sind, sich aber kurioserweise widersprechen.

Und wenn Suor Maria Celeste, die älteste Tochter Galileos, ihn lange vor Virginia Woolf um Geld bat für ein eigenes Zimmer: wusste er, wovon sie spricht?  

Was also heisst „Wissen“? Wohin bringt uns „Wissen“? Und vor allem: wie kommen wir auf was und warum?

Diesen Fragen gehen ein paar Künstler*innen mit ein paar Philosoph*innen der JKU in einer Performance nach.  

  • Text & Regie: Gerhard Willert
  • Mit Barbara Novotny, Julian Reiss, Aline Potiron & Studierenden des Instituts für Philosophie und Wirtschaftstheorie
  • Bühne: Alexandra Pitz
  • Musik: Wolfgang Dorninger

Für Menschen ab 14 Jahren

Martin Schenk: Was Kindern jetzt gut tut.

Buchpräsentation im Rahmen des Schwerpunkts Well-Being.

Kinder brauchen Hilfe, wenn sie mit ihrem Alltag und sich selbst nicht mehr zurechtkommen. Das Buch diskutiert Kindergesundheit in einer Welt im Umbruch – und zeigt Wege, Kinder zu stärken. Der engagierte Sozialexperte und Mitbegründer der Armutskonferenz, Martin Schenk, präsentiert das neue Buch, in dem er gemeinsam mit der Klinischen Psychologin Hedwig Wölfl Fragen zur Kindergesundheit nachgeht.

Kasperls Mut! Das tut gut.

Kooperation mit Linzer Puppentheater & OÖ Kinderfreunde

Diese Produktion für Kinder ist der Auftakt zu einem Themenschwerpunkt zum Thema Well-Being von Kindern und Jugendlichen. Das Linzer Puppentheater spielt im Zirkus des Wissens das Stück „Kasperls Mut! Das tut gut!“ Dabei geht es vor allem darum, Kindern, die aufgrund der Lockdowns während der Covid-Pandemie unter Isolation und Identitätskrisen zu leiden hatten, Wege aufzuzeigen, die Lebensfreude wieder zu gewinnen bzw. zu stärken. Die Inhalte der Produktion wurden gemeinsam mit Kindern, Puppentheaterspieler*innen, Psychotherapeut*innen und Sozialarbeiter*innen erarbeitet und von Christa Koinig in ein Puppentheaterstück verarbeitet.

Kompoition und Musik: Wiff LaGrange

Für Menschen ab 6 Jahren

Zehn Zeugen sajnen mir gewesn

Holocaust-Studien in einer Zeit ohne Zeitzeug*innen

Die Frage, wie Erinnern an den Holocaust möglich sein wird, wenn die letzten Zeitzeug*innen nicht mehr unter uns sein werden, steht im Zentrum dieser künstlerischen Untersuchung. Das "Verschwinden“ der Zeitzeug*innen des Holocausts wirft unterschiedliche Fragen auf, mit denen sich die Künstler*innen dieses einzigartigen Projekts beschäftigen. Wie kann die emotionale Dimension des Holocausts vermittelt werden, wenn die Zeitzeug*innen nicht mehr befragt werden können? Sind Videointerviews, die in großer Zahl in Archiven und im Netz zur Verfügung stehen, geeignet, diese Lücke zu schließen?

Der international bekannte israelische Regisseur David Maayan, der sich schon in seinen früheren Theaterarbeiten auf unterschiedliche Weise mit Erinnerungskultur beschäftigt hat, erarbeitet mit der Schauspielerin Theresa Martini und der Musikerin Theresa Aigner neue Formate der Erinnerung.

Die Schauspielerin Theresa Martini verwandelt sich in die Zeitzeugin Inge Ginsberg. Theresa Aigner singt und spielt Lieder des Holocaust-Überlebenden Aleksander Kulisiewicz.

Ida Kelarová, eine der wichtigsten Interpretinnen des Roma-Liedguts, trägt gemeinsam mit ihrem Mann Desiderius Dužda Lieder aus der Zeit des Holocaust vor.

Von David Maayan, Theresa Aigner & Theresa Martini

Mit Theresa Aigner, Theresa Martini, Ida Kelarová & Desiderius Dužda

Mit Dank an Theater Nestroyhof / Hamakom

Für Menschen ab 14 Jahren

Vom Hören und Staunen

Eine Woche Akustik mit dem Fachbereich Physik.

Der Zirkus des Wissens lädt gemeinsam mit dem Fachbereich Physik ab 28.2. Schulen zu Open Labs und Abendveranstaltungen.

Der Zirkus des Wissens lädt gemeinsam mit dem Fachbereich Physik vom 28.2. bis 5.3. ein zu Open Labs und Abendveranstaltungen.

Schall, Musik, Geräusch und Stimme: Beim Hören sind die Natur- und Kulturwissenschaften sowie die Kunst aufs Engste verbunden. Dies wird in Open Labs veranschaulicht, in denen unter der Woche Schülerinnen und Schülern und am Wochenende dem allgemeinen Publikum von einfachsten Experimenten mit Stimmgabeln bis zu komplexen Versuchen das breite Feld der Akustik nahegebracht wird. In Abendvorträgen werden naturwissenschaftlich/technische mit künstlerischen Aspekten kombiniert. Lötworkshops und Klangspaziergänge runden das Programm ab.

Für Menschen ab 6 Jahren.

Geboten werden:

- Open Labs für Schulklassen vom 28.2. bis 3.3.

- Open Labs für alle vom 4.3. bis 5.3.

- Lötworkshops "Wir löten ein Theremin!" am Samstag, den 4.3. um 11, 12, 14, 15 und 16 Uhr

- Klangspaziergänge "Schwer hörbares gut oder anders hörbar machen" am Sonntag, den 5.3. um 11 und um 14 Uhr

- Vorträge und Konzerte am Donnerstag, den 2., Freitag, den 3. und Samstag, den 4.3.

SAFE SPACE – BRAVE SPACE

Ein Projekt zum Thema Well-Being von Jugendlichen
Eine Kooperation mit Teach for Austria

Zahlreiche Studien belegen, dass junge Menschen zwischen 15 und 25 Jahren am stärksten
unter der Pandemie gelitten haben und weiterhin leiden. Fehlende Sozialkontakte, Nachteile
im Bereich Bildung und am Arbeitsmarkt sowie bei der Freizeitgestaltung führen verstärkt
zu psychischen Erkrankungen wie Depressionen oder Angstzuständen sowie zu Zukunftsangst
und Perspektivenlosigkeit.
Dazu kommen noch die Unsicherheiten durch den Krieg in Europa und die Klima-Angst.
Mit Safe Space – Brave Space entwickelt der Zirkus des Wissens ein neues Format von
Workshops in Schulen, um mit Jugendlichen an ihrem Well-Being zu arbeiten. Das Projekt
soll sicherstellen, dass jugendliche Stimmen nicht überhört werden, entwickelt mit ihnen
neue Perspektiven und unterstützt sie bei der Krisenbewältigung. Nach einer Serie von
Workshops an acht Mittelschulen wird der Zirkusraum für zehn Tage in einen Ort des
Well-Beings verwandelt, in dem Workshops und Präsentationen sowie Austausch und
Community-Cooking im Mittelpunkt stehen werden. Lokale Künstler*innen werden
gemeinsam mit Psycholog*innen aus verschiedenen Fachbereichen der JKU mit den
Jugendlichen zusammenarbeiten.


Für Menschen ab 12 Jahren

LET IT DANCE!

Coding trifft Choreography 

Durch Musik, Choreographie und Tanz werden komplexe Informatik- und Programmiervorgänge
sinnlich und lustvoll analysiert und erlebbar gemacht. Mathematisch orientierte
Aufgabenstellungen werden um kreative Inhalte ergänzt und sodann mittels Bewegung
und Tanz in Prozesse des Programmierens umgewandelt.
Querverbindungen zwischen Informatik, Tanz und Musik werden herausgearbeitet, neue
Cybercrime- und Informatik-(Tanz-)Workshops entwickelt und in eine spannende
Tanz-Theateraufführung verwandelt.
HELIX Projects/Christine Maria Krenn entwickelt diese neue Koproduktion mit jungen
Menschen in Kooperation mit der School of Education – Abteilung für MINT Didaktik –
Informatik.

Für Menschen ab 6

ÜBERRASCHUNG! EINE MATHE-PARTY FÜR JO & JO.

Von Andreas Pfaffenberger & Martina Winkel

Uraufführung

Jo & Jo feiern Geburtstag. Aber wie viele Kerzen gehören eigentlich auf die Geburtstagstorte
der Zwillinge? Und wie kann diese Torte am besten für so viele Gäste geteilt werden?
Und was hat die Torte mit dem geheimnisvollen Pi zu tun?
Mit diesen einfachen Fragen beginnt eine Reise auf den Spuren der Mathematik...
Es ist ein großer Zeitsprung von den Zahlenzeichen auf Tontafeln, dem Rechnen mit Kieselsteinen
und den geometrischen Figuren, die griechische Mathematiker*innen in den Sand
gezeichnet haben, bis zu unseren heutigen elektronischen Rechnern, den Computern.
Mit Hilfe der Zahlen und Formeln suchen die Menschen auf ihren Expeditionen des
Forschens seit Jahrhunderten nach einer möglichen Beschreibung der Welt, nach
Lösungen für die Rätsel des Universums und für die Probleme des Alltags, nach nützlichen
Anwendungen von Berechnungen, aber auch nach der Herausforderung eines Spiels voller
Fragen, Irrtümer, Entdeckungen und Überraschungen.
Andreas Pfaffenberger, der oberösterreichische Puppenspieler, der die Welt des Figurentheaters
von Berlin aus erforscht, und die Theatermacherin Martina Winkel haben mit einem
bilderreichen Schattenspiel für den Zirkus des Wissens das Leben von Johannes Kepler,
dem Namensgeber der Universität, nacherzählt. In ihrer neuen Theaterproduktion folgen sie
den Spuren der Mathematik in das Reich der Zahlen, Figuren und Erfinder*innen.


Für Menschen ab 9

HAST DU ZEIT?

NEUES GESCHICHTENERZÄHLEN IM RAHMEN VON PLAYON!

Inszenierung Nele Neitzke
Kooperation mit Landestheater Linz; Kunstuniversität Linz – Stage Design;
FH Oberösterreich – FB Digital Arts

Was hat es eigentlich mit der Zeit auf sich? Woher kommt sie, wohin geht sie, wie fühlt sie
sich an und kann man die Zeit eigentlich sehen? Das finden wir in diesem Stück gemeinsam
mit den jungen Besucher*innen heraus. Ästhetisch aufbereitet von Studierenden der FH
Oberösterreich im Bereich Visualisierungen, der Kunstuniversität Linz in der Ausstattung
und inhaltlich begleitet von Schüler*innen, der JKU und dem Zirkus des Wissens entwickelt
das Junge Theater des Landestheaters Linz ein zeitreiches Stück.

Für Menschen ab 8 Jahren.

RUBISCO-VARIATIONEN – DIE SONATE DER PHOTOSYNTHESE

Von & mit: Otto Lechner, Anne Bennent
Video: Anton Bennent

Wiederaufnahme

Nach dem großen Erfolg im Frühjahr kehrt die wundersame Produktion in den Zirkus
zurück. Mit der Photosynthese hat der Mensch einen Begriff geschaffen, der kaum zu
begreifen ist. Wir haben uns wohl damit abgefunden. Und doch stellt sich die Frage, ob
ein Prozess, der so unmittelbar mit irdischem Atmen und Leben verbunden ist, nur
Biochemiker*innen verständlich sein soll. Die Mittel der Kunst können dabei helfen, neue
Zusammenhänge von Grün und dessen Sichtbarkeit, oder Abfallverwertung und Wachstum
zu verstehen. Otto Lechner ist blind und musiziert; Musik und Literatur sind für ihn konkrete
Hilfsmittel, um Verborgenes wahrzunehmen oder zu erahnen. Möglicherweise kann man
rubisco-variationen mit geschlossenen Augen ja besser verstehen. Wir wissen es noch nicht.
Anne Bennent und Otto Lechner machen sich daran, begleitet von Sprache, Musik und Tanz,
der Photosynthese ein menschliches Antlitz zu geben.