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Zirkus des Wissens
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Laufende Projekte.

Die Termine der jeweiligen Aufführungen findest du im Spielplan.

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DUMMHEIT
Eine Reise in die Unendlichkeit

Nach dem Erfolgsbuch von Heidi Kastner. Eine humorvolle Aufführung aus Schauspiel und live gezeichneten Animationen.

„Eine Gesellschaft ohne Dummheit scheint eine noch größere Utopie als umfassende Gerechtigkeit, grenzenlose Freiheit oder ewiges Leben“ (Heidi Kastner)

Dummheit ist gefährlich. Sie gefährdet zwischenmenschliche Beziehungen, den sozialen Zusammenhalt, den demokratischen Grundkonsens - und unser Überleben auf diesem Planeten. Gespeist aus ihren Erfahrungen als forensische Psychiaterin und Neurologin zeigt Heidi Kastner auf, dass sich messbare Intelligenz und Dummheit nicht ausschließen müssen und analysiert messerscharf die Spielarten der Dummheit.

Der Ort: ein Raumschiff.
Die Zuschauer: die letzten Überlebenden vom Planeten Erde.
Das Ziel: unbekannt.
Eine Havarie. Während der Reparaturarbeiten hält die Wissenschafts-Offizierin, unterstützt von der Laborratte, die tägliche „Lecture“.
Thema: „Was zum Untergang der Menschheit geführt hat“.

Die „K.I.“ (Künstliche Intelligenz) an Bord stellt Fragen.
Die Wissenschafts-Offizierin bemüht sich um Antworten.
Die Laborratte zeichnet und kommentiert.

Eine Reise in die Unendlichkeit mit

  • Adelheid, Wissenschaftsoffizierin: Barbara Falter
  • Ralph, Laborratte: Marcel Keller
  • Regie, Bühne und Live-Animation: Marcel Keller
  • Inhaltliche Begleitung: Heidi Kastner

Für Personen ab 15 Jahre

Vom Fremden und vom Eigenen
Eine Karl Sibelius Trilogie im Zirkus des Wissens

Im Rahmen eines Forschungsprojektes untersucht Karl M. Sibelius, inwieweit die Arbeit des Schauspielers ihre Wirksamkeit auch in pädagogischen und beraterischen Berufen entfalten kann.

An drei aneinander folgenden Tagen wird Sibelius in drei verschiedenen Soloterminen zu sehen sein, umrahmt von wissenschaftlichen Inputs und Diskussionen. Im Zirkus des Wissens der JKU wird Sibelius den Georg Kreisler Abend "Adam Schaf hat Angst", den Liederzyklus "Ideologie der Verlassenheit", seinen autobiografischen Liederabend "Karli Bua" und auch sich selbst zum Forschungsobjekt machen und sein Publikum mit einbeziehen.

Teil 1 - KARLI BUA

Ein autobiografischer Liederabend von und mit Karl M. Sibelius. Komposition: Nebojsa Krulanovic

Für den ehemaligen Linzer Publikumsliebling Karl Sibelius haben sich die Worte von Thomas Bernhard mehr als bewahrheitet: "Man geht nicht ungestraft nach Trier, man geht nach Trier und macht sich lächerlich". Folge seines "dramatischen Scheiterns" als Intendant am dortigen Theater war sein Rückzug von den "Brettern, die die Welt bedeuten". Doch so einfach ist das nicht. Während seiner Psychotherapieausbildung merkte Sibelius, dass da noch was aufgearbeitet werden muss und innerhalb von wenigen Tagen hat er sein Leben in 20 Lieder verpackt, die er nun seinem Linzer Publikum präsentieren möchte. Karli Bua ist mehr als eine Autobiografie, es ist eine Hommage an das Leben, die Liebe und alle verrückten Menschen, die diese Welt so bunt machen.

Teil 2 - IDEOLOGIE DER VERLASSENHEIT

Liederzyklus von von Jörg-Ulrich Krah und Duncan Graham

Liederzyklus nennt der australische Theater- und Drehbuchautor Duncan Graham seine Texte für einen Schauspieler, der wie ein Medium die Emotionen und Gedanken sehr unterschiedlicher Charaktere in der existentiellen Situation der Corona-Pandemie übermittelt. Zwischen Trauer und Ignoranz, Sehnsucht und Ironie schimmern die Geschichten, Songs und Monologe der Menschen, die nicht nur vom Virus, sondern auch vom seelenverschlingenden Raubtier Einsamkeit bedroht werden. Der Cellist und Komponist Jörg Ulrich Krah verleiht jeder dieser Miniaturen eine eigene musikalische Atmosphäre, während der Schauspieler, Sänger und Psychotherapeut Karl Sibelius sensibel den Möglichkeiten des Menschlichen nachspürt. Marcel Keller, auch vielseitiger Regisseur, Bühnen- und Kostümbildner, begleitet die Szenen als Live-Illustrator mit seinen Zeichnungen. Wir befinden uns noch in dieser immer neu zu klärenden Abfolge von Krisensituationen, die hier weder naturalistisch gespiegelt noch kommentiert werden, sondern die wir durch ihre poetische Verschiebung in einen anderen Erlebnisraum vielleicht auch anders empfinden und bedenken können.

  • Spiel: Karl Sibelius
  • Komposition & Cello: Jörg Ulrich Krah
  • Klavier: Hiroyo Masumura
  • Szenische Einrichtung & Liveanimation: Marcel Keller
  • Deutsche Fassung: Martina Winkel

Die Uraufführung wurde im Rahmen des Festival der Regionen 2021, in Kooperation mit Hin&Weg Festival und NSW Government Australien, präsentiert.

Teil 3 - ADAM SCHAF HAT ANGST

kein Musical von Georg Kreisler

Die Zuschauer erwartet ein fulminanter Ein-Mann-Parforceritt aus der Feder Georg Kreislers, des Meisters des bösartig-klassischen Kabaretts. Karl M. Sibelius ist Adam Schaf, seines Zeichens unglücklich unverstandener Schauspieler, träumt schon seit Jahren davon, ein einflussreicher Künstler zu sein, dem alle an den Lippen hängen. Doch leider reicht es nur zum Garderoben-Helden. Hier, kurz vor dem Auftritt, lästert er dann allerdings umso ausgiebiger über die Schlechtigkeit der Welt: Den neuen Intendanten, moderne Stücke, Preisanstieg und Werteverfall.

Mit Karl M. Sibelius / Pianist Nebojsa Krulanovic

Faszination Krake

Nach dem Buch von Michael Stavaric & Michéle Ganser, von und mit: HELIX projects/Christine Maria Krenn

Nach dem großen Erfolg im Frühjahr 2022 kehrt Faszination Krake im Rahmen der Kinderkulturtage Linz an den Zirkus des Wissens zurück.

Fantastische Geschichten rund um die ältesten intelligenten Lebewesen unseres Planeten, bei denen nicht nur Kinder aus dem Alltag abtauchen können. Das Publikum entdeckt Geschöpfe wie von einem anderen Stern, was Ozean und Weltall gemeinsam haben oder wie Menschen und Kraken entstanden sind. Bei diesen Meereswesen ist zudem der ganze Körper Gehirn, selbst die Tentakel. 

Stavarič erzählt nicht nur meisterhaft Geschichten, er spricht auch mit den Leserinnen und Lesern. Er fragt nach ihrer Meinung und fordert sie auf, selbst nachzudenken, zu träumen: Was würde man tun, wenn man acht Arme hätte? Diesen interaktiven Zugang der Erzählungen greift die Linzer Choreografin Christine Maria Krenn von HELIX projects auf und kreiert einen partizipatorischen dialogischen Prozess.

Faszination Krake ist als Wissenschaftsbuch des Jahres 2022 ausgezeichnet worden, und hat den Österreichischen Kinder- und Jugendbuchpreis gewonnen. An der Entstehung und Präsentation von Faszination Krake werden ca. 80 Kinder mitwirken.

  • Kooperation mit Helix Projects Linz & Abteilung für MINT Didaktik Biologie
  • Partizipation, Tanz und Video Performance von Christine Maria Kren
  • Kooperation mit HELIX projects Linz & Abteilung für MINT Didaktik Biologie
  • Partizipation, Regie, Choreografie Christine Maria Krenn (HELIX projects)
  • Musik, Komposition - Christina Poxrucker
  • Sound, Tonschnitt - Otto Andreas Bruckner
  • Schauspiel - Christian Scharrer
  • Performance – 80 Kinder und Jugendliche von HELIX projects

Für Personen ab 4 Jahre

MondTraum & PlanetenKlang

Ein Schattentheater zum Universalgenie Johannes Kepler

Nach dem großen Erfolg im Frühjahr 2022 kehrt MondTraum & PlanetenKlang im Rahmen der Kinderkulturtage Linz an den Zirkus des Wissens zurück.

Er war Astronom, Mathematiker und Astrologe. Er öffnete der Menschheit mit seinen Berechnungen der Planetenbewegungen die Tür zum Kosmos. Und: Er ist Namensgeber unserer Universität.

Im Zirkus des Wissens startet eine fantastische Zeitreise, die Leben und Werk des großen Naturforschers und Universalgelehrten Johannes Kepler zwischen Licht und Schatten erzählt.

Für Personen ab 8 Jahre

NAT.U.R.AL

Eine Ode an die Unvollkommenheit

Nach den Motiven von Karel Čapeks R.U.R. - von Dávid Paška

Eine wandernde Schauspieltruppe beschließt, die Aufmerksamkeit des Publikums wieder zu gewinnen, indem sie sich als humanoide Androiden ausgeben, die die Zukunft vorhersagen können.

Eine kritische Studie über das Verhältnis zwischen Menschlichkeit und Künstlichkeit; über die Problematik der universellen Moral und über das Potenzial des Missbrauchs der künstlichen Intelligenz. 

Wie können schauspielerische Probenarbeit und Programmieren ähnlich sein? Wo ist „das menschliche“ in den Maschinen ähnlich zu „dem menschlichen“ in uns?

Für Personen ab 14 Jahre

KAMISHIBAI
Geschichten von Forscher*innen

Das Leben großer Forscher*innen als Papiertheater.
Teil 1 - Die Serie beginnt mit der Dinosaurierforscherin Mary Anning

So hat man die Geschichte der großen Forscher*innen noch nie gesehen: Im Zirkus des Wissens erlebt man auf ungewöhnliche Weise Episoden aus dem Leben bedeutender Wissenschafter*innen.

Die erste Folge gehört der Dinosaurierforscherin Mary Anning, die schon als junges Mädchen Fossilien von Dinosauriern entdeck hat. Mary suchte ihr gesamtes Leben nach Fossilien und trug mit ihren Funden wesentlich zur Entwicklung der frühen Paläontologie bei. Erzählt wird die wunderbare Geschichte von Ali Meyer-Pernkopf, eine Puppenspielerin und Geschichtenerzählerin aus Oberösterreich.

Nach der Vorstellung werden die Besucher*innen zu einem Workshop eingeladen um neben der Forscher*innen auch Kamishibai kennenzulernen – die 1000 Jahre alte Kunst des japanischen Papiertheaters.

Für Personen zwischen 6-8 Jahre

Und da oben dazwischen die Sterne

Wissenschaft & Ethik - Galilei & Kepler

Kepler? Da war doch was. In die Sterne blicken ohne Fernglas und dann ab in die protestantische Mathematik.

Galileo? Da war doch auch was. In die Sterne blicken mit protestantischem Fernglas und dann ab in das katholische Experiment.

Die beiden Herren kannten sich nicht persönlich, haben aber miteinander korrespondiert. Gemeinsam haben sie die westliche Weltsicht erheblich erschüttert. Das mit den Sternen am Himmel haben sie soweit geklärt. Aber das dazwischen?

Das dazwischen? Ja, das dazwischen. Was ist dazwischen? Zwischen den Sternen? Die göttliche Harmonie? Oder die Leere?

Wahrscheinlich schon seit den alten Griechen galt als gesichert, dass es „Leere“ nicht geben könne, da die Natur die Leere nicht dulde. Natura abhorret vacuum.

Galileo hat, in diesem Fall ohne Kepler, nachgewiesen, dass es die „Leere“ sehr wohl gibt. Was damit anzufangen sei, jenseits der Erfindung des Barometers durch seinen Schüler Torricelli, wusste er auch nicht zu sagen. Der Nachweis führte aber zu Einsteins Relativitäts- und dann zu Plancks Quantentheorie, welche zwar nicht ohne einander denkbar sind, sich aber kurioserweise widersprechen.

Und wenn Suor Maria Celeste, die älteste Tochter Galileos, ihn lange vor Virginia Woolf um Geld bat für ein eigenes Zimmer: wusste er, wovon sie spricht?  

Was also heisst „Wissen“? Wohin bringt uns „Wissen“? Und vor allem: wie kommen wir auf was und warum?

Diesen Fragen gehen ein paar Künstler*innen mit ein paar Philosoph*innen der JKU in einer Performance nach.  

  • Text & Regie: Gerhard Willert
  • Mit Barbara Novotny, Julian Reiss, Aline Potiron & Studierenden des Instituts für Philosophie und Wirtschaftstheorie
  • Bühne: Alexandra Pitz
  • Musik: Wolfgang Dorninger

Für Personen ab 14 Jahre