Hinweisgebersystem - Whistleblowing.

An wen richtet sich das Hinweisgebersystem der Johannes Kepler Universität Linz?

Haben Sie Kenntnis von Verstößen gegen das Unionsrecht an der Johannes Kepler Universität Linz? Ihr Hinweis ist ein wichtiger Beitrag für rechtskonformes und ethisches Verhalten an der JKU.

Dieser Meldeweg steht allen Mitarbeiter*innen der Johannes Kepler Universität Linz sowie Externen zur Verfügung, um Meldungen mit Informationen über Verstöße gegen das Unionsrecht abzugeben. Studierende finden in der ÖH eine geeignetere Ansprechstelle, können aber auch hier Hinweise einmelden.

Wie kann ich einen Vorfall melden?

Sie können unten angeführte E-Mail Adresse zur Meldung von (mutmaßlichen) Verstößen und begründeten Verdachtsmomenten von Fehlverhalten nutzen. Ihr Hinweis kann dabei helfen, interne Missstände und Risiken aufzudecken und Maßnahmen zur Vermeidung zu entwickeln.

Bitte senden Sie Ihre Meldung an

whistleblowing@jku.at

und beschreiben Sie den Vorfall dabei so detailliert wie möglich.

Sie werden im Zuge des Meldeprozesses gegebenenfalls aufgefordert, Unterlagen zum geschilderten Sachverhalt zu übersenden. Hierfür wird für Ihre Meldung ein gesicherter Datenraum eingerichtet, über den die verschlüsselte weitere Kommunikation erfolgt. Für den Zugriff auf den Datenraum ist jeder aktuelle Webbrowser geeignet.

Bei Ihrer Meldung können Sie entscheiden, ob Sie Ihren Hinweis namentlich oder anonym abgeben wollen. In jedem Fall sichern wir Ihnen eine vertrauliche und sorgfältige Bearbeitung zu. Wir werden im Zuge der Abarbeitung jeden gemeldeten Hinweis sorgfältig prüfen und gegebenenfalls entsprechende Folgemaßnahmen in die Wege leiten. 

Welchen Schutz genießen Hinweisgeber*innen?

Um als Hinweisgeber*in durch die EU-Whistleblower-Richtlinie geschützt zu sein, muss Ihr Hinweis zumindest eine der folgenden Meldekategorien betreffen:

  1. öffentliches Auftragswesen
  2. Finanzdienstleistungen, Finanzprodukte und Finanzmärkte sowie Verhinderung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung
  3. Verstöße gegen die finanziellen Interessen der Europäischen Union
  4. Verstöße gegen die Binnenmarktvorschriften
  5. öffentliche Gesundheit
  6. Umweltschutz
  7. Schutz der Privatsphäre und personenbezogener Daten sowie Sicherheit von Netz- und Informationssystemen
  8. Produktsicherheit und –konformität
  9. Verbraucherschutz
  10. Verkehrssicherheit
  11. Strahlenschutz und kerntechnische Sicherheit
  12. Lebensmittel- und Futtermittelsicherheit, Tiergesundheit und Tierschutz

Die EU-Whistleblower-Richtlinie schreibt vor, dass Hinweisgeber*innen selbst, aber auch Mittler, Kolleg*innen und Verwandte vor Nachteilen geschützt werden müssen. Daher sind z. B. folgende rechtliche Schritte des Arbeitgebers nicht zulässig:

  • Hinweisgeber*in kündigen
  • Disziplinarmaßnahmen einleiten
  • Beförderung verweigern
  • Gehalt kürzen
  • Aufgabenbereich von Hinweisgeber*innen verringern
  • negative Leistungsbeurteilung erteilen

Darüber hinaus hat ein*e Arbeitnehmer*in, der/die von einem*r Hinweisgeber*in beschuldigt wird, nach Art. 14 DSGVO das Recht über die Umstände und Inhalte der Verarbeitung zu erfahren. Außerdem steht dem/die Arbeitnehmer*in der Auskunftsanspruch nach Art. 15 DSGVO in Bezug auf seine/ihre verarbeiteten Daten zu.