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JKU lanciert Business School nach internationalem Vorbild

3 neue Masterstudiengänge starten mit Wintersemester 2019/20

Mit 41 Instituten und mehr als 7.000 Studierenden ist die Sozial- und Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät (SOWI) die größte der Johannes Kepler Universität Linz. Die Gründung einer - mittelfristig auch international akkreditierten - Business School, ist der nächste logische Schritt in der Neuausrichtung der Universität. Die Business School wird regional verankert und international ausgerichtet. Das spiegelt sich auch in gleich drei neuen Studiengängen wider, die im Wintersemester starten.

„Die JKU Business School wurde nach dem internationalen Vorbild der Massachusetts Institute of Technology (MIT) Sloan School ins Leben gerufen. Ähnlich wie bei der Sloan School of Management am MIT trachtet die JKU Business School danach, die „ideale ManagerIn“ auszuformen“, sagt JKU-Rektor Meinhard Lukas. Die JKU Business School soll den Studierenden eine an moderne Herausforderungen wie der digitalen Transformation adaptierte Ausbildung anbieten. Sie versteht sich als ein regional verankerter wissenschaftlicher Knotenpunkt mit internationaler Ausrichtung. Diese spiegelt sich nicht nur darin wieder, dass zahlreiche Studiengänge auf Englisch angeboten werden, sondern bietet darüber hinaus auch die Möglichkeit als Student Double Degrees mit Partneruniversitäten im Ausland zu erwerben sowie von einer Reihe zusätzlicher Gastprofessuren und Austauschprogrammen zu profitieren. In ihrer Ausrichtung ist die JKU Business School eingebettet in das technologieorientierte Umfeld der JKU. Das bedeutet, dass sich gesellschaftliche und technologische Leitthemen wie die digitale Transformation deutlich in der Forschung und Lehre der Business School wiederfinden, gerade auch durch die Einbeziehung der Wirtschaftsinformatik neben der Betriebswirtschaft.

In Zeiten von Künstlicher Intelligenz und Big Data ist die interdisziplinäre Vernetzung auch in der Wirtschaft essenziell – die JKU wird mit der JKU Business School die Stellung als digitaler Hotspot weiter untermauern. „Mit der JKU Business School wollen wir uns auch im wirtschaftlichen Bereich an der Spitze der europäischen Universitäten positionieren. Das klare langfristige Ziel der JKU Business School ist daher die internationale Akkreditierung. Das erleichtert den Austausch mit führenden Partneruniversitäten auf Lehr- und Forschungsebene und ist ein anerkanntes Qualitätssiegel“, sagt JKU-Rektor Meinhard Lukas. Neben fundierter theoretischer Ausbildung werden Praxiselemente schon in den Studiengängen verpflichtend verankert. So werden AbsolventInnen bestmöglich auf den Arbeitsmarkt vorbereitet. Die klare Positionierung dieser Elemente in allen Studienrichtungen und die Einrichtung von Programmdirektoren untermauern diesen Anspruch.

Die Business School wird unter der Dachmarke JKU als Submarke geführt, damit erhält das Studienangebot eine stärkere Kontur und kann besser positioniert werden. Interdisziplinäre Forschung wird, ähnlich wie beim LIT, auch einer der Grundpfeiler in der Business School. Darauf soll nicht nur innerhalb der Schools, sondern auch zwischen den Schools Wert gelegt werden. Das Angebot der Volkswirte und Statistiker soll unter der Marke der, sich derzeit in Planung befindlichen, Rothschild School of Economics and Statistics gebündelt werden.

Neue Studienrichtungen

An der Business School wird es künftig 12 Studienrichtungen geben, davon 4 Bachelor und 8 Master.

Bachelor-Studiengänge:

  • Wirtschaftsinformatik
  • BWL (ab Wintersemester 2020 als Nachfolger von WiWi geplant)
  • Wirtschaft und Technik (ab Wintersemester 2020/21 geplant)
  • Internationale Betriebswirtschaftslehre (ab Wintersemester 2020/21 geplant)

Master-Studiengänge:

Drei der neuen Studiengänge MA Leading Innovative Organizations, MA Management und MA Economic and Business Analytics wird es bereits im Wintersemester 2019/20 geben.

  • MA Leading Innovative Organizations

Der Master LIO (Leading Innovative Organizations) steht unter dem Motto „Fast Track to Excellence“ und richtet sich an sogenannte High Potentials, die in rund einem Jahr ein 120 ECTS-Master-Programm absolvieren wollen. Vermittelt wird Wissen über Führung, Innovation und Organisation, also „state of the art“-Wissenschaft verbunden mit tiefen Erkenntnissen über jene Anforderungen, mit denen Führungskräfte und Organisationen konfrontiert werden. Das Studium ist nur in englischer Sprache studierbar und wird in gut 2 Semestern (Anfang August des Startjahres bis Ende September des Folgejahres) absolviert. Fundierte Grundkenntnisse in Management und Englisch werden vorausgesetzt. Mithilfe eines GMAT-Tests (weltweit standardisierter Test, um die Eignung für postgraduale Master-Studiengänge herauszufinden) werden nur die Top 40-StudentInnen aufgenommen.

  • MA Management

Digitale Omnipräsenz – das war das Stichwort für die Neuauflage des Masters General Management, der ab Wintersemester 2019/20 als Master Management vor allem die digitale Transformation in Hinblick auf Managementprozesse im Fokus hat. Die digitale Komponente wird alle Schwerpunkte prägen, zudem wird der Master noch globaler ausgerichtet und praxisbezogener sein. Das Studium kombiniert eine grundlegende Managementausbildung einerseits und die Vertiefung in eine von drei Competence Areas andererseits (Marketing and Global Marketing, Strategic and International Management sowie Digital Transformation: Leadership, Human Resource Management and Change). Zudem haben die Studierenden die Möglichkeit ein umfassendes, interdisziplinäres Praxisprojekt bei einem Top-Unternehmen aus der Region zu absolvieren. Besonders: Sie können ein internationales, englischsprachiges Studium (fakultativ auch kombiniert mit einem Auslandsaufenthalt) in der Region studieren.

  • MA Economic and Business Analytics

Digitalisierung und Globalisierung schaffen neue Herausforderungen und Chancen für Wissenschaft und Wirtschaft. Big Data beeinflusst den gesamten Geschäftsprozess von der Planung über die Logistik, das Marketing, den Vertrieb und die Personalabteilung bis hin zur Buchhaltung. Die Fähigkeit, diese Daten zu analysieren und zu interpretieren, ist ein entscheidender Faktor für das Überleben und Wachstum in einem wettbewerbsintensiven Markt. Der zweijährige Master of Economic and Business Analytics erfüllt die Nachfrage der Branche nach Absolventen mit Business-Analytics-Fähigkeiten. Eine Kombination aus Kursen in Datenanalyse, Entscheidungstheorie und strategischem Management bereitet die Absolventen darauf vor, diese Lücke zu füllen.

Geplant sind zudem ab Wintersemester 2020/21 der Studiengang Wirtschaft und Technik in Bachelor- und Masterform. Ebenfalls ab Wintersemester 2020/21 wird es an der JKU erstmals einen BWL-Bachelor geben sowie einen Studiengang in Internationaler Betriebswirtschaftslehre, der neben einem verpflichtenden Auslandssemester komplett auf Englisch studierbar sein wird. Daher können die Bachelor für Wirtschaftswissenschaften und für Sozialwirtschaft dieses Jahr das letzte Mal ohne Aufnahmeverfahren inskribiert werden.

Arbeitsbereiche der Business School

Forschungsschwerpunkte der Business School werden in den Bereichen Finance and Accounting, Supply Chain and Information Management und in Management and Marketing gesetzt.

  • Finance & Accounting: Der Schwerpunkt Finance and Accounting richtet seine Forschungsaktivitäten in den Bereichen Digital Transformation, Sustainable Development und Finance aus. Im Fokus steht die interdisziplinäre Forschung mit Forschungsgruppen aus den technisch-naturwissenschaftlichen, medizinischen und juristischen Fakultäten. Ziel ist es, den Unternehmen einen ganzheitlichen Blick auf die wesentlichen Aspekte unterschiedlicher Transformationsprozesse zu ermöglichen und diese Forschung und Praxis innerhalb der Business School zu teilen.
  • Supply Chain & Information Management: Der Schwerpunkt Supply Chain and Information Management leistet einen wesentlichen Beitrag in Forschung, Lehre und Transfer bei der Planung und Umsetzung von Transformationsprozessen im Rahmen der Digitalisierung. Ausgangspunkt ist dabei eine interdisziplinäre Perspektive aus Technik und Betriebswirtschaft, die Methoden und Verfahren zur Gestaltung, Planung und Umsetzung von internen und organisationsübergreifenden Prozessen sowie Wertschöpfungsnetzwerken vermittelt.
  • Management & Marketing: Technologische, ökonomische und soziale Veränderungen, die rechtzeitg erkannt werden sowie Transformationen, die global gestaltet und skaliert werden müssen sind zentrale Herausforderungen. Gleichzeitig müssen effektive Transformationsstrategien immer mehr über die Grenzen der Organisation hinaus durchgeführt und umgesetzt werden (Open Strategy and Innovation).
NEWS 05.04.2019

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